Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ, SchülerVZ und Co. sind ein fester Bestandteil unseres Alltags, und sie sind ideal geeignet für alle, die sich online vernetzen möchten.

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Der regelmäßige Austausch mit Freunden und Bekannten muss nicht persönlich stattfinden, denn Chatrooms und Co. sorgen dafür, dass man sich auch im Netz online mit Freunden verabreden kann ohne dabei vor die Haustür zu gehen. Doch was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint und richtig Spaß macht, kann sich auf den zweiten Blick ganz anders gestalten: Cybermobbing ist mehr und mehr auf dem Vormarsch und kann für die Betroffenen zu einem echten Problem werden. Doch was ist Cybermobbing, und wie kann man sich dagegen wehren?

Terror im Netz – Mobbing geht auch online

Definition: Den Begriff des Mobbings kennt man heute vor allem in der Berufswelt. Mobbing ist juristisch als Straftat anerkannt, die Ursachen sind zum Teil erforscht, doch sowohl auf der Seite der Täter wie der Opfer sind sie unglaublich vielschichtig. Mobbing geschieht häufig im Verborgenen, und die Auswirkungen für die Betroffenen können gravierend sein. In den Vereinigten Staaten von Amerika kann Mobbing mit hohen Schmerzensgeldforderungen verbunden sein, manche Opfer treibt es in gesundheitliche Probleme bis zu Depressionen oder bis zum Selbstmord.

Findet Mobbing in den sozialen Netzen statt, spricht man von Cybermobbing. Letztlich ist Cybermobbing nichts anderes als Hänseln, Schikanieren, Beschimpfen und Erpressen in den sozialen Online-Netzwerken. Dazu gehört der Versand von E-Mails oder SMS, die Belästigung im Chat oder im Instand Massaging, auf Webseiten oder durch die Verbreitung von Videos. Genutzt werden öffentliche, halb-öffentliche oder private Foren, in denen der Betroffene vor einem breiten Publikum fertiggemacht werden soll.

Ernstzunehmendes Problem: Cybermobbing schadet Gesundheit

Die Auswirkungen und Folgen von Mobbing sind mindestens ebenso vielfältig wie die Ursachen und die Möglichkeiten. Angefangen bei gesundheitlichen und psychischen Problemen können sie Schlafstörungen und Albträume verursachen. Sie sind verletzend und demütigend, sie schädigen das Selbstwertgefühl und zerstören die Selbstachtung. Im schlimmsten Fall kann Cybermobbing zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen, Depressionen, Angstzustände oder Selbstmord sind keine Seltenheit. In jedem Fall darf Cybermobbing niemals unterschätzt werden, so dass Eltern, Lehrer, Freunde und Familie ein wachsames Auge auf die Kinder haben sollten, die regelmäßig nach der Schule in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und irgendwann ein dauerhaft auffälliges Verhalten zeigen – sei es als Täter oder als Opfer.

Und es geht doch: So wehrt man sich

Niemand muss sich mobben lassen, weder im Netz noch im täglichen Leben. Für die Betroffenen ist es meist leichter gesagt als getan, doch es hilft nichts – man muss sich wehren. Ist Cybermobbing schon recht weit fortgeschritten, mag das eigene Selbstbewusstsein so angegriffen sein, dass man sich allein kaum noch helfen kann. Dann ist dringend Hilfe von außen erforderlich.

Zunächst aber kann man sich selbst helfen.

Die einfachste und doch schwierigste Regel lautet: Nicht provozieren lassen!

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Keinesfalls darf man sich von den Schikanen der andere beeinträchtigen lassen, im Idealfall wird man sie ignorieren. In sozialen Netzwerken kann man diejenigen sperren, die zur Belästigung werden. Diese blockierten Nutzer können keine Nachrichten mehr schicken. Auch die Änderung der Handynummer kann helfen, und natürlich gilt bei jeder SMS oder E-Mail: Das Antworten verkneift man sich besser.

Werden die Belästigungen drängender, heißt es, die Beweismaterialien zu sichern. Damit hat man auch später noch den Nachweis, dass das Cybermobbing tatsächlich stattgefunden hat. Auch eine Meldung an die Betreiber der Seite hilft, Belästigungen zu vermeiden, handelt es sich gar um illegale Vorfälle, kann man die Polizei einschalten. Im schlimmsten Fall hat Cybermobbing auch rechtliche Konsequenzen für den Täter, so dass man schwerwiegende Tatbestände öffentlich machen sollte.

Cybermobbing: negative Beispiele in den Schlagzeilen

Es sind meist keine guten Neuigkeiten, die im Zusammenhang mit Cybermobbing in die Medien gelangen. Aus Großbritannien wurde kürzlich der dritte Fall eines jungen Mädchens berichtet, das sich wegen Mobbing im Internet das Leben genommen hat. Auch der Fall der 13-jährigen Rebecca Black aus Kalifornien wurde bekannt, die mit einem selbst aufgenommenen Video für ihren Song „Friday“ für Spott und Häme sorgte. Ein deutscher Schüler fand sich ebenfalls auch YouTube wieder – er wurde während des Gangs zur Toilette gefilmt und später online gestellt. Schon an diesen Beispielen sieht man, welche Formen Cybermobbing gerade bei Jugendlichen annehmen kann.

Deshalb gilt es, Opfer wie Täter gleichermaßen zu schützen – die Opfer vor den negativen Folgen, die Täter am Ende vor sich selbst.

Tipp:

Kostenfreie Broschüre mit eindeutigen Handlungsanweisungen im Falle einer Mobbingattacke sowie Adressen von Hilfestellen.

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