Wissen Sie, was eigentlich die Fähigkeiten eines Psychologen ausmacht und worin meistens seine Arbeit besteht? Oder haben Sie sich schon bei dem Gedanken ertappt, dass Ihnen das Ergründen der menschlichen Seele liegen könnte?

Wer Psychologie studiert, trägt nicht zwangsläufig irgendwann einen weißen Kittel, denn auch in der Wirtschaft – z. B. im Marketing, im Kundenservice, bei der Personal- und Teamentwicklung – ist fundiertes psychologisches Wissen zunehmend gefragt.

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Worin besteht die Aufgabe eines Psychologen?

Generell ist die Basis seiner Arbeit das Erkennen der Eigenheiten des Menschen. Denn nur so können charakterliche Merkmale und Besonderheiten von krankhaften Verhaltensweisen abgegrenzt werden. Das Wort Menschenkenntnis bezeichnet nach allgemeiner Auffassung die Fähigkeit, einen Charakter und die damit verbundenen typischen Verhaltensmuster schnell einzuschätzen. Damit nicht genug: Es gehört dazu auch die psychologische Fähigkeit, daraus abzuleiten, welche Entscheidungen oder Handlungen von diesem Menschen in bestimmten Situationen zu erwarten sein dürften. Empathie ist ein anderes Wort für diese Kompetenz – die es ermöglicht, dass sich der Therapeut in den Patienten einfühlen kann.

Eine wirklich gute Menschenkenntnis zu entwickeln, erfordert die Schulung von einigen Fähigkeiten wie beispielsweise der Beobachtungsgabe. Als Therapeut können Sie unauffällig, aber schnell die Körpersprache eines Menschen erfassen und deuten. Auf diese Weise lassen sich Widersprüche zwischen dem gesprochenen Wort und den inneren, vom Patienten zurückgehaltenen Auffassungen aufdecken. Aufgrund dieser Grundlagenkenntnisse werden zutreffende Analysen oder Diagnosen erstellt.

Was genau können Sie im Fernstudium Psychologie lernen?

Unterschiedliche Methoden wie das Enneagramm (aus dem Altgriechischen: ennea = neun, gramm = der Buchstabe). Ein Enneagramm ist ein grafisches Symbol mit neun Spitzen, das neun angenommene Qualitäten zueinander in Beziehung setzen soll. Die Grafik ermöglicht es auch, drei verschiedene Charaktertypen zu unterscheiden – und zwar Bauch-, Herz- und Kopftyp.

Das sogenannte MBTI gehört ebenfalls zu den im Fernstudium vermittelten Methoden. Der „Myers-Briggs-Typindikator“ basiert auf den Charaktertypen, wie sie von dem Psychoanalytiker C. G. Jung entwickelt wurden. Hierbei geht es in erster Linie um die Kenntnis, die Tendenz zur Ausprägung gegenläufiger Eigenschaften zu beurteilen.

Wer das psychologische Grundwissen erlernt, erhält auch Basiskenntnisse darüber, welche Verhaltensweisen sich von welchen Charaktertypen ableiten lassen. Dabei steht der „normale“ Rahmen der individuellen menschlichen Ausprägung im Gegensatz zum Grad einer ggf. krankhaften Veränderung im Mittelpunkt.

Ein Fernstudium Psychologie kann Ihnen neue Chancen eröffnen

Eigentlich kommt heute kaum jemand um psychologische Grundkenntnisse herum, der beruflich (und auch privat) viel mit Menschen zu tun hat. Diese ermöglichen Ihnen, Ihre Mitmenschen besser zu verstehen, und zu begreifen, warum jemand so handelt, wie er handelt. Wenn Sie das wissen, steigern Sie sowohl Ihre im Job gefragte als auch Ihre ganz persönliche Kompetenz. Davon profitieren Sie als Angestellter ebenso wie als Freiberufler oder Unternehmer.

Der immer härter werdende Arbeitsmarkt erfordert manche neue Strategie. Weiterbildung ist eine von denen, die immer wieder empfohlen werden. Ein Fernstudium bietet gute Voraussetzungen – besonders im Hinblick auf die Flexibilität. Denn Sie entscheiden selbst, wie oft, wie lange und wo Sie lernen.

Weitere Vorteile, die für ein Fernstudium Psychologie sprechen

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  • Sie lernen sich selbst besser kennen und Ihre eigene Persönlichkeit verstehen
  • Sie gehen Ihren eigenen Verhaltensmustern auf den Grund. Dabei lernen Sie, Ihre Schwächen und Stärken zu erkennen, diese abzubauen oder zu entfalten
  • Es fällt Ihnen leichter, die Motive und Reaktionen Ihrer Mitmenschen besser zu verstehen und zu deuten
  • Ihre Menschenkenntnis kommt Ihnen beruflich und privat zugute
  • Sie lösen leichter Ihre eigenen Konflikte sowie die anderer
  • Sie sind in der Lage, Ihrer Familie und Ihren Freunden mit praktischer Lebenshilfe beizustehen und ihnen zu helfen, seelische Krisen zu meistern
  • Sie sind gut aufgestellt, um in allen Lebenslagen die richtigen Entscheidungen zu treffen
  • Ihre Job- und Aufstiegschancen steigen – und damit ggf. auch die Aussicht auf eine bessere Bezahlung
  • Es geht voran mit Ihrer persönlichen Entwicklung, indem Sie selbstbewusster, erfolgreicher und von Kollegen und Vorgesetzten mehr anerkannt werden

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Was Sie noch zum Fernstudium Psychologie wissen sollten

Mehrere staatlich anerkannte Fernschulen bieten einen solchen Studiengang an. Es werden von Ihnen dafür keine speziellen Vorkenntnisse erwartet, wohl aber ein ausgeprägtes Interesse an der Thematik, das Ihnen das Lernen erleichtert.

Es gab bis vor Kurzem nur die Möglichkeit, den Bachelor oder Master in Psychologie über ein Direktstudium an einer Universität zu erreichen. Doch mittlerweise bieten auch private Fernuniversitäten diese Abschlüsse an. Analog zu denen an den Präsenzhochschulen wurden die Studiengänge erarbeitet – und auf der Grundlage von Empfehlungen durch die DGP (Deutsche Gesellschaft für Psychologie). Eine Arbeitsgruppe dort trägt die Verantwortung für die Inhalte und die Erstellung dieser Empfehlungen.

Im Jahr 2005 wurde hierzulande die bundesweit verbindliche Rahmenprüfungsordnung abgeschafft. Nun müssen die einzelnen Unis ihre Studiengänge durch eine extra dafür ins Leben gerufene „Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland“ begutachten und genehmigen lassen. Dabei haben die Empfehlungen der DGP einen beratenden, aber keinen rechtsverbindlichen Charakter. Obwohl der Gestaltungs- und Verantwortungsspielraum der Universitäten vergrößert wurde, besteht die Zielsetzung dennoch darin, eine möglichst einheitliche Ausbildung aufrechtzuerhalten.

Wie das Direktstudium gliedert sich auch das Fernstudium Psychologie in zwei Abschlüsse, die sich nacheinander erwerben lassen. Nach sechs Semestern kann der Bachelor-Abschluss erreicht werden, nach vier weiteren, mit Erfolg absolvierten Semestern können sich Fernstudenten anmelden, um die Master-Prüfung abzulegen. Da die Psychologie zu den Naturwissenschaften gezählt wird, ergeben sich entsprechende akademische Grade wie „Bachelor of Science“ oder „Master of Science“.

Als Fernstudent erhält der Absolvent außerdem ein „Diploma Supplement“. Seitdem die Unis über einen großen Spielraum für die Gestaltung von Inhalt und Aufbau des Studiums verfügen, wird das „Diploma Supplement“ für notwendig erachtet und aufgrund gesetzlicher Auflagen vergeben. Es definiert genauer, mit welchen Inhalten sich der Absolvent während seines Fernstudiums beschäftigt hat.

Derzeit umfassen die Spezialisierungen beim Fernstudium Psychologie – entsprechend den DGP-Empfehlungen – folgende Themen:
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  • Klinische Psychologie
  • Gesundheitspsychologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Forensische Psychologie
  • Kriminalpsychologie
  • Rechtspsychologie
  • Arbeitspsychologie
  • Organisationspsychologie
  • Marketingpsychologie
  • Medienpsychologie
  • Verkehrspsychologie
  • Umweltpsychologie

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Sowohl beim Direktstudium als auch beim Fernstudium Psychologie wird bei der Ausbildung auf die Einteilung in einzelne Module gesetzt. Welchen Umfang diese im Einzelnen haben, können die Universitäten weitgehend frei bestimmen. Allerdings gehen die Vorgaben dahin, dass ein Maximalzeitraum von zwei Semestern nicht überschritten werden sollte. Dadurch bekommen Studenten die Chance, einerseits innerhalb von Deutschland die Universität zu wechseln und andererseits Angebote für ein Praktikum oder ein Teilstudium im Ausland zu nutzen.

Wann ist die Zulassung zur Prüfung möglich?

Ausschlaggebend sind die erreichten ECTS-Punkte. Die Abkürzung steht für „European Credit Transfer System“ und wird neuerdings ebenfalls als Kurzbezeichnung für „European Credit Transfer and Accumulation System“ verwendet. Dieses Punktesystem, das nicht nur beim Fernstudium Psychologie, sondern grundsätzlich bei jedem Hochschulstudium angewendet wird, verfolgt zwei parallele Ziele: Einerseits geben die ECTS-Punkte während des Studiums Auskunft über den aktuellen Leistungsstand, andererseits ermöglichen sie während des Studiums einen Wechsel an eine andere Universität sowohl in Deutschland als auch innerhalb der Europäischen Union. Ferner dienen sie zur Vorbereitung der Orientierungsprüfung, bei der meistens im zweiten Semester des Bachelor-Studiums festgestellt wird, ob sich ein Student für die Weiterführung des Studiums eignet.

Fernstudium Psychologie im Überblick

Das Studium dauert in der Regel 16 Monate – ausgehend von einem Zeitaufwand von sechs bis acht Stunden pro Woche. Dieses Quantum lässt sich sogar mit manchem Vollzeitjob vereinbaren, sodass Sie relativ entspannt neben Ihrer Arbeit abends oder am Wochenende lernen können. Falls Sie länger für ein Fernstudium Psychologie brauchen, ergeben sich daraus keine Probleme. Denn fast alle Fernschulen bieten einen 6- bis 12-monatigen Nachbetreuungsservice im Anschluss an die eigentliche Studienzeit an.

Zusatzinfo: An den meisten Fernschulen ist ein vierwöchiges Probestudium möglich. Auf diese Weise können Sie gut feststellen, ob ein Fernstudium Psychologie wirklich die richtige Wahl für Sie ist. Falls Sie sich dagegen entscheiden, können Sie das Probestudium innerhalb von vier Wochen jederzeit beenden, ohne dass Sie einen Cent bezahlen müssen.

Tipp: Holen Sie so viele Informationen wie möglich ein, denn die Angebote für ein Fernstudium Psychologie unterscheiden sich von Fernschule zu Fernschule erheblich. Entscheiden Sie in Ruhe, welcher Anbieter Ihnen am besten liegt.

Dieser Fernlehrgang wird von folgenden Fernschulen angeboten:

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4 Kommentare

  1. Ein großer Teil der Psychologen arbeiten im Gesundheitsdienst (Kliniken etc.). Das dürfte für den ein oder anderen wichtig sein, um seinen beruflichen Werdegang zu planen und sich zu spezialisieren.

    Hier noch ein Überblick, welche Hochschulen das Psychologie Studium anbieten. http://ranking.zeit.de/che2011/de/rankingkompakt?…

  2. Wer hat das schon geschafft, neben dem Beruf zu studieren, also ich meine zeitlich. Ich weiß nicht genau, ob das nicht zu stressig wird und darunter die Lernleistung leidet.

    Danke im Voraus

  3. Franky

    Hallo Cindy,

    möglich ist das schon. Das heißt aber nicht das es einfach wird. Du musst Deinen Job, Dein Privatleben und das Studium unter einen Hut bringen. Dazu gehört schon ein ausgeklügeltes Zeitmanagement.

    Aber schaffen kann man alles, man muss nur wollen. 🙂

  4. Es hängt stark davon ab, was für einen Job man macht. Denn ständig umzudenken, kann eine große Belastung bei Fernstudium sein. Trotzdem: Franky hat recht- wer will, der kann! 🙂

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