Das D hat es in sich – ein ganz schön langer Riemen von Wörtern und Begriffen, die sich (teilweise leider) eingebürgert haben, bekommen Sie heute vorgesetzt. Bei manchen wollen Sie eventuell einfach nur wissen, was sich eigentlich dahinter versteckt. Niemand erwartet, dass Sie alle diese Ausdrücke in Ihren persönlichen Wortschatz übernehmen.

Anzeige

d’ac|cord (frz.: einverstanden) Sollte man kennen, muss man aber nicht benutzen. Manche streuen auch andere Wörter aus Fremdsprachen in ihre Konversation, um als weltläufig zu gelten. Bekommen Sie eine Mail, an deren Ende „d’accord?“ steht, wird eine Reaktion erwartet.

Daily (engl.: tägliche Veröffentlichung) Analog: Weekly = wöchentlich, Monthly = monatlich etc.

DAU = Abkürzung für „dümmster anzunehmender User“, kurz gesagt: der Maßstab aller Webseiten

Day off (engl.: freier Arbeitstag) Merke: Statt „Ich nehm morgen einen day off!“ können Sie ebenso gut sagen: „Morgen habe ich frei.“

Dead Wood (engl. wörtlich: totes Holz) Unfreundliche Bezeichnung für Mitarbeiter im Unternehmen, die nichts mehr bringen

Anzeige

Deadline (engl.: Abgabetermin) Meistens gehen Aufträge in der Nacht vor der Deadline raus. „Deadline war gestern!“ wird als schlechter Scherz angesehen

Kollege A ist nur noch ein Dead Mind Body. (engl.: Hirntoter) = nur noch körperlich anwesend

Dealflow (engl.: Handelsfluss) Investitionsvorschläge und -anfragen, die Risikokapitalgebern oder Investoren angeboten werden. Vgl. Cashflow

Death (engl: Tod) by Powerpoint = der Moment, in dem eine Präsentation tödlich zu langweilen beginnt

deciden (engl.: to decide = entscheiden). Auf Deutsch decidet man mittlerweile, und nicht immer ist so ganz klar, wer eigentlich der Decider ist

definitiv (lat.: definitivus = entscheidend, abschließend, endgültig, unumstößlich) Inflationär benutzte Floskel, häufig im Sinne von „Warten wir mal ab“ gebraucht. Unsichere Leute bleiben bei „absolut“

Delay (engl.: Verspätung, Verzögerung) Manche gratulieren „on delay“, was die Sache auch nicht besser macht. Man spricht auch von delayed.

delegieren ist eine häufig als Motivation missverstandene „Arbeitsumverteilung“. D. h. jemand gibt Arbeit ab, um sich selbst zu entlasten

delivern (engl.: abliefern, abgeben) Wird von Ihnen definitiv oder absolut erwartet, wenn Sie zum Meeting oder Brainstorming antreten

Wir haben zurzeit noch ein Delta offen. Wie bitte? Es ist nicht etwa die Rede vom ersten Buchstaben im griechischen Alphabet und auch nicht vom Mündungsgebiet eines großen Flusses, sondern von einem Rückstand. Will heißen: Es blieb manches unerledigt! Ran!

differenzieren = unterscheiden. Unterscheiden Sie selbst zwischen „Wir müssen unsere Differenzierung vorantreiben“ und „He, Leute, loslegen!“

diffizil (frz.: difficile = schwierig, kompliziert) Die Verwendung dieses Wortes soll den Eindruck erwecken, ein Problem sei unlösbar, auch wenn es im Grunde nur kompliziert zu lösen ist.

Direct line (engl: direkte Linie, direkter Draht) Wer keine hat, verfügt auch über keine Kompetenz und hat schon mal überhaupt keine Verantwortung, sondern vielleicht nur eine dotted line (gepunktete Linie)?

Doing (engl.: Umsetzung) Hier wird’s kompliziert: Profis übernehmen das Doing, und dann tun sie das Doing. Aber: Jedes Doing braucht To-dos. Alles klar?

doublechecken = erneut prüfen, meist macht es eine zweite Person, falls ein Null-Checker am Werk war oder aber nicht crossgecheckt wurde

Double Twenty-Four (engl.: ununterbrochene Arbeitszeit von 2 x 24 Stunden), Steigerung des Wholenighters. Kann nach durchzechter Nacht als Ausrede gelten

Downgrade (engl: Herabstufung) Mitarbeiter downgraden, bis sie von selbst gehen. Manchmal klappt es!

downsizen = verkleinern, schrumpfen. Gilt für Projekte, Abteilungen, Personalbestände

Downturn (engl: Abschwung)

draften = einen Entwurf anfertigen oder aufsetzen

Kollege K. fehlt ein bisschen Drive. (engl.: Elan) Ihm fehlt der Schwung

Driver’s Seat (engl.: Fahrersitz) Den hat derjenige inne, der ein Projekt leitet

Drumbeat (engl.: Paukenschlag) Um ein Projekt durchzuziehen, muss er eingehalten werden

Dry run (engl.: Trockenübung) Testlauf für Präsentationen, bei denen das Publikum nicht einschlafen soll (vgl. Death by Powerpoint)

Alle Wörter aus unserer Themenreihe “Sprechen Sie Business” im Überblick
A B C D E F G H I&J K L M N O P Q&R S T U V W XYZ