Bossing – Wenn der Chef Sie auf der Abschussliste hat

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Bossing ist Mobbing von oben – und wohl die übelste Variante der Demontage, die einem Arbeitnehmer widerfahren kann. Und zudem ein Duell, das er nicht allein führen kann. 

Was ist Bossing?

Mobbing geht meist von Kollegen aus, aber es wird nicht selten von der Firmenleitung gebilligt oder zumindest geduldet. Bossing hingegen beruht auf einem Beschluss des Chefs und/oder der Personalleitung, einen Mitarbeiter systematisch kaltzustellen und aus dem Betrieb zu graulen. Wer z. B. Kündigungsschutz genießt oder aus anderen Gründen nur unter Schwierigkeiten entlassen werden kann, soll in die soziale Isolation gedrängt und eingeschüchtert werden. Häufig funktioniert diese Zerbmürbungstaktik, und mancher wirft von sich aus das Handtuch.

Wie sich die Zeichen deuten lassen

Meistens beginnt es mit Ungerechtigkeiten und Schikanen, bis der Mitarbeiter realisiert, dass der Boss einen Piek auf ihn hat. Die Signale häufen sich, in Gegenwart der Kollegen fallen Bemerkungen vom Kaliber “Da hat wohl jemand den Schuss nicht gehört!” oder “Herr X kennt sich damit bekanntlich nicht aus, der ist ja ein Vertreter des alten Europas!” Nach und nach werden dem Mitarbeiter alle Aufgaben entzogen, die ihm vertraut sind und mit denen er sich profilieren kann. Er wird entweder mit Hilfsarbeiten betraut oder aber gar nicht mehr in die Arbeitsprozesse einbezogen. Da die meisten wissen, dass es arbeitsrechtlich relevant ist, tagtäglich im Unternehmen zu erscheinen und die volle Arbeitszeit dort zu verbringen, gibt es Fälle, wo ein altgedienter Mitarbeiter in einem winzigen Einzelzimmer sitzt und Bücher liest. Nicht einmal einen PC oder ein Telefon hat er zur Verfügung.

Die gemeinen Tricks, mit denen beim Bossing operiert wird, sind von Firma zu Firma verschieden. Dahinter steht immer die Absicht, den Arbeitnehmer zu einer freiwilligen Kündigung oder zu einem Aufhebungsvertrag zu bewegen, auch wenn er noch gar nicht im Rentenalter ist. Die Sache wird durch die Tatsache erschwert, dass die Ursache für das Bossing nicht unbedingt in gesunkenen Leistungen zu sehen ist, sondern ebenso gut auf persönlichen Animositäten beruhen kann. Trotzdem wird dem Mitarbeiter, der auf der Abschussliste steht, jeder Fehler angekreidet und Unfähigkeit unterstellt.

Bossing-Opfer – ein Kampf gegen Windmühlen?

Niemand sollte auf Verbündete im Kollegenkreis setzen: Die meisten werden Angst haben, ebenfalls in Ungnade zu fallen und ihren Job zu verlieren. Wer sich entschließt, aktiv gegen das Bossing anzugehen, muss sich warm anziehen. Jede Hilfe sollte angenommen werden. Das reicht von der moralischen Unterstützung durch Familie und Freunde über Rechtsberatung, Betriebsrat, Gewerkschaft, psychologische Hilfe oder Coaching. Allein Berge zu versetzen, wird nicht gelingen.

Bossing-Opfer befinden sich rasant schnell in einem unheilvollen Laufrad der permanenten Rechtfertig und Beschwerde. Richtigstellungen und Protokolle kosten Zeit, und die Verschwörung wird damit in den seltensten Fällen aufgelöst. Meist ist auch das Klima bereits so vergiftet, dass es zu keiner echten Versöhnung kommen kann.

Die seelische Belastung nicht unterschätzen

Ein Bossing-Opfer muss dafür Sorge tragen, sich gegen die ständigen Anfeindungen und Drangsalierungen zu schützen. Niemand will sich schließlich mit Schimpf und Schande verjagen lassen, egal ob er am Ende oder erst am Anfang seiner beruflichen Laufbahn steht. Der Beruf ist ein bedeutendes Lebensumfeld, aus dem Menschen Anerkennung und Bestätigung beziehen.

Damit sich ein Mitarbeiter durch das Bossing keine Depressionen einhandelt, sollte er sich beim schon beim allerersten Anzeichen, dass eine Kampagne gegen ihn angezettelt wurde, so breit wie möglich aufstellen und sich auch nicht scheuen, objektive Berater und geschulte Lebensberater einzuweihen. Außerdem kann der Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Erfahrungen hilfreich sein. Falls Existenzängste eine wichtige Rolle spielen, lassen sich durch eine Sofortberatung zum Thema Kündigungsschutz die finanziellen Konsequenzen beleuchten. Denn es bleibt letztendlich eine Frage der persönlichen Entscheidung, ob das Bossing-Opfer freilwillig geht. Eine Kapitulation kann eine Befreiung sein oder aber als Schmach empfunden werden – das ist abhängig vom Charakter.

In die Offensive gehen?

Wer es sich zutraut, den Spieß umzudrehen, braucht starke Nerven und ein schlagkräftigres Team hinter sich. Vielleicht sitzt derjenige, von dem das Bossing ausgeht, gar nicht so sicher auf seinem Stuhl? Möglicherweise wartet man an noch höherer Stelle darauf, dass er sich etwas zu Schulden kommen lässt? Die Arbeitnehmervertreter werden darüber am besten Bescheid wissen und können unter Umständen raten, die Sache öffentlich zu machen – z. B. auf der nächsten Betriebsversammlung.

Beitrag von

Arbeits-abc

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45 Kommentare

  1. Na ja, bin da nicht sicher was schlau ist. Vielleicht auch einfach die Abfindung mitnehmen und nen neuen Job suchen. Die Welt ist groß und das Leben zu kurz für so nen Kriegszug ohne Erfolgsaussicht

  2. @ Mat Roeder,
    … kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
    Persönliche Angriffe, anzügliche Äußerungen, immer wieder Fäkalsprache, ständige Einschüchterungen, cholerische Ausraster bis hin zum Demolieren von Büroeinrichtungen, völlig absurde Forderungen (gegen Betriebsvereinarung und geltendes Recht !).
    Tja, das kann man in deutschen Unternehmen rasch erleben, auch wenn es in den Firmen so etwas wie Complience gibt….. (ist häufig wahrscheinlich ohnehin mehr Schein als Sein…)

    @ JB : wer das ganze nur aus der Hypothese kennt, wird das so sehen und so wie Sie entscheiden. Das ist dann auch o.k.
    Wer dagegen selbst in die Mangel genommen wird, sieht das ganz anders. Neben den eigenen Befindlichkeiten zählt auch der Kontakt und die Verantwortung im Job, z.B. die Beziehung zu Mitabeitern…..

  3. Hab ich auch schon erlebt. Das Gespräch mit dem Vorgesetzten des Vorgesetzten ging nach hinten los – da werden Seilschaften geschützt… Um meine Nerven und mich zu schonen, hab ich mir nen anderen Job gesucht.

  4. Ich habe das auch erlebt. In einem bekannten Warenhaus, was sich permanent in der Krise befunden hat, war das normal.

    Ich habe den Vorstand informiert, leider ohne Erfolg. Das war Missbrauch vom übelsten. Ich würde körperlich und “nicht körperlich” krank.
    Das Unternehmen habe ich verlassen, es geht mir heute gesundheitlich besser auch wenn ich ohne Arbeit bin.

    Seitdem habe ich jedoch “bedenken” vor einer weiteren Einstellung. Ein Rest an angst das wieder zu erleben ist halt geblieben.

  5. Kerstin Walther am

    Ist meinem Sohn passiert.gleich nach der Lehre und den Gesellenbrief in der Tasche wurde die erste Anstellung ein Horrormarathon….ich wünsche das niemanden! !!!

  6. Kerstin Walther am

    Und danach in der nächsten Anstellung gleich noch mal…aber der dritte Versuch war GOLD und er ist nun sehr froh dort wo er arbeitet

  7. Daniela Keith am

    ja das kannte ich auch, wurde mit den Jahren immer schlimmer. Nach 27 Jahren, inkl. dort gelernt, habe ich den Absprung geschafft und bin endlich wieder ruhig. Aber die armen Ex-Kollegen, die dort aus diversen Gründen bleiben müssen, tun mir unendlich leid…

  8. Marta Vazquez Rodriguez am

    Interessant, es gibt sogar schon eine Wortschöpfung für so etwas.. Sehr sehr bedenklich.

  9. Meine Weisheit: Der Chef spiegelt seine Mitarbeiter wider. Nur Bossing ist noch harmlos. Bossing und Mobbing sind krass.

  10. Ich habe beides erlebt. Ich bin darunter auf der Arbeit koerperlich zusammen gebrochen und hatte zum Schluss 162 Leute gegen mich. Vorgesetzte wie auch Kollegen. Jeder hat es gewusst keiner hat geholfen. Ich war über ein Jahr lang krank geschrieben. Dank einem Freund von mir der mir hilft wieder auf die Beine zu kommen, geht es mir besser. Ich habe auch Angst wieder irgendwo neu anzufangen. Ich werde jetzt auch komplett die Stadt verlaasen und neu anfangen.

  11. Ich hab es während meiner Ausbildung erlebt. Mir wurden Sachen untergeschoben, mit denen ich nicht das geringste zu tun hatte. War schrecklich. Zum Glück hab seit über 11 Jahren einen super tollen Chef.

  12. Leider ist Bossing obligatorisch geworden. Chef/ Teamleiter machen Fehler, wollen den Kopf dafür nicht hin halten und dann wird die “sau” durchs Dorf getrieben. Womöglich ist das Unternehmen auch noch in der Krise und es müssen Mitarbeiter abgebaut werden, oder ein beliebter Mitarbeiter soll geschützt werden. Alles beliebte Gründe krank zu machen. Dann muss eben mal ein bekanntes Opfer beschuldigt werden. Der Betriebsrat Verschläft auch mal gerne die “Kontrolle” und unterstützt den Vorstand/ Chef.

    Mobbing und Bossing. Am ende ist das Opfer doppelt belastet. Durch das Unternehmen (Zeugnis, Entlassung etc) und gesundheitlich. Erklären kann man das im nächsten Unternehmen sowieso nicht.

    Ich gehe lieber selbstständig arbeiten. Dann weiss ich zumindest wie der Kollege ist
    😉

  13. Verfluchte Bosse! Kommt mir bekannt vor, was da steht! Gott sei dank bin ich ein Badass und habe entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet, nämlich wichtige Unterlagen verschwinden lassen, so ziemlich alles falsch gemacht und Schaden angerichtet wo ich nur konnte (ohne gleich aufzufliegen). Als ich ne Abmahnung kassiert hab, hab ich einfach nen Tag später gekündigt! Vom Arzt hab ich mir ne Bestätigung schreiben lassen, dass er mir zu diesem Schritt geraten hat -> daher keine ALG 1 Sperre. Zu guter Letzt hab ich den Boss noch verklagt. Hoffe ihn zu näher zu seinem Herzinfarkt gebracht zu haben.

  14. Ich erlebe Bossing gerade am eigenen Leib. Seit 2 Jahren lasse ich es über mich ergehen und merke wie mit jedem Tag ein Stück in mir zerbricht. Im Team war ich nicht der Erste. Immer im Hinterkopf “du musst eine Familie ernähren” oder “du bist nicht mehr der Jüngste, wer nimmt Dich noch”. Einen Versuch in die Offensive zu gehen habe ich gewagt. Ein Gespräch mit der Vorgesetzten meines Vorgesetzten. Der Schuss ging völlig nach hinten los. Hat sie ihn doch ins Unternehmen geholt. Menschen sind Leidensfähig bis zu einem Gewissen Punkt.

  15. Erlebe es gerade am eigenen Leib. Mittlerweile wird mit mir wenig – oder gar nicht mit mir gesprochen. Ich arbeite halbtags und habe das Gefühl nachmittags werden meine Kolleginnen von meiner Vorgesetzten gebrieft. Dann ist der nächste Tag die Hölle. Arbeite dort mittlerweile seit 25 Jahren und habe mich immer für die Schwächeren eingesetzt. Aber nun brauche ich Unterstützung und alle schauen weg oder machen mit!

  16. dierotesocke am

    Ich werde auch massiv “gebosst”, aber ich habe den Kampf mit qualifizierter Hilfe aufgenommen.
    Mein Boss hat offenbar nicht damit gerechnet, dass ich mich nicht erpressen und auch nicht einschüchtern lasse. Die Geschichte wird ihn wahrscheinlich selbst den Job kosten. Aber es ist ein schwieriger und Nerven aufreibender Weg, den man in einer solchen Situation gehen muss. Erste Priorität hatte für mich deshalb die bestmögliche Absicherung meiner wirtschaftlichen Existenz, bevor ich mich auf die Schlacht mit meinem Boss eingelassen habe. Er hat damit wohl nicht gerechnet und es ist wohl auch nicht jedem möglich, sich aus einer relativ gesicherten Position heraus zu wehren. Es geht ja immerhin in der Regel ums wirtschaftliche und soziale Überleben.

    Viele “Bosser” sind sich nicht bewusst, dass um ihre Existenz fürchtende Menschen zu Taten fähig sind, die man ihnen normalerweise nie zutrauen würde. Amokläufe in Firmen sind da nur die offenkundigsten Belege. Viele “Bosser” erwischt es im Stillen und abseits der Öffdentlichkeit. “Wie konnte dieser schlimme Unfall nur passieren?”…

  17. Einzelhändler am

    Leider Erlebe ich es momentan am eigenen Leib , alles ist Scheisse und alles ist falsch was ich anrühre und mache , brüllen und Drohungen wie ich kicke sie sind keine Seltenheit , mittlerweile steh ich auf der abschussliste, ich werde den Kampf aufnehmen und nötigenfalls klagen

  18. Ich bin einfacher Umschlagsmitarbeiter und werde seit etwa 1 Jahr (vll. auch mehr?!) “gebosst”. Ich bin selber Ersatzmitglied des Betriebsrates, den es noch nicht lange gibt. Früher war ich beliebt und geschätzt und zudem hochmotiviert und innovativ-zum Vorteil der Firma, Kunden und Kollegen. Seit es erhebliche Umstrukturierungen in den meisten Ebenen gibt, personelle und allg. betriebliche, werde ich zunehmend von meinen ursprünglichen Tätigkeiten ferngehalten, die mehr u. mehr bestimmten anderen “Kollegen” zugeteilt werden. Dafür muss ich für mich körperlich weniger geeignete Aufgaben machen. Spreche ich dies an, werde ich an besonders gut vergüteten Feiertagen etc. nicht mehr eingeteilt, da es dann ja nichts geeignetes für mich gäbe! Ich könnte an dieser Stelle mehr berichten, aber je mehr ich daran denke umso schlechter geht`s mir dann. Es ist schlichtweg eine Qual. Wo und wie kann ich mir Rat, Hilfe und Unterstützung dies bzgl. holen?

  19. Diese sogenannten Chefs sind mit diesen Eigenschaften nicht gut für die Mitarbeiter und so auch nicht gut für die Unternehmen. Oft ist es aber der Fall dass genau solche gemeine und bossige Menschen Chefs oder Leiter werden. Dann frag ich mich, wie schlecht müssen erst die Geschäftsführer sein dass sie solchen Menschen solche Positionen geben?!

  20. Bossing ist allerunterste Schublade, ich war vor knapp 20 Jahren Zielperson einer Bossing Kampagne, ich wurde krank und noch fataler, ich hätte mir beinahe mit einen Eisenstange mein ganzes Folgeleben ruiniert. Nur einem echten Kollegen ist es zu verdanken, dass die Kniescheiben eines meiner damaligen Chefs heile geblieben sind. Ich, ein Mann des Wortes, sah damals keine andere Möglichkeit, so ausweglos erschein mir meine Situation. 😎

  21. Alexander Solsch am

    10 essenzielle Regeln gegen Bossing, die man so nirgendwo findet!
    ————————————————————————————————
    1) NIE DEN MUT & DIE HOFFNUNG VERLIEREN
    Unter dem scheinbar starken Auftreten deines Peinigers liegt stets Schwäche
    2) EIGENE RECHTE & PFLICHTEN KENNEN
    Für „professionelle“ Mobber ist es eine Karrierestrategie; sie kennen sich juristisch sehr gut aus! Hier ein Rechtsratgeber: „Mobbing im Arbeitsverhältnis“, N. Kollmer
    3) VERLÄSSLICHEN ANWALT FÜR ARBEITS- & STRAFRECHT HINZUZIEHEN
    Wechsle, falls dieser nicht uneingeschränkt deine Belange vertritt, nicht Strafrechtliches adressiert oder gar Kompromisse mit Gegenseite eingeht
    4) PSYCHOLOGISCHE MECHANISMEN VERSTEHEN LERNEN
    Aus z.B. „Die Masken der Niedertracht“ , „Mobbing“ von Marie-France Hirigoyen
    5) PERSÖNLICHE ZIELE & KLARE GRENZEN SETZEN UND KONSEQUENT ANSTREBEN
    z.B.: Abteilung wechseln/gutes Zeugnis erkämpfen/Anschreien verbitten/Selbst nicht sadistisch sein
    6) MIT PROFESSIONELLEN MITTELN GANZ ENTSCHIEDEN ZUR WEHR SETZEN
    Mobbing ist Krieg, bei dem deine Seele als Geisel genommen wird. Lerne von Verhandlungsprofis bei Geiselnahmen (z.B. „Teure Fehler“, M. Schranner)
    7) DRANG WIDERSTEHEN, ES MIT GLEICHEN MITTELN HEIMZUZAHLEN
    Betrachte es trotz Rachegefühle als persönliche Bewährungsprobe, dich nicht in`s diabolische Verhalten verstricken zu lassen (Diabolos=Verdreher,Verwirrer)
    8) MITTELS METAEBENE SEINE KLARHEIT & EINFACHHEIT BEWAHREN
    Verlieren dich nicht in Details der Verdrehungen der Wahrheit durch die Gegenseite
    9) BEACHTE: JEDER WIRD FÜR SEINE TATEN EINMAL BÜßEN MÜSSEN
    Auch dein Peiniger. Manchmal scheint es, daß es sogar schon in diesem Leben geschieht (s.u.)
    10) NIE DEN MUT & DIE HOFFNUNG VERLIEREN

    ———————————————————————

    ANHANG:
    2006 berichtet „Die Welt“, ein Vorstandsmitglied von DaimlerChrysler habe „über Jahre gemobbt und zielgerichtet, schwerwiegend und schuldhaft … Persönlichkeitsrechte verletzt“ (http://www.welt.de/print-welt/article223181/Mobbing-Urteil-gegen-DaimlerChrysler.html). Das Gerichtsurteil gibt es im Web als Volltext (LAG Baden-Württemberg; 12.06.2006; Aktenzeichen 4 Sa 68/05).

    2012 zitiert das „Manager Magazin“ eben jenen Person mit den Worten „Nie wieder tue ich mir das an!” im Machtkampf mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden. Weiter heißt es dort: „War das noch derselbe Mann, der über so viele Wochen und Monate seinen Topjob beharrlich und qualvoll … verteidigte? … Aussichtslos eher. Wie groß muss der Horror vor dem Verlust … gewesen sein, um so viel Pein auf sich zu nehmen?“ (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-819233-3.html)
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  22. Es ist unglaublich wie oft Mobbing und Bossing in den Betrieben vorkommt, mein Eindruck nach häufigem Jobwechsel ist der, in vielen kleineren Firmen sind Leute in der Chefetage, die weder Führungskompetenz besitzen noch in der Lage sind die Worte, Struktur und Gerechtigkeit zu begreifen.
    Solche völlig ungeeigneten Leute gründen eine Firma, wollen ganz viel Kohle verdienen, sich damit schmücken dass Sie selbstständig sind, und kapieren überhaupt nichts. Mitarbeiter sind nur noch Mittel zum Zweck, Verantwortung und Zwischenmenschlichkeit fehlt komplett, Konflikte werden abgewunken nicht gelöst, ist anstrengend. Und das, obwohl sie von einer gar so perfekten Firmenphilosophie erzählen, dass man am Anfang denkt ich bin endlich angekommen auf dem Arbeitsmarkt, als Fachkraft, als Mensch, oh nein sobald solch die inkompetenten Menschen als Chefs aufspielen, geht konkret alles schief, solchen Wichtigtuern und Taugenichtsen mit ihrem falschen Weltbild, dass man Mitarbeiter wie Sklaven behandeln kann und ihnen gleichzeitig weis machen will, wie gut sie es haben, denen Wünsche ich von ganzem Herzen dass sie ihre ach so tolle Firma an die Wand fahren, und sie dann hoffentlich aus ihrem saublöden Dornröschenschlaf aufwachen.
    Vielen Dank an alle die hier ihre Kommentare eingestellt haben, es ist wichtig darüber zu berichten, einfach um zu zeigen was in einer angeblich so gebildeten Gesellschaft schief läuft.
    Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Depressionen, das müsste die Politiker doch mal wach rütteln, und es müsste mehr Institutionen geben die uns Arbeitnehmer schützt.
    Wer arbeitslos wird wegen Bossing oder Mobbing hat in der Regel weder das Geld noch die psychische Stabilität sich auf den Rechtsweg zu begeben und den Verantwortlichen zu verklagen. Schade…

  23. Ich bin wieder, der Flipper (siehe oben). Ich habe, nachdem ich meinen Bossing-Job gekündigt habe, einen neuen Job gefunden (wo man nicht nach dem Arbeitszeugnis gefragt hat) und zwar in einem Ingenieurunternehmen. Der Boss hier ist auch ein Erbsenzähler und ein mieses a…loch, aber ich habe mir vorgenommen, immer nett zu lächeln wenn ich ihn sehe und niemals Kritik zu üben (70 % der mobbing opfer werden wegen kritik gemobbt). Immer wenn ich den typ im gang sehe, bleibe ich erstmal in meinem büro. Weil ich unter dem Radar bleiben will und nicht auffallen möchte, und wenn, dann bestenfalls positiv. mein trost: aktieninvestments, mit denen ich nebenbei noch ein paar tausend euro pro jahr verdiene, dieses kleine stückchen unabhängigkeit ist relativ heilsam.

  24. Schönen Dank an Alle, die hier Ihre Erfahrungen mitteilen, dann ist man nich so alleine mit seinem eigenen Zustand.
    Ich bin nach 20 Jahren in eine andere Geschäftsstelle gewechselt und einen Chef bekommen, der mich von Anfang an nur geduldet hat. Ein Zurück oder woanders hin war augrund meines Alters nicht möglich. Er stellte mich vor der gesamten Mannschaft blos und sagte “die hilft ihnen sowieso nicht – die geht in 2 Jahren in Rente (Rente stand erst nach 5,5 Jahren an). Er wußte mehr als ich.
    Ich war eine sehr gute, aktive Mia. und stand ganz oben auf der Erfolgsliste und jetzt dümple ich mit meinem Einkommen dahin. Jeder Azubi verdient mehr.
    Ich wollte durchhalten und bin jetzt nach 4 Jahren fertig. Magen- und Kopfschmerzen, sowie Sodbrennen nehmen überhand. Betriebsrat hat nichts gebracht. Es gibt zuviele Führungskräfte “kleine Könige mit zuviel Macht”, gegen diese kommt man nicht an – und die Genraldirektoren machen nichts dagegen – solange die Zahlen einigermaßen stimmen.
    Diese Führungskräfte taugen auf Dauer nichts – nur will es Keiner merken – schon gar nicht ganz Oben.
    Es werden Umsatz-Statistiken erstellt, jedoch nicht von den Krankheitsfällen. In unserer Geschäftsstelle sind bereits 3 langjährige (über 15 Jahre) Mia. langszeitkrank. Viele Mia. sind bereits ausgeschieden – meist junge Leute, die anderweitig noch untergekommen sind. Es ist noch eine Gruppe vorhanden – diese würden woanders nicht unterkommen oder sich pofilieren können (Schleimer).
    Ein Jammer, was sich so als Führungskräte bewegt die nichts drauf haben – meist nur Monologe.
    Wenn man krank ist, kann man tatsächlich nicht mal mehr richtige Briefe schreiben und ist total blockiert.
    Abwarten und Gespräche suchen bringt nichts. Die Seele wird immer kränker und auf einmal hat man keine Kraft mehr. Ich werde noch einen Brief an die Direktion schicken, dann frühzeitig in den Ruhestand.
    Ich hoffe nur, daß ich noch eine befriedigende Aufgabe finde, denn ich arbeite sehr gerne.

  25. Nach 25 Jahren im öffentlichen Dienst teilte man mir von heute auf Morgen mit, dass meine Stelle gestrichen wird. Ich habe umgehend mein Büro auszuräumen und werde zukünftig einer anderen Abteilung, halbtags, zugeteilt. Alle Gespräche dagegen halfen nichts, ich bin ja schon älter, sagte man mir, 50 Jahre alt, der Personalleiter und der oberste Chef grinsten mich nur völlig entrückt an, als ich etwas verzweifelt aussah. Meine Argumente verhallen ungehört, der Betriebsrat hat Angst vor der Leitung, ich habe mir jetzt eigenmächtig ein Büro in einer Abstellkammer eingerichtet und einen Anwalt aufgesucht. Jeden morgen muss ich mich übergeben aber ich werde kämpfen, entweder bekomme ich meinen Arbeitsplatz zurück oder eine fette Abfindung.

  26. Selbst erlebt und dadurch sehr krank geworden. Aber ich glaube fest daran dass die betreffende Person dafür noch bitter bezahlen wird. Niemand darf dauerhaft böse sein ohne dass sich das irgendwann rächt.

  27. Seit fast 2 Jahren mache ich das bereits durch. Immer mehr kaltgestellt werden, immer weniger Kompetenzen, keine Aussenwirkung mehr. Fast alles was im Artikel steht, wurde und wird gerade mit mir durchgezogen. Altersbedingt habe ich so gut wie keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt und bleibe deshalb immer noch in der Firma. Ich bleibe stark! Warte auf meine Stunde! Der fiese Möp kriegt mich nicht klein.

  28. Psychisch ist es für mich auch mittlerweile so belastend dass ich ausgeprägte Schlafstörungen und zu Zeiten von Konflikten Herzrhytmusstörungen hab. Jedoch, ist seltsam – ich denke, die Chefin wär gar nicht so übel (schon auch etwas zu Sadismus neigend aber hat auch gute Seiten) – wenn es Strukturen gäbe die alle Angestellten und den Boss konrollieren und feedbacken! Eine hygienische regelmässige Feedbackkultur eingeübt würde, regelmässig auch Supervisors dazugezogen würden.
    Aber das braucht EIER von der obersten Stelle. Die sind froh haben sie so ‘Chefs’ und ‘Cheffinnen’ die sich behaupten können und werden – denn das unterstreicht auch IHRE BERECHTIGTUNG als Autorität. Natürlich, das haben sie gemeinsam. Drum schützt der oberste Chef seinen untergebenen Scheisschef – also meinen Vorgesetzten – weil es für sie naheliegend und bequemer ist und ihr eigenes Bild als Autorität nicht ankratzt, so pseudomässig ‘für den Frieden und das Weiterfunktionieren des Betriebs’… wer auch immer da auf der STrecke bleibt…. ganz erschreckend find ich den menschlichen Reflex der eigentlich nicht involiverten Mitarbeiter – also ‘Kollegen’ – die sich plötzlcih auch anfangen feindselig abzuwenden oder einen gar pathologisieren, man hätte ein psychisches Problem (dabei ist es die Folge von ca. 10 Jahren Unterdrückung dieser Antipathie und machenschaften mit welchen man leben muss. Zwar nicht immer bei mir aber leider wiederkehrend.) … Letztendlich, was ich auch mach, ich bin die untestellte, ich am kürzeren Hebel. Wer hat schon noch die Kraft und STabilität nach so viel Jahren souverän für sich einzustehen. man wird traumatisiert. JA ! So ist es, mittlerweile reagiere ich mit so heftigen Schwächeanfällen wie niemals vor 5 oder 8 Jahren. Jetzt bin ich wie eine retraumatisierte wenn ich diesen Konflikten im Machtgefälle entgegensehe. Da krieg ich Schwindel und ich könnt einfach kollabieren.. dabei staune ich über meine psychosomatischen Reaktionen – denn bis anhin konnte ich mich fast immer wieder aufräppen, zu Kraft und dem SINN der ARBEIT zurückfinden. Die eigentlich schön wäre… und ich war mal so hochmotiviert, so vollüberzeugt für die Sache…. ! Sie empfand meine Verbesserungsvorschläge immer als Uebergriffe, meine Sorfgalt als Kritik an ihrer ARbeitsart.. es war immer das Bedürfnis da mich möglichst klein zu halten…. ach, .. endlos…

  29. Habe das eben erst gelesen rsp. überflogen! Ja das habe ich auch erlebt und dem Ganzen, nachdem ich es endlich realisiert hatte, sofort ein Ende gesetzt ! Ich kann nur jedem raten, der frech und undankbar “gebosst” wird, so schnell als möglich die Flucht zu ergreifen, sonst geht er “vor die Hunde”! Bei mir war es ein Anwältchen aus einer angeblich “renommierten” Kanzlei, das persönliche Probleme an mir abgerieben hat.

  30. Andrea Bär am

    Ich kann von miesen Strukturen an einer großen deutschen Universität berichten, bei denen selbst der Präsident sich nicht gegen “seine” Professor/innen durchsetzt, die (sogar im Psychologie-Fachbereich) ihre Mitarbeiter/innen mit Bossing klein machen und klein halten wollen. Das ist das Frustrierende daran: man steht wirklich allein da, wird “ausrangiert”, abgewertet und entwürdigt und die Vorgesetzten helfen nicht, weil man die Damen und Herren in ihrer “Freiheit” nicht beschränken will, da werden lieber “die Kleinen” geopfert. Da sind Willkür, fiese Machenschaften und Kaputtmachen der Mitarbeiter/innen Tür und Tor geöffnet. Ganz schlimm !!

  31. Ich finde mich in euren Kommentaren (leider) wieder, eine Mischung aus allem. Da hab ich mit 49 vor 2 Jahren nochmals einen Wechsel aus der Finanzbranche (Sachbearbeitung, kein grosses Tier) gewagt und war so glücklich, in einer sozialen Institution zu landen. Und nun? Auch Chefs in sozialen Einrichtung sind nicht höflicher, korrekter und menschlicher. Meine Chefin stellt mich bei jeder sich bietenden Gelegenheit dar wie ein Taugenichts, obwohl ich weiss, dass ich meinen Job gut mache. Ich spreche 3 Sprachen, sie nicht. Die Leute mögen mich sehr, auch die Kolleginnen. Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich in die Sparte gehöre, wo meine Vorgesetzte neidisch ist und fürchtet, ich könnte zu stark sein/werden. Doch ich habe nicht nochmals die Kraft, mich zu wehren, ich bin noch geschwächt von der letzten Stelle, wo ich nach 14,5 Jahren resigniert habe und gegangen bin, weil der Chef da Aussagen aus der untersten Schublade drauf hatte und mich schikanierte, dass ich jeden Morgen erbrechen musste und einen Kloss im Hals hatte.
    Es ist schon erschreckend, wieviele darunter leiden müssen und dem ausgeliefert sind,

  32. Hallo zusammen, lese das hier gerade erst. Bossing zusammen mit daraus resultierenden Mobbing nennt man auch das “HITLER” Prinzip. Ich habe das extrem erlebt und nehme noch heute, zehn Jahre später Antidepreesiva. Habe darüber meine Familie verloren und miterlebt, wie ein Kollege, bei dem Fan Prinzip schon gegriffen hatte, bevor ich dort anfing, dasselbe Schicksal hatte und zu guter letzt in den Selbstmord getrieben wurde. Dieser hatte dort schon seine Ausbildung gemacht und war danach seit 35 Jahren in der Firma, hatte sich hochgearbeitet und bekam einen neuen Chef, der ihn nicht möchte. Um eine Abfindung zu umgehen, wurde er systematisch über Jahre gedemütigt, sodass selbst seine Mitarbeiter sich nur noch über ihn lustig machten. Als es dann wirklich zum Suizid kam, lachte man nur mit den Worten: “Manche Probleme erledigen sich von selbst.” Schlimm genug, dass alle mitmachten und nichts hinterfragten auch ICH. SCHANDE ÜBER MICH. Aber ich habe die Quittung bekommen. Ich war die Nächste. Es funktionierte wie bei dem Kollegen. Aus Freunden wurden allmählich Augenverdreher und zum Schluss Feinde. Bei all den tollen Menschen, die heute sagen, sie hätten DAMALS nicht mitgemacht, wo es um ihr Leben gegangen wäre, kann ich nur lachen. Hier geht es nur um ihren Job und da machen sie schon mit

  33. Ich fange in nächster Zeit im Hamburger Modell wieder an zu arbeiten. Habe erfahren das ich wieder unter meinem alten Chef arbeiten soll und dieser jetzt schon gegen mich wettert und mich schlecht macht.

  34. Leider geht es mir auch nicht anders, wie vielen Menschen, die gemobbt (gebosst) werden. Auch ich stehe wohl auf der Abschussliste, habe meine Arbeit in dem Unternehmen immer gut gemacht, Überstunden und Mehrarbeit, sowie Urlaubs- und Krankheitsvertretungen immer ohne Entgelt gemacht, gute Ideen zum Unternehmen hinzu gesteuert, immer alle Termine eingehalten, usw.
    Seit einiger Zeit will die Geschäftsleitung wohl Stellen abbauen und ist zu feige dies offen kundzutun. Dabei wird Geld für unnütze Anschaffungen ausgegeben und den Mitarbeitern wird gesagt, dass sie zu viel kosten würden.

    Dann wird von der sog. “Chefetage” gemobbt, wo es nur geht, Arbeit schlecht gemacht, Infos nur mäßig weiter gegeben, so dass man immer nachhaken muss oder man bekommt gar keine Antwort. Arbeitszeiten werden nach Belieben verschoben, ohne dass man vorher gefragt wird und man wird einfach nach 3 Stunden nach Hause geschickt (mit den Worten: das kannst Du auch noch nächste Woche machen. Ist ja jetzt nicht so dringend), oder man bekommt einfach Tage oder sogar 1 Woche “Urlaub” aufgebrummt, obwohl man nachweislich viel Arbeit hat.
    Nach diesem Zwangsurlaub wird dann noch herum gehackt warum man dieses oder jenes nicht fertig hätte (kann man ja auch schlecht fertig haben, wenn man Urlaub machen musste). Dies wird einem dann noch zum Nachteil ausgelegt und viele andere Kleinigkeiten, die sich in dem Unternehmen geändert haben.

    Nach ein paar Jahren in diesem Familienunternehmen muss ich leider erkennen, dass ich mich in den Menschen, die zur “Führungsetage” gehören, komplett getäuscht habe und auch getäuscht wurde.
    Charakterlich und auch in deren Behandlungspraxis, die “Methode” hat, Mitarbeiter loszuwerden, ohne Abfindung zahlen zu müssen und die Mitarbeiter, die bleiben, “klein” zu halten, damit sie blos nicht mal eine Gehaltserhöhung fordern können.

    Man behandelt die Angestellten schlecht und schlechter und unterstellt ihnen Fehler und droht sogar mit Arbeitsplatzverlust, wenn man wirklich mal 1 Tag krank ist. Fehler unterstellen, anschreien, hinten herum bei anderen Mitarbeitern und Kollegen und sogar bei Kunden oder Lieferanten Verleumdungen über einem zu verbreiten. Zum Glück gibt es aber Menschen, die einem dies dann wieder zutragen, auch wenn dies dann umso enttäuschender ist.

    All dies zeugt von schlechtem Charakter und wie heisst es doch so schön: Geld verdirbt den Charakter.

    Trotz Gesprächen mit der Geschäftsleitung hat sich nichts geändert und ist sogar noch schlimmer geworden. Auch das “Vorleben” von Verhalten diesen Menschen gegenüber, wie es sein sollte, hat leider nichts gebracht.

    Ich jedenfalls werde meine persönlichen Schlüsse daraus ziehen (nach vielen schlaflosen Nächten, mit Herzproblemen, Migräneanfällen, Erbrechen, Schmerzen im ganzen Körper, usw.) und werde mir einen anderen Job suchen, in dem man hoffentlich dann willkommener ist und in dem man so behandelt wird, wie es sich gehört. Nämlich mit Anstand, Respekt und mit Kollegialität, so wie man auch selbst andere Menschen behandelt,

    Die ganzen Ratschläge, wie z. B. mit Vorgesetzten sprechen, passende Antworten geben, usw. nutzen leider gar nichts, wenn die Chefetage selbst charakterlich schwach oder charakterlos ist und solche Betriebspraktiken länger anwendet und immer wieder Erfolg damit hat. Hier kann man wirklich nur eines tun, um sich und seine Gesundheit zu schützen: Sich einen anderen Job suchen und kündigen und diesen Chefs zeigen, dass sie nun diese Arbeiten selbst machen müssen, bzw. dumm da stehen, da sie diese Arbeiten selbst nicht machen können, weil ihnen das Fachwissen und die Praxis komplett fehlt und sie mit ihrem Verhalten richtig auf die Nase fallen!

  35. 21 DIN A4 Seiten sind schon über die Jahre voll geworden. Erst Mobbing, dann Bossing und nun beides. Der Mobber hat es geschafft meinen/unseren Chef auf mein sog. Fehlverhalten aufmerksam zu machen und davon zu überzeugen das ich unfähig bin! Im Laufe der letzten Jahre sind mir immer mehr verantwortungsvolle Aufgaben entzogen worden (natürlich ohne Information, Überraschung!), aber wenn der oberste Boss (Boss meines Abteilungsleiters) Ergebnisse haben will, bin ich gut genug, werde in Projekte eines anderen Kollegen gesteckt und soll diese voran treiben, wobei ich dann vor allem bemüht bin blos keine Fehler zu machen. Ich bekommen schon seit Jahren keine bis notdürftigste Informationen, werde in nichts miteinbezogen, soll aber effizient, fehlerfrei und parallel arbeiten, obwohl das in meinem Job sowieso dazu gehört. Ständig arbeitet man nicht nur 1 Sache ab, sondern mindesten 2 gleichzeitig. Hinterrücks wird vom Mobber denunziert, mein Chef fordert Spielregeln die nur einer einhalten muss – ich. Ich hab mir vor 2 Jahren Hilfe geholt, seine Vorgesetzte die wußte/weis wie er ist, das er schon viele gebosst hat. Sie hat mir auch geraten wegen meiner angeschlagenen Gesundheit die Arbeitszeit zu reduzieren – sofern ich es mir leisten kann -, kann ich und ich möchte meine 4 Tage-Woche nicht mehr missen. Akut bin ich AU und habe meinen Hausarzt mal wieder mit ins Boot geholt. Derzeit nimmt die Intensität der Aktionen zu und wird komplexer. Ein Burnout hab ich schon und auch Angst morgens wenn es zur Arbeit geht. Unsere Personaleiterin will ich auch mal wieder mit ins Boot holen, sie hatte mir angeboten das ich mich immer an sie wenden kann, bevor es zu spät ist und auch sie mir womöglich den Rücken zuwendet. Ich bin auch vertreten durch unsere Mitarbeitervertretung in der ich selber aktives Mitglied bin. Trotzdem steh ich mit dem Rücken an der Wand! Ich versuche mir derzeit eine Strategie zurecht zu legen, wie ich die letzten 8 Jahre bis zur Rente ohne größeren finanziellen Schaden “überlebe”, vielleicht nicht in dieser Firma und vielleicht auch nicht weiter in Brot und Lohn, aber mit beruhigter Seele, besserer Gesundheit und vernünftiger Lebensqualität!

  36. Ich hab das gar nicht so intensiv erlebt.Mit 33 Jahren vielleicht auch noch kein Thema.Ich erlebe immer nur depresive Menschen,die früher mal Lust hatten und dem Konzern durch ihre frühen Anfangszeiten richtig Geld kosten.Das hat etwas mit Wirtschaft zu tun.Umso schneller ich bin um so schneller dreht sich die Erde 😉

    Wie soll ein Konzern so schnell Struckturen umbauen?

    Gar nicht.Wäre meine Meinung.Es ging vor der privatiesierung und es geht im Jahr 2016.Wichtig ist das die oberen “Mitarbeiter” ihr Ziel durchführen,nähmlich den Mittelstand zu Stärken und den Nachwuchs zu fördern.Wir sind dort auf dem richtigen Weg.Und die Rechtschreibung…

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