Der Job ist Routine geworden, und Sie wünschen sich interessantere Aufgaben, mehr Verantwortung und die Möglichkeit, in Ihrem Unternehmen etwas zu bewegen? Sie haben den Teamleiter schon mehrmals erfolgreich vertreten und Ihre Sache gut gemacht?

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Dann könnte es an der Zeit sein, sich um eine Beförderung zu kümmern.

Ehe Sie Ihre Offensive starten, sollte Ihnen folgendes bewusst sein:

  • Mit dem Wunsch nach Beförderung machen Sie sich möglicherweise unbeliebt. Manche Chefs behalten es sich gern vor, selbst ein Angebot für eine Beförderung zu unterbreiten.
  • Wenn Sie bereits mehrmals haben durchblicken lassen, dass Sie sich mehr zutrauen, könnten Sie aufdringlich wirken.
  • Sind Sie sicher, dass Sie niemandem zuvorkommen, der eigentlich “dran wäre”? Es macht keinen guten Eindruck, einen Mitbewerber ausbooten zu wollen. Man könnte es Ihnen als mangelnden Teamgeist auslegen.
  • Sind Sie mit Ihrer jetzigen Tätigkeit tatsächlich unterfordert, und fühlen Sie sich wirklich reif für eine Beförderung?

Wie gehen Sie bei der Bitte um Beförderung taktisch vor?

  1. Ein Vorteil könnte darin bestehen, unlängst eine Weiterbildung abgeschlossen zu haben.
  2. Sie sollten wissen, ob in Ihrem Unternehmen Bedarf besteht. Vielleicht muss die Stelle, die Ihnen vorschwebt, erst geschaffen werden?
  3. Machen Sie kein Hehl daraus, dass Sie mehr leisten können und wollen. Das wird an höherer Stelle registriert.
  4. Sie haben sich überdurchschnittlich eingesetzt, und Sie wissen, dass dies bemerkt wurde. Also können Sie mit gutem Grund darauf verweisen, was Sie bereits geleistet haben. Und dass Sie bereit sind, dies auch beizubehalten.
  5. Wenn Sie den Mut aufbringen, nach einer Beförderung zu fragen, möchten Sie Erfolg haben. Dabei spielen Ihre Leistungen, die aktuelle Situation des Unternehmens und weitere Faktoren eine entscheidende Rolle.
  6. Seien Sie vorbereitet auf harte Nachfragen. Sie bitten um viel, also wird Ihr Chef auch vieles wissen wollen. Deshalb ist es wichtig, sich gut auf mögliche Fragen vorzubereiten. Je besser Sie gewappnet sind, desto eher können Ihre kompetenten Antworten Ihr Anliegen unterstützen.
  7. Legen Sie sich gute Argumente zurecht. Und denken Sie darüber nach, welche neuen Positionen in Ihrem Unternehmen wünschenswert wären. Wer vorankommen will, muss auch wissen, an welcher Stelle er effizient sein will.
  8. Sollte es keinen freien Posten geben, dann überlegen Sie, wo sich einer integrieren ließe.
  9. Werden Sie sich darüber klar, mit welchen Stärken und bisher erreichten Zielen Sie punkten können. Ist es Ihnen gelungen, die Verkaufszahlen zu steigern? Konnten Sie ein bestimmtes Problem lösen, oder haben Sie sich als Leiter eines Projektes bewährt? Lenken Sie am Anfang eines Beförderungsgesprächs das Augenmerk auf Ihre bisherigen Erfolge.
  10. Beziehen Sie das Betriebsklima in Ihre Überlegungen mit ein. Gibt es derzeit Spannungen im Unternehmen? Dann ist es nicht der richtige Zeitpunkt, um über eine Beförderung zu sprechen. Sollte die Firma gerade expandieren oder umstrukturiert werden, kommen Sie mit Ihrem Einsatz vermutlich gerade im richtigen Moment.
  11. Haben Sie ein Auge auf Ihren Vorgesetzten, ehe Sie sich ins Zeug legen. Logisch: Ein gut gelaunter Chef ist eher ansprechbar als ein gestresster. Achten Sie darauf, einen optimalen Zeitpunkt zu finden, um Ihr Anliegen vorzutragen, damit Sie auch Chancen auf Erfolg haben.
  12. Formulieren Sie klar und deutlich, was Sie wollen. Beschreiben Sie die Vorteile für das Unternehmen, die sich aus Ihrer Beförderung ergeben würden. Legen Sie alle Aspekte dar, die Sie in die neue Stelle einbringen würden. Wenn Sie sich verklausuliert ausdrücken, könnte Ihr Gesprächspartner Ihren Vorstoß falsch auffassen oder missverstehen.

Auch wenn Sie alles richtig machen, kann es passieren, dass Sie eine abschlägige Antwort erhalten. Selbst wenn es abgedroschen klingt, der beste Rat lautet immer noch: Ein Nein nicht persönlich nehmen. Es können Gründe dafür ausschlaggebend sein, die Ihnen nicht bekannt sind. Aber Ihre Ziele sind jetzt keim Geheimnis mehr. Sollten Sie in naher Zukunft neue Erfolge vorweisen können, lässt sich ein neuer Vorstoß wagen. Wer sich beim ersten Mal entmutigen lässt, wird nicht so ernst genommen wie jemand, der beharrlich dranbleibt.