„Wir müssen reden.“ Wenn dieser Satz an einem Montagmorgen fällt, weiß man: Das wird kein guter Tag. Kaum ist das Wochenende verdaut, da liegt auch schon die Kündigung auf dem Tisch. Der Kündigungsatlas 2025 von Allright zeigt: Der erste Tag der Woche ist der Tag, an dem die meisten Arbeitnehmer in Deutschland ihren Job verlieren.

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An diesem Wochentag wird am häufigsten gekündigt

Das Verbraucherportal Allright hat 2.500 reale Kündigungsfälle analysiert – mit teils erschütternden Ergebnissen. 23,2 % der Entlassungen passieren montags. Danach folgen Mittwoch (20,6 %) und Dienstag (19,8 %). Je näher das Wochenende rückt, desto seltener wird gekündigt. Wer am Samstag oder Sonntag entlassen wird, gehört zur bitteren Ausnahme.

Auch innerhalb des Monats zeigt sich ein klares Muster: Über die Hälfte aller Kündigungen werden zum Monatsende ausgesprochen.

Diese Menschen verlieren besonders häufig ihren Job

Besonders oft trifft es ledige Männer über 40. Ein Alter, in dem Erfahrung zählt? Offenbar nicht genug. Auch Berufsanfänger und Beschäftigte kurz vor der Rente sind überdurchschnittlich betroffen – beide Gruppen machen jeweils 6,2 % der Kündigungen aus. Im Schnitt sind die Gekündigten 41 Jahre alt und seit viereinhalb Jahren im Unternehmen. Es trifft also nicht die „schwächsten Glieder“, sondern viele mitten im Berufsleben.

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Männer bekommen mehr Gehalt und mehr Abfindung

Wer geht, will zumindest gut bezahlt gehen. Doch auch hier zeigt sich das alte Ungleichgewicht: Männer erhalten im Schnitt 5.847 Euro Abfindung, Frauen nur 4.317 Euro. Der Grund liegt auch im letzten Gehalt: Männer verdienten vor der Kündigung im Schnitt 4.545 Euro brutto, Frauen nur 3.230 Euro. Weniger Lohn heißt weniger Abfindung – und schlechtere Leistungen vom Amt.

Diese Bundesländer sind Kündigungs-Hotspots

Die meisten Kündigungen wurden laut Analyse in Nordrhein-Westfalen (17,2 %), Bayern (17,1 %) und Baden-Württemberg (14,1 %) ausgesprochen. Diese Regionen sind wirtschaftsstark, aber auch anfällig für Umstrukturierungen. In kleineren Bundesländern wie dem Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern ist die Kündigungsrate niedriger, was eher an geringerer Unternehmensdichte liegt als an höherer Jobsicherheit.

Fast jede sechste Kündigung erfolgt fristlos

Der Montag ist für viele Beschäftigte mehr als nur ein unbeliebter Wochenstart. Für einige ist er der Tag, an dem die Karriere endet – überraschend, ungerecht, manchmal fristlos. Wer dann nicht schnell handelt, verliert doppelt. Denn: Die Frist für eine Kündigungsschutzklage beträgt nur drei Wochen. Fällt sie auf ein Wochenende, zählt der nächste Werktag.

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