Der SAP-Berater behebt Fehler der SAP-Software und optimiert dieseSAP ist ein Unternehmen der Software-Produktion. Die mit Abstand meisten Unternehmen verwenden SAP-Software auf ihren Rechnern, so dass eine Software-Beratung zumeist mit einer SAP-Beratung gleichgesetzt werden kann. Ein Konkurrent von SAP ist das Unternehmen Oracle, dessen Marktanteil in Deutschland und den meisten anderen Ländern jedoch sehr gering ausfällt.
SAP bietet überwiegend Standardlösungen im Software-Bereich an, welche sich für jeden Kunden relativ einfach anpassen lassen.

Wer darf sich SAP-Berater nennen?

Zu unterscheiden ist zwischen der Bezeichnung als SAP-Berater und dem Auftreten als zertifizierter SAP-Berater. Während die Berufsbezeichnung SAP-Berater nicht geschützt ist, erfolgt eine Zertifizierung bislang ausschließlich durch das Unternehmen SAP selbst. Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens erfolgt eine Prüfung der absolvierten Ausbildung sowie der tatsächlichen Kenntnisse.

Wie erfolgt die Ausbildung zum SAP-Berater?

Eine Ausbildung zum SAP-Berater erfolgt durch verschiedene Institute, welche unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen verlangen. Das IT-Beratungsunternehmen Stena Mummert Consulting führt eine dreimonatige Fortbildung zum SAP-Berater durch, welche sich an Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker mit Hochschulabschluss richtet. Die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) bietet in Fernkursen die Qualifikation zum SAP-Berater in Teildisziplinen an, sie unterscheidet derzeit die BereicheBuchhaltung,Personalwirtschaft,Einkauf undVertrieb bei schwerpunktmäßig Grundwissen vermittelnden Kursen und bietet einen Fernstudiengang mit dem Ziel der Zertifizierung für die BereicheSAP-Debitorenbuchhalter,SAP-Kreditorenbuchhalter undSAP-Einkäufer an. Die entsprechenden Fernkurse sind für eine Studiendauer von bis zu zehn Monaten gedacht und setzen neben EDV-Grundkenntnissen eine längere Berufserfahrung voraus.
Zu den Inhalten der Ausbildung zum SAP-Berater gehört eine Grundeinweisung in die Funktionsweise der SAP-Software sowie in die Bedienung der Programme und in die Datenpflege. Des Weiteren stellt das Reporting sowie die Fehlerbehebung einen bedeutenden Inhalt der Weiterbildung zum SAP-Berater dar.

Was macht der SAP-Berater?

Die Hauptaufgabe eines SAP-Beraters besteht in der Fehlerbehebung sowie der Optimierung einer von SAP gelieferten Standard-Software für die konkreten Zwecke eines bestimmten Unternehmens. Somit erfordert die Tätigkeit als SAP-Berater neben einer fundierten Kenntnis der Software das Einfühlungsvermögen in die Anwender, welche oft nicht alle Funktionen nach Lehrbuch verwenden. Zudem sollte ein SAP-Berater eigenständig programmieren und die von ihm gefundenen Lösungen an den Auftraggeber und an dessen Mitarbeiter kommunizieren können.

Berufschancen für SAP-Berater

Die Vergütungsstruktur der SAP-Software ist so aufgebaut, dass jede Programmerweiterung zu einer dauerhaften Steigerung der zu zahlenden jährlichen Vergütung führt, während die bloße Fehlerbehebung eigentlich durch das Service-Entgelt abgedeckt ist. Das gilt aber nicht, wenn eine Fernwartung nicht erfolgreich ist und der SAP-Mitarbeiter vor Ort tätig wird. Ein direkt in der die SAP-Software verwendenden Firma angestellter Mitarbeiter vermeidet die dauerhafte Kostensteigerung ebenso wie die Beauftragung eines selbstständigen SAP-Beraters. Aus diesem Grund sind die Berufschancen für ausgebildete und zertifizierte SAP-Berater sehr gut. Da immer mehr Firmen zunehmend komplexere SAP-Software verwenden, steigen die Berufschancen für SAP-Berater in den nächsten Jahren stetig. Selbstverständlich hat das Unternehmen SAP selbst ebenfalls einen sehr hohen Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern und stellt regelmäßig neue Berater ein.

Verdienstmöglichkeiten eines SAP-Beraters

Ein zusätzlich als SAP-Berater zertifizierter Informatiker kann sowohl bei Gehaltsverhandlungen als auch bei der Vereinbarung eines Stundensatzes bei einer selbstständigen Tätigkeit wesentlich höhere Forderungen als ein Mitbewerber ohne das entsprechende Zertifikat stellen. Hinzu kommt, dass viele Firmen bewusst nach Mitarbeitern oder Dienstleistern mit der entsprechenden Qualifikation suchen. Die realisierbaren Stundensätze richten sich aber immer auch nach der Komplexität des zu lösenden Problems und den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Auftraggebers. Ein guterm SAP-Berater kann ein mit einem Manager vergleichbares Einkommen erzielen.

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