Überall wo Menschen leben, sei es in privaten Familienhaushalten oder vorübergehend zu Erholungszwecken oder aus Krankheitsgründen in Sanatorien oder Pflegeeinrichtungen, fallen hauswirtschaftliche Arbeiten an. Diese Aufgaben werden von qualifiziertem Personal ausgeführt, das eigenständig und personenorientiert arbeitet. Diese und noch viele andere Eigenschaften zeichnen die Hauswirtschafterin oder den Hauswirtschafter aus.

Aufgaben und Tätigkeiten der Hauswirtschafterin

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter sind überwiegend in Kinderheimen, Altenpflegeheimen, in Behinderteneinrichtungen, in Sanatorien und Krankenhäusern, aber auch in Privathaushalten tätig. In den verschiedenen Institutionen obliegt ihnen die Erledigung sämtlicher hauswirtschaftlicher Tätigkeiten. Dazu gehören das Zubereiten von Speisen und Getränken sowie die Planung und der Einkauf der benötigten Lebensmittel. Auch das richtige Lagern der Vorräte und die Kalkulation und die Budgetierung der Ausgaben für Lebens- und Reinigungsmittel fällt in den Aufgabenbereich der Hauswirtschafterin. Oft erledigt die Hauswirtschafterin selbstständig die Buchführung und holt entsprechende Angebote bei Bedarf ein. In größeren Einrichtungen erstellt die Hauswirtschafterin den Speiseplan für die Bewohner.

Ein weiteres Aufgabengebiet der Hauswirtschafterin ist die Gestaltung und Reinigung der Räumlichkeiten und des Inventars. In pflegerisch tätigen Einrichtungen erstellt die Hauswirtschafterin hierfür einen Hygiene- und Reinigungsplan. Zur Raumpflege gehört auch die Pflege von Zimmer- oder Gartenpflanzen. Der Bereich Textil- und Wäschepflege umfasst nicht nur das Waschen, Trocknen und Bügeln von Bekleidung, sondern auch das Instandhalten sowie notwendige Reparaturen von Textilien. Für die meisten hauswirtschaftlichen Versorgungstätigkeiten werden moderne Maschinen und Geräte eingesetzt, mit deren Gebrauch und Wartung sich die Hauswirtschafterin gut auskennt.

Hauswirtschafterinnen wird ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Geduld abverlangt, da sie auch für die soziale Betreuung der in den Einrichtungen oder in dem Haushalt lebenden Menschen verantwortlich sind. Egal, ob sie in großen Institutionen wie Pflegeheimen für alte oder behinderte Menschen oder im Krankenhaus oder im privaten Haushalt tätig sind, immer müssen sie dem Menschen und seinen besonderen Bedürfnissen zugewandt arbeiten. Dass heißt, sie müssen sich auf kranke und alte Menschen wie auch auf Kinder einstellen können und sie ihren Wünschen gemäß im Alltag begleiten und unterstützen. Dabei ist es ihre Aufgabe, selbstständig den benötigten Bedarf an Betreuung zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung der Betreuung zu entwickeln. Hierbei erfüllen die Hauswirtschafterin auch eine beratende Funktion, in dem sie hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen vermittelt.

Art und Dauer der Ausbildung

Hauswirtschafterin ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im dualen System statt. Gesetzlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Allerdings setzen die meisten Ausbildungsbetriebe einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife voraus. Angehende Hauswirtschafter sollten über Organisationstalent und Einfühlungsvermögen verfügen sowie Spaß am Umgang mit Menschen haben. Technisches Verständnis und Teamfähigkeit sind weitere persönliche Voraussetzungen für diesen Beruf.

Im fachtheoretischen Bereich erlernen die Auszubildenden, wie ein Haushalt betriebswirtschaftlich funktioniert. Die angehenden Hauswirtschafterinnen werden in die Ernährungslehre eingeführt. Dabei muss auf die verschiedenen Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen und auf religiöse Besonderheiten geachtet werden. Im Bereich der Raumreinigung und Wäschepflege werden sie mit Techniken und Mitteln zur Reinigung verschiedenster Räumlichkeiten vertraut gemacht. Dabei sind die verschiedenen Wohnumfelder und auch die verschiedenen Funktionsbereiche sowie Hygienevorschriften zu beachten.

Im fachpraktischen Bereich erhalten die Auszubildenden Kenntnisse im selbstständigen Organisieren von Arbeitsabläufen. Sie erlernen, wie Speisen und Getränke zubereitet und entsprechend serviert werden. Die Auszubildenden werden mit Maschinen und Geräten, die zur Raumreinigung und Wäschepflege eingesetzt werden, vertraut gemacht. Weiterhin werden Kenntnisse und Fähigkeiten in der Raum- und Wohnumfeldgestaltung vermittelt. Aber auch der Umgang mit den zu betreuenden Menschen wird trainiert.
Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung ab.

Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen

Der Bereich der Hauswirtschaft und hauswirtschaftlichen Versorgung gehört mit zu den größten Arbeit bietenden Branchen. Ob in pflegerisch tätigen Institutionen wie Alten- und Behinderteneinrichtungen, Sanatorien oder in privaten Haushalten, es werden immer qualifizierte Fachkräfte benötigt, die kompetent in den alltäglichen Verrichtungen unterstützen können. Doch auch dieser Bereich unterliegt zahlreichen Weiterentwicklungen, so dass Weiter- und Fortbildungen für Hauswirtschafter unabdingbar sind, um den täglichen Anforderungen ihres Berufes gerecht zu werden. Oft spezialisieren sich Hauswirtschafter in einem Bereich. Dies können zum Beispiel die Planung der Speisen und Getränke in Pflegeheimen sein, die hygienische Überwachung in Großküchen oder das Qualitätsmanagemant in der Hauswirtschaft. Hierfür stehen verschiedenen Spezialisierungsseminare zur Verfügung. Aber auch Weiterbildungsangebote wie die Ausbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter oder Meister im Bereich Hauswirtschaft, hauswirtschaftlicher Betriebsleiter oder Familienhelferin bieten berufliche Aufstiegschancen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Studium an einer Fachhochschule zum Diplom-Haushalts- und Ernährungswissenschaftler möglich.

3 Kommentare

  1. hallo,

    ich möchte mich als hauswirtschaterin bewerben.hat jemand ein muster bewerbung,brauch es dringend.ich wäre sehr dankbar

  2. ich brauche eine bewerbung für ein praktikum, als hauswirtschaftlerin. kann mir jemand helfen ??

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