Sie fühlen sich nach den schwersten Phasen eines Burnouts wieder fit genug, um auf den Arbeitsplatz zurück zu kehren oder sich eine neue Stelle zu suchen? Worauf sollten Sie nun ganz besonders achten?

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Wenn Sie in den „heißen“ Phasen des Burnouts psychotherapeutische Unterstützung genutzt beziehungsweise in einem Rehabilitationszentrum wieder zu alter Kraft gefunden haben, dann sollten Sie dort schon wichtige Einsichten erarbeitet und Informationen erhalten haben, die zur Vorbereitung auf die nächste Zeit nützlich sind.

Was hat mich ins Burnout gestürzt?

Durch eine genaue Analyse der Burnout-Ursachen lassen sich wichtige Hinweise finden, wie der Weg zurück ins Arbeitsleben am besten zu gestalten ist. Es gibt vielfältige Ursachen, welche die tiefe Erschöpfung und den Zusammenbruch bewirkt haben. Beispielsweise ein aggressives Arbeitsumfeld (Mobbing, Bossing, belastende Umweltfaktoren wie Lärm, Hitze u.ä.), massive Überforderung, endlose Überstunden sowie geringe Wertschätzung, um nur einige der wichtigsten Faktoren für ein „Ausbrennen“ zu nennen.

Sind die Auslöser des Burnouts am bisherigen Arbeitsplatz veränderbar?

ArbeitgeberInnen, die ihre Fürsorgepflicht tatsächlich wahrnehmen, werden sich für eine gelungene Rückkehr auch wirklich einsetzen. Damit der Wiedereinstieg nicht zum Rückfall führt, müssen sich ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn an einen Tisch setzen und die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Neustart gemeinsam aushandeln. Wichtig ist vor allem, die Auslöser des Burnouts ab nun zu vermeiden. Die Stressoren (Arbeitsumfeld, Arbeitsanforderungen, Arbeitsklima) müssen offen angesprochen werden und Wege gesucht werden, die eine gelungene Rückkehr möglich machen. Es sollte auch ein langsamer Einstieg mit verminderter Stundenanzahl, jedoch auf jeden Fall mit absoluter Vermeidung von Überstunden, besprochen werden. Ein Wechsel des Aufgabengebietes, geregelte Arbeitszeiten und konsequent eingehaltene Pausen sind weitere wichtige Themen.

Nutzen Sie auch die Ressourcen, die sich durch ein gutes Zeitmanagement ergeben. Setzen Sie bewusst Prioritäten und planen Sie genügend Zeit für Entspannung, Familie, Freunde und Ihre Hobbys ein.

Mit ehemaligen oder neuen KollegInnen ist zu besprechen, warum bestimmte Vereinbarungen getroffen wurden, damit Gerüchten über Bevorzugungen vorzeitig der Boden entzogen wird und keine Neidreaktionen auftreten.

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Starten Sie neu durch!

Auch ein Arbeitsplatzwechsel oder vollkommene berufliche Neuorientierung sind möglicherweise Alternativen, um im Beruf neu durchstarten zu können.

Gehen Sie nach einem Burnout sensibel mit Ihrem Körper um und achten Sie auf Ihre psychische und physische Leistungsfähigkeit. Freuen Sie sich über die neue Lebensqualität, die Sie durch häufigeres „Nein-Sagen“, selbstbestimmte Prioritätensetzung und neue Freiheiten gewonnen haben.

Gehen Sie optimistisch und mit neuem Mut in die Zukunft!

Franz Bauer
Foto: Franz Bauer

Franz Bauer ist der Spezialist für Karriere, Bewerbung und Burnout in Wien. Profitieren Sie von seiner langjährigen Erfahrung in der Beratung von Führungskräften, ProjektmanagerInnen und Menschen, die den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen wollen.www.franz-bauer.at