Die Steuererklärung ist wohl eines dieser Themen, welches bei niemandem Freudenschreie auslöst. Jahr für Jahr müssen Sie Stunden in den nervigen Papierkram investieren oder viel Geld für den Steuerberater ausgeben, nur um dann am Ende doch einen Großteil Ihres hart erarbeiteten Geldes an den Staat abzutreten. Kein Zweifel, dass Steuern wichtig und für den Staat unerlässlich sind. Doch ernsthaft: Wem macht die Steuererklärung Spaß? Und vor allem: Wer „durchblickt“ sie? Selbst Steuerberater zeigen sich ja oftmals überfordert. Wir haben deshalb jetzt die wichtigsten Informationen zusammengetragen, damit Sie bei der nächsten Steuererklärung viel Zeit und vielleicht auch ein wenig Geld sparen können.

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Verärgerter Mann mit Steuererklärung beim Steuerberater
Bildernachweis: © Style-Photography – Fotolia.com

Inhalt
1. Steuererklärung: Was ist das eigentlich?
2. Wer muss eine Steuererklärung einreichen – und wer nicht?
3. Welche Strafen drohen bei Nichteinreichung der Steuererklärung?
4. Fristen: Wann müssen Sie die Steuererklärung einreichen?
5. Steuererklärung: Wer bekommt Geld zurück?
6. Welche Grundfreibeträge gibt es?
7. Und wer muss Steuern nachzahlen?
8. Welche Steuerklassen gibt es?
9. Wie funktioniert die Steuererklärung?
10. Wie können Sie die Steuererklärung abgeben?
11. Welche Kosten können Sie von der Steuer absetzen?
12. Wo müssen Sie die Steuererklärung unterschreiben?

Steuererklärung: Was ist das eigentlich?

Die Steuererklärung dient dem Zweck, der Finanzbehörde als juristische oder natürliche Person all jene Informationen zur Verfügung zu stellen, welche diese zur Berechnung Ihrer Steuer benötigt. Fast alle Personen sowie Unternehmen in Deutschland müssen demnach jährlich eine Steuererklärung einreichen. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur wenige.

Dennoch hat die Steuererklärung für viele Betroffene auch etwas Positives: Da die Einkommen- oder Lohnsteuer in der Regel vorab als eine Art Vorauszahlung eingezogen wird, erhalten Sie häufig nach der Steuererklärung wieder Geld zurück. Im Schnitt sind das etwa 800 bis 900 Euro pro Jahr. Dadurch möchte der Staat natürlich sichergehen, dass er im Falle des Ausbleibens Ihrer Steuererklärung kein Verlustgeschäft macht. Die Steuerrückzahlung ist deshalb für viele Deutsche die Motivation für ihre Steuererklärung.

Wer muss eine Steuererklärung einreichen – und wer nicht?

Eine weitere Motivation liegt schlichtweg in dem Zwang zur Steuererklärung. Denn folgende Personengruppen sowie juristische Personen sind in Deutschland zur Einreichung ihrer Steuererklärung verpflichtet:

  • Personen, bei welchen ein Lohnsteuerermäßigungsantrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist.
  • Personen mit Einnahmen aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb über dem Grundfreibetrag.
  • Personen, bei welchen im Vorjahr ein Verlust festgestellt wurde.
  • Personen, die in einer Lebensgemeinschaft gemeldet sind, aber bei welchen mindestens einer der Partner eine getrennte Veranlagung beantragt hat.
  • Personen mit mehreren parallelen Arbeitgebern im betreffenden Jahr.
  • Geschiedene Personen, welche im betreffenden Jahr erneut geheiratet haben.
  • Gemeinschaften mit den Lohnsteuerklassen III/V beziehungsweise IV/IV.
  • Personen mit Bezug von steuerfreien Lohnersatzleistungen aus Arbeitslosen-, Eltern-, Kurzarbeitergeld oder Aufstockungsbeiträgen zur Altersteilzeit von mehr als 410 Euro.
  • Personen, bei welchen noch die Kirchen- oder Kapitalertragssteuer offen ist.
  • Personen mit Einnahmen aus Vermietung, einer Rente oder als Landwirt über dem Grundfreibetrag.
  • Personen, die im Vorjahr aufgrund einer Abfindung die Fünftelregelung in Anspruch genommen haben.

Lese-Tipp: Anspruch auf Abfindung bei Kündigung durch Arbeitgeber

Auch, wenn Sie nicht zur Steuererklärung verpflichtet sein sollten, kann sich diese finanziell für Sie dennoch lohnen. Die Beauftragung eines Steuerberaters ist hingegen nur in Ausnahmefällen sinnvoll, zum Beispiel bei Selbstständigen, Freiberuflern oder juristischen Personen.

§ 140 Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach anderen Gesetzen

Wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, hat die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen.

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(Quelle: Abgabenordnung)

Welche Strafen drohen bei Nichteinreichung der Steuererklärung?

Sollten Sie gesetzlich zur Einreichung einer Steuererklärung verpflichtet sein, drohen Ihnen natürlich Strafen, wenn Sie dieser Pflicht nicht oder zu spät nachkommen. In der Regel erhalten Sie zuerst ein „freundliches“ Erinnerungsschreiben des Finanzamtes, dass Sie Ihre Steuererklärung bis zu einem entsprechenden Termin nachreichen sollen. Kommen Sie dieser Aufforderung nicht nach, wird der Brief schon weniger freundlich und es werden Ihnen rechtliche Konsequenzen im Sinne eines Zwangsgeldes angedroht.

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Zudem müssen Sie so oder so in der Regel bereits einen Versäumniszuschlag bezahlen. Reichen Sie Ihre Steuererklärung auch bis zu dem weiteren Termin nicht nach, drohen Ihnen weitere Zuschläge in Höhe von bis zu zehn Prozent des festgesetzten Steuerbetrages. Allerdings wird hierfür eine Höchstgrenze von 25.000 Euro definiert. Sollten Sie trotz allem immer noch keine Steuererklärung einreichen, schätzt das Finanzamt Ihre Steuerschuld kurzerhand – und zwar großzügig – und stellt Ihnen diese zuzüglich Versäumnisgebühren in Rechnung.

Fristen: Wann müssen Sie die Steuererklärung einreichen?

Welche Frist für Ihre Steuererklärung gilt, hängt von Ihrem individuellen Fall ab. Prinzipiell müssen alle zur Steuererklärung verpflichteten Personen ihre Unterlagen bis zum 31. Mai des Folgejahres einreichen. Sie stellen also im Jahr 2017 die Steuererklärung für das Jahr 2016 aus. Sollten Sie diese Frist nicht schaffen, können Sie vor dem 31. Mai (!) einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Hierfür muss aber ein triftiger Grund vorliegen wie beispielsweise

  • fehlende Belege aus dem Steuerjahr,
  • Krankheit,
  • Umzug oder
  • Arbeitsüberlastung.

Ab dem Jahr 2018 gilt für einige Bundesländer zudem die neue Abgabefrist am 31. Juli. Betroffen sind hiervon Bayern, Baden-Württemberg sowie Nordrhein-Westfalen. Sollten Sie einen Steuerberater beauftragt haben, kann dieser von einer Fristverlängerung bis zum 31. Dezember Gebrauch machen. Auch diese gilt natürlich für die Steuererklärung des Vorjahres. Der Steuerberater kann also spätestens am 31. Dezember 2017 Ihre Steuererklärung für das Jahr 2016 einreichen. Diese Fristverlängerung muss vom Steuerberater zwar begründet werden, dies stellt für ihn aber in der Regel kein großes Problem dar – alleine aufgrund seiner Arbeitslast.

§ 109 Verlängerung von Fristen

(1) Fristen zur Einreichung von Steuererklärungen und Fristen, die von einer Finanzbehörde gesetzt sind, können vorbehaltlich des Absatzes 2 verlängert werden. Sind solche Fristen bereits abgelaufen, können sie vorbehaltlich des Absatzes 2 rückwirkend verlängert werden, insbesondere wenn es unbillig wäre, die durch den Fristablauf eingetretenen Rechtsfolgen bestehen zu lassen.
(2) Absatz 1 ist
1. in den Fällen des § 149 Absatz 3 auf Zeiträume nach dem letzten Tag des Monats Februar des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres und
2. in den Fällen des § 149 Absatz 4 auf Zeiträume nach dem in der Anordnung bestimmten Zeitpunkt nur anzuwenden, falls der Steuerpflichtige ohne Verschulden verhindert ist oder war, die Steuererklärungsfrist einzuhalten. Bei Steuerpflichtigen, die ihren Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln, tritt an die Stelle des letzten Tages des Monats Februar der 31. Juli des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres. Das Verschulden eines Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen ist dem Steuerpflichtigen zuzurechnen.
(3) Die Finanzbehörde kann die Verlängerung der Frist mit einer Nebenbestimmung versehen, insbesondere von einer Sicherheitsleistung abhängig machen.

(Quelle: Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens)

Ebenfalls ab dem Jahr 2018 kann in Sonderfällen die Frist bis zum letzten Tag des Monats Februar des Zweitfolgejahres verlängert werden, wenn Sie einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragen. Sollten Sie nicht zur Steuererklärung verpflichtet sein, diese aber dennoch freiwillig einreichen wollen, so haben Sie sogar vier Jahre lang Zeit. Sie können Ihre Steuererklärung für das Jahr 2016 also spätestens am 31. Mai 2019 beziehungsweise 31. Dezember 2019 (Steuerberater) nachreichen. Anschließend erhalten Sie den Steuerbescheid, welcher Ihre Steuerschuld festlegt.

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Steuererklärung: Wer bekommt Geld zurück?

Im Jahr 2012 erhielten die Steuerpflichtigen in Deutschland durchschnittlich 901 Euro zurück. Mittlerweile wird der Wert auf etwa 880 Euro geschätzt. Doch wer erhält eine solch saftige Rückzahlung und weshalb? Ganz einfach: 87 Prozent aller Steuererklärung haben eine Rückzahlung durch das Finanzamt zur Folge. Nur die verbleibenden 13 Prozent müssen entweder nachzahlen oder sie kommen in etwa auf null heraus. Arbeitnehmer haben demnach eine sehr hohe Chance auf die Steuerrückzahlung. Daran gemessen lohnen sich die wenigen Stunden oder ein bis zwei Tage, welche Sie für Ihre Steuererklärung brauchen, in den meisten Fällen finanziell. Besonders viel Geld zurück bekommen Sie, wenn Sie von zahlreichen Grundfreibeträgen profitieren können oder hohe Kosten haben, die absetzbar sind.

Welche Grundfreibeträge gibt es?

Es gibt verschiedene Arten der Grundfreibeträge. So existiert einerseits der Grundfreibetrag, innerhalb dessen Sie weder Steuern zahlen noch eine Steuererklärung einreichen müssen. Diese Grundfreibeträge dienen der sogenannten Sicherung des Existenzminimums. Das Bundeskabinett beschließt bei seinen Sitzungen im Zweijahresrhythmus, ob, wann und wie hoch der Grundfreibetrag beispielsweise aufgrund der Inflation steigen muss. Im Jahr 2017 liegen die Werte bei

  • 8.820 Euro für Ledige und
  • 17.640 Euro für Verheiratete.

Im Jahr 2018 steigt der Grundfreibetrag auf

  • 9.000 Euro für Ledige und
  • 18.000 Euro für Verheiratete.

Im Jahr 2017 gelten zudem folgende steuerliche Frei-, Pausch-, Höchst- und Abzugsbeträge:

Kinderfreibetrag4.716,- €
Ausbildungsfreibetrag924,- €
Erziehungsfreibetrag2.640,- €
Kindergeld1. und 2. Kind 192,- €
3. Kind 198,- €
ab dem 4. Kind 223,- €
Entlastungsfreibetrag für Alleinerziehende1. Kind 1.908,- €
jedes weitere Kind 240,- €
Kinderbetreuungskosten2/3 bis maximal 4.000,- €
Steuerabzugsbeträge für haushaltsnahe Hilfen 20%sonstige Dienstleistungen bis max. 4.000,- €
Handwerkerleistungen bis max. 1.200,- €
450-Euro-Hilfe bis max. 510,- €
sozialversicherungspflichtige Hilfe bis max. 4.000,- €
Sparzulage Beteiligungssparen20.000,- €
Sparzulage Bausparen17.900,- €
Wohnungsbauprämie25.600,- €

 

Und wer muss Steuern nachzahlen?

Steuern nachzahlen muss prinzipiell jeder, der im Laufe des betreffenden Jahres zu wenig vorausgezahlt hat. Klingt logisch. Das ist allerdings meist nur in Ausnahmefällen üblich. Normalerweise ist der Staat darauf bedacht, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige einen möglichst realistischen, lieber etwas zu hohen Betrag vorauszahlen. Dementsprechend ist die Rückzahlung deutlich häufiger als die Nachzahlung. Typische – aber längst nicht die einzigen – Fälle, in welchen Sie Steuern nachzahlen müssen, sind beispielsweise:

  • Zu Beginn einer Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit, wenn dem Finanzamt noch keine Berechungsgrundlage zur Verfügung stehen.
  • Wenn Sie in einem Kalenderjahr sowohl Einkünfte, sei es selbst oder durch den Partner, generiert als auch Sozialleistungen wie Elterngeld, Arbeitslosengeld I oder Krankengeld bezogen haben.
  • Bei Paaren in den Steuerklassen III und V fallen ebenfalls häufiger Nachzahlungen an, wenn ein Partner mehr als 60 Prozent der Einnahmen generiert. Der Partner in Lohnsteuerklasse V muss demnach häufig am Ende aufgrund der gemeinsamen Veranlagung mit der Steuerklasse III nachzahlen.

Welche Steuerklassen gibt es?

Insgesamt gibt es in Deutschland sechs verschiedene Steuerklassen, welche Auswirkungen auf die Steuerlast sowie Freibeträge der jeweiligen Person haben. Diese Steuerklassen werden je nach individueller Situation entweder zugeteilt oder sie können nach gewissen Vorgaben gewählt werden. Es handelt sich hierbei um:

  1. Ledige Arbeitnehmer, welche mehr als 450,- Euro im Monat beziehungsweise mehr als den Grundfreibetrag pro Jahr verdienen, werden automatisch in Lohnsteuerklasse I eingeteilt. Selbiges gilt für dauerhaft getrennt lebende Paare oder Paare, bei welchen ein Partner langfristig im Ausland wohnhaft ist.
  2. Die Lohnsteuerklasse II gilt für alleinerziehende Arbeitnehmer mit einem Verdienst über dem Grundfreibetrag. Diese können frei entscheiden, ob sie anstelle der Lohnsteuerklasse I die Lohnsteuerklasse II beantragen möchten.
  3. Die Lohnsteuerklasse III beantragen können lediglich verheiratete Paare mit gemeinschaftlicher Veranlagung. Sie wird in der Regel nur von einem Partner verwendet, während sich der andere dann automatisch in Lohnsteuerklasse V befindet. Dieses Modell wird häufig gewählt, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere.
  4. Ehepartner können zudem die Kombination der Lohnsteuerklasse IV wählen. In diesem Fall befinden sich beide Partner in derselben Lohnsteuerklasse. Dieses Modell ist daher sinnvoll, wenn diese in etwa gleich viel verdienen.
  5. Die Lohnsteuerklasse V wird – wie bereits erwähnt – von verheirateten Paaren als Kombination zur Lohnsteuerklasse III gewählt.
  6. Die Lohnsteuerklasse VI kommt nur zum Einsatz, wenn ein Arbeitnehmer eine zweite Lohnsteuerkarte für ein paralleles Arbeitsverhältnis beantragt. Während die Lohnsteuerklasse VI nur für Nebentätigkeiten genutzt wird, hat der Arbeitnehmer in seiner Haupttätigkeit eine der anderen Lohnsteuerklassen.

Lese-Tipp: Lohn- und Gehaltsabrechnung: Steuerklassen und Freibeträge

Wie funktioniert die Steuererklärung?

Für Ihre Steuererklärung holen Sie sich beim Finanzamt die entsprechenden Formulare. Hierzu gehören der Mantelbogen für die Einkommensteuererklärung sowie je nach individuellem Bedarf die Anlagen

  • C – für beschränkt Steuerpflichtige
  • N – für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
  • N – für ausländische Einkünfte
  • S – für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • SO – für sonstige Einkünfte
  • U – für den Antrag auf Abzug von Unterhaltsleistungen
  • Kind – für die steuerliche Berücksichtigung von Kindern
  • KAP – für Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • AUS – für ausländische Einkünfte und Steuern
  • R – für Renten und andere Leistungen
  • Vorsorgeaufwand – für Angaben zu Vorsorgeaufwendungen des Steuerpflichtigen
  • G – für Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • FW – für die Förderung des Wohneigentums
  • L – für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

In der Regel sind allen Formularen entsprechende Anleitungen zum Ausfüllen beigelegt, sodass sich der Steuerpflichtige Schritt für Schritt durcharbeiten kann. Zudem ist in den Formularen vermerkt, wenn Sie Ihrer Steuererklärung zu dem entsprechenden Punkt weitere Belege hinzufügen müssen. Mittlerweile ist der Kampf mit dem Papierkram jedoch nicht mehr unbedingt notwendig. Sie können stattdessen die Software ELSTER nutzen.

Infografik: Erstmals rund 20 Millionen elektronische Steuererklärungen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Während quasi alle Steuerberater mittlerweile auf die elektronische Steuerübermittlung umgestiegen sind, wählen auch
mehr und mehr Privatpersonen den Weg über ELSTER. Wie das funktioniert, erfahren Sie in folgendem Video:

Wie können Sie die Steuererklärung abgeben?

Sie können Ihre Steuererklärung also entweder mittels ELSTER auf digitalem Wege übermitteln oder klassisch den Postweg wählen. In letzterem Fall empfiehlt sich die Versendung mittels Einschreiben, damit Sie gegenüber dem Finanzamt nachweisen können, dass und wann Sie die Unterlagen eingesendet haben – schließlich könnten diese auf dem Postweg verlorengehen.

Welche Kosten können Sie von der Steuer absetzen?

Um Ihre Steuerlast zu mindern und dadurch Ihre Chance auf eine saftige Rückzahlung zu erhöhen, können Sie als Arbeitnehmer folgende Kosten steuerlich absetzen:

  • Kinder,
  • Sonderausgaben,
  • außergewöhnliche Belastungen,
  • haushaltsnahe Dienstleistungen und
  • Werbungskosten.

Zu den Werbungskosten gehören beispielsweise

  • Fahrtkosten zum Arbeitsplatz,
  • Kosten für Berufskleidung,
  • Bewerbungskosten,
  • Fortbildungskosten,
  • Umzugskosten,
  • häusliches Arbeitszimmer oder
  • Unfallkosten.

Sollten Sie keine Werbungskosten beantragen, wird Ihnen automatisch ein Werbungskostenabzug in Höhe von 1.000,- Euro zugesprochen. Es handelt sich dabei um den sogenannten Arbeitnehmer-Pauschbetrag.

Lese-Tipp: Fahrtkostenzuschuss für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Wo müssen Sie die Steuererklärung unterschreiben?

Schlussendlich müssen Sie nur noch Ihre Unterschrift unter die Steuererklärung setzen, um für die Rechtmäßigkeit aller gemachten Angaben zu bürgen. In Papierform finden Sie hierfür ein Feld auf Seite 4 des Mantelbogens für die Einkommensteuererklärung. Bei der elektronischen Steuererklärung via ELSTER können Sie die Formulare zwar direkt digital übermitteln, dennoch müssen Sie diese auch hier noch anschließend in komprimierter Form ausdrucken, unterzeichnen und dem Finanzamt persönlich oder auf dem Postweg zukommen lassen.

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Welche weiteren Informationen haben Sie zur Steuererklärung? Oder kennen Sie praktische Tipps für Arbeitnehmer, um Steuern zu sparen? Wir bedanken uns für Ihre Ergänzungen in den Kommentaren!