Wie so oft im Leben ist der erste Eindruck sehr wichtig. Dies gilt natürlich besonders bei einer schriftlichen Bewerbung.

Die Bewerbungsmappe ist das Erste, was der Personalsachbearbeiter in den Händen hält und da möchte man natürlich positiv auffallen. Nur welches ist die richtige Mappe? Gibt es überhaupt die perfekte Bewerbungsmappe und aus welchem Material soll sie sein?

Trendfrage: Pappe oder Plastik?

Bei den Bewerbern geht der Trend bei der Bewerbungsmappe ganz klar zur 2- bis 3-fach aufklappbaren Pappmappe. Sie wirkt in gedeckten Farben sehr edel und hochwertig. Ein klassischer Klemmhefter ist stattdessen in den Verruf gekommen, er würde billig aussehen. Soweit die Theorie.

Eine Umfrage unter unseren Personalern hat dagegen ganz unterschiedliche Ergebnisse gebracht. Die einen favorisieren die Pappmappe, weil sie aufgeklappt alle Informationen auf einem Blick bieten. Andere argumentieren dagegen, dass grad eine aufgeklappte Pappmappe sehr viel Platz benötigt. Daher bevorzugen sie die Klemmhefter aus Plastik mit einem durchsichtigen Deckel. So ist es einfacher eine bestimmte Mappe wiederzufinden und ist dann das erste Blatt noch ein Deckblatt mit Bild und den wichtigsten Daten im Überblick, ist der Wiedererkennungsfaktor ungemein höher.

Fazit, ob Pappe oder Plastik ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass sich die Bewerbungsmappe gut und hochwertig anfühlt und Sie sich mit der Mappe gut repräsentiert fühlen. Außerdem sollten Sie die Bewerbungsmappe in einer Versandtasche mit Kartonrückseite versenden, damit sie auch auf dem Postweg gut geschützt ist und möglichst unbeschadet beim Empfänger eintrifft.

Drei Bewerbungsmappen unter die Lupe genommen

Um einen besseren Einblick über die verschiedenen Arten von Bewerbungsmappen zu erhalten, habe ich mir drei verschiedene Exemplare bestellt.

Als erste Mappe liegt die Bewerbungsmappe Select von Pagna vor mir. Sie ist aus hochwertigem Karton und auf dem Deckel ist „Bewerbung“ gedruckt. Insgesamt kann sie dreifach aufgeklappt werden und bietet eine Klemmschiene im Mittelteil. Durch die Aufklappweise bietet es sich an, auf der ersten Seite ein Deckblatt mit allen wichtigen Informationen einzufügen. Klappt man dann erneut auf, kann sowohl in der Mitte als auch auf der rechten Seite ein Blatt eingehängt werden, auf denen gut ein zweiseitiger Lebenslauf untergebracht werden kann. In die Klemmschiene werden dann zusätzlich die Zeugnisse und Fortbildungsnachweise eingeklemmt. Insgesamt wirkt die Bewerbungsmappe sehr hochwertig und übersichtlich.

Bewerbungsmappe Select von Pagna
Die zweite Mappe ist der Klemmhefter Duraswing von Durable. Es handelt sich hierbei um eine Kunststoffmappe, die keinen durchsichtigen Deckel hat, sondern durchgefärbt ist. Auch hier ist „Bewerbung“ aufgedruckt. Insgesamt kann die Bewerbungsmappe nur einmal aufgeklappt werden. Das heißt alle Dokumente (bis zu 30 Seiten) werden in chronologischer Reihenfolge mit der Federklemm-Mechanik aus Kunststoff befestigt. Diese Bewerbungsmappe wirkt moderner als die Pappmappe und ist durch das Plastik auch unempfindlicher gegenüber Schmutz. Grad wenn die Mappen öfters verwendet werden müssen, ist dies ein wichtiger Punkt bei der Entscheidungsfindung.

Klemmhefter Duraswing von Durable

Die dritte Bewerbungsmappe ist das Pagna Bewerbungsset Score. Es handelt sich hierbei um eine Rückseite aus Pappe und einen Deckel aus durchsichtigem Kunststoff, die mit einer Klemmschiene zusammengehalten werden. Auf der Schiene ist in silbernen Buchstaben „Bewerbung“ gedruckt. Für mich verbindet diese Mappe das Beste aus beiden Bewerbungsmappen-Varianten. Durch den durchsichtigen Deckel ist die Präsenz erhöht, der silberne Schriftzug ist chic und modern und die Papprückseite fasst sich gut an.

Pagna Bewerbungsset Score

Zu guter Letzt nun noch ein kleiner Preisvergleich. Die Score-Mappe ist auch hier die Gewinnerin mit einem Stückpreis von 1,18 EUR. Die Duraswing kostet 1,72 EUR und die Pappmappe Pagna Select 1,90 EUR. Trotz günstigen Preisen wirken die Bewerbungsmappen aber alle drei nicht billig und sind hochwertig verarbeitet.

Übrigens: In unserem Blog http://blog.otto-office.com verlosen wir die getesteten und andere Bewerbungsmappen. Außerdem erhalten Sie dort viele weitere Tipps rund um das Thema Bewerbung. Schauen Sie mal rein.

Welche Bewerbungsmappe findet Ihr am besten? Schreibt Eure Meinung bitte unten in den Kommentar-Bereich.

Die Autorin Nina-Kristin Riemichen arbeitet seit November 2006 beim Büromittelversender OTTO Office und schreibt seit 2011 auch im OTTO Office Blog „Rund ums Büro“. Dort gibt es Informationen und Tipps zur Arbeit im Büro.

8 Kommentare

  1. Meine Meinung:
    Normale Bewerbungen schreibt ja heute jeder. Vielmehr muss der Bewerber sich von den anderen mit mehr Kreativität absetzen. Dann klappt es auch.

  2. Die Bewerbungsmappen sind schon vollkommen aus der Mode gekommen und wurden durch elektronische Bewerbungen (email, online) zu einem sehr hohen Prozentsatz bereits ersetzt (zumindest in Ö).

  3. Thomas Krug

    Beim Personalvermittler reicht alles in eine (=1) ordentliche PDF. Ansonsten: Lose-Blatt ungeheftet, weil die Unterlagen eh digitalisiert werden.

  4. Ulrich Ivens

    Bitte lasst einfach die Mappen weg. Die sind schlecht für die Umwelt und völlig sinnfrei. Als Personaler kämpfe ich mich mit meinen Kollegen durch mehr als 5000 Bewerbungen jährlich. Insbesondere wenn man mit einem elektronischen Workflow weiterarbeitet (auseinanderrupfen, scannen, zusammenbauen, zurückschicken…) stören die ungemein. Merkt ihr was? Dürfte ein Grund sein, warum viele Unternehmen die Mappen und Bewerbungsunterlagen nicht zurück schicken.

    Fazit: Jede Mappe ist eine Mappe zuviel!

    Übrigens wir schicken alles zurück, außer es geht kaputt, was sich bei manchen Mappenkonstruktionen leider nicht vermeiden lässt.

  5. Bewerbungsmappen in Papierform verlieren sicher immer mehr an Bedeutung, sind jedoch nach wie vor in vielen Branchen wie dem öffentlichen Dienst, dem sozialen Bereich oder Klein- und auch Mittelständischen Unternehmen die wichtigste Bewerbungsart.
    Außerdem macht es Sinn, eine vollständige Bewerbungsmappe zum Vorstellungsgespräch mitzubringen.

    Meine Lieblingsmappe ist die “Bewerbungsmappe mit Sichtfenster” (leider hier im Artikel nicht vorgestellt): Durch das Sichtfenster ist das Deckblatt nach außen sichtbar und der Personaler kann die Mappe leicht im Stapel wieder finden, ähnlich wie bei der Mappe “Score”. Diese Mappe finde ich weniger praktisch, weil die Unterlagen durch den klarsichtigen Mappendeckel nur beschwerlich umgeblättert werden können. D.h. die Unterlagen müssen aus der Schiene heraus genommen werden.
    Bei einer dreiteiligen Mappe würde ich auf jeden Fall eine mit 2 Klemmschienen wählen. Das erleichtert die Handhabung im Vergleich zu den ausgestanzten Kartonlaschen.

  6. Thomas Müller

    Bewerber, die bei uns einen souveränen und bleibenden ersten Eindruck hinterlassen, bewerben sich zumeist mit Bewerbungsmappe aus hochwertigem Karton. Eine gut sortierte und ordentliche Bewerbungsmappe in Papierform stellt nach wie vor die erste Arbeitsprobe dar. Eine minderwertige und unsaubere Mappe bedeutet für uns bereits das erste Ausschlusskriterium.

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