Die Leiharbeit, auch als Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung oder Personalleasing bezeichnet, ist ein sehr umstrittenes Arbeitsmodell auf dem deutschen Markt. Kritiker bezeichnen sie gar als „moderne Sklaventreiberei“. Genau genommen wird bei der Leiharbeit ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber, in der Regel einer spezialisierten Agentur, an einen Dritten zum Arbeiten entliehen. Besonders in der Industrie wird die Leiharbeit viel genutzt und ist in Krisenzeiten immer wieder ein wichtiger Rettungsanker für die Unternehmen – so wird zumindest behauptet. Zudem gilt sie als gutes Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit oder für Geringqualifizierte.

Bis zum Jahr 1971 allerdings war die Leiharbeit in Deutschland verboten, bis 2003 dann zumindest streng reglementiert. Dann gab es keine zeitlichen Befristungen mehr, was in der Branche für einen regelrechten Aufschrei sorgte. Nun soll das geändert werden: Der Koalitionsvertrag der CDU und SPD bringt wieder striktere Regeln mit sich.

Nach neun Monaten Einsatz soll ein Leiharbeiter denselben Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft und nach höchstens 18 Monaten muss der Leiharbeiter entweder übernommen oder entlassen werden.

Doch was bringen diese Neuerungen überhaupt, wenn wir uns die Statistiken einmal näher ansehen: 56 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse dauern weniger als nur drei Monate. Zudem werden tarifgebundene Unternehmen im aktuellen Gesetzesentwurf stark bevorzugt. Sind die Neuerungen nun also als positiv, oder als negativ zu bewerten?

1. Der Gesetzesentwurf schwankt
2. Nahles wünscht sich Ausnahmen von der Regel
3. Warum soll es bei der Leiharbeit überhaupt Änderungen geben?
4. Was sagen die IHK und Gewerkschaften zum neuen Gesetz?
5. Was sagt die IHK zum neuen Gesetz?
6. Feier oder Frust? Meinungen aus dem Gewerkschaftslager

Der Gesetzesentwurf schwankt

Der Koalitionsvertrag sieht eine Höchstüberlassung von Leiharbeitern von 18 Monaten vor. Die Arbeitsministerin Nahles möchte nun Ausnahmen hinzufügen, die Koalition selbst stellt den gesamten Entwurf infrage. Der Grund ist ein Zwiespalt zwischen den Regelungen der aktuellen BAG-Rechtsprechung und einer neuen Aussage der EU-Kommission, wonach keine Regelung zur Höchstüberlassung getroffen werden müsse. Eine fehlende Regelung wird von der Kommission derweil nicht sanktioniert. Nun beschäftigt die Koalition vor allem die Frage, ob die neue Regelung zur Zeitbegrenzung überhaupt notwendig ist. Nahles hingegen fordert im Sinne des Arbeitnehmerschutzes die Gleichbezahlung nach neun Monaten und schlägt mögliche Ausnahmen vom bisherigen Gesetzentwurf vor. Die Industrie komplettiert das Dreiecksverhältnis und wirft ein, dass sich die Zeitarbeit gerade aufgrund der Flexibilität, niedrigeren Löhne und fehlenden Regelungen als Beschäftigungsmotor und wichtiges Krisen-Hilfsmittel erwiesen habe. Unklarheit und Verwirrung sind das derzeitige Ergebnis – dabei sollte das Gesetz noch dieses Jahr verabschiedet werden.

Nahles wünscht sich Ausnahmen von der Regel

Besser gesagt, hat sie sich bereit erklärt, den Forderungen der Industrie entgegen zu kommen, besteht aber auf die Durchsetzung des Gesetzesentwurfes. Das Entgegenkommen betrifft vor allem die Regulierung der Werkverträge und der Leiharbeit. So soll die Überschreitung der Höchsteinsatzdauer von 18 Monaten dann möglich sein, wenn das Drittunternehmen tarifgebunden ist. Tarifgebundenen Unternehmen soll nämlich schlussendlich, als „Belohnung“, mehr Flexibilität zugestanden werden als Betrieben, die keinen Tarifvertrag haben. So können im Einzelfall von der Norm abweichende Regelungen vereinbart werden, wenn dies, unter der Berücksichtigung berechtigter Interessen der Stammbelegschaft, sinnvoll sei. Eine vage Aussage der Bundesregierung, die zu werten derzeit beinahe unmöglich ist. Das Für und Wider wird schlussendlich die Praxis zeigen. Und noch eine geforderte Neuerung soll wieder vom Tisch gekehrt werden: Entgegen der Forderungen der Gewerkschaften, erhalten die Arbeitnehmervertreter kein Mitbestimmungsrecht bei den Werkverträgen. Der Betriebsrat wird auch zukünftig lediglich „vom Arbeitgeber informiert“.

Warum soll es bei der Leiharbeit überhaupt Änderungen geben?

Die Frage, weshalb diese neuen Regelungen überhaupt nötig seien, beantwortet Nahles wie folgt: Die Zeitarbeit habe zwei Gesichter. Auf der einen Seite sei sie eine große Chance für (Langzeit-) Arbeitslose und Geringqualifizierte, den Sprung in ein „normales“ Arbeitsleben zu meistern. Andererseits seien die Löhne oftmals zu gering, die ausgeliehenen Arbeiter verdrängen so nicht selten die besser bezahlten Festangestellten und das Lohnniveau würde insgesamt gedrückt. Damit eben dies nicht mehr der Fall ist, müssen grundlegende Änderungen im gegenwärtig gültigen Gesetz vorgenommen werden. Durch die vorgeschlagene Gleichbezahlung der Leiharbeit mit der Stammbelegschaft nach neun Monaten Tätigkeit in einem Unternehmen, wäre die Gefahr der Entlassung der fest angestellten Belegschaft gemindert. Zudem müssten die Leiharbeiter durch die zeitliche Begrenzung alle 18 Monate neu eingestellt und eingelernt werden. Ein Aufwand, der die Unternehmen davon abhalten soll, die Leiharbeiter als dauerhaft günstige Arbeitskraft zu missbrauchen. Somit soll dem „modernen Sklaventum“ ein Ende gesetzt werden.

Was sagt die IHK zum neuen Gesetz?

Tatsächlich lautet sogar aus den Lagern der IHK Kritik an den neuen Regelungen. Sie hält die Änderungen für schädlich, da sie einen starken Rückgang der Zeitarbeit befürchtet und dadurch einen Verlust bei der wichtigen Flexibilität hinsichtlich Konjunkturschwankungen. Allein im Südwesten Sachsens sollen demnach derzeit rund 16.000 Zeitarbeiter angestellt sein. Jedes fünfte Unternehmen der Region greift auf die Leiharbeit zurück, um Produktionsschwankungen oder Personalausfälle auszugleichen. Die gewünschte Höchsteinsatzdauer von 18 Monaten werde derweil, laut Kammer-Umfrage, sowieso nur von sechs Prozent der Unternehmen regelmäßig überschritten. Dann jedoch, um wichtige Projekte zu betreuen oder eine/n Angestellte/n in der zweijährigen Elternzeit zu vertreten. Die Politik widerspreche sich an dieser Stelle selbst, so IHK-Hauptgeschäftsführer Wunderlich. Die Leiharbeiter müssten ebenso wie ein Festangestellter eingelernt werden. Nach 18 Monaten müsste er anschließend aber entlassen oder übernommen werden, da die Stelle anschließend nicht wieder mit einem Zeitarbeiter besetzt werden darf. Wenn es sich allerdings um eine Vertretung handelt, bei welcher nach mehr als 18 Monaten die Eltern-, Pflege- oder Krankheitszeit endet und ein/e Festangestellte/r zurückkehrt, bleibe die Stelle dann für den restlichen Zeitraum unbesetzt. Von Flexibilität kann da nicht mehr die Rede sein.

Die IHK wünscht daher Ausnahmen bei der Befristung für besondere Einsatzarten, wie zum Beispiel Projektaufgaben und Vertretungen. Denn jeder fünfte Leiharbeiter wird bislang speziell für Projekte geordert, die für einen längeren Zeitraum als 18 Monate geplant sind. Zudem übernehmen die Unternehmen bereits jetzt jeden fünften Leiharbeiter in ein (un-)befristetes Arbeitsverhältnis. Ansonsten gefährde, laut IHK, die geplante Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Feier oder Frust? Meinungen aus dem Gewerkschaftslager

Während die Gewerkschaften lange Zeit Änderungen in der Leiharbeitsregelung forderten, sind dort auch jetzt nicht alle Parteien glücklich über den aktuellen Gesetzesentwurf. Wo eigentlich ein Sieg steht, herrscht derzeit bei den Gewerkschaften ebenfalls vorwiegend Frust: Die neuen gesetzlichen Regelungen würden die Gewerkschaftsvereinbarungen mit zahlreichen Branchen untergraben und die Leiharbeiter schlussendlich schlechter stellen. Denn schon vor Jahren hatte die IG Metall mit Arbeitgebern aus der Zeitarbeitsbranche sowie mit Drittunternehmen der Metall-Elektro-, Chemie-, Energie- und Bergbauindustrie Verträge abgeschlossen. Die hier angestellten Leiharbeiter erhalten demnach Branchenzuschläge, die von den Gewerkschaften mühsam erkämpft wurden. Diese wären mit dem neuen Gesetzesentwurf hinfällig.

„Wir sind verpflichtet, die Arbeitsverhältnisse dieser Mitglieder tariflich abzusichern und positiv zu gestalten”

, so positioniert sich der IG-Metall-Vorstand in einem Positionspapier,

„Wir wollen dies nicht allein dem Gesetzgeber oder gar einer freien Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse überlassen.”

Nahles ist zwar selbst Mitglied der IG-Metall, muss sich derzeit aber gegen den allgemeinen Widerstand behaupten. Rückendeckung erhält sie derweil vom Deutschen Gewerkschaftsbund Sachsen:

„Grundsätzlich halten wir diesen Vorstoß für richtig. Ihr geht die Reform aber nicht weit genug.“

Leiharbeiter müssten stattdessen mehr Mitbestimmungsrecht in den Entleihbetrieben erhalten und bereits ab der ersten Stunde im Lohn mit den Stammbeschäftigten gleichgestellt sein. Erst dann seien auch die Gewerkschaften mit den Neuerungen einverstanden.

In all dem Kampf wäre es doch durchaus einmal interessant zu wissen, was denn die Leiharbeiter selbst zu dem neuen Gesetz sagen?

31 Kommentare

  1. Peter jakobsen

    Also ich arbeite seit 4 Jahren als Leiharbeiter bei …. Durch das neue Leiharbeitsgesetz verlieren mehrere hundert leiher ihren Job. … tauscht alle leiher die länger als 18 Monate im Betrieb sind im kommenden Jahr aus. Die neuen Leiher werden einfach nicht mehr ausgebildet, wie wir es noch wurden. Keine Kernkompetenzen, keine Schlüsselpositionen mehr. Leiher sollen nur noch als Hilfsarbeiter mitarbeiten. Vielen Dank liebe Regierung!

  2. mhagen

    ANÜ, schön, schön, wenn sich mal jemand daran halten würde. ANÜ heisst nicht immer Missbrauch und schlechte Bezahlung. In der IT werden auch in der ANÜ für Projekte normale Stundensätze gezahlt wie es auch für Freiberufler üblich wäre. Wer will aber schon ANÜ machen? Ich rede hier von den Auftrag/Arbeitgebern und von OPEX und CAPEX. 99,9% setzen auf Service und Werksverträge. Jeder gibt aber strenge Arbeitszeiten vor, Urlaub am besten nur ganz wenig, Arbeitseinteilung durch Auftraggeber Abteilungsleiter morgens zu Arbeitsbeginn bzw. am Anfang der Woche. Alles Zeichen für verdeckte ANÜ. Nichts von Dispositionsfreiheit, Gewerken, Weisungsbefugten etc. Die gelebten Arbeitsverhältnisse sind 99,9% verdeckte ANÜ. Aber wen interessiert!? Ändert doch die Gesetze. Es wird eh nicht kontrolliert und dran halten tut sich sowieso keiner. Geht zu den Agencies, geht in die Unternehmen , ob Versicherungen, Banken, Auto-Industrie, Telecoms etc. Alle, alle pfeifen auf die ANÜ…. und da ANÜ Mitarbeiter zählen wie eigene Mitarbeiter, und damit mein Unternehmen schlechter aussehen lassen, arbeitet man doch lieber mit Consultants die sofort absetzbar sind und als einmalige Kosten auftauchen…… Ganz falscher Ansatz Frau Nahles. Mein Hals wird immer dicker….. wann kommt mal jemand der sich in der Praxis auskennt 🙁

  3. Jakob

    Ich bin seit 15 Jahren in ein und der selben Firma, ich warte immer noch auf meine direkte Einstellung, ich bin nach der ganzen Ausbeutung schon bereit zu sagen “raus oder rein”

  4. Der Leiher

    Hallo ,
    ich bin seit einigen Jahren „Leihsklave“.
    Meine Erfahrung ist ist diese:
    1. Leiharbeiter sind für Arbeitgeber immer billiger als fest angestelltes Personal, da sie nicht als Personalkosten, sondern als „Sachmittel“ abgesetzt werden.
    2. Wenn ich alles über diesen Gesetzentwurf richtig gelesen und verstanden habe, darf ein Leiharbeitnehmer maximal 18 Monate als „Leiher“ angestellt werden, danach muss ihm ein Festvertrag angeboten werden, oder er geht. Der Arbeitsplatz darf aber nicht mit einem „neuen“ Leiher besetzt werden. Das hätte für den Leiher den Vorteil, dass seine Chancen zur Festeinstellung steigen, denn er ist ja sehr gut eingearbeitet worden. Ein neuer externer fest eingestellter Mitarbeiter müsste wieder neu angelernt werden.
    3. Nach 9 Monaten die gleiche Bezahlung wie bei einem Festangestellten. Ist doch sehr gut, wenn die Branchenzuschläge bis dahin weiter bezahlt werden. Denn ein Leiharbeiter hat das Problem, dass er lt. Tarifvertrag sowieso nur 90% eines vergleichbaren Stammmitarbeiters verdienen kann (das kann der Entleiher bestimmen).
    Ein Beispiel: Stammbelegschaft bekommt 18,00 Euro Std. Der Leiher hat einen Stundenlohn von Entgeltgruppe 4 West (11,61 €). Nach 9 Monaten könnte er 50% Branchenzuschlag erhalten, also (11,61 + 5,81 = 17,42). Bekommt er aber nicht, weil der Lohn gedeckelt ist
    (18- 10% (1,80)= 16,20 =90%) eines Stammmitarbeiters. Er bekommt also niemals den gleichen Lohn für die gleiche Arbeitsleistung. Da wäre nach 9 Monaten Equal-Pay doch eine gute Sache.
    Dann gibt es noch solche Firmen, die sich einen „virtuellen Mitarbeiter“, der natürlich weniger verdient ausdenken, um den Vergleichslohn nochmals zu senken.

    Was ich aber noch nicht aus dem Gesetzestext herausgelesen habe ist:
    Wie setzen sich die 18 bzw. 9 Monate zusammen.
    Bedeutet das, das ich in „einem Stück“ in der Firma sein muss,
    oder werden alle meine Einsätze zusammengezählt bis ich 9 oder 18 Monate zusammen habe?
    Sollte das „im Stück“ bedeuten, kann man das neue Gesetz vergessen, denn dann werden die Leihsklaven für 1-2 Wochen abgemeldet und alles beginnt von neuem.

    Ich würde mich über Kommentare von allen Lesern freuen.
    Wenn ich etwas falsch interpretiert habe, bin bereit etwas dazu gelernt zu haben.

    Gruß
    Der Leihsklave

  5. Verleiher

    Bisher war der Großteil der Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit unbefristet. Was Nahles produziert sind jede Menge befristete Verträge.
    Es liegt nicht immer an den Zeitarbeitsfirmen. der Kunde muss bereit sein den höheren Verrechnungssatz bei Equal pay zu bezahlen, sonst ist das alles nur eine Farce. Ich stehe hier auf der anderen Seite und meine MItarbeiter sind teilweise schon länger als 3 Jahre im selben Einsatz und fühlen sich da wohl. Da werden Übernahmen schon mal abgelehnt, weil die Betriebe nur befristete Verträge anbieten. Der Lohnunterschied ist gerade im Bereich der niedrigen Qualifikationen übrigens nicht so überragend wie man meint. Ich dachte der Mindestlohn wäre die große Errungenschaft von Frau Nahles? Aber die bösen Zeitarbeitsfirmen zahlen ja schon mehr als den Mindestlohn. Peinlich Frau Minister, auch hier gilt: Erst denken und dann machen!

  6. LEIHER4LIFE

    Wie User Verleiher schon erwähnt hat ist der Großteil der Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit unbefristet, was unter anderem dazu führt, dass wenn man den Arbeitgeber wechseln möchte und selber kündigt , erstmal eine 30%ige Arbeitslosengeldsperre ins Haus steht. Das Problem ist und da muss ich Ihnen Widersprechen, die Gewinnvorstellung des Personaldienstleisters. Es darf nicht sein, dass die Leihfirma 27,60Euro pro Stunde kassiert und uns dann mit 11,61Euro(plus1-1,5€ lediglich für gearbeitete Stunden) abspeist. Klar muss der Dienstleister die anfallenden Sozialabgaben UND die Ausfallzeiten einkalkulieren. Aber sich einfach das Recht zu nehmen und zu sagen der Arbeitnehmer bekommt nur 50% des Lohns, den der Kunde zahlt ist einfach , meiner Meinung nach, Menschenunwürdig und darf gerne als moderne Sklaverei bezeichnet werden. Hinzu kommt die Tatsache, das gerade die Großindustrie durch Änderungen der Jobbezeichnung, trotz verbleibes auf ein und dem Selben Arbeitsplatz, einer Festübernahme zu entgehen versucht. Ich bin seit 36 Monaten praktisch gefangen in meinem Arbeitsverhältnis. Die Festangestellten, welche durch sehr alte Verträge teilweise Unkündbar scheinen, verdienen das 2-3fache! der Leiher, plus Schichtzulagen. Dies führt zu einem durchschnittlichen Lohn von ca 1300Euro Netto für den Leiher und zwischen 2800-4000Euro für den Festangestellten, der aufgrund seiner vertraglich festgehaltenen Unkündbarkeit die Füße hochlegt und bei “nicht Spuren” des Leihers sofort beim nächsten Vorgesetzten auf dem Schoß sitzt. Gerade die um ein Vielfaches höher gebildete jüngere Generation hat eine Festanstellung verdient, da viel flexibler UND ausdauernder. Den Ball der Politik zu zu schieben und auf irgend einer Ministerin mit null Einfluss rumzuhacken halte ich für extrem stupide und bezeichnent für Mitarbeiter dieser sog. Konjunkturlochstopfer.

  7. Beassy68

    Seit dem die Begrenzung für Leiharbeiter 2004 komplett weggefallen ist, stellen viele Firmen die Leiharbeiter nicht mehr fest ein. Ich habe über 6 Jahre bei einer namenhaften Firma gearbeitet, die Leiharbeiter wie mich als Dauerlösung etabliert haben um Personalkosten zu sparen (Urlaubsgeld, Krankheit bedingten Ausfall, Abfindungen, Boni etc.)
    Eine Begrenzung auf maximal 18 Monate ist absolut sinnvoll.

  8. Luxusleiher

    Ich bin in der Situation, dass ich als Leiharbeiter deutlich mehr verdiene als die Festangestellten. Dies liegt an der unsinnigen Tarifstruktur im öffentlichen Dienst… Daher will ich gar nicht übernommen werden, mein Entleiher aber für seinen Tariflohn niemanden mit meiner Qualifikation bekommt.

    Ich weiß, Luxusproblem und sicherlich Ausnahme, aber das neue Gesetz würde für mich nur Nachteile bringen.

  9. Dümmer geht ümmer Frau Nahles!

    Was passiert, wenn ein Leihsklave mit Bruttolohn von 8.70 E länger im als 18 Monate im gleichen Unternehmen arbeitet? Sklaverei ist das in jedem Fall! Er wird entlasen und bekommt ein Arbeitslosengeld, welches eine absolute Frechheit ist! Die Arbeitsagenturen haben inzwischen nur noch Leiharbeitsstellen! Sie leiten den nächsten Arbeitssklaven da hin! Bewirbst du dich nicht auf derartige Stellen, bekommst du Kürzungen!

    Die Leiharbeitsfirmen geiern um jeden Arbeitsplatz!
    Leiharbeit müsste unter Strafe verboten werden, erst dann ändert sich etwas am Arbeitsmarkt und Arbeitsuchende haben eine Chance auf einen Job, der das Überleben sichert!

    Die derzeitigen Gesetze stinken zum Himmel. Aus einem der reichsten Länder Europas hat man ein Armenhaus gemacht, in denen Rentner mit Flaschensammeln die Rente aufbessern und in dem Minder in Armut leben! Pfui Teufel ist ja ekelhaft! Schämt euch Alle, Ihr Politiker und Arbeitgeber!

  10. speedy

    Ich arbeite bei einem grossen stahlkocher aus Norddeutschland, der tarifvertrag sagt nach 24 monaten, mit öffnungsklausel im TV werden abweichende Regelungen der Betriebsvereinbarung zugelassen. Die im Betrieb geltende BV sagt, nach 12 monaten ist eine Übernahme zu prüfen, nach 18 hat diese zu erfolgen. Nun bin ich seit 2007 hier und auf die anfrage bei BR wegen übernahme im 2010 wurde ich ausgelacht……

  11. Heike

    Ich bin seit 10 Jahren in der Personaldienstleistungsbranche und vermittele viele Facharbeiter seit Jahren mit Leib und Seele.

    Gerade 50 plus Facharbeiter sind froh das Sie bei mir mit unbefristeten Vertrag eingestellt sind und langfristig, auch wenn der Kunde einen mit 50 plus nicht mehr übernimmt, aber trotzdem voll integriert eingesetzt hat. Meine Mitarbeiter verdienen alle fast genauso wie die eigenen Facharbeiter sogar Fahrgeld !!!

    Die Nahles hat null Ahnung……. viele meiner Mitarbeiter haben noch 5 Jahre bis zur Rente und diese könnten bis zur Rente bei den Firmen bleiben…..meinen Sie das die nochmal ein Job finden….wenn nach 18 Monaten Schluss ist !!!!! Und andere Firmen picken sich dann die jüngeren Facharbeiter raus !!!Außerdem hat kein Mensch Bock , 3 Monate da eingesetzt zuwerden , 2 Wochen dort eingesetzt zuwerden und 5 Monate wieder woanders eingesetzt zu werden !!!! Das ist Sklaverei !!!

    Der Entwurf ist völliger Quatsch !!! In der Zeitarbeit gibt es schon keine schlechten Tarife. Überstundenzuschlöge alles geregelt……Die sollten lieber an den Berufen z.B Friseure oder kleine Handwerksbetriebe ran !!!!

    Unmöglich ist die Nahles total weltfremd !!!

  12. Leiharbeiter

    Bin Leiharbeiter und mit meiner Arbeit sowie meiner Bezahlung zufrieden,doch jetzt hab ich Angst meinen Job zu verlieren oder nach 18 monaten ständig in ein anderes Unternehmen geschoben zu werden und immer wieder von vorn anzufangen.Dankeschön

  13. Kein Name

    Ich wurde vor über 2 Jahren kurzfristig ungewollt arbeitslos, für rückblickend insg. 6 Wochen. Ich habe mich eigenständig mit viel Initiative bei vielen Firmen beworben – nichts. Keine 4 Wochen später habe ich ein Angebot von einer Zeitarbeitsfirma im Briefkasten. Natürlich vom Amt übermittelt. Ich rief dort an und sagte das gleiche wie ich auch schon beim Gespräch mit der netten Dame sagte: Ich mache alles, aber KEINE Zeitarbeit. Zu hören bekam ich folgendes: “Entweder Sie bewerben sich dort, oder wir kürzen umgehend Ihre Bezüge. Ganz einfach.” Ich werde nun also gezwungen einen Job anzunehmen, den ich nie im Leben machen würde nur um nicht zu verhungern (mal überspitzt gesagt)? Na danke auch.

    Ich bin nun also ungewollt seit über 2 Jahren Leiharbeiter und permanent bei der gleichen Firma ausgeliehen. Im Vergleich zu meinem vorherigen Job in der Industrie erhalte ich wirklich einen Hungerlohn. Und ich würde nie mehr verdienen, als ich jetzt grade bekomme. Ich habe die höchste Stufe laut Tarifvertrag die ich mit meiner Qualifikation erreichen kann (und ich habe keine geringe Quali – Abitur, Studium etc pp). Tolles Gefühl. Meine fest angestellten Kollegen verdienen mehr als das doppelte für die gleiche Arbeit. Man fühlt sich ausgenutzt und kann nicht viel dran ändern.
    Seit 2 Jahren bewerbe ich mich und ich bekomme nichts. Nur Zeitarbeit überall.
    Jedes Klischee kann ich mittlerweile bestätigen; Kaum Lohn, ständige Kontrolle und Überwachung, kaum Urlaub, ständige Ungewissheit wie die Zukunft aussieht.

    Das zerrt richtig an den Nerven und mein Selbstwertgefühl ist auch schon ziemlich angefressen.

    “Ist ja nur ein Leiharbeiter, dem kann man ruhig die richtig dämlichen, nervigen und ungewollten Aufgaben übergeben.”
    Ja genau, weil sich das jeder Leiharbeiter aussucht einer zu sein und sich darüber freut permanent unterfordert zu sein und als nicht gleichwertig zu den Kollegen angesehen wird. Es ist sicherlich nicht in jedem Unternehmen so, ganz bestimmt nicht. Aber in den meisten wird es so sein. Über die Hälfte aller Leiharbeiter bleiben nur max. 3 Monate – viel anlernen kann man da ja keinen. Also bleibt da nur die Drecksarbeit.

    Man sollte Zeitarbeit wieder verbieten. Das ist einfach nur eine Ausbeute vor dem Herrn und gehört unter Strafe gestellt. Unternehmen müssen lernen richtig haus zuhalten mit Ihrem Personal und nicht mehr nur Zahlen und Profit zu sehen, sondern auch den Menschen, der dahinter steckt und die Arbeit für einen verrichten muss. Ja muss.

    Ich hoffe das nimmt alles doch noch mal ein gutes Ende.

  14. Ausgeborgt

    Ich frage mich, was eigentlich passiert, wenn ich als Entliehene mehr verdiene als das Stammpersonal? Ich will da nicht angeglichen werden auf Mindestlohn.

  15. kein namen

    Ich bin seit 6 Jahren bei einer Zeitarbeitsfirma (Dienstleister) und eigentlich immer im selben Unternehmen , nur die Filialen ändern sich.

    Wie wird das gehandhabt? Kann mich jemand schlau machen?

    Bekomme den Mindestlohn ( 8,50€ ).und einen Zuschuss vom Amt da das Geld vorne und hinten nicht reicht.
    Ich denke das Fr. Nahles da schon Recht hat.

  16. Leiharbeiter

    Also ich halte eine entspechende entlohnung für sinnvoll angeglichen
    an den lohn der festangestellten _gleiche arbeit gleiches geld naja fast gleiches geld
    etwas minus macht ein leiharbeiter immer …
    die begrenzung allerdings nachteilig für alle leiharbeiter.
    ich selber arbeite seit 9 jahren davon mittlerweile 4,1/2 jahre unbefristet .
    soweit bin ich damit zufrieden , wenn jetzt die begrenzung per
    gesetzt kommt bin ich mir sicher erstens würde ich meinen job verlieren
    und wäre dann wieder für mehrere monate arbeitslos …was soll sowas ???
    zweitens müßte ich im fall eines falles einen unbefriesteten vertrag
    gegen einen befristeten tauschen das ist meiner meinung nach unsinnig
    was ist nach der befristung ?

  17. Leihsklave2016

    Also ich bin seit über 2 Jahren bei einer einer großen Firma in Hamburg als Leiharbeiter beschäftigt, ich mache die selben arbeiten wie die Festangestellten aber da ich leider keine abgeschlossene Berufsausbildung habe, werde ich nicht übernommen und darf nur über die Zeitarbeiterfirma da arbeiten,dafür für bin ich dann wieder gut, hätte ich irgendeine Berufsausbildung,egal welche ,hätten die mich übernommen aber nur dann ,wenigsten bin ich angeglichen aber wie lange noch?????

  18. robe29

    Ich bin seit 3 jahren Leiharbeiter Inder Chemie branche Tätig mit entsprechenden Zuschlägen ich bin ganz zufrieden bisher. Mit diesem Gesetz bin spätestens nach 18 Monaten Arbeitslos. Über Festanstellung Mache ich mir keine Gedanken bei uns sagen die Chefs selber das keiner Übernohmen wird. Das finde ich wenigstens Ehrlich die Arbeitgeber machen sowieso Das was sie wollen und die Gewerkschaften haben Zeitarbeiter nie wirklich ernst genommen finde ich. Das neue Gesetz wird dazu führen das die Stammbelegschaft kurzzeitig aufatmen kann aber es gibt immer Lücken. Und wir Zeitarbeiter Arbeitslos werden nach spätestens 18 Monaten eher wohl schon nach 9 Monaten. Wir Leiher sind schon verkauft worden von allen seiten. Keine Lobby wie die Industrie nicht beachtet von Gewerkschaften und Betriebsräten. Und Politiker die so Realitäts fern sind Das ich angst um meine Zukunft habe ? Welche Zukunft!!!! iCH HABE kEINE MEHR

  19. Joerg

    So könnte was draus werden.
    1.Die Leiharbeitskraft muss ab den ersten Tag des Einsatzes der Stammbelegschaft gleichgestellt sein.(Equel Pay)
    2.Der Leiharbeitskraft ist ein Risikozuschlag von 25% vom Tariflohn zu zahlen.(Wer das Risiko trägt soll das auch Honoriert bekommen)
    3.Leiharbeit darf NICHT Steuerlich absetzbar sein.(Missbrauch wird vorgebeugt.)
    4.Nach 12 Monaten im gleichen Einsatzbetrieb ist dem Leiharbeiter eine Festanstellung vom Entleiher anzubieten.(Einsätze mit Unterbrechung beim selben Entleiher werden Zeitlich zusammgefasst.)
    Leiharbeit muss für die Entleihfirmen deutlich teurer sein als die arbeit der Stammbelegschaft.
    So lange Leiharbeit billiger ist als die Arbeit der Stammbeschäftigten wird sie und somit jede Leiharbeitskraft missbraucht.Und erst wenn Leiharbeit teurer ist werden Unternehmen sie dazu nutzen wofür sie gedacht ist:DAS ABBAUEN VON PRODUKTIONSSPITZEN.
    Frau Nahles machen Sie ihre Hausaufgaben!!!

  20. Ach,dass hab ich ja ganz vergessen.
    5.Sperrfristen:Wird dem Leiharbeiter nach einem Jahr vom Entleiher kein Festvertrag angeboten ist der Leiarbeiter für diese Firma für ein Jahr gesperrt.DieStelle darf nicht durch einen anderen Leiarbeiter besetzt werden.(es darf keine Schlupflöcher und Sonderregelungen geben.)
    Warum ich mir sowas ausdenke?Ich bin seit über sieben Jahre selbst Leihsklave.Seit über sechs Jahre Schwerbehindert und mittlerweile 55Jahre alt.Die Personaler und Firmenchefs haben NULL-Ahnung von der Psychischen Belastung die ein Leiarbeiter ausgestzt ist.Um es mit ganz einfachen Worten zu sagen: ICH FÜHLE MICH WIE EINE … DIE JEDEN TAG VOM SELBEN … BENUTZT UND DER NICHT DEN ANSTAND HAT IHR EINEN HEIRATSANTRAG ZU MACHEN:

  21. Ich überlasse seit fast 16 Jahren Arbeitnehmer an Drittfirmen. Seither hat sich vieles geändert, auch zugunsten der Leiharbeitnehmer. Den neuen Gesetzentwurf sehe ich eher kritisch. Zumindest in Bezug auf die Überlassungsdauer. Aus meiner Sicht wird es dadurch mehr befristete Verträge geben und die Gefahr, dass ein Leiharbeitnehmer nach spätestens 18 Monaten wieder arbeitssuchend ist steigt.

    Ich habe Mitarbeiter die mehr als 7 Jahre in einem Drittunternehmen beschäftigt sind. Diese Mitarbeiter sorgen sich um ihre Zukunft, da eine von Ihnen bereits das 60. Lebensjahr erreicht hat und keinesfalls in ständig neue Einsätze wechseln möchte. Dazu noch eine Bemerkung an LEIHER4LIFE: Wer sagt, dass die jüngere Generation um ein Vielfaches höher gebildet, flexibler und ausdauernder ist? Meine jahrelange Erfahrung zeigt da etwas anderes. Gerade die Generation 50+ ist dankbar und froh im Berufsleben noch gebraucht zu werden. Sicher gebe ich Ihnen recht das es traurig ist, dass dies zu 90% nur über die Leiharbeit möglich ist. Aber dennoch sind gerade diese Mitarbeiter am zuverlässigsten und seltener krank als die bei weitem jüngere Generation. Die Jugend ist heute leider kaum belastbar. Auch was die Bildung angeht, stehen sie den Jüngeren zumeist in nichts nach. Sie bilden sich permanent weiter um den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Hinzu kommt ihre jahrelange Berufserfahrung, die durch reine theoretische Kenntnisse nicht zu ersetzen ist. Nicht jeder der studiert hat ist zwangsläufig ein guter Arbeitnehmer. Theorie und Praxis sind noch immer zweierlei.

    Unser Tarifvertrag ist angelehnt an den TV der IG Metall, womit ich mit Fug und Recht behaupten kann das unsere Leiharbeitnehmer, zumindest in finanzieller Hinsicht, nicht schlechter gestellt sind. Equal Pay in Form von Zulagen und Branchenzuschlägen wird bei uns schon lange gelebt. Ebenfalls bekommen unsere Leiharbeitnehmer ab dem ersten Jahr der Beschäftigung 30 Tage Urlaub. Wir erleben es häufig das unsere Mitarbeiter ein Übernahmeangebot ausschlagen, weil sie sich bei uns gut aufgehoben und finanziell abgesichert fühlen. Sicher gehören wir dahingehend zu einer Minderheit, aber für unsere Mitarbeiter ist der neue Gesetzentwurf eher ein Nachteil, denn eine Verbesserung.

  22. Paul Lorenz

    Das Kernproblem ist doch a) der in Deutschland voll überzogene Kündigungsschutz und b) der bei IG-Metall-Betrieben der überzogene Lohn.
    Zu a): ich kenne nur Leiharbeiter die aus Flexibilitätsgründen eingesetzt werden. Das Unternehmen hat Angst, sich Leute ans Bein zu binden die es nicht mehr los wird, weil wenn… dann Sozialplan und so. Dass die Leiharbeiter billiger seien habe ich selbst noch gar nicht erlebt. Wobei man natürlich ihre Leistungsfähigkeit mit berücksichtigen muss. Denn recht oft (nicht immer) sind sie nicht auf dem Niveau der Stammbelegschaft.
    Zu b): Ein ungelernter IG-Metaller bekommt an die 30.000 Euro im Jahr wenn man alles zusammenrechnet. Da ist was faul.

  23. Arbeiter

    Also zum Thema Leiharbeit so viel, Ich bin seit 2005 in wechselnden Leihfirmen beschäftigt und immer langfristig im Entleihbetrieb untergebracht gewesen. Ausgebeutet fühlte ich mich nie wohl auch weil ich den Job gerne machte und mich in der jetztigen Firma auch nicht schlechter gestellt fühle , im Gegenteil nach dem neuen gesetz würde ich nach 18 Monaten meinen Arbeitsplatz verlieren da ich gar nicht übernommen werde möcht.

  24. Tipptopp

    Ich bin jetzt seid 2004 in einer Zeitarbeitsfirma.Damals fing ich mit 11Euro an.Das steigerte sich und später ab
    2009 immer um die 30 000 Euro brutto im Jahr.Fast 8 Jahre(7 Mon. Unterbrechung anderer Entleihb.) war ich in einer Firma beschäftigt.Ab2013 sollten dort Leiharbeiter übernommen werden.Der Haken bei dieser Geschichte ist das wir schlechter bezahlt werden sollten,wie die anderen Generationen von Festangestellten.3 verschieden Lohnstaffelungen.Die vor 2000 dort anfingen in etwa 3200 Euro die danach um 2900E und wir dann knapp 2800E.Es kam zum Streit mit der Entleihfirma und ich wurde abgemeldet und bekam gleich einen neuen Job ab 03.2013 und dort verdiene ich jetzt wirklich gutes Geld und dieser Entleihbetrieb sorgt dafür das es bei gleicher Arbeit gleichen Lohn gibt.Es ist keine Übertreibung das ich jetzt unfefähr ü 50 000 E im Jahr verdiene aber auch dieses durch Überstunden und Schichtzulagen (3 Schichten).Es kommt ab und zu schon mal vor das ich 190 Stunden im Monat habe.Fakt ist das ich dieses meiner alten Firma zu verdanken habe,(bis ende 2003 insolvenz) wo ich gut ausgebildet wurde und Jahre lang dort gearbeitet habe.
    Heute muß ich verschiedene Konstruktionen,Baugruppen nach Zeichnung zusammenbauen (heften u. schweissen) und dieses absolut selbsstängig.Trotzdem habe ich ab und zu ein mullmiges Gefühl und
    Angst das mir dieses alles wegbrechen könnte.Fakt ist auch das jetzt wieder Einer übernommen wird der
    auch weit ü 50 ist aber dort schon seid 7 Jahren dort arbeitet.Dieser Mann ist auch gut ausgebildet.Das
    Handycap da bei ist,das er einen 2 Jahre befristeten Anlauf nehmen muß.Was mich betrifft ich bin auch
    weit ü 50 und muß noch warten bis 2 Festangestellte(Planstellen) wegfallen und ich dann an der Reihe meinem 2 Jahren befristetes da sein haben werde und ich weiß auch nicht ob sich das lohnt.
    Hoffentlich bleibe ich auch gesund und dieses ist auch ein Handycap eines Leiharbeiters.
    Das wichtigste ist das man Ahnung haben sollte von seinem Job und auch das dieser Job von Firmen begehrt ist.Einfach nicht so schnell austauschbar ist.
    Mein jetziger Entleihbetrieb ist auch gerissen und weiß,das dort kein Leiharbeiter so schnell das
    Handtuch wirft und viele andere Firmen in der Umgebung lange nicht so viel zahlen.Dazu gehöhrt auch,das sie Produkte u. Anlagen bauen die weltweit begehrt sind.
    Es gibt auch die Klausel in der Zeitarbeit falls man nach Tarif zahlt kann man sich irgendwie auch vor Übernahme der Leiharbeiter drücken.

  25. Hallochen,
    Mir stört im Moment die Sache mit den 9 Monaten. Das Thema mit dem gleichem Gehalt. Ich als Leiharbeiter bekomme mehr Stundenlohn als die Belegschaft im derzeitigen Betrieb. Ich will mich ja nicht verschlechtern. Was aber in dem Gesetz mir reingehört, ist das anlegen eines “Stundenkontos”. Ich bekomme nur rund 152 std bezahlt, der Rest geht auf ein stundenkonto. Das finde ich nicht richtig. Das Zeitarbeitsunternehmen ist nun mal der Arbeitgeber mit allen Konsequenzen. Es kann nicht sein das ich für eventuelle ausfalltage mich selbst bezahle !

  26. Hallo !
    Ich bin jetzt 3 jahe als leiharbeiter Bei einer spediton als Packer,stapplerfahrere und Waren annahme. Dann werden leiharbeiter für 6:00 bestellt müssen inerhalb von 2 stunden ein 40 fuss container entleren nach 2 stunden muss die firma straffe zahlen also schneller machen antreiben!! nach den 2 stunden ist feierabend dann haben 2 leiharbeiter für 2 stunden je 17,00 euro brutto verdint!!!!
    veranstaltungen wie weinachtsfeier sind nur für festangestelte!!!

    also bis 2003 ging die arbeit auch fast ohne leiharbeit Warum ncht mal ein schritt rückwärts
    Das schlimmste stellen als staplerfahrer oder kommissionierer finder mann fast nur noch über leiharbeit oder personalmanager die wollen dann ein monats gehalt .

  27. Verliehener Facharbeiter

    Hallo Leute, derweil arbeite ich bei einem Verleiher, welcher mich an das größte Chemieunternehmen der Welt vermietet hat und dort geht es mir zur Zeit von der Bezahlung und auch von der Arbeit her sehr gut. Mein Chef zahlt mir den Grundlohn von nun 11,88 € plus den Branchezuschlag von 35 % dazu kommt noch Kilometergeld. Insofern ich nicht krank werde, verdiene ich gutes Geld und bin damit auch sehr zufrieden. Meine festangestellten Kollegen des Betriebes an welchen ich entliehen bin, haben in der Gegenrechnung etwa 3 € mehr Lohn die Stunde, dazu Urlaubs-WeihnachtsGeld. Dazu haben die noch eine gute Jahresprämie und eine Betriebsrente. Mein Nettolohn über das laufende Jahr könnte etwa meines achtens etwas weniger sein als das der Festangestellten, damit kann ich leben. Wenn dieses Gesetz nun wirklich greift und ich mit über 50 fest übernomen werde habe ich gewonnen, wenn nicht, dann werde ich unter Umständen arbeitslos.

  28. Gutchy&Almany

    Hallo, ich bin ebenfalls fast 6 1/2 Jahre in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt.
    Heute arbeite ich über meine aktuelle Zeitarbeitsfirma bei einer großen Möbelkette wo ich auch die längste Zeit verbracht habe.
    Daher fühle mich bei meinem heutigen Einsatzort wegen dem guten Arbeitsklimas wohl.
    In der Vorletzten Woche habe ich im Radio Nachrichten gehört, das das neue ANÜ-Gesetz wohl von der Koalition verabschiedet wurde. Ich bin davon nicht begeistert. Seit 4 Jahren bin ich froh, daß ich auch wenn es nur eine Zeitarbeitsfirma ist, einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Tasche zu haben. Ich finde es besser als wenn man arbeitslos ist.
    Dann kommt die nette Politik daher und muss wieder was sinnloses in die Welt setzen.
    Ich glaube nicht, dass der Missbrauch von Zeitarbeitnehmer gestoppt wird. Nach 9 Monaten wird man dann von seiner Personaldienstleistung gekündigt und kann dann schön zum Arbeitsamt hinlaufen um sich arbeitsuchend zu melden. Das Arbeitsamt hat dann nichts anderes zu tun als
    wieder den Arbeitsuchenden in einer anderen Leiharbeit Firma zu stecken. Das muss man dann mehrere Male gemacht haben. Bewirbt man sich dann direkt bei einer Firma, dann präsentiert man dem Chef einen sehr tollen Lebenslauf mit mehreren arbeitsuchend und paar Personaldienstleistungen. Da wird man bestimmt auch nicht eingestellt.

    Da kann man sich bei Frau Nahles bedanken für das neue Gesetz!!!!!

  29. Einzelfälle sollte man schon berücksichtigen.
    Ich bin auch verliehen, bekomme aber 35€ die Stunde.
    Ich pfeife gerne auf das Equal Pay wenn ich dafür weiter in meinem Projekt bei meinem Entleiehr arbeiten darf. Gerne auch 10 Jahre.
    Würde ich das gleiche Geld wie die Stammbelegschaft bekommen, könnten meine kosten kaum getragen werden. Das Resultat wäre, dass ich nicht weiter beschäftigt werden könnte…

  30. Christian

    Im Wahljahr 2017 haben wir endlich die Möglichkeit mit unserer Stimme gegen diesen unsozialen Umstand der
    Leiharbeit zu stimmen.
    Bundesweit informiert die Interessengemeinschaft der Leiharbeitnehmer: ig Leiharbeit
    Leiharbeit ist keine rosige Aussicht auf einen Arbeitsplatz sondern Verursacher von massiven Lohndumping.
    Die durch Arbeitgeberverbände wie dem IGZ und DGB erfundenen Tarife führen zu immens
    unsozialen Lohnunterschieden. Desweiteren wird den Unternehmen immer mehr Geld in die Taschen gespült.

    Tarif IGZ/DGB EG 3 1665 Euro Brutto

    Tarif IG Metall EG 3 2284 Euro Brutto

    Macht 7428 Euro die uns Facharbeitern ungerechterweise jährlich weggenommen werden.
    Ist doch ein Unverschämtheit oder nicht?

  31. Kurzsichtig wie eh und jeh
    Was ist denn zum Beispiel wenn eine AG Ihren Mitarbeitern zum Vorzugspreis Stamm/VZ Aktien anbietet ? Muss das nicht auch beim Equal Pay berücksichtigt werden ? Was ist mit dem Zuschuss zum Kantinenessen ( Angestellte werden bezuschusst, Leiharbeiter zahlen 150 % Aufschlag ) …. das haben dann in Einzel/Präzedenzfällen wieder die Gerichte zu klären, die Politiker lehnen sich zurück und lassen die anderen dann den Mist ausbaden
    Leiharbeit ist ambivalent, kann Chance sein oder Ungerecht, ich war selbst 10 Jahre dabei und in 7 Betrieben, ich habe befristete Verträge abgelehnt da diese einen schonmal schlechter dastehen lassen, z.Bsp. bekommt niemand mit einem besfristetem Vertrag einen Kredit, schon der Ratenkauf einer Waschmaschien wird schwierig oder ein Mietvertrag, unabhängig vom Verdienst ist man mit einem festen/ungekündigtem Arbeitsverhältnis bei einer Leihfirma besser gestellt als mit einem besfristetem Vertrag
    50 + ist sowieso ein eigenes Thema
    Hier wären die starren Strukturen auch in den Köpfen der Arbeitgeber mal in Frage zu stellen

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