Sie gehen zum Briefkasten, öffnen ihn, und statt eines großen C4-Briefumschlages mit – Sie wissen schon – Ihren Bewerbungsunterlagen und dem bereits bekannten ablehnenden Begleitschreiben finden Sie einen kleineren Standardbrief, eventuell mit einem Unternehmenslogo.
Dann können wir Ihnen gratulieren, denn Sie halten eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in der Hand! Sie können jetzt tatsächlich stolz auf sich sein! Sie haben eine erste, wichtige Hürde übersprungen, Ihr potenzieller Arbeitgeber hat von Ihrer Bewerbung den Eindruck gewonnen, dass Sie grundsätzlich ein Kandidat für die zu besetzende Position sind.
Ihre persönliche und anforderungsbezogene Eignung
Im Vorstellungsgespräch geht es jetzt für Sie darum, Ihre persönliche und anforderungsbezogene Eignung unter Beweis zu stellen. Ihr Auftreten ergänzt die Informationen in Ihrem Lebenslauf und in Ihrem Bewerbungsschreibens sowie Ihrer Zeugnisse. Der Arbeitgeber möchte sich im Vorstellungsgespräch ein Bild davon machen, was für eine Persönlichkeit Sie sind und wie es um Ihren Charakter, Ihre Motivation, Ihre Leistungsbereitschaft, Ihre Kompetenz oder Ihre Anpassungsfähigkeit in einem zukünftigen Team bestellt ist. Weitere Kriterien für den erfolgreichen Ausgang Ihres Vorstellungsgespräches sind Ihre Erscheinung, Ihr Auftreten, Ihre Reaktionen sowie Ihr sprachliches Ausdrucksvermögen.
Einzel- oder Gruppenvorstellungsgespräch
Egal ob Sie zu einem Einzel- oder Gruppenvorstellungsgespräch eingeladen worden sind, beim Vorstellungsgespräch handelt es sich für Sie um eine mündliche Testsituation, vergleichbar mit Ihren Zwischen- oder Abschlussprüfungen in der Lehre oder im Studium. Wenn in der Fachliteratur, etwa bei Hesse und Schrader, der Vergleich zu einer Theatervorstellung gezogen wird, ist das grundsätzlich richtig. Denken Sie aber bitte daran, es gibt Schauspieler, denen man eine Rolle abnimmt, und solche, die unglaubwürdig wirken.
Unser Tipp: Machen Sie sich die aufgeführten Aspekte zu Eigen und berücksichtigen Sie diese, bleiben Sie aber auf der anderen Seite der Mensch, der Sie sind, verstellen Sie sich nicht vorsätzlich – Personaler haben dafür ein geschultes Auge.
Geben Sie sich natürlich, vergessen Sie im Vorstellungsgespräch nicht alle guten Ratschläge und konzentrieren sich auf die Themen, die man mit Ihnen bespricht! Warum sollen Sie jetzt überhaupt noch weiterlesen? Es geht uns an dieser Stelle einfach nur darum, Sie dazu zu bringen, den Kopf für das Wesentliche frei zu bekommen und nicht während des Vorstellungsgesprächs daran zu denken, ob die Körperhaltung, die Sie gerade einnehmen, von Ihrem Gegenüber wie auch immer interpretiert werden wird. Was Sie noch wissen müssen …
- Die Anreise zum Vorstellungsgespräch
- Kostenerstattung
- Angemessene Kleidung
- Informationsbeschaffung über Ihren zukünftigen Arbeitsplatz
- Der Ablauf eines Gespräches
- Sich optimal in Szene setzen
- Darstellung Ihrer persönlichen Stärken und Schwächen
- Fragen und Antworten
- weitere Beispielfragen
- Wie Sie auf Fragen richtig antworten!
- Fangfragen im Bewerbungsgespräch!
- Notlügen – gestattet oder nicht?
- 10 fatale Fehler, die das “Aus” bedeuten können
- Weiterhin zu beachten













Sehr wichtig ist auch die Körpersprache. Das wäre vielleicht ein gutes, hilfreiches Thema, was der Rubrik "Vorstellungsgespräch" noch hinzugefügt werden könnte. Ich würde es auch verfassen, wenn der Webmaster Interesse hat?