Zufriedene Mitarbeiter sind gesünder und produktiver – so viel ist klar. Doch es müssen nicht immer die großen Veränderungen sein, wie flexiblere Arbeitszeiten, ein besseres Gehalt oder freundlichere Kollegen, damit Sie sich im Job wohlfühlen. Manchmal liegt der Unterschied im Detail. Wir verraten Ihnen deshalb heute, wie Sie Ihren Arbeitsplatz schöner gestalten und dadurch seinen Wohlfühlfaktor erhöhen können – egal, ob im Büro oder dem Homeoffice.

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Inhalt
1. „Clean Desk“ vs. „Creative Chaos“ – Welche Mitarbeiter sind produktiver?
2. Das Büro als Komfortzone: Produktiver ist auch, wer sich wohlfühlt
3. 10 Tipps für einen schöneren Arbeitsplatz: So wird das Büro zum Rückzugsort
4. 10 Tipps für ein produktiveres Zuhause: So wird Ihr Homeoffice „heimelig“

„Clean Desk“ vs. „Creative Chaos“ – Welche Mitarbeiter sind produktiver?

Was den Umgang mit Ordnung am Arbeitsplatz angeht, verfolgen Unternehmen denkbar unterschiedliche Ansätze. Die einen haben eine strikte „Clean-Desk-Policy“. Kaum ein Staubkorn darf hier nach Feierabend noch auf der Tischplatte zu finden sein. Ganz zu schweigen von Arbeitsmaterialien oder gar persönlichen Gegenständen. Der „Clean Desk“ verhindere Ablenkung, spare Kosten und Platz, so die Überzeugung der Anwender. Wenn der Schreibtisch am Abend leer verlassen wird, kann er am nächsten Arbeitstag von jedem anderen beliebigen Mitarbeiter genutzt werden. Es sind ohnehin nie „alle im Haus“. Klingt sinnvoll – ist es aber nicht.

„Ich sage euch: man muß noch Chaos in sich haben,
um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.“
(Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Eine Studie an der Universität Groningen kam nämlich zu der Erkenntnis, dass ein chaotischer Arbeitsplatz die Mitarbeiter kreativer, innovativer und produktiver macht. Wieso? Weil sie sich mehr konzentrieren müssen, um in dem Chaos klar denken zu können. Dadurch sind sie fokussierter, organisierter und effizienter. Die Antwort ist daher eindeutig: Bei der „Creative-Chaos-Policy“ sind Mitarbeiter produktiver.

Das Büro als Komfortzone: Produktiver ist auch, wer sich wohlfühlt

Doch nicht nur die Ordnung beziehungsweise Unordnung am Arbeitsplatz entscheidet über die Produktivität der Mitarbeiter. Eine weitere Studie zum Thema „Wohlfühlen am Arbeitsplatz“ kam bei einer Befragung von rund 7.300 Angestellten nämlich zu dem Ergebnis: Mitarbeiter, welche sich im Büro psychisch und physisch wohlfühlen, arbeiten produktiver. Der Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz hat also direkten Einfluss auf die körperliche, emotionale sowie kognitive Leistungsfähigkeit des Angestellten.

Statistik: Welche der folgenden Faktoren empfinden Sie am Arbeitsplatz als störend? | Statista
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Ein ungemütliches, hässliches oder gar gesundheitsgefährdendes Büro hingegen, kann für den ein oder anderen Arbeitnehmer durchaus zum Kündigungsgrund werden. Wer schließlich 35, 40 oder mehr Stunden pro Woche an einem Schreibtisch verbringt, an welchem ihm die viel zu laute Klimaanlage kalte Luft in den Nacken bläst, der Kollege ständig lauthals mit Kunden telefoniert oder der Schreibtischstuhl für nichts als Rückenschmerzen sorgt, wird auf Dauer nicht nur unglücklich und unproduktiv sein, sondern auch psychische oder physische Erkrankungen riskieren. Ergonomie ist deshalb am Arbeitsplatz ein wichtiges Thema.

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Lese-Tipp:Ergonomie am Arbeitsplatz: Die wichtigsten Facts & Tipps

Doch ebenso wichtig für den Wohlfühlfaktor im Büro sind eben auch die kleinen Details. Wir haben deshalb jetzt zweimal zehn Tipps für Sie, wie Sie Ihren Arbeitsplatz beziehungsweise Ihr Homeoffice schöner gestalten können – für mehr Produktivität und schlichtweg mehr Zufriedenheit im Job.

10 Tipps für einen schöneren Arbeitsplatz: So wird das Büro zum Rückzugsort

Als Arbeitgeber sollten Sie Ihren Mitarbeitern also das kreative Chaos und Individualität erlauben. Dadurch sind diese nämlich zufriedener, gesünder und produktiver. So schön der „Clean Desk“ auch aussehen mag, bei diesen Argumenten können Sie gewiss über die Unordnung hinwegsehen. Nur, wie gestalten Sie als Arbeitnehmer Ihren Schreibtisch im Büro eigentlich „schöner“? Wir haben jetzt 10 kleine, aber feine Ideen für Sie zusammengetragen:

Tipp 1) Sichtschutz: Gerade in Großraumbüros fühlen sich viele Mitarbeiter ständig beobachtet – vom Chef, den Arbeitskollegen oder sogar völlig Fremden. Das führt zu dauerhafter Anspannung und dadurch unterschwelligem Stress. Mehr als die Hälfte der deutschen Angestellten hat das Gefühl, (sehr) häufig bei ihrer Arbeit unterbrochen zu werden – was natürlich die Konzentration und Produktivität mindert.

Statistik: Trifft es zu, dass Sie bei Ihrer Arbeit häufig unterbrochen und gestört werden? | Statista
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Abhilfe kann da ein Sichtschutz schaffen. Kreieren Sie sich Ihren persönlichen Rückzugsort. Dies können Trennwände sein, Pflanzen oder auch ein Paravent.

Tipp 2) Pflanzen: Auch, wenn Sie die Pflanzen nicht als Sichtschutz verwenden, sollten sie an Ihrem Arbeitsplatz nicht fehlen. Ihr Grün wirkt beruhigend, sie produzieren frischen Sauerstoff und sehen auch schlichtweg schön aus. Besonders gut geeignet für das Büro – da pflegeleicht – sind zum Beispiel:

  • Drachenbaum
  • Gummibaum
  • Yucca-Palme
  • Ficus

Und wer noch einen draufsetzen möchte, bringt sich zudem frische saisonale Blumen mit und platziert sie in einer hübschen Vase direkt neben dem PC-Bildschirm.

Lese-Tipp:Umweltschutz: Step by Step zum „grünen“ Büro

Tipp 3) Fotos: Wenn Sie Ihre Liebsten schon für sechs, acht oder auch zehn Stunden pro Tag, welche Sie bei der Arbeit verbringen, nicht sehen können, so ist es doch schön, wenn Sie zumindest Bilder von ihnen auf Ihrem Schreibtisch aufstellen oder an die Trennwände, den Sichtschutz & Co hängen. Doch Vorsicht: Ihre „Party-Bilder“ vom letzten Junggesellenabschied oder Ihre Urlaubsbild im Bikini haben am Arbeitsplatz nichts verloren. Achten Sie daher bei Ihrer Bilderauswahl auf die Unverfänglichkeit der Motive!

Tipp 4) Motivationshilfen: Wir alle kennen diese Tage, an welchen die Arbeit gefühlt besonders langsam vorangeht oder schwerfällt. Gut, wenn Sie dann einen kleinen Extra-Motivationsschub parat haben.

Statistik: Was ist Ihre größte Motivation bei der Arbeit? | Statista
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Gibt es Sprüche, Bilder oder sonstige Gadgets, welche Sie besonders motivieren? Zum Beispiel die Postkarte von den Malediven, wo Sie Ihren nächsten Urlaub verbringen möchten? Da fallen die Überstunden für das zusätzliche Taschengeld doch gleich ein wenig leichter.

Tipp 5) Snacks: Manchmal ruft der Heißhunger, Sie brauchen ein wenig Zucker für Ihre Nerven oder Sie hatten einfach keine Zeit für eine richtige Mittagspause. Gut, wenn Sie dann über die „geheime“ Snack-Schublade verfügen. Hand aufs Herz: Wer nascht nicht gerne zwischendurch ein Stück Schokolade, etwas Gummibärchen oder auch – als gesündere Variante – ein wenig frisches Gemüse?

Lese-Tipp:Tschüss Kantine! Hallo Lunch im Glas!

Tipp 6) Tee: Da Ihr Körper aber natürlich nicht nur Essen, sondern vor allem viel Flüssigkeit benötigt, nehmen Sie doch ab sofort Ihren Lieblingstee mit zur Arbeit. Gerade im Winter geht nichts über ein wohlriechendes Heißgetränk und gesünder als Säfte oder Soft Drinks ist der Tee allemal!

Tipp 7) Labello: Apropos Winter – kennen Sie das auch: Von der Heizungsluft bekommen Sie ganz trockene Lippen? Oder nach einem langen Kundengespräch fühlt sich Ihr Mund komplett ausgetrocknet an? Was dann hilft, sind ein Glas Wasser und etwas Lippenpflege. Aber Achtung: Suchtgefahr!

Tipp 8) Kopfhörer: Hören Sie gerne Musik bei der Arbeit? Für 90 Prozent der Deutschen bedeutet Musikhören pure Entspannung.

Statistik: Verbinden Sie mit dieser Tätigkeit eher Stress oder Entspannung?* | Statista
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Zudem kann sie Ihnen dabei helfen, sich gegenüber dem Lärmpegel im Büro abzuschotten und sich ablenkungsfrei auf Ihre eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren. Doch natürlich können Sie nicht einfach ein Radio mit zur Arbeit bringen und den gesamten Raum beschallen. Die Lösung lautet also: Kopfhörer!

Tipp 9) Fußstütze: Trotz ergonomischem Arbeitsplatz leiden viele Menschen nach einem langen Arbeitsplatz am Schreibtisch unter Rückenschmerzen, vor allem im Lendenwirbelbereich und unteren Rücken. Für Entlastung kann da eine ergonomische Fußstütze sorgen.

Tipp 10) Sitzkissen: Empfehlenswert ist zudem ein rückenschonendes Sitzkissen oder auch Steißbeinkissen. Das entlastet Ihre Wirbelsäule und trainiert zugleich die Rückenmuskulatur. Die Sitzkissen gibt es von verschiedenen Marken und in den unterschiedlichsten Preisklassen – je nach individuellem Bedarf.

10 Tipps für ein produktiveres Zuhause: So wird Ihr Homeoffice „heimelig“

Und was, wenn Sie manchmal oder sogar immer im Homeoffice arbeiten? Schließlich wird dieses Arbeitsmodell in Zukunft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Lese-Tipp:Out-of-Office: So sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus

Das Homeoffice bringt viele Vorteile mit sich, unter anderem, dass Sie Ihren Arbeitsplatz frei gestalten können – wonach auch immer Ihnen der Sinn steht. 10 kreative Ideen haben wir jedenfalls jetzt für Sie parat:

Tipp 1) Tierische Gesellschaft: Haben Sie ein Haustier? Einen Hund vielleicht oder auch eine Katze? Wie wäre es dann, wenn Sie Ihrem tierischen Freund neben Ihrem Schreibtisch einen gemütlichen Platz einrichten mit Korb, Decke oder etwas Spielzeug? Viele Menschen haben ihre Haustiere schließlich gerne in der Nähe und Studien fanden sogar heraus, dass Hunde als aktive Burnout-Prävention dienen. Wieso? Weil sie die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin anregen, das wiederum entspannend wirkt und positive Effekte auf Ihre psychische und physische Gesundheit hat.

Lese-Tipp:Einfach tierisch: Hunde als Burnout-Prävention im Büro

Tipp 2) Schöne Aussichten: Der Vorteil im Homeoffice ist zudem, dass Sie es in jedem beliebigen Raum in Ihrer Wohnung beziehungsweise Ihrem Haus einrichten können und auch die Gestaltung des Büros selbst in der Hand haben. Suchen Sie sich bestenfalls ein helles Zimmer mit großen Fenstern oder sogar Zugang zum Balkon beziehungsweise einer Terrasse aus. Wenn Sie eine schöne Aussicht auf Ihren Garten haben oder an warmen Tagen sogar draußen sitzen können, macht die Arbeit doch gleich viel mehr Spaß!

Tipp 3) Warme Füße: Doch auch in den kalten Jahreszeiten können Sie es sich im Homeoffice besonders bequem machen. Wie wäre es zum Beispiel anstelle der (Haus-) Schuhe mit Ihren gemütlichsten Wollsocken? Sie können Ihre kalten Füße zudem auf eine Bettflasche stellen oder noch besser einfach zwischendurch in ein warmes Fußbad tauchen. Schon fünf Minuten werden ausreichen, um Ihnen frische Energie (und Wärme) zu schenken.

Tipp 4) Radio: Da Sie im Homeoffice vermutlich alleine sind und endlich mal keine Rücksicht auf Ihre Kolleginnen und Kollegen nehmen müssen, können Sie Ihre Lieblingsmusik hier so laut hören wie Sie möchten. Kaufen Sie sich ein kleines Radio in Ihrer Lieblingsfarbe für den Schreibtisch oder auch eine Musikanlage mit professionellen Lautsprechern – ganz nach individuellem Geschmack.

Tipp 5) Büromaterialien: Sie stehen auf pinke Kugelschreiber mit „Puschel“ oder Hefter in Neonfarben? In Ihrem Homeoffice können Sie sich was Büromaterialien angeht so richtig austoben. Auf Professionalität, Ordnung oder eine „Clean Desk Policy“ müssen Sie hier nicht achten.

Tipp 6) Yogamatte: Trotz ergonomischem Arbeitsplatz ist es für Ihre Gesundheit nicht unbedingt förderlich, wenn Sie mehrere Stunden pro Tag am Schreibtisch sitzen. Legen Sie daher regelmäßig kurze Pausen ein. Wie wäre es zwischendurch mit ein wenig Yoga? Das ist eine echte Wohltat für Körper und Geist und Sie können die Yogamatte anschließend ganz einfach wieder unter, neben oder hinter dem Schreibtisch verstauen.

Tipp 7) Höhenverstellbarer Schreibtisch: Apropos ergonomischer Arbeitsplatz: Auch, wenn ein höhenverstellbarer Schreibtisch alles andere als ein Schnäppchen ist, so ist er dennoch eine Investition, die sich lohnt. So können Sie zwischen Sitzen und Stehen wechseln und Ihre Schreibtischhöhe optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen. Und wenn Ihr Homeoffice vielleicht auch manchmal von Ihrem/r Partner/in oder den Kindern für die Hausaufgaben genutzt wird, ist der höhenverstellbare Schreibtisch ebenfalls die optimale Lösung für die ganze Familie.

Lese-Tipp:Ergonomie im Büro: Wie sich Arbeiten im Stehen auf die Gesundheit auswirkt

Tipp 8) Sofa: Zugegeben, auf dem Sofa zu arbeiten, wird gemeinhin nicht empfohlen. Doch so ein gemütliches Sofa im Homeoffice hat dennoch seinen Charme. Zumindest in den Pausen können Sie darauf dann kurz entspannen, ein spannendes Buch lesen, etwas fernsehen oder einen schnellen Power-Nap einlegen.

Lese-Tipp:Power-Nap: Tipps für den gesunden Mittagsschlaf im Büro

Und wenn Ihnen der Sinn danach steht, kommt der Laptop eben doch einmal mit auf das kuschelige Sofa – merkt ja niemand!

Tipp 9) Wandanstrich: Weiße Wände? Das klingt doch langweilig! Toben Sie sich in Ihrem Homeoffice so richtig aus und streichen Sie die Wände in Ihrer Lieblingsfarbe. Wie wäre es mit

  • Orange zur Stimmungsaufhellung?
  • Blau für mehr Kreativität?
  • Grün als Entspannung?
  • Rot gegen Depressionen?
  • Gelb zur Stimmungsaufhellung?
  • Violett zur besseren Konzentration?

Tipp 10) Tageslichtlampe: Ein weiteres sinnvolles Gadget für Ihren Schreibtisch im Homeoffice ist eine sogenannte Tageslichtlampe. Im Winter kann diese einer Depression vorbeugen und auch im Sommer wirkt sie Müdigkeit entgegen und erleichtert Ihnen so die Konzentration. Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz ist ohnehin das A und O für seinen Wohlfühlfaktor.

Statistik: Wenn Sie an einen idealen Büroarbeitsplatz für sich selbst denken - was wäre Ihnen dabei besonders wichtig? | Statista
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Aber wie immer im Leben, bringt natürlich auch das Homeoffice nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich. Wie es dennoch garantiert klappt mit der Arbeit im eigenen Zuhause, erfahren Sie deshalb in unserem Artikel:

Lese-Tipp:Home Office: So klappt es mit der Heimarbeit

Und jetzt sind Sie an der Reihe: Welche weiteren Ideen haben Sie für einen größeren Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz – sei es im Büro oder im Homeoffice? Welche kleinen Gadgets dürfen an Ihrem Schreibtisch keineswegs fehlen? Oder welche Verrücktheiten haben Sie vielleicht schon einmal bei Kolleginnen oder Kollegen entdeckt? Wir bedanken uns für Ihre lustigen Anekdoten oder kreativen Vorschläge in den Kommentaren oder diskutieren Sie mit uns auf Facebook und Twitter!