„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“ – wenn Sie sich schon einmal im Internet auf Jobsuche befunden haben, kommt Ihnen dieses Sprichwort sicher bekannt vor. Zwischen sozialen Netzwerken, Jobbörsen und Karriereseiten ist es heutzutage auf der unübersichtlichen Stellenbörse namens „World Wide Web“ geradezu ein Glücksfall, wenn Sie tatsächlich auf eine Ausschreibung treffen, die nicht nur Ihren Vorstellungen entspricht, sondern auch noch in Ihrer Nähe ist. Doch was wäre das Internet ohne den Suchmaschinengiganten Google? Mit seiner neuen Jobbörse können Sie Ihren Traumjob schon bald in Sekundenschnelle googeln.

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Inhalt
1. Google hält seine Versprechen
2. Wie funktioniert das neue Stellenportal der Suchmaschine Google?
3. Wird „Google for Jobs“ klassische Jobbörsen bald überflüssig machen?
4. Google’s Jobbörse ist selbstverständlich auch mobil erreichbar
5. So „filtern“ Sie sich zum neuen Traumjob
6. Google for Jobs: Das „Dating-Portal“ für Arbeitssuchende

Google hält seine Versprechen

Bereits im Mai 2017 hat Google unter seinem Mutterkonzern Alphabet Inc. auf seiner Entwicklerkonferenz die neue Jobbörse angekündigt. Das Versprechen wurde gehalten und keine zwei Monate später ging jetzt „Google for Jobs“ an den Start. Bislang ist die neue Suchfunktion zwar nur in den USA zugänglich, soll aber in Zukunft international ausgeweitet werden. Wann es so weit sein wird, ist bislang allerdings nicht absehbar. Doch so wie wir Google kennen, kann es am Ende sogar schneller gehen als erwartet.

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Wie funktioniert das neue Stellenportal der Suchmaschine Google?

Wenn Sie nun aber eine neue Jobbörse oder gar ein soziales Karrierenetzwerk erwarten, wird Ihre Suche vergeblich sein. Der Suchmaschinenriese Google bleibt bei dem, was er am besten kann: Er sucht alle Inserate aus dem Internet zusammen und listet sie übersichtlich sowie in der für den User höchsten Relevanz auf. Als Arbeitgeber können Sie also keine Stellen gezielt bei Google inserieren. Stattdessen werden die zur Sucheingabe passenden Angebote aus den verschiedenen Stellenbörsen zusammengesucht, wie zum Beispiel LinkedIn, Facebook oder Monster. Das Ziel der Suchmaschine ist simpel: dem Nutzer sollen alle für ihn relevanten Stellenangebote auf einen Blick präsentiert werden, sodass er sich nicht mehr mühsam von Stellenbörse zu Stellenbörse klicken muss. Eine gesonderte Suchmaske wie „Google Maps“ oder „Google Bilder“ gibt es für die Funktion bislang nicht.

Wird „Google for Jobs“ klassische Jobbörsen bald überflüssig machen?

Das Besondere an der neuen Google-Funktion ist, dass selbst Stellenausschreibungen von Karriereseiten der Unternehmen in die Suche einbezogen werden sollen. Das bedeutet, dass Arbeitgeber ihre vakanten Stellen in Zukunft theoretisch nicht einmal mehr in einer speziellen Jobbörse, sondern nur noch auf ihrer eigenen Karriereseite veröffentlichen müssten. Dass den Anbietern von Stellenbörsen angesichts dieser Tatsache die Knie schlackern, ist durchaus nachvollziehbar. Zumindest bei den großen Playern auf dem Markt ist allerdings nicht davon auszugehen, dass diese wegen „Google for Jobs“ plötzlich auf dem Trockenen sitzen werden.

Google’s Jobbörse ist selbstverständlich auch mobil erreichbar

Dass „Google for Jobs“ auch für mobile Endgeräte optimiert ist, stellt ein Ding der Selbstverständlichkeit dar. Schließlich legt der Suchmaschinenriese selbst großen Wert darauf, dass alle gelisteten Webseiten mittlerweile auch für den Mobile-Bereich ausgelegt sind. Wer diesen Trend nicht mitgeht, wird also gleich auf zweierlei Art und Weise abgestraft: durch den User selbst, der vielleicht lieber auf Konkurrenzangebote mit geringeren Ladezeiten und mobiler Webseite wechselt, und durch eine schlechtere Platzierung in den Suchergebnissen von Google.

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So „filtern“ Sie sich zum neuen Traumjob

Das neue Google Feature ist gewohnt unkompliziert in der Handhabung: Der Jobsuchende muss prinzipiell nichts anderes tun, als seinen Suchbegriff einzugeben und mittels vorgegebener Filter die Ergebnisse nach eigenen Kriterien zu sortieren. Selbst simple Sucheingaben wie „Jobs near me“ sollen möglich sein. Wie gut das in der Praxis funktioniert, bleibt abzuwarten. Zudem drängt sich in diesem Zusammenhang unvermeidlich die Frage auf: Wie sieht das eigentlich mit „Google for Jobs“ und dem Datenschutz aus?

Google for Jobs: Das „Dating-Portal“ für Arbeitssuchende

Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzubringen, das sei schlussendlich nichts anderes als die Arbeit eines „Dating-Portals“, so die Meinung des Unternehmens Google Inc. Es möchte die Daten der Nutzer verwenden, um die Vorschläge bei der Jobsuche so passgenau wie möglich auszuwählen. Es geht also darum, die Wünsche und Vorstellungen des Nutzers zu analysieren und mit den Angeboten auf dem Arbeitsmarkt abzugleichen. Hierbei spielt zum Beispiel der Standort des Nutzers eine tragende Rolle. Bei dem Aufruf über mobile Endgeräte könnte daraus ein komplettes Bewegungsprofil entstehen. Ob und in welcher Form Google solche Daten sammeln und verwenden wird, ist bislang unklar. Das Thema wird aber auf jeden Fall noch für heftige Diskussionen sorgen.

Auch, wenn „Google for Jobs“ in Deutschland offiziell noch nicht an den Start gegangen ist, werden mittlerweile auf eindeutige Suchanfragen wie „Job Hausmeister Berlin“ oder „Job Informatiker/in München“ vermehrt Stellenausschreibungen gelistet, zum Beispiel von Jobbörsen wie Stepstone, Monster oder Indeed. Probieren Sie es aus und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit der „abgespeckten Version“ der neuen Google Jobsuche mit. Wir bedanken uns für Ihre Kommentare!

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