Laut Statistik ist das E in der deutschen Sprache der am häufigsten vorkommende Buchstabe – und entsprechend umfangreich fällt die heutige Auswahl an typischen Begriffen aus dem Joballtag aus. Sie werden gute Bekannte wiederfinden oder völlig neue Entdeckungen machen – und selbst entscheiden, welche Wörter Sie sich merken möchten und welche nicht.

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Der Job ist ja easy. (engl.: einfach, leicht) Könnte man so verstehen, dass jeder Trottel diese Arbeit hinkriegt. Oder anders: Ich fühle mich unterfordert

Ef|fi|zi|enz = Verhältnis zwischen erbrachter Leistung und Höhe des Aufwandes. In Unternehmen liegt die Effizienz erfahrungsgemäß im Argen, d. h. alle arbeiten daran mit, sie zu verbessern. Das nennt sich dann Effizienzsteigerung (erbrachte Leistung wird im Verhältnis zum Arbeitsaufwand vergrößert)

Ei|gen|dy|na|mik = Weiterentwicklung ohne eigenes Zutun. Manche Vorgänge entwickeln eine rasante Eigendynamik, und wir können nur zuschauen

ein|ver|nehm|lich heißt im Job grundsätzlich: Wir einigen uns nach (nach harten Kämpfen und Auseinandersetzungen)

ein-ein|deu|tig = grammatikalisch eindeutig eigenwillige Steigerung von eindeutig

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ein|ge|preist = einkalkuliert

Das sollte man bei Kollege F. einkippen. D. h., der Kollege F. kriegt eine Aufgabe aufgebrummt und soll’s richten. Die anderen warten bereits darauf, was dabei rauskommt

Wer Ihnen wortreich oder knapp für Ihren Einsatz dankt, lobt eigentlich Ihr Engagement – verwendet dafür aber leider eine Floskel

Daten werden eingepflegt, das klingt hübscher als „reinhacken“

Das Ding haben wir bestens eingestielt. Damit wird ausgedrückt, dass die Vorbereitungen für eine Sache bestens gelaufen sind

ein Stück weit = ein wenig, ein bisschen. Bloß nicht näher festlegen, typischer Ausdruck unter Betroffenheitsbeauftragten

Montag tüten wir das Projekt ein. Dann wird es beschlossen und festgezurrt.

emotional ist das Synonym für alles, was einem unter die Haut geht oder gehen könnte. Z. B. der Abschied von einem Kollegen (den man loswerden wollte) oder ein Meeting (bei dem sich alle in die Haare gekriegt haben). Emotional drückt aus, dass jemand noch was merkt, Gefühle besitzt und den Blick auf die Umwelt nicht verloren hat

Emotionalbaggage (engl.: emotionales Gepäck) = die Leute, die in einer Firma entlassen werden sollen

Empfehlung = Rat, Tipp. Kann ich nur empfehlen – so kann ein Angebot lauten, das Ende eines Gesprächs eingeleitet oder aber ein Auftrag umschrieben werden

EOB (End of Business) – heißt im Unterschied zu asap, dass es dringend ist, wirklich dringend!

entre nous (frz.: unter uns), wird benutzt, um zu verdeutlichen, dass etwas unter vier Augen ablaufen soll, z. B. eine Verabredung

entschlossen, meistens in Verbindung mit vorantreiben benutzt

enttäuscht drückt ein Gefühl aus, sollte daher sparsam verwendet werden

EoM (End of Message) = Ende der Nachricht, öfter in E-Mails zu finden

Eine wirklich interessante Erfahrung. Da hat entweder jemand die Hölle gesehen, oder er kann andere weiterbringen (retten), oder aber die Formulierung dient als Tipp, sich lieber woanders umzusehen

Ich möchte die Erfolgsgeschichte meines Vorgängers fortschreiben. Aufpassen, könnte sein, dass sich da jemand auf dessen Lorbeeren ausruhen möchte

Wir haben ein erfreuliches Ergebnis eingefahren. Im Sinne von okay benutzt heißt es: Es hätte besser laufen können

Ergebnisorientiert werden zunächst Tätigkeiten ausgeführt, die einem bestimmten Ziel dienen und anschließend ergebnisorientiert diskutiert werden. Ergebnisoffen hingegen signalisiert etwas komplett Anderes: Meistens steht das Ergebnis nämlich schon fest

Erschöpfend erklärt wurde etwas, wenn es ausreicht und vom letzten Trottel kapiert worden ist

Das wurde an Ihren Chef eskaliert. In diesem Zusammenhang bedeutet eskalieren petzen, normalerweise heißt es steigern oder verschärfen

ETA (engl.: estimated time of arrival = voraussichtliche Ankunft in der Luftfahrt). Zuspätkommer simsen: Bin spät dran, ETA 15.10

etwas sacken lassen (über etwas nachdenken) So gewinnt man Zeit

expandieren – das wollen natürlich alle, besonders Unternehmen möchten dick ins Geschäft kommen, indem sie auf Expansionskurs gehen

Execution (engl.: Ausführung, Umsetzung) Damit wird das Management auf dem C-Level betraut. Läuft die Execution schlecht, kommt es zum Downgrade

Wie sieht unsere Exitstrategie aus? Z. B. bei einem riskanten Projekt oder in einer Situation, die nicht besonders vorteilhaft ist

Ex|pec|ta|tion Ma|nage|ment sollten Sie beherrschen, wenn Sie die Erwartungen anderer an Sie zu Ihren Gunsten beeinflussen wollen, z. B. die Verkaufszahlen. Es gilt ebenfalls als geschicktes Expectation Management, wenn man weiß, wie man anderen die Schuld in die Schuhe schiebt

ex|pen|ses (engl.; Kosten) Merkmal: zu hoch

Ex|tra|mei|le = Zusatzarbeit, um das Optimum zu schaffen. Synonym für Überstunden und Sonntagsarbeit

Alle Wörter aus unserer Themenreihe “Sprechen Sie Business” im Überblick
A B C D E F G H I&J K L M N O P Q&R S T U V W XYZ