Wer im Job punkten will, muss einfach mitreden können. Und das ist bei dem ganzen Business-Kauderwelsch heutzutage gar nicht so einfach. In unserem Wörterverzeichnis finden Sie daher die wichtigsten Begriffe und Redewendungen, mit denen wir im Arbeitsalltag oft ganz selbstverständlich umgehen, ohne aber die genaue Bedeutung zu kennen. 

  1. Hier müssen wir kräftig abbauchen (einsparen, rationalisieren)
  2. Bitte abzeichnen! Im Büro heißt das nicht kopieren, sondern unterschreiben
  3. Da brauchen wir einen ganz neuen Approach! (engl.: Ansatz / wirkungsvolle Zeile in der Werbung)
  4. accounting noise (engl.: Buchhalterlärm, Vorgaben der Finanzabteilung) behindert das operative Geschäft
  5. Er ist ein echter Achiever (engl: leistungsorientierter Erfolgstyp und Aufsteiger)
  6. action-items (engl.) sind Angelegenheiten, die dringend erledigt werden müssen
  7. Action Title (engl.) Überschrift einer Präsentation, gern groß
  8. Wenn Sie für ein halbes Jahr bestellen, bekommen Sie als Add-on einen Monat gratis. (engl.: Zusatz, Erweiterung, Zusatzleistung für Kunden)
  9. Morgen bin ich nicht dabei, da mache ich admin. = Verwaltungskram (Kurzform). Admin. heißen auch Administratoren von Foren und Blogs
  10. Diese Idee sollten wir adopten! (übernehmen, anpassen oder „klauen“)
  11. Das Issue ist noch nicht adressiert! (Das Problem bin ich noch nicht angegangen)
  12. AFAIK (as far as I know = soweit ich weiß) / AFAIC (as far as I’m concerned – soweit es mich betrifft / AFAIR (as far as I remember – soweit ich mich erinnere) und ASAP (as soon as possible – so bald wie möglich) Viel gebrauchte Abkürzungen in E-Mails
  13. Agabu (Abkürzung „Alles ganz anders als bei uns“). Floskel, um Ideen und Reformen zu verhindern
  14. Mal gucken, was noch auf der Agenda steht (Tagesordnung, Aufgaben)
  15. agreed (engl.: einverstanden) Belächelte Formulierung in Mails oder bei Meetings
  16. Wir schließen ein Agreement. (Wir treffen ein Abkommen, eine auf gegenseitigem Vertrauen basierende mündliche Vereinbarung)
  17. Airtime ist die Zeit, die mit Menschen von ganz oben (z. B. Auftraggebern) verbracht wird
  18. Aktionismus: rasches Handeln ohne Konzept, Steigerung: blinder Aktionismus
  19. Akut (lat.: dringend, unvermittelt), im Unternehmen: erneut, altbekannt
  20. Wir müssen das Ergebnis alignen. (engl.: abstimmen/an- oder abgleichen), vorzugsweise in Team-Sitzungen
  21. All Hands Event (engl.: offizielle Mitarbeiterversammlung) zur Krisenverdrängung
  22. all-time high (engl.: Rekordergebnis), Gegenteil: all-time low (eher ungebräuchlich)
  23. Das haben wir bereits angedacht! Heißt: aber nicht zu Ende. Floskel, um sich wichtig zu machen
  24. Wir erwarten da noch ein Announcement. (engl.: Ansage, Bekanntgabe), erfolgt vorzugsweise durch Führungskräfte
  25. anpingen – bedeutet, jemanden schnell telefonisch oder per Mail zu kontakten
  26. Ich bin echt am Anschlag! heißt: Mehr schaffe ich nicht. Harter Anschlag = Folgetermin
  27. Wir wollen das Projekt anstoßen. (lostreten, angehen)
  28. Anyway (engl: wie auch immer, sowieso), wird gern als „elegante“ Überleitung benutzt
  29. Wir regeln das auf der Arbeitsebene. Ein Ort, den es ist jedem Unternehmen gibt, auch wenn er sich nicht lokalisieren lässt
  30. Asapst – Steigerung von asap (as soon as possible), also äußerst dringend
  31. aspire (engl.: anstreben), z. B. targets (Unternehmensziele)
  32. Auf Sicht fliegen = Wir setzen etwas ohne echtes Konzept um – irgendwie
  33. Wir müssen unser Konzept noch aufbeefen. (engl.: verbessern, anreichern)
  34. aufgleisen = jemanden in die Spur bringen, etwas vorbereiten, veranlassen
  35. Bitte aufhübschen! Klassische Anweisung, etwas zu verbessern
  36. Ich muss mich noch aufschlauen. (schlau machen)
  37. Wir reden auf gleicher Augenhöhe. Heißt: Wir verhandeln gleichberechtigt
  38. Jemanden aufskillen = jemanden informieren (jemanden, der nicht viel drauf hat)
  39. Ausbaubereich = Sparte oder Geschäft der Zukunft
  40. Ich lasse mich auscashen. (auszahlen)
  41. Back|groun|der (engl.: in einem Dokument zusammengefasste Hintergrundinfo). Wichtig: Der Backgrounder ist nicht so lang wie ein Dossier, aber auch kein „Onepager“ (Info, die auf eine Seite passt)
  42. Die Kollegin berichtet direkt an den Vorstand. (legt Rechenschaft ab, teilt mit).

  43. Wir benötigen eine Backup-Lösung. (Absicherung, zweite Lösung)

  44. Banalysis (engl.: banale Analyse)

  45. Präse bauen – eine Präsentation erstellen

  46. Der Kollege ist etwas behind. (von gestern, rückständig oder einfach blöde). Klingt angeblich fitter als „Das ist out“ und wird bisher fast ausschließlich von Alphatieren benutzt

  47. below-the-line hat zwei Bedeutungen: 1) unter der Linie (so nennt man im Marketing nicht klassische Werbemaßnahmen). 2) Das ist total below-the-line = Das ist unterirdisch!

  48. Benchmark (engl.: Bezugs- oder Bewertungspunkt), z. B. für Projekte

  49. Best (engl.) – Angesagte Schlussfloskel in Mails, Ablösung von LG. Alternative: Beste Grüße

  50. Best Practise (engl.: Erfolgsmethode)

  51. Wir klären das bilateral. (lat.: zweiseitig) Kann heißen: Zwei Kollegen klären etwas unter sich. Oder: Der Chef staucht einen zusammen.

  52. Sieh das mal big picture. (engl.; großes Bild) Tunnelblick nicht gefragt!

  53. Big Shot Senior (engl.: Senior einer Investmentbank mit gutem Ruf)

  54. billen (engl.: abrechnen). Stunden billen (billable hours)

  55. Bio-Break (engl.: Pinkelpause)

  56. blamestormen (engl.: Mix aus to blame/beschuldigen und brainstormen/sich im Team den Kopf zerbrechen, warum etwas schief gegangen ist – und gemeinsam den Schuldigen suchen

  57. Bleeding Cash – (engl.: blutendes Geld), das im Unternehmen sinnlos ausgegeben wird. In manchen Fällen handelt es sich dabei um Gehälter

  58. Blendgranate – macht Personen durch Knall und Licht kurzfristig orientierungslos. Gemeint ist ein mächtiger Wortschwall in Konferenzen, Steigerung von bullshitten

  59. blue sky thinking (engl. Synonym für brainstormen), weckt angeblich positivere Assoziationen, weil kein „Sturm“ vorkommt

  60. bootstrappen (engl.: bootstrap = Stiefelschlaufe), andere Formulierung für „sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen“

  61. Das schaffen wir doch mit Bordmitteln? Will sagen: kein Cent und keine Hand extra stehen zur Verfügung. Die Bordmittel bleiben dieselben, die Aufgaben werden mehr – wer kennt das nicht?

  62. boss-spasming (engl. wörtlich: vor dem Chef einen spastischen Anfall bekommen), nicht zu empfehlende Art und Weise, seine Überarbeitung zu demonstrieren

  63. Bottleneck (engl.: Flaschenhals) benennt die Schwachstelle in einem Arbeitsprozess sowie die Ursache, warum der Erfolg ausbleibt

  64. Da muss mehr Brain rein. (engl.: Hirn, Grips). Sie ahnten es: Strengen Sie Ihren Gehirnskasten gefälligst an!

  65. brainstormen – im Meeting viel miteinander reden, um sich gegenseitig zu – nun, was wohl? – befruchten

  66. briefen (engl.: brief = kurz) Jemanden anleiten oder informieren, damit er seinen Job richtig macht. Häufig fällt das Briefing allerdings länger als kurz aus

  67. Bulletpoint (engl.: Spiegelstrich zum Anlegen von Listen), findet oft Verwendung in Präsentationen, gereicht diesen aber nicht unbedingt zum Vorteil

  68. Bullshit (engl. im übertragenen Sinn: Unsinn, dummes Zeug) Wird benutzt, um anderen über den Mund zu fahren oder sie mundtot zu machen

  69. bullshitten = Missbrauch von Business-Talk-Ausdrücken, d. h. vorsätzliche Vortäuschung von Expertentum

  70. Business Case (engl.: wörtlich Geschäftsfall) bezeichnet ein Werkzeug, mit dessen Hilfe sich überprüfen lässt, ob ein Vorhaben rentabel ist

  71. Bin gerade busy, rufe gleich zurück! Herr oder Frau Wichtig bringen zum Ausdruck, dass sie beschäftigt sind – oder aber einfach nur ihre Arbeit machen. Oder: Hier ist es total busy im Moment. Heißt: Alle anderen verbreiten Hektik – außer mir natürlich

  72. BuR (Bitte um Rücksprache) Kommt diese Ansage per Mail vom Chef, zieht man sich besser warm an

  73. Businessplan (engl.: Geschäftsplan), umfangreiches Schriftwerk, das eine Geschäftsidee von potenziellen Gründern beschreibt

  74. Cash|cow (engl.: Goldesel, Melkkuh) Produkte oder Abteilungen, die satte Gewinne machen
  75. Car|bons (engl.: Ausdrucke auf Papier)

  76. Com|pli|ance (engl.: Regelbefolgung oder –einhaltung) Angeblich gibt es für DAX-Unternehmen Regelwerke von mindestens 1.000

  77. Wir treffen uns übermorgen auf Ca|su|al Ba|sis. (engl.: zwanglose, lockere Basis), d. h. ohne Verpflichtungen.

  78. C-Le|vel (engl.: Ebene des Topmanagements), Ableitung von der Bezeichnung für Vorstandsmitglieder: CEO (Chief Executive Officer) und CFO (Chief Financial Officer)

  79. Dazu sage ich nichts, wir sind da ziemlich ca|gy. (engl.: cage = Käfig), bedeutet: hermetisch, verschlossen, schweigsam

  80. Ca|pex Ho|li|day (engl.: Abkürzung für die Capital Expenditure, das sind die Ausgaben eines Unternehmens für langfristige Investitionsgüter). Capex Holiday heißt folglich: keine Investitionen auf absehbare Zeit!

  81. Case (engl.: Fall, Angelegenheit – auch Issue) Merke: Kleine Cases werden oft zum großen Ding aufgebauscht

  82. Call (engl.) 1) Anruf, 2) Meeting, oft mit Freisprecheinrichtung, damit alle mithören können

  83. can|celn (engl.; absagen, abblasen, abbrechen), konjugiert: gecancelled

  84. Ca|su|al Fri|day (engl. wörtlich: “informeller/lockerer Freitag”) Arbeitstag ohne Dresscode, aber kein Freibrief für Freizeitlook

  85. cc (von engl. carbon copy, Kohlepapierdurchschlag), wird im E-Mail-Verkehr für weitere Empfänger verwendet

  86. Change-Pro|zess (engl./dt.: jeder Prozess, der Veränderungen nach sich zieht, also: Entlassungen, Einsparungen, Outsourcing

  87. Chan|nel (engl.: eigentlich Kanal), im Business-Gebrauch mit unklarer Bedeutung

  88. Chan|nel Ca|pa|bi|li|ty As|sess|ment (engl.) Auswahlverfahren, das helfen soll, wenn alles vergeigt scheint

  89. Cha|peau (frz. Ausruf der Anerkennung: Hut ab! Respekt!), signalisiert keinerlei Unterwürfigkeit, sondern Würde

  90. Wir müssen unsere Partner in dieser Angelegenheit stärker challengen. (engl.: prüfen, hinterfragen, anzweifeln, auch herausfordern)

  91. char|gen (von engl.: to charge = abbuchen) Manche Kollegen chargen ihre Ausgaben auf ein bestimmtes Projekt

  92. Bitte che|cken Sie mal die neuen Zahlen! (engl.: prüfen) E-Mails werden auch gecheckt (abgerufen). Jemand, der gar nichts checkt, gilt als unterbelichtet

  93. Cher|ry pick|ing (engl.: sich die Rosinen rauspicken) Aber so tun, als seien diese Rosinen echte Lasten.

  94. cir|cu|la|ten – z. B. ein Memo verteilen oder herumschicken, damit es circulatet

  95. Close of Play (engl. Abkürzung: COP) ähnlich wie EOB (End of Business) Schlusstermin z. B. für eine Präsentation oder eine andere wichtige Angelegenheit

  96. clo|sen (von engl. to close = schließen, eine Verhandlung abschließen) Besonders hübsche Variante: Wir closen den Deal.

  97. Clusterfuck (engl.: Chaos, Durcheinander), Bündel von Problemen aufgrund schlechter Planung und falscher Entscheidungen

  98. Change-Agent (engl.: Mitarbeiter, der Veränderungsprozesse im Unternehmen durchsetzen soll)

  99. chil|len (von engl.: to chill = entspannen, abhängen), erfordert anders als das Relaxen keine vorhergehende körperliche oder geistige Anstrengung

  100. Claim (engl.) 1) Forderung, Anspruch; “einen Claim abstecken”: sich abgrenzen, etwas beanspruchen. 2) in Deutschland gebräuchlich im Marketing und in der Werbung als Synonym für einen Slogan (griffiger Claim) oder eine Botschaft

  101. Com|mit|ment (engl.) 1) Bekenntnis zu einer Aufgabe (vgl. committen, Over-Commitment), 2) Bekenntnis zum eigenen Unternehmen

  102. Wir committen uns. Das heißt, wir beenden ein Thema und verschieben die Entscheidung.

  103. con|nec|ten (engl./dt.: verbinden, kurzschließen) Man kann es auch so sagen: Lass uns in Kontakt bleiben!

  104. Ich war am Sonntag ohne Con|nec|ti|vi|ty. (engl.; Anschlussfähigkeit, Erreichbarkeit) Eigentlich unentschuldbar! ?

  105. Was wir jetzt vorhaben, ist deutlich mehr con|ve|nient. (engl.: geeignet, passend, brauchbar, vorteilhaft) Geht’s noch?

  106. Ich bin noch nicht convinced. (engl.: to convince = überzeugen) 1) Ich finde Ihre Idee nicht gut. 2) Ich kapiere Ihre Idee gar nicht.

  107. Core busi|ness (engl.: Kerngeschäft; Geschäftsfeld, das wesentlich zum Erlös beiträgt)

  108. Das ist nicht cool. Das ist core cool. (engl.: kerncool, unnütze Steigerung von cool) Wortschöpfung aus dem Marketing
  109. Con|fe|rence Call (engl. Abkürzung: Conf Call) Telefonat mit mehr als zwei Teilnehmern

  110. Con|gra|tu|la|tions (engl.: Glückwunsch) Lobender Ausruf für einen Mitarbeiter, der Erfolg vermeldet

  111. Cover Your Ass (engl. Abkürzung: CYA = sich unangreifbar machen)

  112. Wir müssen dringend etwas für unsere Cre|di|bi|li|ty tun. (engl.: Glaubwürdigkeit, Plausibilität) Klar!

  113. Über den Claim können wir in der Crowd brainstormen. (engl.: Menge, Horde) Klingt demokratisch, was eine Täuschung ist. Gesucht wird kreatives Herdenvieh!

  114. Cross|check (engl.: 1) Gegenprobe, 2) Kontrollinstrument, 3) Foul beim Eishockey

  115. Lasst uns das mal richtig crun|chen. (von engl.: to crunch = zerknacken, zermahlen) IT-Bedeutung: Daten komprimieren, 2) ein Thema crunchen: sich intensiv damit beschäftigen

  116. Dieses Design ist echt cutting-edge. (engl.: topaktuell, innovativ) Bedeutet: Vielleicht ist es so weit vorn, dass Sie es nicht kapieren

  117. CYA-Mail (engl., vgl.: Cover Your Ass) E-Mail mit vielen, ggf. unbeteiligten Personen in der CC-Zeile

  118. d’ac|cord (frz.: einverstanden) Sollte man kennen, muss man aber nicht benutzen. Manche streuen auch andere Wörter aus Fremdsprachen in ihre Konversation, um als weltläufig zu gelten. Bekommen Sie eine Mail, an deren Ende „d’accord?“ steht, wird eine Reaktion erwartet.
  119. Daily (engl.: tägliche Veröffentlichung) Analog: Weekly = wöchentlich, Monthly = monatlich etc.

  120. DAU = Abkürzung für „dümmster anzunehmender User“, kurz gesagt: der Maßstab aller Webseiten

  121. Day off (engl.: freier Arbeitstag) Merke: Statt „Ich nehm morgen einen day off!“ können Sie ebenso gut sagen: „Morgen habe ich frei.“

  122. Dead Wood (engl. wörtlich: totes Holz) Unfreundliche Bezeichnung für Mitarbeiter im Unternehmen, die nichts mehr bringen

  123. Deadline (engl.: Abgabetermin) Meistens gehen Aufträge in der Nacht vor der Deadline raus. „Deadline war gestern!“ wird als schlechter Scherz angesehen

  124. Kollege A ist nur noch ein Dead Mind Body. (engl.: Hirntoter) = nur noch körperlich anwesend

  125. Dealflow (engl.: Handelsfluss) Investitionsvorschläge und -anfragen, die Risikokapitalgebern oder Investoren angeboten werden. Vgl. Cashflow

  126. Death (engl: Tod) by Powerpoint = der Moment, in dem eine Präsentation tödlich zu langweilen beginnt

  127. deciden (engl.: to decide = entscheiden). Auf Deutsch decidet man mittlerweile, und nicht immer ist so ganz klar, wer eigentlich der Decider ist

  128. Delay (engl.: Verspätung, Verzögerung) Manche gratulieren „on delay“, was die Sache auch nicht besser macht. Man spricht auch von delayed.

  129. delegieren ist eine häufig als Motivation missverstandene „Arbeitsumverteilung“. D. h. jemand gibt Arbeit ab, um sich selbst zu entlasten

  130. delivern (engl.: abliefern, abgeben) Wird von Ihnen definitiv oder absolut erwartet, wenn Sie zum Meeting oder Brainstorming antreten

  131. Wir haben zurzeit noch ein Delta offen. Wie bitte? Es ist nicht etwa die Rede vom ersten Buchstaben im griechischen Alphabet und auch nicht vom Mündungsgebiet eines großen Flusses, sondern von einem Rückstand. Will heißen: Es blieb manches unerledigt! Ran!

  132. differenzieren = unterscheiden. Unterscheiden Sie selbst zwischen „Wir müssen unsere Differenzierung vorantreiben“ und „He, Leute, loslegen!“

  133. diffizil (frz.: difficile = schwierig, kompliziert) Die Verwendung dieses Wortes soll den Eindruck erwecken, ein Problem sei unlösbar, auch wenn es im Grunde nur kompliziert zu lösen ist.

  134. Direct line (engl: direkte Linie, direkter Draht) Wer keine hat, verfügt auch über keine Kompetenz und hat schon mal überhaupt keine Verantwortung, sondern vielleicht nur eine dotted line (gepunktete Linie)?

  135. Doing (engl.: Umsetzung) Hier wird’s kompliziert: Profis übernehmen das Doing, und dann tun sie das Doing. Aber: Jedes Doing braucht To-dos. Alles klar?

  136. doublechecken = erneut prüfen, meist macht es eine zweite Person, falls ein Null-Checker am Werk war oder aber nicht crossgecheckt wurde

  137. Double Twenty-Four (engl.: ununterbrochene Arbeitszeit von 2 x 24 Stunden), Steigerung des Wholenighters. Kann nach durchzechter Nacht als Ausrede gelten

  138. Downgrade (engl: Herabstufung) Mitarbeiter downgraden, bis sie von selbst gehen. Manchmal klappt es!

  139. downsizen = verkleinern, schrumpfen. Gilt für Projekte, Abteilungen, Personalbestände

  140. Downturn (engl: Abschwung)

  141. draften = einen Entwurf anfertigen oder aufsetzen

  142. Kollege K. fehlt ein bisschen Drive. (engl.: Elan) Ihm fehlt der Schwung

  143. Driver’s Seat (engl.: Fahrersitz) Den hat derjenige inne, der ein Projekt leitet

  144. Drumbeat (engl.: Paukenschlag) Um ein Projekt durchzuziehen, muss er eingehalten werden

  145. Dry run (engl.: Trockenübung) Testlauf für Präsentationen, bei denen das Publikum nicht einschlafen soll (vgl. Death by Powerpoint)

  146. Der Job ist ja easy. (engl.: einfach, leicht) Könnte man so verstehen, dass jeder Trottel diese Arbeit hinkriegt. Oder anders: Ich fühle mich unterfordert
  147. Ef|fi|zi|enz = Verhältnis zwischen erbrachter Leistung und Höhe des Aufwandes. In Unternehmen liegt die Effizienz erfahrungsgemäß im Argen, d. h. alle arbeiten daran mit, sie zu verbessern. Das nennt sich dann Effizienzsteigerung (erbrachte Leistung wird im Verhältnis zum Arbeitsaufwand vergrößert)

  148. Ei|gen|dy|na|mik = Weiterentwicklung ohne eigenes Zutun. Manche Vorgänge entwickeln eine rasante Eigendynamik, und wir können nur zuschauen

  149. ein|ver|nehm|lich heißt im Job grundsätzlich: Wir einigen uns nach (nach harten Kämpfen und Auseinandersetzungen)

  150. ein|ge|preist = einkalkuliert

  151. Das sollte man bei Kollege F. einkippen. D. h., der Kollege F. kriegt eine Aufgabe aufgebrummt und soll’s richten. Die anderen warten bereits darauf, was dabei rauskommt

  152. Daten werden eingepflegt, das klingt hübscher als „reinhacken“

  153. Das Ding haben wir bestens eingestielt. Damit wird ausgedrückt, dass die Vorbereitungen für eine Sache bestens gelaufen sind

  154. ein Stück weit = ein wenig, ein bisschen. Bloß nicht näher festlegen, typischer Ausdruck unter Betroffenheitsbeauftragten

  155. Montag tüten wir das Projekt ein. Dann wird es beschlossen und festgezurrt.

  156. emotional ist das Synonym für alles, was einem unter die Haut geht oder gehen könnte. Z. B. der Abschied von einem Kollegen (den man loswerden wollte).

  157. Emotionalbaggage (engl.: emotionales Gepäck) = die Leute, die in einer Firma entlassen werden sollen

  158. EOB (End of Business) – heißt im Unterschied zu asap, dass es dringend ist, wirklich dringend!

  159. entre nous (frz.: unter uns), wird benutzt, um zu verdeutlichen, dass etwas unter vier Augen ablaufen soll, z. B. eine Verabredung

  160. EoM (End of Message) = Ende der Nachricht, öfter in E-Mails zu finden

  161. Ergebnisorientiert werden zunächst Tätigkeiten ausgeführt, die einem bestimmten Ziel dienen und anschließend ergebnisorientiert diskutiert werden. Ergebnisoffen hingegen signalisiert etwas komplett Anderes: Meistens steht das Ergebnis nämlich schon fest

  162. Das wurde an Ihren Chef eskaliert. In diesem Zusammenhang bedeutet eskalieren petzen, normalerweise heißt es steigern oder verschärfen

  163. ETA (engl.: estimated time of arrival = voraussichtliche Ankunft in der Luftfahrt). Zuspätkommer simsen: Bin spät dran, ETA 15.10

  164. etwas sacken lassen (über etwas nachdenken) So gewinnt man Zeit

  165. expandieren – das wollen natürlich alle, besonders Unternehmen möchten dick ins Geschäft kommen, indem sie auf Expansionskurs gehen

  166. Execution (engl.: Ausführung, Umsetzung) Damit wird das Management auf dem C-Level betraut. Läuft die Execution schlecht, kommt es zum Downgrade

  167. Wie sieht unsere Exitstrategie aus? Z. B. bei einem riskanten Projekt oder in einer Situation, die nicht besonders vorteilhaft ist

  168. Ex|pec|ta|tion Ma|nage|ment sollten Sie beherrschen, wenn Sie die Erwartungen anderer an Sie zu Ihren Gunsten beeinflussen wollen, z. B. die Verkaufszahlen. Es gilt ebenfalls als geschicktes Expectation Management, wenn man weiß, wie man anderen die Schuld in die Schuhe schiebt

  169. ex|pen|ses (engl.; Kosten) Merkmal: zu hoch

  170. Ex|tra|mei|le = Zusatzarbeit, um das Optimum zu schaffen. Synonym für Überstunden und Sonntagsarbeit

  171. Man trifft sich oder bespricht sich Face-to-Face (engl.: persönlich), wenn man den anderen im Auge behalten und nicht übers Ohr gehauen werden möchte
  172. Fair = gerecht. Fair enough heißt: Okay, finde ich angemessen

  173. Der ist absolut auf der Fast|lane. Da befindet sich jemand eindeutig auf der Überholspur.

  174. far be|hind hinter den Erwartungen zurückzubleiben, sollten Sie sich nicht erlauben

  175. Face|time (engl.: die Zeit, die man am Arbeitsplatz verbringt, bzw. zu der Sie dort gesehen werden)

  176. Fall|back-Op|ti|on = englischer Ausdruck für unseren deutsche Plan B

  177. fancy, das neue Produkt. Das sagen Leute, die nicht entscheiden wollen, ob es sich um ein wirklich originelles oder ausgefallenes Produkt handelt.

  178. Fat Cat ist die Bezeichnung für einen Manager, der sich ohne Skrupel freiweg bedient

  179. Feedback (engl.) = Rückmeldung. Oft gebraucht und noch öfter missverstanden. Wird Lob erwartet, passiert meist das Gegenteil. Bei null Reaktion bitten manche um „mehr Feedback“. In der Feedbackrunde am Ende eines Meetings kann sich jeder von seiner besten Seite zeigen – denn die Beiträge landen garantiert nicht im Protokoll

  180. Ich werde mein Konzept noch mal feintunen. Wirklich? Fehlt es nur noch am letzten Schliff, oder haben Sie gerade keine echte Idee?

  181. finally (engl.: schließlich, endlich) Wenn Sie dies Wort benutzen, hören alle förmlich den Stoßseufzer der Erleichterung dahinter

  182. Wir waren mal wieder produktiv im Finding. Damit erfahren Sie, dass jemand gut suchen und finden kann, vor allem online

  183. Fine (engl.: schön, fein) klingt manchmal feiner als „okay“. „Fine with me“ = „Find ich ausgezeichnet“

  184. Firepissing (engl.: Feuer auspinkeln). Das machen die tüchtigen Leute, die die verschlampten Vorgänge anderer in Ordnung bringen

  185. Der Fitness-Check in einer Firma ist kein medizinischer Vorgang, sondern dient der Überprüfung von neuen Maßnahmen, z. B. im Vertrieb

  186. fixen (engl.: to fix = reparieren) Im Job ist ein Fixer also kein Junkie, sondern einer, der gut im Reparieren ist. Spitzen-Fixer kosten Geld

  187. flat (engl.) als Substantiv = Mietwohnung / als Adjektiv = flach / Flatrate = günstige Pauschale für Dienstleistungen

  188. flexibel = anpassungsfähig.

  189. Sie bringen ein Projekt zum Fliegen, wenn Sie es mit Erfolg umsetzen. Was darauf zurückzuführen sein könnte, dass Sie es bestens aufgegleist haben

  190. Wie groß der Erfolg eines Projektes ist, wird durch seine Flughöhe definiert

  191. Wir fokussieren uns auf das Design. Alle Energie wird auf ein Thema gerichtet – das läuft dann unter optimale Fokussierung

  192. Wer ein Follow-up vereinbart, will sich noch einmal treffen und einen Vorgang nachbereiten. Das Verb dazu ist tatsächlich: follow-uppen?

  193. forcieren (frz.: forcer = zwingen, vorantreiben)

  194. forecast (engl.) = Prognose, Vorhersage

  195. freuen heißt im Business: Ich erwarte etwas, z. B.: Wir freuen uns auf Ihr Feedback

  196. fringe benefits (engl.: Gehaltsnebenleistungen)

  197. FTE (engl. Abkürzung von “full time equivalent”) = Vollzeitarbeitskraft. Merke: Auch zwei Halbzeitkräfte ergeben in manchen Firmen eine FTE

  198. Der hat ein Fuck-up hingelegt = Der Mensch hat Mist gebaut. Es gibt auch firmeninterne Vorhaben mit hohem Fuck-up-Potential = Da kann also was schiefgehen!

  199. FYA (engl. Abkürzung von “for your amusement”) Können Sie schreiben, wenn Sie jemanden darauf aufmerksam machen möchten, dass er über den Inhalt Ihrer E-Mail lachen soll

  200. FYI (engl. Abkürzung von “for your information”) Kann in einer E-Mail vorangestellt werden, wenn Sie etwas delegieren möchten

  201. Wird in Ihrem Unternehmen der Generationswechsel angekündigt, dürfen Sie davon ausgehen, dass er bereits nahezu vollzogen ist. Wer weggelobt wird, um sich „neuen Herausforderungen zu stellen“, gehört trotzdem zum alten Eisen
  202. Fühlen sich Manager verpflichtet zum Gegensteuern, versuchen sie damit Krisen abzuwenden, die sie nicht selten selbst zu verantworten haben. Manchmal kündigt sich mit dem Bedarf zum Gegensteuern an, dass sich einige Kollegen bereits nach einem neuen Job umsehen können

  203. generieren benutzen manche, wenn sie sagen wollen, etwas werde automatisch hergestellt oder erzeugt. Wer Cash generiert, liegt vorn

  204. Soll Ihre Firma gesundschrumpfen, ist von Sanierung die Rede. Dazu gehören neben der Kostensenkung aber auch „Synergieeffekte“ wie Entlassungen

  205. Ein Get-together bezeichnet nichts weiter als ein lockeres Zusammensein von Kollegen – wie locker, bestimmen Sie mit. Der Ausdruck wird auch benutzt, wenn sich am Vorabend eines Events oder einer Gala bereits mehrere Teilnehmer bei Speis und Trank treffen

  206. Go (engl.: to go = gehen) meint als Substantiv: grünes Licht, Startsignal oder Erlaubnis. Wir haben jetzt das Go! Heißt so viel wie: Wir können endlich loslegen!

  207. Goodies (engl.:) = Geschenke, folglich ist ein Goodie-Bag eine Geschenktüte (wird häufig für Werbegeschenke verwendet)

  208. Den Prozess müssen wir granular herunterbrechen. Was das heißen soll? Ähem, etwa so viel wie: Zerlegen wir die Sache mal in viele Einzelteile, damit wir endlich den Überblick kriegen

  209. Kollege M. wird heute gegrillt, wetten? Nein, da sind keine Kannibalen am Werk, aber Kollege M. muss sich warm anziehen, weil er in die Mangel genommen wird oder sich einen fetten Anpfiff abholen darf

  210. Alles im grünen Bereich – gähn, eine doofe Standardformel, bei der meistens auch noch geschwindelt wird

  211. Guideline (engl.: Leitlinie – oder Richtschnur im moralischen Verständnis) Kann sich ein Unternehmen geben, es fragt sich nur, wer das Ding liest

  212. Wenn in einem Unternehmen etwas im Hin|ter|grund passiert, geschieht es oft auf einer Ebene, die den meisten fremd ist. Ein Mitarbeiter mit einem bestimmten Hintergrund ist jemand, der zumindest schon einmal irgendwo reingeschnuppert hat
  213. Wir machen das jetzt mal hardball (engl.: rücksichtslos) = Wir gehen mit harten Bandagen vor

  214. Haken machen, abhaken = Die Sache kann man vergessen

  215. handeln oder händeln (engl.: to handle = handhaben, in den Griff kriegen)

  216. Akuter oder kurzfristiger Handlungsbedarf wird ausgerufen? Egal, was Sie machen, aber machen Sie was!

  217. Handover – Sie dürfen gern weiterhin Übergabe sagen, ehe Sie z. B. in den Urlaub entschwinden

  218. hands-on (engl.: praktisch) Als hands-on werden vor allem bei den Personalern Mitarbeiter bezeichnet, die anpacken können

  219. Hands-up – nein, da steht keiner mit der Knarre! Ein weiteres englisches Wort für Rückmeldung, das Ihnen vielleicht unter Feedback geläufig ist

  220. hausgemacht = selbst verschuldet

  221. Head (engl.: Kopf), also Chef. Head of … Abteilung oder Firma

  222. Headcount (engl.: Belegschaft) erhält sich dank der Anzahl der Warm Bodies oder dezimiert sich, weil man einiges Dead Wood loswerden will

  223. Helicopter Management = Führungskraft arbeitet auf eine Weise, die viel Staub aufwirbelt

  224. hidden agenda (engl.: Projekte oder Ränke, die heimlich vorangetrieben werden). Merke: Es geht darum, dass SIE gut dastehen

  225. High-Level-Ebene = hochrangig

  226. High Potential (engl. Abkürzung: HP, Nachwuchsmanager und Nichtentscheider) Manche finden, das HP auch mit Halbprofi oder Hohlpfosten treffend übersetzt wird

  227. Kollege X hat sich mit Erfolg hochgechartet. Es könnte sein, dass sich Kollege X als Präsenbauer profiliert hat

  228. Hochdruck hat nix mit dem Wetter zu tun, sondern mit vermeintlich hohem Druck und ebenso hohem Tempo

  229. hochkarätig = erstklassig im eigentlichen Wortsinn. Hochkarätige Persönlichkeiten bestreiten diese Konferenz. Das kann nur bedeuten: gar nicht so erstklassig

  230. Ich mache heute Home Office (engl.: Arbeitsplatz zu Hause) = 1) Ich habe zu Hause einfach mehr Ruhe oder 2)

  231. home turf (engl.: eigenes Spielfeld) = Hauptmarkt für das core business

  232. HR (engl. Abkürzung für Human Resources = Personalabteilung, wörtlich: menschliche Rohstoffe, noch hässlicher klingt das Unwort „Menschenmaterial“

  233. Einen Huddle halten Sie mit Ihren Kollegen ab, wenn Sie sich kurz absprechen und nicht länger als etwa fünf Minuten die Köpfe zusammenstecken

  234. Der hat den Hut auf = der ist verantwortlich, der Projektleiter, der Ansprechpartner oder sonst etwas in dieser Richtung

  235. Große Vorsicht mit dem Wort hyperventilieren – es kommt auf den Zusammenhang an. Kann heißen: „Der dreht gleich durch!“ oder „Der platzt gleich vor Wut!“

  236. in|no|va|tiv (lat.: innovare = erneuern) Strapaziertes Wort, das für alles zutreffen kann – ein Produkt, ein Konzept, einfach nur ein Gedanke
  237. Intro (engl.: to introduce some one = jemanden vorstellen) Sie kriegen es von jemanden, der jemanden kennt, den Sie gern kennen möchten

  238. IMO (engl. Abkürzung von „in my opinion“ = meiner Meinung nach) Wird häufig in Foren und Chats verwendet

  239. IMHO (engl. Abkürzung für „in my humble/honest opinion = nach meiner bescheidenen oder unmaßgeblichen Meinung). Soll ironisch klingen, vgl. IMO. Das Gegenteil lautet: IMNSHO („in my not so humble/honest opinion = meiner nicht ganz unmaßgeblichen Meinung nach) Was das ausdrücken soll, ergibt sich (meistens) aus dem Zusammenhang

  240. Wer ist denn heute eigentlich in charge? Die Frage richtet sich auf denjenigen, der die Verantwortung trägt oder gerade die Leitung übernommen hat. Dahinter verbirgt sich eine zweite Frage: Wer hat den Mist hier verzapft?

  241. Wenn in Ihrer Abteilung dringend die Initiative (lat.: initium = Anstoß, Fähigkeit, aus eigenem Antrieb zu agieren) ergriffen werden soll, dann können Sie sich melden. Oft steht aber die Frage im Raum, was eigentlich geschehen soll?

  242. Inner Circle (engl.: engerer Kreis oder Führungszirkel) Ein Gespräch innerhalb desselben hat das Ziel, andere rauszuhalten oder auszugrenzen

  243. Input (engl.: Eingabe, aber auch Weitergabe von Infos und Ideen). Wer Input gibt, ist in der Hierarchie eher unten – von oben kommt dann das Feedback auf den Input

  244. Insight (engl.: Erkenntnis oder Einsicht) Anders als das Know-how ist damit ein Wissen gemeint, das keine echten Kenntnisse erfordert

  245. Integration (Zusammenschluss von Einheiten), in der Politik inflationär verwendet. Im Unternehmens-„Deutsch“ ist damit die Einbindung neuer Sparten gemeint. Kritische Leute nennen das: Alles wird vereinheitlicht

  246. Eine Stelle, die interims besetzt wird, wartet nur scheinbar auf einen geeigneten Kandidaten. Häufig wird die Interimslösung, einen Menschen mit zwei Jobs zu betrauen, als zweckmäßig beurteilt

  247. Interview ist ein journalistischer Begriff, wird aber auch für ein Bewerbungsgespräch benutzt

  248. Issue (engl: Problem, Thema, Angelegenheit). Je mehr es davon gibt, desto wichtiger fühlt man sich. Manche probieren es auch, ein Issue zu lösen

  249. Wer einem Investor eine tolle Geschichte auftischt, betreibt Investor-Telling.

  250. Jour fixe (französ.: fester Termin) Ausdruck für regelmäßige Meetings, Treffen oder offizielle Events, zu denen nicht jedes Mal eingeladen wird

  251. just in time (engl.: gerade noch rechtzeitig) Wird heute meist dann benutzt, wenn bestimmte Aufgaben auf den letzten Drücker erledigt werden müssen

  252. Vermittels einer Kampagne werden Produkte auf den Markt gebracht und beworben. Manchmal spricht man von einer Kampagne, wenn jemand systematisch diskreditiert wird
  253. Kanal ist das deutsche Wort für Channel. Etwas kanalisieren heißt, es in die (hoffentlich) richtige Bahn zu leiten.

  254. „Wir müssen uns wieder auf unsere Kernkompetenz besinnen.“ Soll ausdrücken, dass es in einer Firma irgendetwas gibt, was sie besser kann als die Konkurrenz.

  255. Das ist key! Hmm!? Sie kennen vielleicht das vorangestellte „Key“, das alles etwas wichtiger oder entscheidend macht? Als da wären Key-Accounts (Hauptkunden) oder die dazugehörigen Key-Account-Manager. Key-Driver sind dynamische Impulse im weitesten Sinne – und wer als Key-Enabler gilt, ist einer, der etwas bewegt

  256. Ein Kick-off-Meeting ist wie der Anstoß bei einem Fußball-Match der Start zu einem Projekt

  257. killen (engl.: töten, beenden) Projekte werden gekillt – oder auch sprachliche Schnitzer in Werbetexten, z. B. Anglizismen. Eine Killerapplikation macht ein Produkt zum Erfolg bzw. ist tödlich für die Mitbewerber. Mit einer Killerphrase können Sie jeden Vorschlag killen.

  258. Wir gehen das mal kiss an! In diesem Falle ist „kiss“ die Abkürzung für „keep it small and simple“ (engl. für „halt es klein und einfach“)

  259. Ein Knowbie (engl.: to know = wissen) ist ein Schlaumeier, der alles weiß und andere auf ihre Fehler hinweist.

  260. Kommunizieren = sich verständigen. Wurde im Business umgetauft in „etwas kommunizieren“, z. B. „Das muss ich besser kommunizieren.“ Oder „Ich meine, ich habe das klar kommuniziert.“

  261. Kontext = Zusammenhang

  262. kontinuierlich = fortlaufend

  263. Ähnlich verhält es sich mit kontributieren = beitragen

  264. Konzept = Entwurf

  265. Wir müssen auf die Kostenbremse treten – bildhafter Ausdruck (Metapher) für „Wir dürfen nicht mehr so viel ausgeben“

  266. Know-how (engl. für „wissen wie“) ist das spezielle Fachwissen in Bereichen wie Fabrikation, Verarbeitung und Vertrieb.

  267. Wird Ihre Idee in Ihrem Unternehmen kritisch hinterfragt, können Sie damit rechnen, dass man sie missbilligt oder Sie bloßgestellt werden

  268. Die Kuh vom Eis holen. Überstrapazierte Floskel für die unangenehme Aufgabe, etwas in Ordnung zu bringen, was gründlich misslungen ist

  269. Wer sich mit anderen kurzschließt, will mit ihnen über eine Angelegenheit reden – vermutlich, weil dies länger nicht geschehen ist

  270. kurzfristig ist – Sie ahnen es – das Gegenteil von langfristig. Wenn kurzfristig nichts verändert werden kann, bedeutet es aber nicht, dass langfristige Änderungen vorgesehen sind

  271. last but not least (engl.: zuletzt, aber nicht am wenigsten wichtig). Benutzen Redner gern, um auf den nächsten Teil überzuleiten
  272. launchen (engl.: eine Firma gründen, ein Produkt einführen) Relaunch = Modernisierung eines Produktes oder Logos

  273. Leadership Style (engl.: Führungsstil), nicht zu verwechseln mit Führungsstärke

  274. Learning (engl.: Lernerfolg). Learning by doing = machen und lernen, Learning by earning hingegen heißt: einen Job annehmen, den man nicht kann

  275. leveragen (engl.: to leverage = etwas aushebeln) Wer einen Deal leveragt, finanziert ihn fremd. Wer seine Arbeit leveragt, lässt sie lieber von Untergebenen machen. Und wer Wissen leveragt, wendet erlernte Tricks clever an

  276. Leistungsträger sind die Mitarbeiter, die den Erfolg der Firma mehren, allen voran aber der Chef

  277. legal (engl. Abkürzung für legal department = Rechtsabteilung)

  278. Wer als Unternehmen seine Linie konsequent verfolgt, verteidigt seine Erfolgsstrategie, nichts zu verändern

  279. „Ich bin heute im listening mode“, sagen Chefs, die was hören wollen (engl.: to listen = zuhören), und Mitarbeiter, die sich nicht beteiligen möchten

  280. Livecontact (engl.: persönliches Treffen oder Face-to-Face-Treffen) Das Wort ist zum Gebrauch nicht zu empfehlen (fieser Beigeschmack)

  281. Wer sich wünscht, im Loop zu bleiben, meint damit, dass man sich regelmäßig rückkoppeln sollte – wie der Hamster im Rad

  282. loose cannon (engl.: lockere Kanone, meint aber: unberechenbare Person) Wer als solche gilt, könnte ein Team sprengen

  283. loungen (engl.: lounge = Wartehalle) im Exklusivbereich auf Airports

  284. Low Brainer (engl.: brain = Gehirn) sind Aufgaben, für die man nicht besonders helle sein muss, oder Ergebnisse, die zu einfach wirken und deshalb schlecht verkäuflich sind. Low Performer sind Mitarbeiter, die nichts (mehr) bringen.

  285. low-hanging fruits (engl.: einfach zu erreichendes Ziel) Früchte, die niedrig hängen, ernten manchmal andere bereits vor der Reife

  286. low-key (engl.: maßvoll, unauffällig) Soll etwas low-key gehalten werden, ist damit gemeint: „Wir spielen das Ganze einfach herunter.“

  287. Hier ist noch viel Luft nach oben = Hier könnte die Leistung beträchtlich gesteigert werden

  288. lunchen (engl.: lunch = Mittagessen) = in aller Ruhe zu Tisch gehen und eine Mahlzeit einnehmen

  289. Manpower (engl.: Arbeitskraft, die zur Erledigung einer Aufgabe benötigt wird)
  290. „Wir werden die nötigen Maßnahmen durchsetzen.“ Aufgepasst, wenn Maßnahmen ergriffen werden, sollte dies vorher mit aller Entschlossenheit angekündigt werden!

  291. Management Intention (engl.: Absicht des Managements, also der Firmenleitung) Bei der Absicht bleibt es häufig

  292. mailden = sich melden per E-Mail – aua!

  293. match (engl.: übereinstimmen, abgleichen) Wenn etwas Bestimmtes nicht matcht, können Sie mit „anyway“ zum nächsten Punkt überleiten

  294. maximal (lat.: maximus: das Größte, höchstmöglich) Beliebte Floskel in Meetings oder bei Präsen, um eine Meinung maximal zu verstärken

  295. meaten (engl.: meat = Fleisch) = sich zerfleischen, am liebsten in Meetings

  296. meeten (engl.: to meet = treffen) = sich zu einem Meeting treffen. Meetings sind Treffen, Besprechungen oder Konferenzen.

  297. Merger (engl.: Fusion, merke: männlich!) zwischen Unternehmen sollen der Verbesserung der Position auf dem Markt dienen – und zwar entsprechend den Managementkonzepten für die kommenden zehn oder mehr Jahre. Ohne Berater und Investmentbanker ist der Merger meist nicht realisierbar

  298. „Was Sie da sagen, ist ziemlich misleading!“ (engl.: irreführend) Ein eindeutiger Tadel: Sie reden Blech!

  299. Message (engl.: Botschaft) ist im deutschen Sprachgebrauch ein ziemlich vieldeutiges Wort. Fragt man Sie, wo die Message bleibt, heißt das nichts Anderes als dass niemand versteht, was Sie eigentlich sagen wollen

  300. mitigieren (lat.: mitigare = lindern, abmildern), z. B. die negativen Merkmale eines Geschäftes. Die Mitigants vertuschen die Schwächen des Deals

  301. mitnehmen ist ein Wort mit vielen Bedeutungen. Sie können Anregungen aus einem Meeting mitnehmen, Kollegen in den Prozess neuer Strukturen mitnehmen, oder manchmal nehmen Sie auch von einer Veranstaltung etwas mehr mit, z. B. ein Völlegefühl und eine Tüte mit Werbegeschenken (Goodie-Bag)

  302. Mit einem mission statement (engl.: Leitsatz) formuliert ein Unternehmen seine Ziele und Werte. Dabei kann auf Ausdrücke wie Vision, global, der im Vordergrund stehende Mensch sowie Kunde keinesfalls verzichtet werden

  303. modernisieren = etwas auf den neuesten Stand bringen.

  304. „Das Momentum wollen wir nutzen.“ Gemeint sind Impuls, Schwung oder (Eigen)dynamik

  305. Monitoring (engl.: Kontrolle, systematische Erfassung), das entsprechende Verb heißt monitoren. Wichtig!

  306. nachhaltig – dauerhaft, langlebig, umweltverträglich
  307. „Diesen Auftrag müssen wir einfach nach Hause bekommen.“ Schon klar, oder? Der Auftrag wird dringend gebraucht!

  308. Nearshoring (engl.: Auslagerung von Arbeitsplätzen), verwandte Wörter sind Offshoring und Rightshoring

  309. near miss = Gegenteil von nice try, nämlich etwas, was fast daneben gegangen wäre

  310. Newbie – setzt sich aus new (engl.: neu) und boy (engl.: Junge) zusammen. Folglich ist ein Newbie ein Anfänger oder Neuling. Das Wort wird auch im IT-Bereich häufig verwendet, z. B. für einen neuen User

  311. New Joiner (engl.: frisch eingestellter Mitarbeiter) Merke: hat ein paar mehr Privilegien als ein Praktikant

  312. Newsletter (engl.: Rundschreiben) werden häufig als E-Mails von der Chefetage versendet

  313. Nice-to-haves (engl. für alles, was man eigentlich nicht braucht, aber trotzdem haben könnte). Einem Kunden dreht man allerdings lieber wichtige Add-ons an

  314. nice try = Gegenteil von near miss und bedeutet einen netten Versuch oder etwas, was nicht geklappt hat. Das sagen Leute, die Ihnen zu verstehen geben wollen, dass Sie es zwar versucht haben, es Ihnen aber nicht gelungen ist

  315. Ninjas sind keine Krieger, sondern das Wort ist die Abkürzung für „no income, no job and assets“ (kein Einkommen, keine Arbeit und kein Vermögen). So werden in der Finanzwelt unzuverlässige Kreditnehmer klassifiziert

  316. No-Brainer (engl.: brain = Hirn) sind Leute, die begriffsstutzig sind, oder Aufgaben, die ohne den Einsatz von Gehirnschmalz lösbar sind

  317. Non-event (engl.: Ereignis, das bereits gelaufen ist und nicht mehr diskutiert werden muss)

  318. No-Go (engl.: inakzeptable Entscheidung oder Tatsache). Wird meist folgendermaßen verwendet: „Das ist ein absolutes No-Go!“ Kann sich auf Benehmen, Kleidung, Verhandlungsstrategien oder Einstellung zum Job beziehen – und auf vieles mehr

  319. number cruncher (engl.: Zahlenfetischist) Dass so einer nerven kann, versteht sich von selbst

  320. Objective (engl.: Ziel oder Zielvorgabe) Gemeint ist das große Rätsel, das es in mancher Karriere zu lösen gilt
  321. offline sind Computer, die keine Internetverbindung haben. Inzwischen werden aber auch Themen offline diskutiert, d. h. sie werden in Meetings kurzerhand abgewürgt

  322. Offshoring (engl.: Auslagerung von Arbeitsplätzen), siehe auch Nearshoring und Rightshoring

  323. onboarding (engl.: an Bord nehmen) Ersetzt im Personalwesen das Wort „einarbeiten“. Als Substantiv bedeutet Onboarding neben dem Einstellen und der Integration von neuen Mitarbeitern inzwischen auch noch das Informieren von anderen – nicht ganz einfach, zugegeben!

  324. one face to the customer (engl.: mit einem Gesicht zum Kunden) Appell ans Team, die inneren Querelen unterm Deckel zu halten und gegenüber dem Kunden einträchtig aufzutreten

  325. on hold (engl.: in der Warteschleife, im übertragenen Sinne „auf Eis gelegt) Über Vorgänge, die sich on hold befinden, muss keiner nachdenken

  326. on the bench (engl.: auf der Sitzbank) Wie im Fußball, so im Beratungsgeschäft: Wer auf der Bank sitzt und nie eingewechselt wird, kann bald wieder gehen, da zu teuer

  327. Off-Site (engl.: Besprechung außerhalb der Firma), muss aber nicht zwingend ein konspiratives Treffen sein

  328. off the shelf (engl.: von der Stange, aus dem Lager) Bezeichnung für etwas, was nicht erst erstellt werden muss, sondern was man parat hat – wie z. B. Excel-Listen

  329. Onepager (engl.: Zusammenfassung auf einer DIN-A-Seite), aber bitte hoch komprimiert mit entscheidungsrelevanten Daten, sonst muss der Mitarbeiter nachsitzen und alles erneut auf eine Seite quetschen

  330. on track sein = auf dem richtigen Weg sein, z. B. mit einem bestens aufgegleisten Projekt

  331. Openings oder Job Openings (engl.: freie Stellen) soll es verschiedentlich noch geben

  332. Open Issus (engl.: unerledigte Aufgaben), die nun aber endgültig nicht länger warten können

  333. optimieren = verbessern. Ganz wichtig, dass permanent überall optimiert wird. Optimierungsprozesse halten den Laden zusammen

  334. OTR (engl. Abkürzung für off the record = vertraulich, unter uns), sprich: O-ti-ar – oder verkneifen Sie es sich!

  335. Out of the box (engl.: aus der Kiste) Im Deutschen meint man damit Dinge von der Stange, fertig produziert. Outside the box (engl.: außerhalb der Kiste) hingegen heißt: nicht nach Schema F denken. Also bitte nicht mit out of the box verwechseln

  336. over (engl.: aus, vorbei, fertig) Handelt es sich um eine Idee, die als over bezeichnet wird, dann ist sie dermaßen von gestern, dass sie nicht einmal mehr als behind bezeichnet werden kann. Allenfalls noch als No-Go, als absolutes natürlich

  337. overall (engl.: allumfassend, nicht der Overall) wird meist im Sinne von „im Großen und Ganzen“ benutzt

  338. Over-Commitment (engl.: Übernahme zu vieler Aufgaben) führt zu Überbelastung und verringertem Commitment (Bekenntnis)

  339. overdelivern (engl.: mehr tun als erwartet), auch overachieven. Meist wenig geschätzte Vorgehensweise von Strebertypen. Ein Overachiever (Übererfüller) ist oft fleißiger als begabt

  340. positionieren heißt u. a., die Alleinstellungsmerkmale eines Produktes auf dem Markt deutlich zu machen. Die Werber sind dabei behilflich! Wenn es darum geht, eine Marke „jünger zu positionieren“, liegt die Zielgruppe unter 25
  341. Wird ein Produkt neu eingeführt, durchläuft es zunächst eine Pilotphase – parallel dazu wird an dem Pilotprojekt weiter gewerkelt

  342. Ein Pacemaker (engl.) ist ein Herzschrittmacher, aber in Unternehmen bezeichnet man so die Leute, die als Antreiber fungieren und andere mit ihren Tempovorgaben nerven

  343. Pain Point (engl.: Schmerzgrenze) Ist der erreicht, werden Produkte oder Projekte eingestellt. Aus die Maus!

  344. Große Vorsicht, wenn es in Ihrer Firma heißt, die Mitarbeiter sollen am Erfolg partizipieren (= teilhaben). Wer auf Sonderzahlungen hofft, wird garantiert enttäuscht

  345. Payback (engl.: Rückzahlung) Gemeint ist der Zeitpunkt, von dem an sich ein Geschäft auszahlt

  346. pending (engl.: schwebend, unerledigt) Ergebnisse können noch pending sein – also nichts Greifbares in Sicht. Sind Vorgänge weiterhin pending, konnten sie aufgrund fehlender Informationen noch nicht bearbeitet werden

  347. Performance (engl.) hat mehrere Bedeutungen: 1) Wertentwicklung eines Investments, 2) Form der Aktionskunst, 3) Leistung eines Mitarbeiters. Underperformer und Lowperformer sind Minderleister, die in der Aktionskunst Zuflucht suchen sollten

  348. Mit dem Computerbefehl Ping prüfen Sie, ob ein anderer Rechner erreichbar ist und wie lange es dauert, bis er antwortet. Endlich hat es Ping gemacht = Holla, da hat jemand was geschnallt

  349. Pink Slip (engl.) Bitte keine Missverständnisse: Hier handelt es sich um das, was wir als „blauen Brief“ bezeichnen, nur wurden in den USA Kündigungen früher in rosa Umschlägen versendet. Heute nennt man die Entlassung selbst Pink Slip

  350. Ich hab da was in der Pipeline (engl.: Rohrleitung) = So ein, zwei vage Ideen kreisen in meinem Kopf.

  351. Ein Pitch (engl.: Verkaufsgespräch) kommt einer Präsentation beim Kunden gleich, z. B. von einer Werbeagentur. Ein Elevator Pitch (eine Fahrstuhlrede) ist ein einminütiges Verkaufsgespräch in eigener Sache

  352. Ja, und was wäre die ganze Arbeitswelt ohne Plan, Planung und Pläne? Merke: Tun Sie zumindest so, als hätten Sie einen, besser noch eine Strategie. Plan B kann helfen, wenn der eigentliche Plan nicht klappt

  353. Zucken Sie nicht zusammen, wenn jemand den Wort Plausi-Check verwendet, es ist die Verkleinerungsform des überaus bedeutungsvollen Plausibilitätschecks – also wenn Sie prüfen, ob Ihre Arbeit sinnvoll ist. Anders der Cross-Check, mit dem sich mindestens zwei Kollegen abmühen

  354. pleasen (engl.: to please = jemandem gefallen) Wer den Customer pleasen will, möchte nichts weiter sagen als: Der Kunde ist König

  355. Plus-One-Event = Sie dürfen oder müssen Ihren Partner mitbringen, der hier aber Spouse heißt

  356. Point of no return (engl.: Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann) = Wir müssen das Ding jetzt durchziehen

  357. Point taken (engl.: Ich hab’s kapiert!) Damit würgen Sie Schwätzer ab oder demonstrieren gegenüber Ihrem Chef, wie ausgeschlafen Sie sind

  358. Eine Poison Pill (engl.: Giftpille), z. B. in einer Sparte, kann als Schutz gegen feindliche Übernahmen dienen

  359. Potenzial = Im Job bezeichnet man damit die Leistungsfähigkeit und die Aufstiegschancen eines Mitarbeiters, die Perspektiven des Marktes oder eines Projektes. Potenziale zu erkennen und zu benennen, wird potenziell hoch eingeschätzt

  360. Power nap (engl.: Kraftnickerchen), kurzer Mittagsschlaf, der leistungsfördernd wirkt. In Deutschland noch verpönt – findet deshalb heimlich statt, z. B. auf dem Klo

  361. Prämissen = Voraussetzungen, Bedingungen. Eins dürfen sie nicht sein: unklar

  362. Präse oder Präsi ist die Abkürzung für Präsentation, gern auch Powerpoint-Präse – d. h. mit bunten Schaubildern und Grafiken und viel kleiner Schrift. Präsi ist außerdem die Abkürzung für Präsidenten, die kein großes Ansehen haben

  363. Preeze (engl.) = Unterlagen für eine Telefonkonferenz, siehe auch Telko oder Conference-Call

  364. prepared (engl.: vorbereitet). Gehen Sie prepared in ein Meeting, könnten Sie punkten

  365. Priorität (lat.: prior = das Vordere) haben Dinge mit hoher Dringlichkeit oder besonderem Stellenwert. Sie müssen daher dringend priorisiert werden. Ganz fitte Leute sagen auch Prio

  366. proaktiv (lat.: pro = vor, activus = tätig) ist eine Wortschöpfung für frühzeitiges Handeln mit viel Eigeninitiative (Gegenteil: reaktiv) Wer als proaktiv belobigt wird, kriegt eine glatte Eins

  367. Probleme wurden inzwischen von Issues abgelöst, aber im Sprachschatz von Büromenschen gibt es sie noch – wenn sie andere betreffen, z. B. Konkurrenten. Kunden gegenüber spricht man hingegen von Challenges

  368. professionell = fachgerecht, sauber. Wird nicht mehr so häufig gebraucht wie zuvor, heute sagt man lieber hochprofessionell

  369. Projekt hören Sie an allen Ecken und Enden. Gemeint ist eine Aufgabe, die in einem bestimmten Zeitraum erledigt werden muss. Der Project lead liegt in den Händen derer, die das Projekt leiten. Auch das Wort Projektleiter gibt es noch, das ist der Verantwortliche für ein Projekt, mit dem der Chef einen Mitarbeiter betraut, den er eigens dafür ausgesucht hat, am liebsten jung und unerfahren, aber ehrgeizig genug, um unangenehme Maßnahmen bei der Belegschaft durchzudrücken. Der Projektplan ist dazu da, um eingehalten zu werden. Die Projektreview am Ende dient dem positiven und negativen Feedback

  370. Proof od Concept (engl.: Machbarkeitsstudie, um die Durchführbarkeit eines Vorhabens belegen zu können)

  371. Protokoll = schriftliche Zusammenfassung eines Meetings, die die beschlossenen Maßnahmen und Targets festhält

  372. pushen (engl.: to push = drücken, schieben, ein Projekt vorantreiben) Wird ein Kollege als pushy bezeichnet, heißt das, dass er die Nervensäge im Team ist

  373. Qualität ist eigentlich was Gutes. Eingebürgert hat sich die Floskel „Das hat natürlich eine ganz andere Qualität“ – wenn man damit etwas Negatives ausdrücken will
  374. Quality Time (engl.: Qualitätszeit) Die Zeit, die man in Gesellschaft verbringt. Das Firmen-Handy bleibt in Reichweite. Der Arbeitgeber wertet Quality Time nicht als Wasted Time, wenn Sie die Wartezeiten auf dem Flughafen am Firmen-Laptop oder –Smartphone verbringen

  375. Quick Wins (engl.: schneller Erfolg) Manchmal sind sie das Ergebnis einer Strategie, oft aber bezeichnet man damit die Ernte von Low-Hanging-Fruits

  376. Etwas auf dem Radar haben = sich einer Sache bewusst sein. Muss nicht heißen, dass damit ein Lösungsansatz einhergeht

  377. Rainmaker (engl.: Regenmacher) = toller Typ, aber leider nicht A-Level

  378. Re (Abkürzung von engl. Regarding = Betreff) Wenn Ihnen jemand mailt „Ich schreibe dir noch Re nächstes Meeting“, dann nehmen Sie es hin. Kopfschütteln nicht vergessen!

  379. Die Sache werde ich dem Kollegen ordentlich reinschrauben = Ich werde ihm den Sachverhalt eindringlich vermitteln

  380. Reminder (engl.: Erinnerung, Mahnung) kommen gern per Mail: Hier ein Reminder zum Thema Abgabezeiten. Oje, die waren ja gestern!

  381. Ren|tal (engl.: Mietwagen) – damit bewegen sich Unternehmensberater fort. Unter dem Motto „Don’t be gentle, it’s a rental“ dient es auch als Instrument zum Abreagieren

  382. reporten (engl.: to report = berichten) Reportet wird beim Boss, darauf folgen entweder Anschiss oder Congratulations

  383. Schöner Satz in klassischem Deutsch: Wenn die Urgency nicht mit der Solution matcht, müssen wir das Projekt reschedulen (engl.: verschieben)

  384. Results (engl.: Ergebnisse) braucht der Chef manchmal schon am Montagmorgen

  385. Retooling (engl.: das Umrüsten von Maschinen) Auf Mitarbeiter bezogen: Falls ein Experte fehlt, wird jemand dazu gemacht – notfalls per Crashkurs

  386. Revenues (engl.: Erlöse) Könnten immer besser sein

  387. rightsizen (engl.: vergrößern oder verkleinern, auch downsizen) Meist ist die Verkleinerung der Belegschaft gemeint

  388. Rightshoring (engl.: Auslagerung von Arbeitsplätzen) vergleiche Nearshoring und Offshoring

  389. Roadmap (engl.: Fahrplan) Kurzlebiges Papier aufgrund von Kommunikationsproblemen zwischen Management und unterster Hierarchiestufe. Bei Umstrukturierungen gibt es neue Roadmaps

  390. Hört mal, das ist doch keine Rocket-Science (engl.: Raketenwissenschaft) Will sagen: So kompliziert ist das doch gar nicht, auch wenn ich nichts davon verstehe

  391. Room to shine (engl.: Ort zum Glänzen) Sie werden in eine Abteilung versetzt, in der Sie sich glänzend entfalten können

  392. Roll-out (engl.: das Verteilen von etwas, Markteinführung eines Produktes) Das Wort besagt nicht viel, beschönigt eigentlich nur banale Vorgänge im Büroalltag

  393. Router (engl.: routing = Leitweg oder Weiterleitung) So werden überforderte Verkäufer genannt, die nicht beraten können und an den Kollegen verweisen. In der Firma sollte der Anteil der Router 50 Prozent der Mitarbeiter nicht übersteigen

  394. rückkoppeln = Rücksprache halten

  395. Rundmail = E-Mail über einen großen Verteiler, oft enthält sie Ankündigungen für sämtliche Mitarbeiter. Vergleiche auch Newsletter

  396. responsive (engl.: ansprechbar) Es gibt tatsächlich Leute, die so reden: Ich melde mich wieder, wenn du responsive bist. Oder: Die Responsiveness wird bei unterdrückter Rufnummer höher!

  397. Auf dem Vorschlag muss ich noch rumkauen. Soll heißen: Ich denke darüber nach.

  398. SABVA = Abkürzung für „sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“. Manche sagen, das SABVA sei bei Beratern jeder Couleur besonders stark entwickelt. Einige Berater geben das sogar zu
  399. Sustainability (engl.: Nachhaltigkeit) Eins dieser Nervwörter wie Compliance, schwer in Mode. Sie kommen an Sustainability Standard, Sustainability Report, Sustainability Asssessment, Sustainability Evaluation einfach nicht mehr vorbei. Auch Sustainability Requirements und Sustainability Index gehören mit in diese Kategorie

  400. Shortfall (engl.: Fehlbetrag, Defizit) kommt häufiger in Rundmails vor und klingt eigentlich mehr wie ein Naturereignis

  401. Bei dem Wort schönifizieren wurden verschönern und glorifizieren miteinander verbunden, meint so etwas wie aufhübschen

  402. Sales Activations Costs (engl.: Vertriebskosten), die Abkürzung: SAC sollten Sie behutsam verwenden, z. B. nicht mit dem Wort gesteuert kombinieren

  403. Ein Sanity Check (engl. Kurzprüfung auf Richtigkeit oder Stimmigkeit) beispielsweise einer Excel-Datei klingt ernsthafter und anspruchsvoller als ein Plausi-Check, obwohl es dasselbe bedeutet

  404. Step by Step (engl.: Schritt für Schritt) Merke: kleine Schritte erleichtern die Korrektur von Fehlern!

  405. Selbstgänger oder Selbstläufer sind z. B. Produkte, die sich verkaufen wie geschnitten Brot. Sind sie keines davon, muss geschuftet werden, bis sie es sind

  406. Wer an einer Schnittstelle sitzt, gehört zu keiner Abteilung ganz dazu. Das klingt schwer nach Leerlauf und Reinquatschen

  407. Schritt lässt sich vielfältig anwenden: vorankommen = Schritte vorwärts machen, sich verschlechtern = Schritte rückwärts machen, langsam vorankommen = Schritte in die richtige Richtung machen. Einen großen Schritt nach vorn machen = bitte ergänzen Sie selbst!

  408. Wer noch etwas in der Schublade hat, ist auf etwas vorbereitet im besten oder im Notfall. Wer etwas in die Schublade legt, hält die Idee eventuell für gut, aber den Zeitpunkt für schlecht. Wer andere in die Schublade steckt, stempelt sie ab – als was auch immer

  409. Den Schuh ziehe ich mir nicht an = Dafür übernehme ich nicht die Verantwortung

  410. schwarz = juchu und o weh! Schwarze Zahlen = Gewinn, schwarze Null = gerade noch davongekommen! Das Gegenteil von schwarz ist rot – im Business

  411. Segment nennen Manager eine separate Produktgruppe, fungiert bisweilen als Sündenbock

  412. sharen (engl.: to share = teilen) Wer mit Ihnen etwas sharen will, überlässt Ihnen garantiert nichts von Wert, sondern will nur Eindruck schinden

  413. Shoot-to-Kill (engl. wörtlich: schießen um zu töten) heißt im übertragenen Sinn: etwas konsequent zu Ende bringen. Harter Spruch!

  414. signifikant ist ein Synonym für wesentlich, wichtig, deutlich

  415. Shining Bonus (engl.: Antrittsgeld). Fehlt in den meisten gehobenen Vergütungspaketen nicht

  416. Slide (engl.: Folie), wird bei Präsen (Präsentationen) verwendet

  417. Shitlist (die wörtliche Übersetzung verbietet sich) = gedankliche Liste, die niemals geschrieben wird und auf der viele Platz haben: Kollegen, Kunden, Chefs …

  418. Slot (engl. Zeitnische für einen Termin), manche sagen auch Time Slot (Zeitschlitz)

  419. Verlangt der Dresscode smart casual (engl.; schick, aber leger), ist damit gehobene Freizeitkleidung gemeint. Wer im Hawaiihemd und in Sandalen kommt, muss bald wieder business casual tragen, bäh!

  420. Snafu = seltsamer Ausdruck, der angeblich aufs Militär zurückzuführen ist. Es handelt sich um ein Akronym (Kurzwort) aus den Anfangsbuchstaben von „Situation normal, all fucked up“. Es beschreibt also eine in manchem Unternehmen alltägliche Situation

  421. Social Dinner = Abendessen mit (ausländischen) Gästen während eines mehrtätigen Geschäftstreffens, organisiert und bezahlt vom Veranstalter. In seiner zweiten Bedeutung heißt es „sich gemeinsam besaufen“, was auch mit dem Verb socializen gemeint ist. Kurz: ein Saufabend, um sein Netzwerk zu pflegen

  422. Solution (engl.: Lösung) Gilt als das best gehütete Geheimnis in Firmen, da sie angeblich mit dem Unternehmenserfolg in engem Zusammenhang steht

  423. sophisticated (engl.: anspruchsvoll, durchdacht), ein von Intellektuellen pointiert eingesetztes Wort. Im Business steht es auch für kompliziert, ausgeklügelt, technisch ausgefeilt, kultiviert, mondän, chic oder gehoben und ist aufgrund seiner vielen Übersetzungsmöglichkeiten stark abhängig vom Context (Zusammenhang)

  424. Klingt spannend. Lassen Sie sich nicht täuschen – da findet jemand Ihre Idee weder interessant noch aufregend oder gar faszinierend. Er will Ihren Vorschlag vielmehr abschmettern, ohne Sie vor den Kopf zu stoßen

  425. Sparringspartner (engl.: to spar = sich mit jemandem auseinandersetzen). Ausdruck aus dem Boxen und anderen Kampfsportarten. Vorsicht: nicht Spärringspartner aussprechen!

  426. Speed (engl.: Tempo, Geschwindigkeit) Sie kennen die Kollegen, die jeden Raum mit Speed betreten und alle hektisch aufschrecken lassen

  427. spezifizieren = präziser darstellen oder konkreter erläutern

  428. Das sehe ich ganz sportlich = Wir stemmen das, egal wie

  429. Spreadsheet (engl.: Tabelle, meist nachts in Excel erstellt). Enthält so viele Zahlen, dass nur wenige draufschauen mögen

  430. Staffing (engl.: personelle Besetzung). Vor jedem Projekt wird das Staffing gecheckt = Wer soll in dem Team dabei sein? Daraus folgert, wer die Dreckarbeit macht, die Lorbeeren erntet und im Zweifel Schuld hat

  431. Stakes (engl.: Anteile) Wer keine davon in einem Projekt hat, muss sich auch nicht dafür interessieren, z. B. der Chef

  432. Standing = das Ansehen, das Sie in Ihrer Firma besitzen oder nicht. Wer nach Ihrem Standing fragt, stellt es bereits infrage

  433. Step (engl.: Schritt), meist folgendermaßen gebraucht: Was sind die nächsten Steps? Step by Step = Wir machen langsam, vgl. Schritt

  434. Story (engl.: Geschichte) To make a long story short = um es kurz zu machen. Nicht verwechseln mit dem literarischen Begriff Short Story und auch nicht mit Story-Line (engl.: Handlungsverlauf bei einer Präse)

  435. Strategie = langfristiges Vorgehen, um ein Ziel zu erreichen. Verantwortlich dafür ist immer die Führungsetage. Deshalb ist das Adjektiv strategisch auch das Lieblingswort der Entscheider. Eine Strategie zu entwickeln, heißt hingegen erstaunlicherweise strategizen

  436. streamlinen (engl.: to streamlime = modernisieren oder rationalisieren). Wer dies bei einer Präse tun will, hat in ihr zu viele sinnentleerte Slides entdeckt

  437. Struktur (lat.: structura = ordentliche Zusammenfügung, Aufbau, Zusammensetzung oder Funktionsweise eines Systems). Wird nach einer neuen Struktur gerufen, dann nicken Sie! Strukturell kommt auch von structura, eventuell auch die viel zitierte strukturelle Krise

  438. suboptimal = schlecht, ungünstig. Manchmal laufen auch Sachen suboptimal, die sich zuvor im grünen Bereich befunden haben. Shit happens!

  439. Synergie = gern benutzter Euphemismus (Beschönigung) vom Zusammenwirken von Kollegen, Teams oder Unternehmen mit dem Ziel, Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern. Der Synergieeffekt steht bei jeder Übernahme oder Fusion ganz oben auf der Agenda: Mitarbeiter entlassen, Abteilungen schließen oder zusammenlegen usw. Mit dem Ausdruck Synergiepotenzial wird der Spielraum bezeichnet, in dem die Synergien greifen sollen. Er ist so reichlich vorhanden wie Sand in der Wüste

  440. Wir müssen uns syncen (von synchronisieren = Gleichlauf herstellen). Nanu? Und das auch noch offline? Heißt so viel wie sich updaten oder in unserer Sprache: miteinander reden und sich gegenseitig auf den neuesten Stand bringen

  441. Take-Home-Message (engl.: Merksatz, Quintessenz) ist etwas, was Sie von einem Meeting oder einem Seminar mitnehmen – meist leicht zu behalten
  442. Die Talsohle ist erreicht. Das heißt: Wir stehen am betriebswirtschaftlichen Tiefpunkt – oder aber: Konjunkturell geht es nicht mehr weiter abwärts. Sie können auch sagen: Wir liegen komplett am Boden

  443. Target (engl.: Ziel im weitesten Sinne), in Unternehmen erhalten Sie ein Target, das innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erreicht werden muss. Lernen Sie die feinen Unterschiede zwischen „Target unterfüllt“, „Target übererfüllt“ und „Target erfüllt“

  444. Taskforce (engl.: Team, das spontan für eine Problemlösung zusammengestellt wird). Vorsicht, die normale Arbeit läuft trotzdem weiter!

  445. tbd/TBD = 1) to be defined (noch zu definieren), 2) to be done (fertigzustellen), 3) to be discussed (muss diskutiert werden), 4) to be determined (noch nicht festgelegt) Entscheiden Sie, wann tbd/TBD gerade passt

  446. tbv/TBV (engl. Abkürzung für to be validated = noch zu bestätigen) 1) Sagt man, wenn man nicht genau weiß, ob etwas stimmt. 2) Damit wird eine Behauptung gekennzeichnet, die von anderen als Schock aufgefasst werden könnte

  447. Teamplayer (engl.: Mitarbeiter, der hervorragend im Team arbeitet und es anschiebt). Andere Variante: optimistische Nervensäge, die lieber Chef wäre

  448. Telko lautet die Abkürzung für Telefonkonferenz, meistens eine Zusammenschaltung von Kollegen via Telefon oder Video. International ausgerichtete Young Professionals sagen auch Conference-Call dazu

  449. thematisieren = zur Sprache bringen, wird gern so verwendet: Das müsste man mal thematisieren. Dabei bleibt es dann meistens

  450. Themenspeicher – da stopft Ihr Chef alles rein, was nicht zu gebrauchen ist, weil zu teuer, zu innovativ oder sowieso nicht zu realisieren

  451. Timeframe (engl.: Zeitfenster) Wird Ihnen ein Timeframe angeboten, wissen Sie, wie lange Sie für eine Aufgabe Zeit haben – oder wie lange ein Gespräch dauern darf

  452. tight getaktet (engl. wörtlich: eng aneinandergeheftet) sind beispielsweise Meetings, die direkt aufeinander folgen

  453. To-Dos (engl.: to do = machen, tun) nennt man Aufgaben, die zu erledigen sind

  454. Das müssen wir auf der Tonspur machen = Wir müssen reden oder telefonieren. Wer sich wichtig nimmt, lässt noch ein bilateral mit einfließen

  455. Total Compensation (engl.: Gesamtvergütung) Wer die verhandelt, beweist, er hält sich nicht mit Kleinigkeiten auf und gehört zu den High Potentials

  456. Town Hall Meeting (engl.: Bürgerversammlung im oder vor dem Rathaus) Im Business wird so eine Versammlung genannt, die allen Mitarbeitern oder einer bestimmten Abteilung offensteht

  457. track record (engl.: Erfolgsgeschichte) So eine Liste mit allem bisher Erreichten finden Sie auf Firmen-Websites und Imagebroschüren

  458. Trend = Entwicklung, allgemeine Richtung. Aber das war einmal, heute beruft man sich bereits auf einen Trend, wenn sich nur minimal etwas verändert hat, soll wohl Vertrauen erwecken

  459. tricky (engl.: kompliziert, knifflig) wird gern im Zusammenhang mit verzwickten Problemlösungen verwendet

  460. triggern oder antriggern = schalten, auslösen, in Gang setzen.

  461. trivial = platt, abgedroschen, im Business: einfach, simpel. Also etwas, was gern delegiert wird

  462. Troubleshooter (engl.: Problemlöser, Sanierer, Aufräumer) im Gegensatz zum Troublemaker (Störenfried, Querulant, Krawallmacher) Manchmal werden auch Leute als Troublemaker bezeichnet, die beständig bis penetrant nachfragen

  463. Turf (engl.: Rasen, Scholle, im Pferdesport auch Rennbahn) Im Business heißt dein Turf = dein Revier

  464. to walk the talk (engl.: auf Worte Taten folgen lassen) Kollege Z walks the talk meint: Diesmal meint er es aber wirklich ernst

  465. Turnaround (engl.: Umkehrung, Trendwende) = der Wendepunkt fürs Unternehmen: Es macht wieder Gewinn!

  466. Turnover (engl.) kann folgendes heißen: 1) Erlöse einer Firma, 2) Fähigkeit eines Unternehmens, Produkte umzuschlagen, 3) (häufig) Verlust von Mitarbeitern oder Kunden

  467. U-Boote sind Projekte, die es offiziell gar nicht gibt. Verwechseln Sie diese nicht mit Projekten, die nur nicht vorangetrieben werden. Oder mit solchen, die es eigentlich längst geben sollte. Und schon gar nicht mit Projekten, die nur in den Kollegenköpfen vorkommen
  468. Mit der Übergabemail verabschiedet sich ein Kollege in den Urlaub oder auf Nimmerwiedersehen. Im besten Fall steht alles drin, was es für Sie zu tun gibt – wenn Sie Pech haben, eine Menge Unerledigtes

  469. Die Umstrukturierung in einem Unternehmen bedeutet, alles wird neu organisiert. Je größer der Betrieb ist, desto öfter wird er umstrukturiert. Eine Umstrukturierung wird meist von einem Newsletter eingeleitet und von vielen weiteren begleitet

  470. Ein Underachiever ist ein Minderleister, ähnlich wie ein Underperformer (Gegenteil = Outperformer). Ein Wertpapier, das eine schlechtere Performance hat als der Durchschnitt, ist ebenfalls ein Underperformer

  471. unique (engl.: einzigartig). Unser Produkt ist unique = Haut gut hin mit unserem Alleinstellungsmerkmal, auch wenn wir nur ein 08/15-Produkte verkaufen. Unique Content kennen alle, die fürs Internet schreiben: Einzigartigen Inhalt fordert jeder Kunde – auch bei x-mal durchgekauten Themen

  472. Unterstützung ist das Business-Wort für Hilfe. Kollegen und Teams unterstützen sich gegenseitig, d. h. sie übernehmen relativ klaglos die Arbeit von anderen

  473. Upper out (engl. wörtlich: oben raus). Damit wird der Verlust von Führungskräften bezeichnet, vgl. auch Braindrain und Turnover. Gesprochen klingt es drollig, z. B. so: Nach der Finanzkrise war bei uns viel Upper out

  474. updaten (engl.: to update = aktualisieren) kommt immer gut, vor allem bei Konzepten und Präsen, die in Nachtarbeit zusammengeschustert wurden

  475. Upgrade (engl.: Verbesserung, Aufstieg) hören Sie häufig im Zusammenhang mit Flügen und Mietwagen. Mehr Upgrades zu sammeln als andere, ist der Lieblingssport von Angebern. Das klingt dann so: Auf dem Hinflug bin ich upgegradet worden. Hört man doch gern, oder?

  476. Uphill Battle = englisches Wort für einen Kampf in einer schwierigen Ausgangsposition. Damit können Sie dramatisieren, eventuell auch ein wenig motivieren. Wem sie die schwierige Lage zu verdanken haben, wissen sowieso alle

  477. up to date (engl.: to be up-to-date = auf dem neuesten Stand sein). Passt fast immer – zum aktuellen Flurfunk wie zu den Geschäftszahlen. Ein Vorgesetzter muss sich nicht selbst darum kümmern, up to date zu sein. Er wird entweder von oben gebrieft, oder ihm wird von unten etwas zugetragen (dreimal pfui!)

  478. Urgency (engl.: Eile, Druck) oder urgent (eilig, dringend) ist noch so ein Wort, das für alles und jeden passt – weil im Job alles eilig und dringend ist

  479. Wird Kollege K künftig Ihre Abteilung verstärken, dürfen Sie das als permanente Personalaufstockung auslegen – also ein entscheidender Unterschied zu dem Wort unterstützen
  480. ventilieren = belüften oder lüften, wird im Job meistens so gebraucht: Ihren Vorschlag muss ich noch einmal ventilieren. D. h., jemand will eine Sache besprechen oder sie sorgfältig überlegen, gewissermaßen seine Gedanken durchlüften. Sie wissen ja: Schlägt eine Idee nicht gleich ein wie der Blitz, dann müssen Sie nachbessern

  481. Verantwortung = Pflicht. Bedeutet, dafür zu sorgen, dass alles läuft und dafür einzustehen.

  482. vercharten (engl.: Sachverhalte oder Problemstellungen in Charts und Grafiken darstellen). Werden Sie verdonnert, etwas noch einmal neu zu vercharten, seien Sie großzügig mit bunten Bildern und Statistiken. Ein paar Fakten können auch nicht schaden

  483. Frage: Gibt es schon eine Lösung? Antwort: Wir verdichten gerade unsere Ergebnisse = Leider noch keine Lösung, aber wir arbeiten daran

  484. verifizieren heißt eigentlich: durch Überprüfung die Richtigkeit bestätigen. Doch es ist zum Modewort geworden und wird entsprechend in weit gefasster Bedeutung benutzt. So z. B.: Wir müssen das general commitment verifizieren. Klingt toll, aber es geht eigentlich um die (Selbst-)Vergewisserung

  485. verzielen = Ziele setzen. Ehe ein Projekt endgültig verzielt wird, sollte es zunächst einmal verchartet werden

  486. Vision = im Wortsinn: auf die Zukunft bezogene Vorstellung.

  487. Volunteer (engl. wörtlich: Freiwilliger) In der Firma handelt es dabei meist um einen jungen Mitarbeiter, dem man alles aufdrückt, wozu die anderen keine Lust haben

  488. Einen Prozess oder ein Projekt vorantreiben = aktive Fortführung mit dem Ziel, es abzuschließen.

  489. walk the talk (engl.: auf Worte Taten folgen lassen). Wer ankündigt, morgen werde mal konkret walk the talk gemacht, hat Bock auf Ergebnisse. Sein Gesprächspartner darf sich schon freuen: Er wird voraussichtlich nicht aufs Neue zugeschwallt
  490. Etwas gegen die Wand fahren = scheitern, Pleite machen. Ehe Ihre Firma gegen die Wand gefahren wird, könnte noch das Eine oder Andere in den Sand gesetzt werden

  491. wannabe (verkürzt von engl.: want to be = etwas sein wollen). Unser neuer Chef ist so wannabe = unecht. Ein Killerwort wie behind – der Typ ist überall unten durch

  492. War-Story (engl.: Kriegsgeschichte) In einem Unternehmen ist es die Geschichte, die bei Deals, Übernahmen und dergleichen aufgetischt wird: Merke: Auch die Wirtschaft braucht Helden und Legenden. Gute War-Storys spielen in der Nacht, es geht dabei um viel Geld, und 24 Stunden sollte sie mindestens dauern. Sieger sind die Bösen, also in diesem Fall die Guten. Es reicht manchmal zu erwähnen, dass sich z. B. im Asiengeschäft einfach irre War-Storys zugetragen haben

  493. Warm Bodies (engl. wörtlich: warme Körper) sind Mitarbeiter, die verfügbar und arbeitswillig sind. Das Gegenteil davon heißt Dead Wood oder Dead Mind Bodies

  494. Machen Sie eine Sache wasserdicht, bringen Sie sie zum Abschluss. Am besten so, dass Ihr Boss meint, er sei’s gewesen

  495. Watch (engl.: Armbanduhr, aber auch Wache, Beobachtung). Wir haben das auf Watch = Wir haben das im Blick, wissen aber nicht, was passiert. Dass etwas passieren wird/muss, haben wir aber auf der Uhr

  496. Wir sind auf einem (sehr) guten Weg. Das hört man gern bei Jahrestreffen oder Meetings. Sehr guter Weg = Es läuft wirklich gut. Guter Weg = Es läuft, aber keiner weiß, wohin und wie lange noch. Fällt der Satz häufiger, besteht Anlass zur Sorge

  497. Welcome Package (engl.: Willkommenspaket für neue Mitarbeiter) Das gab es mal in grauer Vorzeit

  498. well done (engl.: gut durchgebraten oder „Gut gemacht!“)

  499. Window of opportunity (engl.: Zeitfenster, in dem sich eine Gelegenheit bietet oder bot) Meist bereits Vergangenheit, aber das lag nicht an dem, der es erwähnt

  500. win-win (engl.: eine Konstellation, aus der beide Seiten Gewinn ziehen) Sie können es ebenso gut so sehen: Je mehr Parteien gewinnen, desto mieser ist der Deal

  501. Wholenighter (engl.: eine Nacht ohne Schlaf im Büro), recht beliebt bei Neueinsteigern, kann irgendwann von einem Double Twenty Four abgelöst werden

  502. Wombat = australisches Beuteltier und die Abkürzung für „Waste of money, brains and time“ (Vergeudung von Geld, Gehirnen und Zeit)

  503. Wording (engl.: Ausdrucksweise) Wortwahl ist passé, Wording ist gefragt. Sie sollten Ihres anpassen: Sprechen Sie nach unten als Chef, oben reden Sie wie der Chef

  504. Workflow (engl.: Arbeitsablauf) = klar definierte Aktivitäten. So sollte es sein, so ist es aber nicht

  505. Work in Progess (engl.: laufende Arbeit) Ist das gesamte Projekt noch Work in Progress, kann bisher nicht viel Konstruktives passiert sein

  506. Workstream (engl.: Arbeitsgruppe oder –bereich, auch Projekt oder Teilprojekt) bezeichnet Leute, die die Dreckarbeit machen, oder diejenigen, die sich innerhalb eines größeren Teams Entspannung gönnen

  507. World Class (engl.: Weltklasse) Überzogenes Lob, das möglicherweise kaschieren soll, dass etwas noch ausbaufähig ist. Wer ständig etwas World Class findet, gibt Anlass zu Misstrauen

  508. die XYs dieser Welt. Hier wird über eine Gruppe gesprochen und stellvertretend eine Firma genannt, z. B. Die Apples dieser Welt machen das schon lange so.
  509. Year End Celebration (engl.: politisch korrekter Ausdruck für alkohollastige Betriebsfeiern in der Adventszeit. Im Gegenteil zur „Weihnachtsfeier“ benachteiligt Y.E.C. keine der Religionsgemeinschaften

  510. Yes-Butter (engl.: Mitarbeiter mit Ja-aber-Mentalität , wörtlich: Ja-Aberer). Hüten Sie sich vor dem Yes-Butter – denn der tut nur so, als stimme er zu, hat jedoch weiterhin Bedenken oder eine eigene Meinung. Einer davon lässt sich pro Team verkraften, mehrere schaden nicht nur dem innovativen Denken

  511. YTD (engl. Abkürzung für year-to date) = der Zeitraum seit Jahresanfang bis zum aktuellen Datum. Finden Sie hin und wieder in E-Mails, müssen Sie aber selbst nicht verwenden

  512. yup oder yep (engl. für ja) wird als Antwortfloskel in E-Mails benutzt. Blöde Angewohnheit, ähnlich dusselig wie agreed, für Menschen, die sich erwachsen fühlen, nicht geeignet

  513. Zeitfenster = das für ein Ereignis oder Treffen verfügbare Zeitkontingent. Besteht für ein Projekt ein Zeitfenster von 48 Stunden, sollte es tatsächlich innerhalb von zwei Tagen durchgezogen werden, um Kunden, Kollegen und den Boss nicht zu verprellen

  514. Zielgruppe = die Menschen, die sich von einem Produkt oder einer Dienstleistung angesprochen fühlen und einen Kaufanreiz spüren. Dieser wird durch Werbung und manchmal auch durch eine Strategie verstärkt

  515. Als Zeithorizont bezeichnet man die vorgegebene Zeit, innerhalb derer bestimmte Aufgaben zu erfüllen sind und vorgegebene Ziele erreicht werden sollen. Der Zeithorizont ist länger als ein Zeitfenster, aber dennoch fast immer zu kurz

  516. zeitnah = bald. Hört es sich besser an zu sagen, „Ich erledige das zeitnah“ als „Ich erledige das bald“? Die Bedeutung ist dieselbe: Ich habe keinen Schimmer, bis wann ich das erledigen kann. Vermutlich so wie immer

  517. Zielvereinbarung = vereinbarte Leistung, die von einem Mitarbeiter innerhalb eines vorgegebenen Zeithorizonts erfüllt werden muss. Ein ähnliches Management-Tool wie Target

  518. Zombie = Toter, der zum Leben erweckt wird, lebender Toter. Im Job werden Mitarbeiter Zombies genannt, die keine Leistung mehr bringen, und Unternehmen, die insolvent sind

  519. Zufriedenheit = mit etwas einverstanden sein, nichts anderes verlangen und nichts auszusetzen haben, kurz: die Phase vorm Glück.

Alle Wörter aus unserer Themenreihe “Sprechen Sie Business” im Überblick
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