Egal, ob du Berufseinsteiger bist, gekündigt wurdest oder dir aus eigenem Antrieb heraus einen neuen Job gesucht hast: Der Einstieg in den neuen Job stellt sich als echte Herausforderung da. Du wirst Menschen kennenlernen, Arbeitsinhalte und interne Strukturen. Du wirst dich einfügen und ein Stück weit auch beweisen müssen. Schließlich wurdest du mit gewissen Erwartungen eingestellt. Wir greifen dir bei diesem Prozess jetzt unter die Arme greifen. Konzentriere dich in deinem ersten Monat im neuen Job auf die folgenden zehn To-Dos – und es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen:

To-Do #1: Namen lernen

„Hallo, ich bin der/die Neue“ – Schön, und wer ist dein Gegenüber? Niemand nimmt es dir übel, wenn du dir bei der ersten schnellen Vorstellungsrunde im neuen Team noch nicht alle Namen merken kannst. Doch solltest du zumindest die Namen deiner direkten Vorgesetzten sowie jener Teammitglieder, mit welchen du am engsten zusammenarbeitest, nach den ersten Tagen drauf haben.

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Noch einmal nachfragen ist erlaubt, wenn es sein muss auch noch ein zweites Mal – doch wenn du dir den Namen dann immer noch nicht merken kannst, schreibe ihn nieder oder überlege dir eine Eselsbrücke. Sonst gibst du deinem Gegenüber das Gefühl, er oder sie sei dir nicht wichtig genug, um dir den Namen zu merken.

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To-Do #2: Papierkram erledigen

Zu Beginn deiner neuen Tätigkeit wirst du in der Regel immer und immer wieder in die Personalabteilung beordert. Du musst noch jenes Formular unterschreiben und folgende Unterlagen nachreichen…der lästige Papierkram lässt sich nun einmal nicht vermeiden. Gut, wenn du Initiative zeigst und die Personaler aktiv dabei unterstützt, Punkt für Punkt abzuhaken.

To-Do #3: Fragen stellen

Apropos Initiative – Kennst du das Sprichwort:

“Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!”

Wenn du zu Beginn viele Fragen stellst, kannst du Missverständnisse und unnötige Fehler vermeiden. Zudem zeigst du Interesse und Motivation. Also zögere bei Unklarheiten nicht länger, sondern frage!

To-Do #4: Verantwortungsbereich abstecken

Eine solche Frage könnte deinen Verantwortungsbereich betreffen. Es ist nämlich wichtig, dass du im neuen Job schnellstmöglich lernst, wo deine Möglichkeiten und Grenzen, Befugnisse und Verantwortungen, Aufgaben und Überschneidungen mit den Teammitgliedern liegen. Keiner in der Abteilung möchte schließlich, dass die Arbeit entweder doppelt oder am Ende vielleicht überhaupt nicht erledigt wird. Zudem könnte es eine echte Blamage werden, wenn du gleich zu Beginn Grenzen überschreitest oder deine Position im Unternehmen völlig überschätzt. Also bleibe erst einmal vorsichtig und frage, bis du dir deines Verantwortungsbereichs sicher bist.

To-Do #5: Unternehmensknigge beobachten

Eine echte Blamage könnte es zudem sein, wenn du deinen Chef plötzlich Duzt, obwohl das in der Unternehmenskultur nicht üblich ist, oder wenn du im Nadelstreifenanzug erscheinst und deine Kollegen dir in Jeans, Sneakers und T-Shirt gegenübertreten. Gehe daher im ersten Monat in deinem neuen Job in die Beobachterrolle und versuche, den im Unternehmen herrschenden Knigge zu erlernen.

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To-Do #6: Hierarchie kennenlernen

Zu beobachten – und zu erfragen – sind auch die herrschenden Hierarchien. Wer ist dir vorgesetzt? Wer ist dir unterstellt? Wer gehört deinem Team an? Wie kommunizieren die verschiedenen Hierarchieebenen untereinander? Je schneller du die Hierarchien und die hier herrschenden – offiziellen sowie inoffiziellen – Regeln kennenlernst, umso reibungsloser fügst du dich ein.

To-Do #7: Pünktlich sein

Pünktlichkeit ist das A und O im neuen Job. Das gilt nicht nur für das Vorstellungsgespräch oder den ersten Arbeitstag, sondern auch für den ersten Monat in Ihrer frischen Anstellung sowie natürlich bestenfalls für Ihr gesamtes Berufsleben.

Lese-Tipp:Sorry, I’m late – again! 5 Tipps für mehr Pünktlichkeit

Auch private oder Arzttermine, die in die Arbeitszeit fallen, sind im ersten Monat möglichst zu vermeiden. Zeige Motivation und den Willen, die volle Arbeitszeit und – wenn nötig – sogar noch mehr abzuleisten.

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To-Do #8: Leistungswille beweisen

„Leisten“ ist unser nächstes Stichwort: Du solltest natürlich nicht nur pünktlich erscheinen, sondern dann am Arbeitsplatz auch Motivation, Produktivität und Eigeninitiative unter Beweis stellen. Also wenn dir zum Beispiel noch das Passwort für deinen neuen Dienstlaptop fehlt, lege nicht faul die Füße hoch und drehe Däumchen, sondern gehe proaktiv auf die Suche nach dem verantwortlichen Informatiker und frage ihn höflich um Hilfe. So beweist du Leistungswillen und hinterlässt einen positiven ersten Eindruck.

To-Do #9: Zeit unter Kollegen verbringen

Dass du nun bereits die Namen deiner neuen Kolleginnen und Kollegen kennst, ist ja schön und gut. Doch gerade in einem Job, bei welchem Teamwork großgeschrieben wird, solltest du dich von Anfang an bemühen, die Beziehung zu deinem Team zu intensivieren. Verbringe die Mittagspause gemeinsam oder nimm am wöchentlichen Teamabend im Irish Pub teil. Auch, wenn das normalerweise „nicht so dein Ding“ wäre, solltest du dich niemals von Beginn an zum Außenseiter machen. Denn diesen Stempel wirst du später nur schwer wieder los. Und Freundschaften können im neuen Job für dich noch äußerst wertvoll werden.

Lese-Tipp:Vitamin „B“: Wie Sie im Job Freundschaften knüpfen

To-Do #10: Feedback einholen

Sind die ersten 30 Tage im Job vorbei und du hast hinter die vorangegangenen neun Punkte einen Haken gesetzt? Super, dann ist es jetzt nur noch Zeit für eines: Feedback! Der Abschluss des ersten Monats in deinem neuen Job ist die optimale Gelegenheit für ein erstes kurzes Feedbackgespräch mit deinem Vorgesetzten. Bitte ihn um einen Termin – und zwänge ihm dieses Gespräch nicht einfach auf. So zeigst du einerseits Respekt vor seiner Zeit und andererseits Motivation, Kritikfähigkeit sowie Besserungswillen. Selbst, wenn die ersten 30 Tage dann doch nicht durchweg perfekt liefen, ist das die optimale Grundlage für Besserung und dauerhaften Erfolg in Ihrer neuen Anstellung.

Lese-Tipp:Feedbackgespräch: Ablauf, Vorbereitung, Dos & Don’ts

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Und keine Sorge: Schlussendlich waren auch deine Vorgesetzten einmal neu in ihrem Job, können sich gewiss noch an die ein oder andere Hürde erinnern und bringen Verständnis für deine Situation auf. Und wenn doch alles gnadenlos schiefgeht, weißt du ja: In der Probezeit gilt auch für dich als Arbeitnehmer ein gelockertes Kündigungsrecht.

Lese-Tipp:Probezeit: Die wichtigsten Regeln für die ersten 100 Tage

Welche weiteren Tipps kennst du aus eigener Erfahrung für den ersten Monat im neuen Job? Welche lustigen Anekdoten kannst du vielleicht erzählen? Und vor welchen Fettnäpfchen sollte sich unsere Leser hüten? Wir freuen uns auf deinen Beitrag zum Thema in den Kommentaren!

Bildnachweis: Foto von Alexander Suhorucov von Pexels