Selbstmotivation – ein großes Wort, das auch häufig im Sprachgebrauch Anwendung findet. Wir alle müssen uns gerade heute – in Zeiten, wo eine Auflösung von Gruppen mehr und mehr üblich ist, durch Selbstmotivation auf den richtigen Weg bringen.

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Auch das Berufsleben ist bedingt durch Konkurrenzdruck und eine Herauslösung von verschiedenen Arbeitsplätzen aus einem Team durch Selbstmotivation mehr und mehr geprägt. Was aber ist Motivation bzw. Selbstmotivation?

Das Wort “Motivation” ist abgeleitet aus dem Lateinischen “motus“, das wiederum für “Bewegung” steht. Humanwissenschaften bezeichnen mit der Motivation einen Körperzustand, in dem Richtung und Energetisierung des Verhaltens bewusst beeinflusst werden. Hierbei ist mit der Energetisierung die Freisetzung von psychischen Kräften gemeint und mit der Richtung das Anvisieren von konkreten Zielen. Kurz gesagt handelt es sich bei der Motivation um die Möglichkeit des menschlichen Körpers mit psychischen und ggf. physischen Kräften ein gesetztes Ziel zu erreichen. Bei der Selbstmotivation muss dieser Vorgang des Energetisierens und richtungsweisenden Verhaltens nun von der betreffenden Person selbst übernommen werden.

Das klingt zunächst alles sehr einfach. Wenn das Leben in mehr oder weniger geregelten Bahnen verläuft, die Beruf überwiegend angenehm ist, dann ist die Selbstmotivation auch relativ einfach. Natürlich haben alle Menschen – auch die zufriedenen – Tage, an denen die Selbstmotivation schwieriger als an anderen ist, man nämlich schlichtweg “keine Lust” auf Arbeit, Kollegen – ja schon das Aufstehen – hat.

Selbstmotivation ist grundsätzlich sehr gut zu erreichen, wenn der Mensch täglich mit Beginn des Tages das Gefühl hat, sinnvolle Aufgaben zu erledigen, die ihn auch erfüllen und somit Spaß bereiten.

Fast alle Menschen kennen das Gefühl, in bestimmten Situationen ungeahnte “Bärenkräfte” freigesetzt zu haben, die dem Erreichen eines Zieles dienten. Selbstmotivation im Alltag kann also dahin gehen, sich selbst den Sinn der täglichen Aufgaben bewusst zu machen. Struktur im Alltag ist dabei sehr hilfreich.

Ein kleines Beispiel hierfür: Eine Hausfrau versucht täglich, Wäscheberge zu bewältigen, dem Staub im Haushalt beizukommen und die Fenster glänzend zu halten. Täglich wohlgemerkt. Was geschieht? Sie wird nie fertig sein, ihre Aufgaben nie bewältigt sehen und somit frustriert, da sie den Sinn der Bemühungen, die rund um die Uhr an allen Stellen stattfinden, nicht erkennt. Bringt die gleiche Hausfrau nun eine Struktur in ihren Arbeitstag, so kann dies der Selbstmotivation sehr dienlich sein. So können die Montage und Donnerstage der Wäsche gewidmet sein. Der Mittwoch alle zwei Wochen den Fenstern, die nun auf Hochglanz gebracht werden usw. Was hat die Hausfrau hieraus aber nun für einen Vorteil für die Selbstmotivation gezogen? Ganz einfach: Die Tagesaufgabe, die sie sich selbst gestellt hat, ist erledigt und bewältigt. Die Fenster mit den Wassertropfen darauf rücken vor der gewaschenen und gebügelten Wäsche in den Hintergrund. Erfolge bei den täglichen Aufgaben wahrzunehmen, lässt unerledigte Aufgaben in den Hintergrund rücken. Und dieses Gefühl wiederum ist sehr positiv für die Selbstmotivation. Diese Hausfrau wird nun auch am nächsten Tag gern die Fenster putzen, da sie sich auf das angenehme Gefühl von erledigten Aufgaben am Abend freut.

Egal welchem Beruf jemand nachgeht, Selbstmotivation funktioniert in erster Linie durch klare Strukturen im Alltag. Seien es die Wäscheberge, die Aktenberge auf dem Schreibtisch oder die Baustelle – jede Selbstmotivation zur Arbeit geht über positive Gefühle der erledigten Aufgaben. Unabhängig von der Aufgabe, die täglich verrichtet werden muss, geht die Praktik der Selbstmotivation über ein strukturiertes Arbeiten, das in hohem Maße ohne äußeren Druck stattfinden sollte. Viel einfacher als vom Chef zu hören, dass verschiedene Aufgaben nun drängen – was man ja selbst weißt – ist es doch, sich selbst zu motivieren und dieser Aufforderung des Chefs durch bereits erledigte Aufgaben vorzubauen. Struktur ist das Gegenteil von Chaos – und Selbstmotivation geht nur aus Struktur hervor.

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Rückschläge gehören zum Leben dazu. Ebenso wie Sportler wissen auch alle anderen Menschen, dass niemand täglich Höchstleistungen bringen kann. Wer sich dessen bewusst ist, hat schonen einen großen Schritt zu Bewältigung von Rückschlägen getan. Die Volksweisheit “Hinfallen ist nicht schlimm, liegen bleiben schon” sagt im Grunde alles, was für die Bewältigung von Rückschlägen wichtig ist. Wer Bücher von berühmten und erfolgreichen Menschen liest, wird immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert. Für den Alltag heißt das, sich mit einer anderen Person – z. B. einem Arbeitskollegen – zusammenzuschießen, um diesen Rückschlag aufzuarbeiten. Konstruktive Kritik oder aber auch ein kreativer Vorschlag relativieren Rückschläge sehr effizient.

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2 Kommentare

  1. Bernd

    Für jemanden der in der Vertriebsbranche erfolgreich tätig ist, für den wird es nicht schwer sein, sich täglich neu zu motivieren. Immer mehr Umsatz, mehr und mehr, Erfolg auf der ganzen Linie. Wie soll sich aber die Dame an der Kasse im Einkaufsmarkt motivieren? Bei 1000 Euro netto und hunderte von Kunden mit unterschiedlichsten Stimmungen und Launen?

  2. Marc

    Dann gibt die Verkäuferin ein wenig Gas und wird Vertrieblerin im Nebenjob.

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