Das Jahr 2022 ist in Deutschland durch eine extrem hohe Inflationsrate geprägt. Das hat für Verbraucher gravierende Folgen, da die Lebenshaltungskosten und Energiepreise deutlich ansteigen. Die Entwicklung der Einkommen kann den Anstieg der Verbraucherpreise aktuell nicht kompensieren. Verbraucher stehen somit vor dem Problem, dass sie mit kaum steigenden Einkünften jetzt und zukünftig immer höhere Preise zahlen müssen. Wir geben im nachfolgenden Artikel Tipps für dieses Dilemma und zeigen außerdem Strategien auf, um sich gut für die Zukunft aufzustellen.

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Höhere Kosten für Wohnraum, Mobilität, Energie und Lebensmittel – das kannst du tun

Vor allem die Kosten für Wohnraum, Mobilität, Energie und Lebensmittel sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein Ende dieses Trends ist vorerst nicht in Sicht. Als Verbraucher hast du jedoch Möglichkeiten, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Auf der einen Seite kannst du Kosten sparen und auf der anderen Seite deine Einnahmen erhöhen. Zusätzlich gibt es im Bereich der Geldanlage Optionen, um die Renditen zu erhöhen, einen Inflationsausgleich zu erzielen und somit das eigene Vermögen zu erhalten.

Mit diesen Tipps senkst du deine Kosten nachhaltig

Insbesondere beim Thema „Mobilität“ lohnt es sich, grundsätzlich keine Neuwagen anzuschaffen. Setze beim Kauf auf Gebrauchtwagen, so sparst du viel Geld. Zusätzlich zeigt sich in Studien, dass E-Autos in der Anschaffung, im Vergleich zu Diesel- und Benzinern, zwar teurer sind. Allerdings kannst du durch Kaufprämien die reinen Anschaffungspreise senken. Weiterhin liegen die Kosten pro 100 Kilometern bei Elektroautos deutlich unter denen von Verbrennern. Bist du auf ein Auto angewiesen, lohnt sich, auch im Hinblick auf den Umweltschutz, der Umstieg auf ein ökologisches Elektroauto. Nicht zuletzt sind die Reparatur- und Wartungskosten bei E-Autos niedrig.

Die Preise für Wohnraum steigen ebenfalls seit Jahren an. Das hat Auswirkungen auf die Kauf- und Mietpreise. Betroffen waren von diesem Anstieg bislang vor allem Objekte in Ballungsgebieten bzw. Großstädten. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass auch auf dem Land die Immobilienpreise steigen. Wenn du in diesem Bereich langfristig Geld sparen möchtest, kann sich ein Umzug lohnen. Dadurch senkst du deine monatlichen Aufwendungen für die Miete. Entscheidest du dich zusätzlich für eine kleinere Wohnung, kannst du zudem Energiekosten sparen.

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So erhöhst du Einkommen langfristig

Viele Menschen konzentrieren sich lediglich auf die Reduzierung der Ausgaben, um der Inflation entgegenzuwirken. Allerdings bedeutet das zwangsläufig, dass du dich zunehmend einschränken musst. Da die Inflation jährlich steigt, wirst du dir immer weniger leisten können, sofern du nicht gleichzeitig auch die Erhöhung deines Einkommens anstrebst.

Der erste Weg, um die eigenen Einnahmen zu erhöhen, liegt natürlich in der Gehaltserhöhung. Sprich deinen Arbeitgeber gezielt auf die Möglichkeiten eines höheren Gehaltes an.

Lese-Tipp: Gehaltsverhandlung: So bekommst du mehr Gehalt

Im Zuge dessen bietet es sich an, in die eigene Person zu investieren. Das bedeutet konkret, dass du mit dem Arbeitgeber besprichst, welche Optionen für eine Weiterbildung bzw. Zusatzqualifikation sich bieten. Mit jeder Bildungsmaßnahme steigt auch dein Wert für deinen Arbeitgeber. Lehnt der Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung ab, kannst du nach der Finanzierung einer Bildungsmaßnahme fragen.

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Dadurch hast du langfristig die Möglichkeit, eine höhere Position im Unternehmen zu erlangen und mehr Geld zu verdienen. Der Arbeitgeber wiederum profitiert ebenfalls, weil du dem Betrieb mit einem Plus an Wissen mehr Umsatz bringst, sofern du dich weiterqualifizierst. Sollte dein Chef die Finanzierung einer Bildungsmaßnahme nicht unterstützen, kannst du die Kosten gegebenenfalls privat übernehmen. Mit der Investition in das eigene Humankapital lässt sich langfristig in der Regel immer auch das Einkommen überproportional steigern. Signalisiere deinem Arbeitgeber durchaus regelmäßig deine Bereitschaft zur Weiterbildung.

Auch ein Jobwechsel kann dich auf der Karriere- und Einkommensleiter voranbringen. Viele Arbeitnehmer kennen ihren eigenen Wert nicht und geben sich mit den derzeitigen Einkünften zufrieden. Es kann jedoch durchaus sinnvoll sein, das Unternehmen zu wechseln und dadurch Zugang zu einer besseren Position oder einem höheren Gehalt zu bekommen. Vielleicht bringst du zudem Qualifikationen mit, die in einem anderen Unternehmen dringend benötigt werden.

Lese-Tipp: Wer sein Gehalt steigern möchte, sollte den Job wechseln – und zwar regelmäßig

Letztlich kannst du deine Einkünfte selbstverständlich erhöhen, indem du einen Nebenjob annimmst. Bedenke dabei jedoch, dass du deinen Arbeitgeber darüber informieren musst.

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Vermögensaufbau und Inflationsausgleich mit der richtigen Geldanlage

In Deutschland setzen noch immer sehr viele Menschen auf festverzinsliche Anlagen. Dazu zählen beispielsweise Sparbücher und Festgeldkonten. Die hohe Inflation in Kombination mit der sehr niedrigen Verzinsung sorgt jedoch dafür, dass das Vermögen auf diese Weise nicht erhalten werden kann. Statistisch verliert dein Kapital jährlich 2 % an Wert (aktuell 8%), wenn du es auf dem Sparbuch liegen lässt.

Aus diesem Grund ist es, auch vor dem Hintergrund einer drohenden Altersarmut, ratsam, alternative Anlageformen in Betracht zu ziehen. Wer in den letzten 100 Jahren beispielsweise in den Aktienmarkt investiert hat, konnte jährlich eine Rendite von ca. 8 % erwirtschaften. Da die Niedrigzinspolitik voraussichtlich in absehbarer Zeit nicht endet, solltest du darüber nachdenken, zumindest einen Teil des eigenen Vermögens langfristig in den Aktienmarkt zu investieren. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang einen Anlagehorizont von 7 bis 10 Jahren.

Außerdem zeigt sich, dass der Kauf von Exchange-traded funds (ETFs) für Privatanleger kostengünstig und vorteilhaft ist. Bespare monatlich einen ETF und profitiere auf diesem Weg vom Cost Average Effekt (Durchschnittskosteneffekt). Dadurch kaufst du in Zeiten niedrigerer Kurse günstig ein. Meide zudem Aktienfonds mit Ausgabeaufschlägen.

Beim Thema „Geldanlage“ und „Inflationsschutz“ ist es weiterhin wichtig, das Kapital gut zu diversifizieren. Das heißt, dass du nicht dein gesamtes Vermögen in eine Anlageklasse, wie zum Beispiel Aktien, investieren. Teile das Geld stattdessen auf verschiedene Assets auf. Einen hohen Inflationsschutz bieten dabei grundsätzlich Sachwerte. Dazu zählen, neben Aktien und Edelmetallen, Immobilien. Mit der Investition in eine eigene Eigentumswohnung sicherst du dich und dein Vermögen langfristig gegen die Inflation ab und investierst in deine Altersvorsorge. Zusätzlich profitierst du von den steigenden Immobilienpreisen und musst keine hohen Mieten befürchten.