Endlich ist es geschafft, die Einladung zum Vorstellungsgespräch flattert ins Haus. Doch jetzt geht der Stress erst richtig los, sieht man sich doch unversehens mit einer Reihe von Bedenken und Ängsten konfrontiert, die erst nachlassen, wenn das Gespräch vorüber ist – oder wenn gar der Arbeitsvertrag unterschrieben ist.

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Bis dahin allerdings kann eine ganze Zeit ins Land gehen, in der man sich dem mulmigen Gefühl in der Magengegend ausgesetzt sieht. Da ist es schon einmal gut zu wissen, dass wohl jeder Bewerber von unterschiedlichsten Ängsten gequält wird, man ist also nicht allein mit seinen Befürchtungen. Wovor also fürchtet man sich so sehr, und was kann man tun, um die Zeit bis zum Gespräch besser und gelassener zu überbrücken?

Im Zentrum der Gefühle: Versagensangst

Meist ist es schlicht die Angst zu versagen, die hinter dem unguten Gefühl vor dem Bewerbungsgespräch steckt. Man möchte den neuen Job unbedingt haben, man braucht zwingend einen Ausbildungsplatz, vielleicht geht es auch darum, aus der Arbeitslosigkeit zu entfliehen.

Je größer die Erwartungen sind, desto stärker wird die Angst ausgeprägt sein, denn desto mehr macht sich die Befürchtung breit, diese selbst gesteckten Erwartungen nicht zu erfüllen. Wie soll man schließlich den Freunden und Bekannten erklären, dass man nicht gut genug für den neuen Job war, oder wie kann man sich selbst dafür rechtfertigen? Das ausgeprägte Gefühl, die Hürde „Bewerbungsgespräch“ nicht zu schaffen und den Anforderungen an den neuen Job nicht zu entsprechen, steht also im Zentrum der eigenen Gefühle. Das ist gut zu wissen, denn ist die eigentliche Ursache erfasst, kann man besser gegensteuern. Zwar heißt das nicht, dass man den gefürchteten Termin ganz gelassen überstehen wird, doch wer seine Ängste und Befürchtungen besser begründen kann, hat auch gute Chancen, mit einer guten Vorbereitung dagegen anzugehen. Was also steckt hinter dieser Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden?

Die erste Hürde: Unbekanntes schürt Unbehagen

Selbst der geübte Bewerber weiß, dass jedes Vorstellungsgespräch anders verläuft. Fast immer wird es also das Unbekannte sein, dass den Kandidaten vor dem Gespräch ängstigt. Als hilfreich erweist sich, genauer zu wissen, was in dem Termin eigentlich erwartet wird.

  • Steht ein Einstellungstest an, oder geht es um ein klassisches Bewerbungsgespräch?
  • Muss man ein Assessment Center über sich ergehen lassen, in dem man von mehreren Führungskräften beobachtet wird?
  • Und wie steht es um ein Gespräch bei einem Arbeitsmediziner oder einem Betriebspsychologen?

Solche Details sollte man vorher in Erfahrung bringen, denn je genauer man weiß, was in dem lange erwarteten Gespräch ansteht, desto gelassener kann man ihm entgegensehen. Und natürlich macht diese Kenntnis die Vorbereitung leichter, und gerade sie ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Gelassenheit und Erfolg. Deshalb heißt es vor dem Gespräch herauszufinden, ob es um ein Vorstellungsgespräch im klassischen Sinne geht oder ob weitere Inhalte auf dem Plan stehen. Dann geht es an die maßgeschneiderte Vorbereitung.

Der Schlüssel zum Glück: Gute Vorbereitung

Weiß man erst einmal, was in dem Gespräch der Gespräche erwartet wird, ist eine gute Vorbereitung nur noch halb so schwer. Gleichzeitig ist sie maßgeblich für mehr Sicherheit und Selbstbewusstsein. Ist ein Einstellungstest zu erwarten, kann es hilfreich sein, sich mit der einschlägigen Literatur zu beschäftigen. Hier sollte man sich aber nicht verrückt machen, denn die meisten Tests sind allein zeitlich so ausgelegt, dass man sie in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht schaffen kann. Ein Blick in das eine oder andere Lehrbuch wird der guten Vorbereitung dienlich sein, doch übertreiben soll man es in keinem Fall. Auf ein Vorstellungsgespräch kann man sich einstellen, indem man sich die wichtigsten Fragen vergegenwärtigt.

  • Warum möchte man den Job haben?
  • Warum ist man geeignet?
  • Welche Qualifikationen bringt man mit?
  • Wo sieht man berufliche Perspektiven?
  • Wie sieht es mit den Gehaltsvorstellungen aus?
  • Und wie ist eine Lücke im Lebenslauf plausibel zu erklären?

Auf solche Fragen gilt es, vorbereitet zu sein und eine glaubhafte Antwort parat zu haben.

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Der letzte Schliff: Entspannung ist angesagt

Kurz vor dem anstehenden Gespräch gilt es nur noch, einen einzigen Rat zu beherzigen: Entspannt geht es deutlich leichter. Yoga, Entspannungsübungen und sportliche Betätigung helfen in den Tagen davor, gelassener in den Termin zu gehen. Und wenige Minuten zuvor heißt es dann, den Feind „Angst“ mit Atemübungen unter Kontrolle zu halten. So vorbereitet, dürfte dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch nichts mehr im Weg stehen!

Hand aufs Herz: Hatten Sie schon mal Angst vor einem wichtigen Gespräch?