6. Praxisübungen zur Erfassung von Mitarbeiterstammdaten in dem von Ihnen gewählten EDV-gestützten Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogramm mit Abrechnungen

Bei den bislang von uns verwendeten Mustermitarbeitern griffen wir auf solche zurück, die bereits im Demomandanten angelegt und von Fall zu Fall verändert worden waren. Für die heutige Übung nutzen wir erneut die Musterfirma und ergänzen die vorhanden Mitarbeiter um einige neue „Kollegen“, um diese für den laufenden Beispielmonat Januar 2015 abzurechnen. Je nachdem, in welchem Bundesland Ihre Musterfirma tätig ist, ergeben sich die Kirchensteuer betreffend Unterschiede. Denn wir erinnern uns daran, dass für Bayern und Baden-Württemberg ein Wert von 8 % bezogen auf die Lohnsteuer gilt, für den Rest der Bundesrepublik ein solcher in Höhe von 9 %, also auch für Iserlohn in Nordrhein-Westfalen, dem Firmensitz.

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Weil wir im Demomandanten keinen Monatsabschluss durchführen und keine Meldungen an die Sozialversicherungsträger bzw. an das Finanzamt erzeugen, beschränken wir uns bei den persönlichen Daten ausschließlich auf Vor- und Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Steuerklasse, Konfessionszugehörigkeit und Steuer- und Kinderfreibeträge als den notwendigsten Angaben – zum Üben und Zeigen von Sachverhalten reicht das erst einmal aus. Versichert sind alle neu zu erfassenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der zuständigen AOK NordWest Region Westfalen-Lippe. Bei Angabe der Bankverbindung können Sie der Einfachheit halber eine der bereits verwendeten nehmen oder als Auszahlungsform „Scheck“ wählen. Machen Sie also aktiv beim Online-Seminar Lohn und Gehalt mit – es lohnt sich! Die Abrechnungsergebnisse präsentieren wir Ihnen wiederum im Anschluss an diese Aufgabe.

6.1.1.

Martin Jung, Maiglöckchenweg 15, 44289 Dortmund, geb. 03.07.1982 in Bochum, verheiratet, St.Kl III, 3,0 Kinderfreibeträge, ev./ev., hat im Abrechnungsmonat (in unserem Beispiel Januar 2015) 168 Stunden gearbeitet, für den 01. Januar erhält er Entgeltfortzahlung für 8 Stunden. Zusätzlich hat Herr Jung 10 Überstunden geleistet, für die ihm Vergütung gezahlt wird. Einen Überstundenzuschlag erhält er nicht. Der Arbeitgeber zahlt ihm einen Zuschuss von 40,00 € für die Fahrten mit dem eigenen Pkw zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Sein Stundenlohn beträgt 15,10 €.

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6.1.2.

Dagmar Bender, Schwarzwaldstraße Straße 168, 58093 Hagen, geb. 24.10.1986 in Wuppertal als Dagmar Müller, geschieden, St. Kl. II, 0,5 Kinderfreibeträge, rk. bezieht ein Gehalt in Höhe von 2.600,00 €. Zusätzlich erhält sie vom Arbeitgeber eine monatliche Leistungszulage von 185,00 €.

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6.1.3.

Eckhard Lewandowski, Silberbruch 26, 58640 Iserlohn, geb. 02.08.1965 in Recklinghausen, St. Kl. IV, keine Kinderfreibeträge, verheiratet, rk./ev., bezieht ein außertarifliches Gehalt in Höhe von 4.860,00 €. Er ist bei der Gothaer Versicherung privat kranken- und pflegeversichert (Verträge 111.222.333 und 222.444.666). Der monatliche Krankenversicherungsbeitrag beläuft sich auf 625,00 €, die Pflegeversicherung schlägt mit 125,00 € monatlich zu Buche. Der Arbeitgeber überweist die fälligen Beiträge. Herr Lewandowski hat keine Kinder.

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6.1.4.

Renate Daubner, Rosenweg 7, 58710 Menden, geb. 24.11.1988 in Gießen als Renate Gürtler, verheiratet, St.Kl. V, ev./ev., bezieht als Teilzeitmitarbeiterin ein Gehalt von 1.450,00 €. Bei der Gehaltsabrechnung ist ein monatlicher Freibetrag in Höhe von 100,00 € zu berücksichtigen (1.200,00 € pro Jahr). Frau Daubner hat zwei Kinder, die bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung ihres Ehemannes berücksichtigt werden. Sie arbeitet 25 Stunden pro Woche

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6.1.5.

Eva-Maria Müller, Akeleiweg 19 a, 58638 Iserlohn, geb. 12.09.1996 in Altena, ledig, St.Kl. I, keine Konfessionszugehörigkeit, erhält als Auszubildende eine Vergütung von 525,00 € monatlich. Hier ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass Kinderlose erst ab dem vollendeten 23. Lebensjahr den erhöhten Zuschlag zur Pflegeversicherung zahlen.

Für alle Mitarbeiter gilt, dass sie unbefristet und nicht im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung tätig sind. Ihr Urlaubsanspruch für das laufende Jahr beträgt 30 Tage. Hinsichtlich Schul- und Berufsausbildung bzw. des ausgeübten Berufs bestehen unsererseits keine Vorgaben. Beim Online-Seminar Lohn und Gehalt werden üblicherweise Lagerarbeiter, Verkäufer oder Buchhalter beschäftigt.

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Lösungen zu Praxisübungen zur Erfassung von Mitarbeiterstammdaten

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen unsere Musterlösungen zu den kleinen Lohn- und Gehaltsabrechnungsaufgaben. Na, sind Sie zum gleichen Ergebnis gelangt? Bestimmt! Prima!

Für alle „Mitspielerinnen und Mitspieler“ folgen zum besseren Verständnis noch ein paar Erläuterungen:

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6.2.1. 6.2.1. Martin Jung: Die regulär gearbeitete Stunden, die Vergütung für Überstunden, die Entgeltfortzahlung für den Neujahrstag und der Betrag, den der Arbeitgeber Herrn Jung als Fahrtkostenersatz zahlt, zählen zum laufenden Entgelt und sind damit in voller Höhe steuer- und sozialversicherungspflichtig.

6.2.2. 6.2.2. Dagmar Bender: Auch die monatliche Leistungszulage von 185,00 € zählt neben dem Gehalt zum laufenden Entgelt. Als Besonderheit bei Frau Bender ist die korrekte Steuerklasse zu berücksichtigen. Sie ist zwar nicht verheiratet sondern allein erziehend und ihr Kind lebt in ihrem Haushalt, wofür ihr ein Freibetrag zusteht.

6.2.3. 6.2.3. Eckhard Lewandowski: Mit seinem monatlichen Bruttogehalt liegt Herr Lewandowski bezogen auf das gesamte Jahr 2015 über der allgemeinen Jahresarbeitsentgeltgrenze von 54.900,00 €. Wir unterstellen, dass er auch in den vergangenen Jahren bei seinen Arbeitgebern ein entsprechendes Einkommen erzielte und somit die Informationen über das Vorliegen einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung korrekt sind. Als Angestellter hat er wie andere Arbeitnehmer auch Anspruch auf den Arbeitgeberanteil zu Kranken- und Pflegeversicherung und zwar bezogen auf die Beitragsbemessungsgrenze von 4.125,00 €. Prüfen wir, ob die Beträge stimmen! 7,3 % von 4.125,00 € entsprechen genau den ausgewiesenen 301,13 €. Ebenso verhält es sich mit dem Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Pflegeversicherung, anteilig 1,175 %, entsprechend 48,47 €. Wie Sie sehen, werden in der Gehaltsabrechnung Lewandowski im Gegensatz zu den anderen Abrechnungen keine Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungs-Abzüge in den entsprechenden Feldern vorgenommen bzw. ausgewiesen. Im Normalfall wird der Arbeitgeber die Beiträge zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung für den Arbeitnehmer vermutlich nicht überweisen, sondern es bei der Berücksichtigung des Bezuges belassen. Wir haben im Rahmen des Online-Seminars Lohn und Gehalt bei Arbeits-ABC.de jedoch der besseren Verdeutlichung die andere Variante gewählt, vor allem deshalb, um Ihnen zu zeigen, dass es durchaus möglich ist, als privat Versicherter auch höhere Beiträge zu entrichten – natürlich gegen eine entsprechende Mehr-Leistung des Vertragspartners.

6.2.4. 6.2.4. Renate Daubner: Frau Daubner ist in allen Bereichen der Sozialversicherung versicherungspflichtig. Was u. U. zu Missverständnissen führen kann, ist die Angabe des steuerpflichtigen Bruttos in Höhe von 1.450,00 €. Grundsätzlich ändert sich an diesem Wert nichts, denn so hoch ist Frau Daubners Gehalt ja wirklich. Die Lohnsteuer von 202,16 € bezieht sich aber tatsächlich auf den Betrag von 1.350,00 €.

6.2.5. 6.2.5. Eva-Maria Müller: Geschlüsselt als Auszubildende werden bei Frau Müller die normalen Beiträge zur Sozialversicherung in Abzug gebracht. Steuern fallen keine an, weil ihr zu erwartendes Jahreseinkommen mit 6.300,00 € unter dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt.

weiter: Anspruch auf Zulagen und Zuschläge zu Lohn & Gehalt

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