Alle Welt spricht derzeit von der Generation Y. Darüber, dass sie „faul“ sei, „schwierig“ oder einfach „anders“ als alle bisherigen Generationen. Die Arbeitgeber wurden von den Veränderungen, welche die Generation Y in die Arbeitswelt mitbringt, geradezu überrumpelt. Sie werden noch lange Zeit brauchen, um endgültig im „neuen Zeitalter der Generation Y“ anzukommen. Das Problem an der Sache ist nur: Schon bald drängen auch ihre Nachfolger, die „Generation Z“, auf den Arbeitsmarkt. Und dann?

Inhalt
1. „Generation Z“ – Wer oder was kommt nach der Generation Y?
2. Ist die Generation Z genauso „schwierig“ wie die Generation Y?
3. Wie also ist sie wirklich, diese „Generation Z“?
4. Und wie sieht sich die „Gen Z“ selbst?

„Generation Z“ – Wer oder was kommt nach der Generation Y?

Die „Generation Z“ oder „Gen Z“ bezeichnet die zwischen 2000 und 2010 Geborenen. Die „Gen Z“ ist derzeit also noch im Kindes- bis Jugendalter. Dies erklärt, weshalb die Arbeitswelt bislang vor allem über die etwas ältere „Generation Y“ diskutiert, welche derzeit als Berufseinsteiger auf den Arbeitsmarkt drängt. Doch eine simple Rechenarbeit macht schnell deutlich: Die Zeit der Generation Z kommt – und zwar schnell. Ihre ältesten Vertreter sind in Kürze volljährig und wer sich für eine Ausbildung anstelle des Studiums entscheidet, befindet sich eventuell bereits mitten im Berufsleben.

Während sich die Arbeitgeber also noch nicht einmal (optimal) auf die neuen Anforderungen der Generation Y eingestellt haben, stehen ihre Nachfolger aus der „Gen Z“ bereits in den Startlöchern. Es ist alles andere als zu früh, um sich die Frage zu stellen: Was kommt mit der Generation Z auf die Arbeitswelt zu?

Ist die Generation Z genauso „schwierig“ wie die Generation Y?

Die Generation Y gilt unter den Arbeitgebern als „faul“, „anspruchsvoll“ und „schwierig“. Sie setzt auf andere Werte als die typisch deutschen Tugenden namens Fleiß und Disziplin. Sie wünscht sich eine ausgewogene Work-Life-Balance, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Selbsverantwortung, persönliche Freiheit, flexible Arbeitsmodelle, einen Sinn in ihrer Tätigkeit und und und…

Lese-Tipp:Umbruchstimmung: Wie die Generation Y die Arbeitswelt verändert

Dürfen die Arbeitgeber bei der Generation Z also wieder auf „einfachere“ Arbeitnehmer hoffen? Ansichtssache! In vielen Punkten sind sich die Generation Y und die Generation Z natürlich ähnlich. Schließlich wächst die jüngere Generation stets unter dem Einfluss der älteren auf. Zudem teilen sie einen weiteren prägenden Einfluss: die digitalen Medien. Das Weltbild der „Gen Z“ wurde stark von Fernsehen, Internet, Smartphones & Co geprägt. Soziale Netzwerke, das Web 2.0 sowie digitales Arbeiten – all das gehörte für die Generation Z von klein auf selbstverständlich zum Leben und hat natürlich entsprechende Spuren hinterlassen. Aber welche?

Wie also ist sie wirklich, diese „Generation Z“?

Diese Frage beschäftigt derzeit natürlich viele Arbeitgeber und wurde daher von der aktuellen „Celepedia Jugendstudie #2“ noch einmal genauer unter die Lupe genommen – mit überraschenden Ergebnissen: Ja, die Generation Z ähnelt der Generation Y in vielen Punkten, doch scheint sie deutlich traditioneller und vernünftiger zu sein. Das klassische Eigenheim, eine stabile Familie und Ehe, eine solide Ausbildung, ein sicherer Job – danach sehnt sich die Generation Z und knüpft damit wieder an traditionelle Werte ihrer Elterngeneration, der sogenannten „Generation X“, an.

Infografik: Generation Z: Eigentlich ganz vernünftig | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Dennoch lassen sich einige Merkmale, die uns von der Generation Y sehr wohl bekannt sind, nicht verleugnen: An oberster Stelle stehen auch für die Generation Z nicht die Arbeit, eine steile Karriere oder finanzieller Reichtum, sondern Zeit für die Familie, persönliche Freiheit, Selbstverwirklichung und schlicht der Spaß am Leben. Nach Arbeitnehmern, die sich für ihren Job ganz und gar aufopfern – bis zum Burnout oder gar Karoshi – klingt auch das nicht (mehr).

Lese-Tipp: „Karoshi – Erst die Arbeit, dann der Tod

Als „typisch“ für die Generation Z erachten Soziologen vor allem folgende Merkmale:

  • optimistischer Blick in die Zukunft
  • Gelassenheit bezüglich Karriere, Jobwechsel & Co
  • Streben nach immateriellen Gütern
  • Suche nach einem Sinn in der Arbeit
  • (auch) berufliche Nutzung von sozialen Netzwerken
  • Weltoffenheit
  • Angst vor (Geschlechter-) Diskriminierung
  • Job muss zur Persönlichkeit passen
  • Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung – auch im Beruf
  • Suche nach (beruflicher) Selbstständigkeit

Lese-Tipp:Studie: Generation Y sehnt sich nach Selbstständigkeit

Und wie sieht sich die „Gen Z“ selbst?

Aber wer könnte den „Spirit“ einer Generation besser beschreiben als sie selbst? Für Soziologen ist deshalb nicht nur die Einschätzung von außen spannend, sondern auch die Sicht der Generation Z auf ihre Besonderheiten:

Statistik: Wenn Sie einmal an Ihre eigene Generation (14- bis 29-Jährige) denken: Was ist besonders typisch für Ihre Generation? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Es bleibt also spannend, inwiefern sich die Generation Z schlussendlich tatsächlich von ihren Vorgängern, der Generation Y, unterscheiden wird und ob beziehungsweise wann die Arbeitgeber endlich schaffen, sich auf die Anforderungen der neuen, „schwierigen“ Berufseinsteiger einzustellen. Denn während die Generation Y schon voll im Arbeitsmarkt angekommen ist und die Generation Z bereits nachrückt, bewegen sich viele Arbeitgeber noch in den starren und veralteten Strukturen sowie Denkweisen der Babyboomers oder Generation X.

Wie schätzen Sie die Generation Z ein? Welche Neuerungen wird sie für den Arbeitsmarkt bringen oder wird sie schlicht in die Fußstapfen der Generation Y treten? Wann und wie können sich die Arbeitgeber endlich auf die Veränderungen in der Mentalität, den Wünschen und Bedürfnissen der jüngeren Generationen einstellen? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag zum Thema in den Kommentaren!

Kommentieren