Bei den Musketieren hieß es bekanntlich “Einer für alle, alle für einen” – so oder ähnlich könnte auch das Motto lauten, wenn motiviert und effizient im Team gearbeitet wird. 

Wir ziehen alle an einem Strang

In einem kreativen Team ist das Zusammengehörigkeitsgefühl entscheidend, damit ergebnisorientierte Lösungen gefunden werden. Um einen möglichst komplexen Input bei Meetings zu erreichen, sollten sich die einzelnen Teilnehmer so stark wie möglich voneinander unterscheiden und zwar hinsichtlich ihres Geschlechts und Alters. Auch Herkunft, Qualifikation, professionelle Erfahrung und Denkweise können gar nicht verschieden genug sein.

Je uneinheitlicher das Team strukturiert ist, desto schwieriger dürfte es allerdings sein, auf einen Nenner kommen. Damit sich der richtige Teamgeist entwickeln kann, sollte die Gruppe einerseits heterogen sein und ein Feuerwerk von Ideen produzieren, gleichzeitig dürfen sich die Teilnehmer auch nicht allzu zusammengewürfelt vorkommen.

Wie sich ein Team steuern lässt

Wer die Leitung eines Teams übernimmt, muss wissen, wie Teamgeist entsteht und wie er gesteigert oder gefestigt wird. Eine Voraussetzung dafür sind deutlich formulierte Problemstellungen. Lob oder finanzielle Anerkennung können ein Ansporn sein, häufig aber ist die Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen und zunächst verblüffenden Ideen der kräftigste Motivationsschub. Die Teamleitung kümmert sich darum, zu einer teamspezifischen Sprachregelung zu finden und einvernehmlich Etappenziele festzulegen. Außerdem ist sie verantwortlich dafür, den Zusammenhalt auch gegen den Druck von außen zu gewährleisten.

Es dient der gesamten Gruppe, wenn sich einzelne Teilnehmer gezielt weiterbilden. Kreative und zugleich kreative Teamarbeit durchbricht alte Muster und stellt sich neuen Herausforderungen. Unter diesem Aspekt bewährt sich die Teamleitung als Motor des Ganzen und gelegentlich als Korrektiv, falls es erforderlich ist.

Ein paar Regeln müssen sein

Hier ist nicht die Rede von “Gesetzen”, aber einige Leitlinien helfen allen Mitarbeitern, sich als Teamworker gut zu fühlen. Dies betrifft beispielsweise die Entscheidungen, die in der Gruppe getroffen werden. Normalerweise wird darüber abgestimmt. Damit ist verbunden, dass auch diejenigen das Ergebnis vertreten und umsetzen, die sich gegen das Votum der Mehrheit ausgesprochen haben.

Da ein gutes Team aus Teilnehmern mit unterschiedlicher Qualifikation besteht, sollten sich diese als Partner betrachten und Konkurrenzdenken sowie Machtkämpfe vermeiden. Damit die Kompetenz jedes Einzelnen erkennbar wird, lassen die anderen ihn ausreden und hören ihm zu, ohne seine Aussagen zu interpretieren. Jede Stellungnahme ist ein persönliches Statement und entsprechend als Ich-Botschaft zu formulieren. Wer Erfahrung als Teamworker hat, erläutert knapp den Hintergrund seiner Frage, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Wenn jemand es darauf anlegt, andere durch Fragen zu verunsichern, sollte sich der Angegriffene nicht provozieren lassen, sondern gelassenes Interesse zeigen. Sachliche Fragen fördern das Tempo bei Entscheidungsprozessen.

Das A & O im Team ist die Kommunikation. Jeder leistet seinen Beitrag zur gestellten Aufgabe und gibt jedem ein Feedback. Dabei werden zunächst die positiven Punkte herausgestellt. Die Erfahrung lehrt, dass Kritik kombiniert mit Verbesserungsvorschlägen besser angenommen wird. Diskussionen im Team dürfen kontrovers geführt werden, doch niemand sollte vor anderen gerügt oder lächerlich gemacht werden. Die Ergebnisse einer Team-Sitzung werden regelmäßig protokolliert und sind für jeden Teilnehmer greifbar.

Was ein gutes Team leisten kann

In den meisten Unternehmen stellen sich Aufgaben, die nur im Team gelöst werden können. Oft geht der Impuls für eine Arbeitsgruppe von der Geschäftsleitung oder Abteilungsleitern aus. Sie erhoffen sich davon schnellere Lösungen. Um gleichzeitig die Identifikation mit der Firma zu gewährleisten, benötigt ein Team einen bestimmten Typus von Persönlichkeiten. Diese fungieren zugleich als einfallsreiche Ideengeber, pragmatische Macher und kompetente Umsetzer. Ergänzend sollten einige Teilnehmer mit stark ausgeprägter analytischer Begabung dabei sein.

Maximal neun Personen gelten als ideale Besetzung für ein Team, weil sonst der Informationsfluss ins Stocken geraten könnte. Falls die Gruppe auf 12 oder mehr Teilnehmer anwächst, empfiehlt sich die Aufteilung in mehrere kleinere Teams. Es gibt kompetente Mitarbeiter, die ausschließlich als Einzelkämpfer brillieren. Sie arbeiten häufig mit noch mehr Erfolg, wenn sie ein Team hinter sich wissen und stets über dessen Fortschritte im Bilde sind.

Und noch etwas ist wichtig in einem funktionierenden Team:

Jeder Teilnehmer übernimmt Verantwortung, denn nur so kann die erforderliche Vertrauensgrundlage geschaffen werden.

Als Vorbilder für perfektes Teamwork eignen sich Mannschaftssportarten. Wenn ein neues Team seine Arbeit startet, ist eine Feedback-Runde die ideale Hilfestellung. Bei regelmäßigen Rückmeldungen ist es leichter, die einzelnen Verantwortlichkeiten im Team festzulegen. Solange eine Gruppe ihre einvernehmlichen Entscheidungen nach außen vertreten muss, arbeitet sie engagiert und effektiv.

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3 Kommentare

  1. Würde jeder meiner Kollegen sich wie ein Teamplayer verhalten, wäre die Arbeit viel leichter und produktiver zu erledigen. Statt dessen herrscht bei uns Egoismus. Deshalb heißt es bei uns “Jeder gegen Jeden”.

  2. Teamarbeit ist wichtig, jedoch sollte das Konzept nicht zur Ersatzreligion werden. Mit ausgeprägten Intriganten, Egoisten, Neidern und Hetzern ist Teamarbeit nicht zu machen. Hier kann es schon notwendig sein, daß polarisiert wird und denen, die unter “Kompromiss” tatsächlich immer und ausschließlich “100% zu meinen Konditionen” verstehen, klare Kante gezeigt wird. Das wird zu einer Spaltung des Teams führen, aber mit der besseren Hälfte arbeitet es sich eben auch besser. Den Rest muss man loswerden, denn solche destruktiven Spinner sind gerade keine Teamworker, sondern Soziopathen. Die brauchen kein Team, sondern einen Therapeuten, Eheberater, o. ä.
    Mit der rosaroten Kollektivbrille, die stets Einstimmigkeit anstrebt, kommt man da nicht weiter.

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