Du tust, was du kannst, aber es fühlt sich an, als würdest du trotzdem hinterherrennen. Aufgaben bleiben liegen, Feedback wird spärlicher, und während andere neue Projekte übernehmen, kämpfst du noch mit alten Baustellen. Kommt dir bekannt vor? Dann lohnt sich ein ehrlicher Blick auf deine Arbeitsweise. Denn Leistung wird nicht an Ausreißern gemessen, sondern an Mustern. Und manche davon sind konkrete Warnsignale.
1. Wiederholte Kritik – und immer zu denselben Themen
Kritik ist normal. Aber wenn sie immer wieder die gleichen Punkte betrifft, schlechte Kommunikation, ungenaue Ergebnisse, vergessene Absprachen, steckt mehr dahinter als nur ein schlechter Tag. Wird das Feedback zur Dauerschleife, ist das ein klarer Hinweis: Deine Kollegen und Führungskräfte sehen hier ein echtes Problem.
Lese-Tipp: Konstruktive Kritik: Richtig formulieren und besser annehmen
2. Deadlines? Werden zur Empfehlung.
Heute zu spät, morgen fast pünktlich – und übermorgen wieder verschoben. Wer regelmäßig Fristen reißt, verliert das Vertrauen seine Zuverlässigkeit. Denn Deadlines sind kein Wunschkonzert, sondern Teil des Jobs. Wenn du merkst, dass du Deadlines nicht halten kannst: Sag es vorher. Nicht hinterher. Und wenn Deadlines aus deiner Sicht unrealistisch sind, gehört das auf den Tisch.
3. Du wirst in wichtige Projekte nicht mehr einbezogen
Die Gespräche? Ohne dich. Projektmeetings? Du erfährst eher zufällig. Feedback, Absprachen, schnelle Entscheidungen, alles passiert, aber nicht mehr mit dir. Wenn du zunehmend aus dem Loop gedrängt wirst, ist das mehr als ein Versehen. Es zeigt: Deine Meinung wird nicht mehr aktiv eingeholt, dein Beitrag ist nicht mehr relevant. Fachlich oder sozial – beides ist ein Alarmsignal.
Der Arbeitstag
Welche Jobs haben Zukunft? Wo knirscht’s zwischen Boomern und Gen Z? Wie verändern KI und Fachkräftemangel unser Berufsleben? „Der Arbeitstag“ ist der Newsletter mit allem, was die moderne Arbeitswelt bewegt. Klar, kompakt und direkt ins Postfach.
4. Schon bei Basics wird’s eng
Du stolperst bei Standardaufgaben, Präsentationen sind halbgar, und bei den Zahlen fehlt der letzte Check? Dann läuft etwas gewaltig schief, sei es in deiner Planung, deiner Priorisierung oder schlicht wegen Überlastung. Wenn schon die Basics hinken, leidet deine gesamte Arbeitsleistung. Denn wer schon bei den Basics versagt, steht für größere Aufgaben nicht zur Debatte.
5. Du wirst übergangen
Neue Projekte starten. Und du wirst bewusst nicht eingeplant. Das ist freilich kein Zufall, das ist ein klares Statement: Deine Arbeit wird nicht (mehr) als wertvoll betrachtet. Deine Beiträge werden aktuell nicht gebraucht oder nicht gewollt. Bitter, aber auch ein Weckruf.
6. Du rackertst – aber keiner merkt’s
Du bist ständig im Einsatz, springst von To-do zu To-do, schiebst Überstunden, antwortest spätabends noch auf Mails – und trotzdem bleibt dein Beitrag unter dem Radar. Niemand fragt nach deinem Input, niemand sieht deinen Einsatz. Vielleicht liegt das nicht nur an dir. Vielleicht sind es auch die Aufgaben, die man dir überträgt – Tätigkeiten, die wenig strategische Bedeutung haben, die kaum Sichtbarkeit erzeugen oder keinen spürbaren Impact bei den Vorgesetzten hinterlassen. Dann arbeitest du zwar viel, aber an der falschen Stelle. Und genau das macht dich auf Dauer austauschbar.
Was du jetzt tun kannst
Diese Signale sagen nicht: Kündigen. Aber sie sagen sehr deutlich: Ändern. Nimm sie ernst. Und nimm Kontakt auf. Sprich mit Kollegen oder deiner Führungskraft. Bitte konkret um Feedback – und hör genau zu. Was davon betrifft dich wirklich? Was kannst du ändern?
Denn ja, niemand ist perfekt. Aber jeder kann besser werden. Und manchmal beginnt echte Veränderung schon mit folgendem Satz wie: „Was läuft gerade nicht rund mit mir?“






