Die meisten Menschen würden den Frühling als ihre liebste Jahreszeit bezeichnen. Endlich lässt sich die Sonne wieder blicken, die Tage werden wärmer, die Natur erwacht zu neuem Leben. Doch gerade jetzt, wo es sie doch eigentlich wieder rauszieht, sie die ersten warmen Temperaturen genießen möchten und besonders unternehmungslustig sein sollten, leiden viele Menschen unter der Frühjahrsmüdigkeit. Plötzlich fallen das Aufstehen, die Meetings oder das Offenhalten der Augen bei der Arbeit am PC viel schwerer. Und das jedes Jahr aufs Neue, für einige Tage oder gar drei bis vier Wochen. Die Frühjahrsmüdigkeit ist kein Mythos, sie ist real. Doch woher kommt sie eigentlich und was können Sie dagegen tun, um nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Job wieder voll durchzustarten?

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Inhalt
1. Was ist die Frühjahrsmüdigkeit?
2. Woher kommt eigentlich die Frühjahrsmüdigkeit?
3. Sagen Sie der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf an – mit unseren 5 effektiven Tipps
4. Tipp 1: Gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel für neue Energie
5. Tipp 2: Mehrere kleine anstelle einer großen Mahlzeit
6. Tipp 3: Sauerstoff und Vitamin D durch viel frische Luft
7. Tipp 4: Immer in Bewegung bleiben
8. Tipp 5: Ein kleiner Plausch unter Kollegen

Was ist die Frühjahrsmüdigkeit?

Die Frühjahrsmüdigkeit ist ein altbekanntes Phänomen – nicht jedoch eine Krankheit – und war daher bereits Teil zahlreicher Studien. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Schläfrigkeit durch den Wechsel des Klimas hervorgerufen wird und vor allem in der nördlichen Hemisphäre auftritt. Je nach Wetter, ist das Phänomen häufig vor allem zwischen März und Mai zu beobachten. Sehen Sie sich doch einmal um: Gähnen Ihre Arbeitskollegen zurzeit häufiger als sonst? Dann ist das völlig normal. Dennoch befällt die Frühjahrsmüdigkeit nicht Jedermann. Experten und Schlafforscher schätzen den Anteil der betroffenen Menschen in Deutschland auf rund 70 Prozent. Zudem seien Frauen anfälliger als Männer und ältere Menschen häufiger betroffen als jüngere. Die Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafes ist hierbei übrigens nicht zwingend das einzige Symptom: Viele Betroffene leiden zudem unter Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Schwindel oder Gelenkschmerzen. Die Frühjahrsmüdigkeit kann sich also ähnlich äußern wie eine beginnende Grippe. Sie ist allerdings nicht mit einer Depression zu verwechseln: Halten die Symptome länger an als vier Wochen oder werden zur echten Belastung, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Woher kommt eigentlich die Frühjahrsmüdigkeit?

So unangenehm die Symptome des Phänomens auch sein mögen, so harmlos ist ihre Ursache. Die Frühjahrsmüdigkeit rührt schlichtweg von der Umstellung des Körpers von den kalten auf die wärmeren Temperaturen. Besonders ausgeprägt tritt sie deshalb häufig in Jahren mit langen Warm-Kalt-Perioden oder starken Temperaturschwankungen auf. Mediziner vermuten, dass am Ende des langen Winters die Reserven des lichtabhängigen Hormons „Serotonin“ weitestgehend aufgebraucht sind. Dieses gilt als „Glückshormon“, spendet Lebensfreude, Motivation und Energie. Da dieses aber nun nicht mehr (ausreichend) verfügbar ist, überwiegt die Ausschüttung des Hormons „Melatonin“. Dieses ist das körpereigene Schlafhormon und macht uns müde. Durch die wärmeren Temperaturen und das Licht wird häufig auch wieder der Stoffwechsel angeregt, Endorphine werden freigesetzt und die Adern weiten sich, sodass der Blutdruck absinkt. All das bedeutet eine starke Umstellung für den Körper und macht uns eben müde. Und zu allem Überfluss kommt dann auch noch die Zeitumstellung hinzu, die vor allem im Frühjahr durch die „fehlende“ Stunde vielen Menschen zusätzlich zu schaffen macht. Auf die Frage „Halten Sie die Zeitumstellung für sinnvoll?“ gaben deshalb in einer bei Statista veröffentlichten Umfrage über 70 Prozent der Befragten an, dass sie sich deren Abschaffung wünschen würden. Fraglich bleibt aber, ob das gegen die Frühjahrsmüdigkeit hilft.

Statistik: Halten Sie die Zeitumstellung generell für sinnvoll? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sagen Sie der Frühjahrsmüdigkeit den Kampf an – mit unseren 5 effektiven Tipps

Frühjahrsmüdigkeit oder Zeitumstellung: Was auch immer es ist, das Ihnen schlussendlich bei der Arbeit die Energie raubt, Sie sind dem Phänomen nicht machtlos ausgeliefert. Mit unseren fünf nützlichen Tipps können Sie der Antriebslosigkeit jetzt den Kampf ansagen und im Job wieder voll durchstarten:

Tipp 1: Gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel für neue Energie

Natürlich sollten Sie sich ganzjährig gesund ernähren, mit viel frischem Gemüse und Obst, etwas Fisch, komplexen Kohlenhydraten sowie ausreichend Wasser. Dennoch benötigen Sie gerade jetzt im Frühling ganz besondere Nährstoffe und können durch eine gezielt angepasste Ernährung die Frühjahrsmüdigkeit effektiv bekämpfen. Wichtig sind jetzt nämlich vor allem die Vitamine B1, B2, B6, B12 und C sowie Kupfer, Mangan, Eisen und Magnesium als Spurenelemente und Mineralstoffe. Zudem kann sich jetzt durch die Sonne wieder ausreichend Vitamin D bilden, welches nicht nur fit, sondern auch glücklich macht. Wer also akut unter Frühjahrsmüdigkeit leidet, kann unter Absprache mit seinem Arzt zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Auch homöopathische Arzneimittel, wie beispielsweise Cinchona, Calium Phosphoricum oder Acidum Phosphoricum, können je nach Symptomatik gegen die Frühjahrsmüdigkeit helfen. Diese werden häufig von Hausärzten oder Heilpraktikern in Globuli-Form verschrieben.

Tipp 2: Mehrere kleine anstelle einer großen Mahlzeit

Sie kennen das gewiss: Ein voller Magen macht müde. Wenn Sie sich aufgrund der Frühjahrsmüdigkeit also ohnehin abgeschlagen und energielos fühlen, sollten Sie Ihren Körper nicht zusätzlich durch üppige Mahlzeiten belasten. Wählen Sie stattdessen leichte Nahrung und teilen Sie sich diese in mehrere kleine Mahlzeiten und Snacks auf. Dadurch benötigen Sie weniger Energie für die Verdauung, die Ihnen dann stattdessen im Job zur Verfügung steht. Doch Achtung: Sie sollten Ihre Nahrung nicht reduzieren oder gar ganz auf Mahlzeiten verzichten. Gerade jetzt benötigt Ihr Körper nämlich wichtige Nährstoffe als Energielieferanten.

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Tipp 3: Sauerstoff und Vitamin D durch viel frische Luft

Frische Luft hilft gegen Müdigkeit, das ist kein Geheimnis. Dieser Tipp ist daher vielleicht nicht unbedingt neu, dafür aber umso wichtiger. Öffnen Sie bei der Arbeit regelmäßig die Fenster zum Lüften und verbringen Sie auch die Mittagspause an der frischen Luft. So wird nicht nur Ihr Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt, was die Frühjahrsmüdigkeit zumindest kurzfristig vertreibt, sondern Sie tanken an der Sonne auch endlich wieder Vitamin D.

Tipp 4: Immer in Bewegung bleiben

Je mehr Sie sich Ihrer Frühjahrsmüdigkeit hingeben, desto belastender wird sie. Hier hilft tatsächlich häufig nur eines: Die Müdigkeit ignorieren und immer in Bewegung bleiben. Natürlich sollten Sie in der Nacht ausreichend schlafen. Tagsüber jedoch, sind das kuschelige Sofa oder der Bürostuhl nicht die beste Wahl. Bewegen Sie sich daher so viel wie möglich und stehen Sie auch bei der Arbeit am Computer regelmäßig auf, um kurz zum Kaffeeautomaten zu laufen, sich zu strecken oder einfach schnell die Treppen hoch- und runterzulaufen. Das bringt den Kreislauf in Schwung und die bleierne Müdigkeit macht sich weniger schlimm bemerkbar.

Tipp 5: Ein kleiner Plausch unter Kollegen

Am einfachsten ignorieren Sie Ihre Frühjahrsmüdigkeit, indem Sie sich etwas Gesellschaft suchen. Sie können dafür nicht nur nach Feierabend mit Ihren Freunden die ersten Sonnenstrahlen genießen, sondern auch auf der Arbeit kann der neueste Klatsch und Tratsch mit den Kollegen für ein wenig Ablenkung sorgen. In einer Gesellschaft, in welcher Sie sich wohlfühlen, ausgelassen sein können und herzhaft lachen, werden Sie sich nämlich direkt besser fühlen. Aber bitte nicht übertreiben: Sie werden schließlich nichts fürs Plaudern bezahlt.

Haben auch Sie bereits Erfahrungen mit der Frühjahrsmüdigkeit gemacht? Welche sind Ihre ganz persönlichen Tipps und Tricks, um dennoch beruflich und privat voll durchstarten zu können?