Bewerbungsschreiben – Tipps zur Formulierung und zum Format


3 Kommentare »
Bewerbungsschreiben – Tipps zur Formulierung und zum Format
Bewerbungsschreiben mit Foto und Mappe.
Pin It


Im Wort Bewerbung steckt nicht umsonst der Begriff WERBUNG. So, wie andere Sie ganz persönlich und individuell ansprechen, ihr Produkt oder ihre Leistung präsentieren, um Sie davon zu überzeugen, mit der Wahl des Produktes oder der Leistung die einzig richtige Wahl getroffen zu haben, verhält es sich auch mit Ihrer Bewerbung!

Ihr Bewerbungsschreiben erweckt bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber einen positiven ersten Eindruck, den Eindruck, beim Bewerber eine gute Auswahl zu treffen!

Die Werbepsychologie kennt die sog. AIDA-Formel. Übertragen auf eine Bewerbung steht AIDA für die Begriffe:

AIDA Formel der Werbepsychologie.
A
= attention ( Aufmerksamkeit für Ihre Bewerbung erzeugen )

I = interest ( Interesse an Ihrer Person wecken )

D = desire ( Wunsch, den Bewerber kennenzulernen )

A = action ( Handeln und den Bewerber einladen )

Nach diesen Einführungen wollen Sie natürlich wissen, wie sieht das ideale Bewerbungsschreiben aus, welches mir eine Einladung zum Vorstellungsgespräch und im Anschluss daran zu 100 % den angestrebten Arbeitsplatz garantiert.

Es gibt es nicht!

All die Informationen, die Sie hier unter arbeits-abc.de erhalten, stellen gewissermaßen Erfahrungswerte dar. Es handelt sich um die Quintessenz dessen, was für alle Bewerber grundsätzlich gilt. So verstehen Sie bitte diese Tipps immer nur als Anregung für Ihre eigenen Bewerbungsaktivitäten!

Schreiben Sie bitte keine der Musterbewerbungen ab, auch wenn diese noch so überzeugend klingt!

Bewerbungen sind immer absolut individuell, so wie Sie auch einmalig als Mensch sind! Nur Sie verfügen über Ihr persönliches Profil, nur Sie haben die individuellen Erfahrungen, die Sie am Markt anbieten!

Wenn wir von arbeits-abc.de Bewerbern bei der Erstellung ihrer persönlichen Bewerbungsunterlagen und ihres Bewerbungsschreiben helfen, geschieht dies üblicherweise in längeren persönlichen Gesprächen, um die tatsächlichen Qualifikationen auszuloten. Gerne möchten wir auch Sie, liebe Leserin, werter Leser, ein Stückweit bei Ihren Bewerbungsaktivitäten begleiten und Sie mit hilfreichen Informationen versorgen. Sie sind es uns wert!

Die Formulierung eines Bewerbungsschreibens!

Das Bewerbungsschreiben muss glaubwürdig sein. Glaubwürdigkeit heißt in diesem Sinne, man soll den Schreiber erkennen. Das Bewerbungsschreiben spiegelt folglich die Person wieder. Versuchen Sie also nicht, in Ihrer Bewerbung Fakten zu schreiben, die unglaubwürdig klingen. Kein Mensch nimmt z. B. jemandem, der gerade seine kaufmännische Lehre mit einer mittelmäßigen Note beendet hat ab, dass er etwa eigenverantwortlich die Buchhaltung geleitet hat. Genau so wenig scheint es plausibel, wenn ein Bewerber behauptet, in einem vierwöchigen betrieblichen Praktikum überaus verantwortliche Tätigkeiten im Bereich Absatzwirtschaft ausgeübt zu haben!Seien Sie ehrlich, übertreiben Sie nicht! Versuchen Sie sich selbst realistisch einzuschätzen! Personalprofis sehen auf Anhieb, was aufgebauscht ist und was nicht!

Schreiben Sie in Ihrer Sprache!

Damit ist natürlich nicht Ihre Muttersprache oder Ihr Dialekt gemeint! Von einem Bewerber, der “nur” über einen Hauptschulabschluss verfügt und z. B. eine Lehre als Dachdecker erfolgreich absolviert hat erwartet niemand ein Bewerbungsschreiben, welches verdächtig ist, für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen zu werden! Anders sieht die Sache natürlich aus, hat der Bewerber u. a. einige Semester Germanistik studiert! Hier versteht es sich von selbst, dass eine Bewerbung geschliffene Formulierungen aufweist.

Beiden Bewerbungen gemein sollte jedoch sein, frei von grammatikalischen und Rechtschreibfehlern zu sein.

Ehrlichkeit und eine richtige Selbsteinschätzung zahlen sich mit Sicherheit aus. Sie werden jetzt natürlich zu Recht fragen, habe ich denn etwa als Berufsanfänger, Umschüler ohne jahrelange Berufserfahrung überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, wenn wir von arbeits-abc.de Ihnen raten, nicht “zu dick” aufzutragen? Im Grunde ja, wenn es Ihnen gelingt, sich auf die tatsächlich in Frage kommenden Stellen zu bewerben und sich mit dem, was Sie beherrschen, präsentieren!

Formulieren Sie also Ihr Bewerbungsschreiben unter Berücksichtigung der folgenden Gesichtspunkte:

  • Gehen Sie auf den Text des Stellenangebotes ein!
  • Sprechen Ihre Argumente dafür, der richtige Bewerber für die Stelle zu sein?
  • Verfügen Sie über die geforderten Kenntnisse, Fähigkeiten oder Erfahrungen?
  • Können Sie weitere, zusätzliche Erfahrungen in die Waagschale werfen?
  • Argumentieren Sie, warum Sie sich auf die Stelle bewerben!
  • Welche persönlichen Zielsetzungen verfolgen Sie?

Format eines Bewerbungsschreiben; das Aussehen muss stimmen!

Denken Sie daran: Das was Sie inhaltlich mit Kreativität und Sorgfalt zu Papier gebracht haben,muss zu guter letzt auch den entsprechenden Rahmen finden.

Wählen Sie daher das Papier, die Mappe und den Versandumschlag mit größter Sorgfalt aus.

Hier einige Tipps und Empfehlungen:

Was sollten Sie bei der Form Ihrer schriftlichen Bewerbung beachten, was vermeiden?

  • Für Ihr Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf verwenden Sie nur gutes weißes oder
    dezent getöntes Papier. Auf keinen Fall liniertes DIN A 4 Papier, das Sie nur
    einseitig beschreiben.
  • Eigenes Briefpapier mit Namen und Anschrift ist nur bei Bewerbungen mit einem überdurch-
    schnittlichen Jahreseinkommen zu empfehlen (ab etwa 35.000 € Jahresgehalt)
  • Achten Sie unbedingt auf beste Druckqualität beim Computerausdruck, Tintenstrahl- oder
    Laserdruck
  • Sehr wichtig ist auch eine fehlerfreie Rechtschreibung und Zeichensetzung.
    Die neue Rechtschreibung sollte Ihnen inzwischen geläufig sein!
  • Wichtig ist auch eine übersichtliche, klare Gliederung.
  • Achten Sie auf gute Platzeinteilung und angemessene Ränder
  • Vermeiden Sie unbedingt Eselsohren, Flecken und zerknittertes Papier.
    Klarsichtfolien sind gut und schön, jedoch nicht, wenn Sie alle Bewerbungsunterlagen
    in eine Hülle zwängen. Der Arbeitgeber oder Personalentscheider soll beim Lesen
    Ihrer Bewerbungsunterlagen keine Mühen haben.
  • Vermeiden Sie Farben wie giftgrün oder pink sowie Muster und alle Arten von Gags.
  • Halten Sie sich an eine dezente Farbauswahl und verwenden Sie für Ihre
    Bewerbungsunterlagen etwas edlere Mappen, Klemm-Mappen oder Einlegesysteme.
    Die Auswahl ist sehr groß.
  • Sie sollten beim Abheften der Bewerbungsunterlagen auf die richtige Reihenfolge achten.
    Generell gilt: je wichtiger die Unterlage, desto weiter vorne abheften.
  • Anlagen wie z. B. Zeugnisse sollten nur in guter und neuer Fotokopie verwendet werden.
  • Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen verschicken, machen Sie sich Kopien
    von allen Unterlagen.
  • Für die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen sollten Sie einen stabilen DIN A 4
    Umschlag mit kartoniertem Rücken verwenden. Das Bewerbungsschreiben wird lose
    auf die Mappe gelegt.
  • Achten Sie bei der Beschriftung des Umschlages auf die genaue Anordnung der Empfänger-
    und Absenderadresse sowie die Briefmarkenpositionierung. Verwenden Sie keine Friedens- ,
    Umwelt- oder Weihnachtsaufkleber.
  • Versenden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ganz normal. Auf keinen Fall per Express oder
    Einschreiben-Rückschein.
  • Achten Sie außerdem auf ausreichende Frankierung.

Was Sie noch wissen müssen …


Wir freuen uns, wenn Sie diesen Beitrag weitersagen!

3 Leser-Kommentare

  1. Renate Mang via Facebook 20. Januar 2013 at 15:13 - Reply

    die dinger kenn ich schon auswendig…. ;-)

  2. Aurelius Souseh via Facebook 22. Januar 2013 at 10:20 - Reply

    wenn man zuletzt vor 5 Jahren ein training hatte hilft es schon etwas es auf zu frischen ;)

  3. Hans-Dieter Wege via Facebook 22. Januar 2013 at 11:25 - Reply

    Würde es nicht vielleicht auch bessere Möglichkeiten geben als den Menschen die Tipps dafür zu geben wie sie ihre Arbeitskraft am Besten den Unternehmen verkaufen. Sollte man überhaupt noch seine Arbeitskraft verkaufen müssen damit andere daraus ihre Profite machen und man selbst dazu kein Wörtchen mitreden darf? Vielleicht muss man erwerbslos sein um sich so zu profilieren? Langeweile macht bestimmt erfinderisch.

Dein Kommentar dazu: