Kurz eine Whatsapp-Nachricht beantworten, einen Kaffee mit den Kollegen schlürfen oder die Facebook-Page checken und schon ist wieder 17 Uhr – Feierabend. Kennen Sie das Gefühl, dass Ihnen die Zeit davonrennt und sich die Arbeit immer höher auf dem Schreibtisch stapelt? Doch wo ist sie eigentlich geblieben, die Zeit, und welche Produktivitätskiller haben sie Ihnen geklaut?
Zeitfresser im Büro

Inhalt
1. Produktivitätskiller #1: Smartphone
2. Produktivitätskiller #2: World Wide Web
3. Produktivitätskiller #3: E-Mails
4. Produktivitätskiller # 4: Rauchen
5. Produktivitätskiller #5: Klatsch und Tratsch
6. Produktivitätskiller #6: Nervige Kollegen
7. Produktivitätskiller #7: Meetings

Produktivitätskiller #1: Smartphone

Der größte Produktivitätskiller am Arbeitsplatz ist natürlich – wenig überraschend – das Smartphone. Ständig klingelt oder vibriert es, das Display leuchtet aufgrund neuer Whatsapp-Nachrichten auf und Sie beantworten diese „nur kurz“. In Summe gehen so am Tag aber mitunter mehrere Stunden flöten – je nach Nutzungsintensität. Kein Wunder, dass hier immer mehr Arbeitgeber streiken und die Handys kurzerhand am Arbeitsplatz verbieten. Ansonsten tun Sie sich selbst einen gefallen und verstauen Ihr Smartphone lieber in der Schreibtischschublade oder Tasche. So schützen Sie sich vor Diebstahl, hinterlassen einen professionelleren Eindruck und arbeiten schlichtweg produktiver. Wenn Sie dann pünktlich in den Feierabend starten, haben Sie immer noch genügend Zeit, um alle Nachrichten zu beantworten. Und da das Smartphone nicht nur ein Zeitfresser, sondern für viele Menschen auch ein Stressfaktor ist, werden Sie fortan deutlich entspannter arbeiten. Probieren Sie es einmal aus!

Produktivitätskiller #2: World Wide Web

Natürlich bringt es nichts Ihr Smartphone zur Seite zu legen, um dann in Ihren sozialen Netzwerken zu surfen oder online shoppen zu gehen. Ob auf einem mobilen Endgerät, dem Laptop oder sogar Arbeitscomputer: Viele Arbeitnehmer vergeuden zahlreiche Minuten oder gar Stunden am Tag mit dem World Wide Web. Je nach Nachsicht des Arbeitgebers, bleibt da die Facebook-Page schon auch einmal ganztätig im Hintergrund geöffnet und macht sich in regelmäßigen Abständen durch neue Nachrichten oder Statusmeldungen bemerkbar. Doch Sie sollten aufpassen: Solch private Beschäftigungen während der Arbeitszeit können durchaus zum Kündigungsgrund werden. Und dass Ihr Chef nicht just in diesem Moment hinter Ihnen steht, bedeutet noch lange nicht, dass er nicht durch andere Überwachungsmethoden von Ihren zeitfressenden Machenschaften erfährt.

Produktivitätskiller #3: E-Mails

Ordnung im E-Mail Postfach halten
Zugegeben, berufliche E-Mails gehören zum Arbeitsalltag und Sie müssen diese natürlich auch mehrmals täglich checken, um dringende Anfragen beantworten zu können. Dennoch sind E-Mails ein immenser Zeitfresser.

Bis zu 15 Minuten brauchen Sie nämlich, um sich nach dem Lesen und Beantworten einer E-Mail wieder voll und ganz auf Ihre ursprüngliche Tätigkeit konzentrieren zu können.

Unser Tipp lautet daher: Lassen Sie das E-Mail-Programm nicht dauerhaft im Hintergrund geöffnet, sondern setzen Sie sich selbst feste Zeiten, in welchen Sie Ihre E-Mails abrufen, systematisch beantworten und anschließend Outlook & Co wieder schließen. Es reicht nämlich durchaus, wenn Sie Ihr Postfach drei bis viermal pro Arbeitstag updaten.

Produktivitätskiller # 4: Rauchen

Auch nicht-virtuelle Ablenkungen gibt es ausreichend an der Zahl. Ein besonders ungesunder Produktivitätskiller ist das Rauchen. Da dies glücklicherweise schon lange nicht mehr im Büro erlaubt ist, müssen Sie hierfür extra an die frische Luft gehen und verlieren gleich mehrere Minuten. Und das, je nach Ausprägung Ihres Suchtverhaltens, gleich mehrfach täglich. Klar, dass das Rauchen da zum echten Zeitfresser wird. Tun Sie also Ihrer Gesundheit einen Gefallen, legen Sie den Glimmstängel beiseite und reduzieren Sie so zugleich Ihre Überstunden. Und sollte es Sie doch einmal an die frische Luft ziehen, so machen Sie doch einen kurzen Spaziergang, zum Beispiel in der Mittagspause nach dem Essen. So steigern Sie nämlich zugleich Ihre Konzentration und können anschließend wieder voll durchstarten.

Produktivitätskiller #5: Klatsch und Tratsch

Klatsch und Tratsch
Ob nun beim Rauchen, dem morgendlichen Kaffee oder auch einfach zwischen den Schreibtischen: Klatsch und Tratsch gehört zwischen den Kollegen einfach dazu und lockert die Arbeitsatmosphäre auf. Gleichzeitig wird er aber auch zum echten Produktivitätskiller. Selbst, wenn Sie scheinbar währenddessen arbeiten oder eine E-Mail abtippen, sinkt durch das Multitasking Ihre Produktivität erheblich. Da Reden und vor allem Lachen aber gesund sind und Sie gewiss nicht zum Außenseiter werden möchten, sollten Sie sich natürlich nicht fortan in Ihrer Ecke einigeln und jedes Gespräch meiden. Ein wenig Disziplin allerdings, kann nicht schaden und auch hierfür haben Sie am frühen Feierabend nach getaner Arbeit ja noch ausreichend Zeit. Bilden Sie doch zum Beispiel Fahrgemeinschaften. So verlagern Sie den Klatsch und Tratsch weg von der Arbeitszeit und genießen dennoch ein freundschaftliches Verhältnis mit Ihrem beruflichen sozialen Umfeld.

Produktivitätskiller #6: Nervige Kollegen


Dann gibt es da aber natürlich auch noch diese nervigen Kollegen, mit welchen Sie sich gar nicht unterhalten, die Sie aber dennoch bei Ihrer Arbeit stören. Der per Lautsprecher telefonierende Schreibtischnachbar oder die unsichere „Neue“, die Sie stets mit eigentlich sinnlosen Fragen löchert, werden dann ebenfalls schnell zum Produktivitätskiller. Natürlich können Sie das Problem in einer passenden Situation freundlich, aber bestimmt ansprechen. Doch nicht jeder Mensch wurde leider mit Rücksichtnahme oder Feingefühl gesegnet. Da Sie gewiss keinen Streit heraufbeschwören möchten, helfen dann manchmal nur noch das Home-Office, die Ohrenstöpsel oder auch Ihre Lieblingsmusik via Kopfhörer.

Produktivitätskiller #7: Meetings

Deutschland ist dem Meeting-Wahn verfallen. Bis zu 7.000 Stunden pro Jahr verbringen deutsche Führungskräfte in Besprechungen – häufig zu für sie völlig irrelevanten Themen. Klar, dass sich Mitarbeiter und Vorgesetzte durch diese Meeting-Flut gestört fühlen. Mitunter liegt nämlich viel wichtigere Arbeit derweil unerledigt auf dem Schreibtisch. In den Unternehmen bedarf es daher eines ganz neuen Konzeptes für den Umgang mit Meetings, sodass zukünftig nur noch jene Angestellten daran teilnehmen, die hierdurch auch einen konkreten Nutzen davontragen. So ist schlussendlich nicht nur das Meeting produktiver, sondern auch alle jene Mitarbeiter, die stattdessen ihrer eigentlichen Tätigkeit nachgehen können. Wie Sie dem Produktivitätskiller „Besprechung“ den Garaus machen können, erfahren Sie im Artikel „7.000 Stunden Meetings – Deutschland verfällt der Sitzungssucht“.

Eliminieren Sie jetzt soweit möglich die Zeitfresser in Ihrem Job und werden Sie mit unseren Tipps wieder produktiver. In meinem Ratgeber „Produktiver mit Apps! Das kleine 1×1 der Online-Helfer“ verrate ich Ihnen zudem, wie Sie sich hierfür digitale Features zur Hilfe nehmen können. So steht Ihrem frühen Feierabend zukünftig eigentlich nichts mehr im Wege. Oder?

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