Junge Menschen, die zwischen 1980 und 1995 geboren wurden, werden gern als Generation Y bezeichnet. Derzeit erobern immer mehr Vertreter dieser Generation den Arbeitsmarkt und beginnen, ihn systematisch zu verändern. Warum das so ist? Die Generation Y gilt als anspruchsvoll und hinterfragt nahezu alles. Ihre Überzeugung: Arbeit muss nicht das komplette Leben bestimmen, sondern kann auch mit anderen Bereichen wie Familie und Freizeit vereinbart werden. In den Ohren vieler älterer Arbeitnehmer klingt das alles nach Utopie. Für sie zählt einzig und allein die Leistung, die in der Regel in Arbeitszeit gemessen wird. Es lohnt sich also, einmal genauer hinzuschauen und herauszufinden, wodurch sich die Generation Y auszeichnet und was sie antreibt.

Inhalt
1. Definition: Was ist die Generation Y?
2. Die Frage nach dem „Y“
3. Der Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung
4. Die Suche nach dem Sinn
5. Die neue Definition von Karriere
6. Das Streben nach Selbstverwirklichung
7. Das Praktizieren der Work-Life-Balance
8. Das Wissen über das Ungewisse
9. Generation Y – Die neue Elite auf dem Arbeitsmarkt?

Definition: Was ist die Generation Y?

Wenn von der Generation Y gesprochen wird, dann sind damit vor allem junge Menschen gemeint, die in den 1980er und 1990er Jahren geboren wurden und heute etwa 25 bis 35 Jahre alt sind. Es ist falsch, zu sagen, dass alle Menschen, die in dieser Zeit zur Welt gekommen sind, auch zu dieser Generation gehören. Vertreter der Generation Y stammen meist aus behüteten Familienverhältnissen und weisen in der Regel einen hohen Bildungsgrad auf. Die meisten von ihnen sind Studierende oder Auszubildende beziehungsweise Berufseinsteiger. Die große Mehrheit der Generation Y ist unverheiratet und hat noch keine Kinder. Die Gründung einer Familie spielt für die Generation Y jedoch eine zentrale Rolle.

Darüber hinaus besitzt die Generation Y weitere spezifische Eigenschaften, die im Folgenden noch etwas genauer analysiert werden sollen.

Die Frage nach dem „Y“

Spricht man den Buchstaben Y englisch aus, dann klingt er wie das Fragewort why, also warum. Hierbei handelt es sich keinesfalls um einen Zufall. Wer die Generation Y charakterisieren will, kommt um ein Merkmal einfach nicht herum – die permanente Infragestellung bestehender Strukturen.

Steile Hierarchie-Gefüge, vorgegebene Karrierewege, starre Arbeitsmodelle – die Generation Y sieht in diesen und anderen Konstrukten keine Selbstverständlichkeit mehr. Stattdessen wird alles infrage gestellt, was für die Eltern als Normalität galt.

  • Warum soll ich immer zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort arbeiten?
  • Wird meine Leistung nur durch meine Anwesenheit im Büro definiert?
  • Wieso sollte mein Beruf nicht mit Privatleben vereinbar sein?

Diese und ähnliche Fragen definieren die grundlegende Intention der Generation Y und geben auch Aufschluss darüber, was sie motiviert und antreibt. Anders als vorherige Generationen will die Generation Y etwas verändern. Was lange Zeit als Selbstverständlichkeit galt, wird plötzlich hinterfragt. Die daraus entstehende Dynamik erreicht gerade den Arbeitsmarkt und sorgt für zahlreiche Veränderungen. Auf diese soll weiter unten im Text noch genauer eingegangen werden.

Der Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung

Eines der wohl wichtigsten Bedürfnisse der Generation Y ist berufliche Autonomie. Auch heute noch ist es in den meisten Unternehmen Gang und Gäbe, den Mitarbeitern genau vorzuschreiben, wann und wo sie zu arbeiten haben. Doch immer öfter sind auch andere Tendenzen zu beobachten. Die Arbeitgeber gehen auf die Wünsche der neuen Angestellten-Generation ein und schaffen Freiräume für mehr Autonomie.

Nach Ansicht der Generation Y ist diese notwendig, um nicht nur produktiv und effizient zu arbeiten, sondern im Beruf auch glücklich zu sein. Anders als ihre Eltern definiert sie Glück nicht mit „möglichst viel Geld verdienen und dadurch finanzielle Sicherheit schaffen“. Die Generation Y hat erkannt, dass es hierbei um viel mehr geht, zum Beispiel um Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Individualität.

Diese Aspekte spielen nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf eine zentrale Rolle. Während die Generation X brav ihrem 9 to 5-Job nachgeht, will die Generation Y im Home Office arbeiten und plant dabei schon das bevorstehende Sabbatical. Arbeit ist für sie nicht auf einen Ort und eine bestimmte Zeit beschränkt, sondern vermischt sich immer mehr mit dem Privatleben. Diese neue Autonomie wirkt sich natürlich stark auf den Arbeitsmarkt aus. Diverse Studien haben bereits bewiesen, dass der Einfluss positiver Natur ist. Menschen, die flexible Arbeitsmodelle nutzen können, sind nicht nur zufriedener und motivierter, sondern auch kreativer und produktiver. Das wiederum bedeutet, dass auch die Unternehmen von diesem Umbruch profitieren.

Die Suche nach dem Sinn

Doch nicht nur autonom, sondern auch sinnvoll muss der perfekte Job für die Generation Y sein. Wie keine andere Generation vor ihr stellt sie die Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit infrage und erhebt diese zur Voraussetzung für eine Bewerbung. Für viele Vertreter steht der Sinn eines Berufs sogar noch über den möglichen Verdienstchancen. Eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung, die tiefe Einblicke in die Motivation der Generation Y bietet und auch begründet, warum die Generation Y anders als ihre Eltern bereit ist, auch unsichere („brotlose“) Berufswege zu gehen.

Die neue Definition von Karriere

Immer wieder wird der Generation Y vorgeworfen, faul zu sein. Ein Grund hierfür ist die mangelnde Bereitschaft, eine Führungsposition zu übernehmen, die bei vielen Vertretern beobachtet werden kann. Hierbei handelt es sich um ein großes Missverständnis. Die Generation Y ist nicht faul, sondern hat Begriffe wie Karriere und Leistung neu definiert.

Anstatt dem Motto „Höher, weiter, schneller“ zu folgen und diversen klassischen Erfolgen hinterherzujagen, geht die Generation Y einen völlig neuen Weg. Das Ziel ist nicht mehr eine möglichst hohe Position im Unternehmen, sondern individuelle Verwirklichung. Macht wird immer unwichtiger. Stattdessen rückt das persönliche Glück in den Vordergrund. Die Generation, die gerade den Arbeitsmarkt erobert, will nicht führen, sondern anderweitig aktiv sein – beispielsweise in kreativen Entstehungsprozessen oder anderen spannenden Bereichen. Außerdem lehnen sie steile Machtgefälle generell ab und tendieren mehr in Richtung der flachen Hierarchien.

Immer mehr Unternehmen reagieren auf diese Veränderungen und bieten alternative Karrierewege an. Das Besondere hieran ist, dass manche der angebotenen Stellen ähnliche Verdienstchancen wie Führungspositionen in Aussicht stellen.

Ein gutes Beispiel für die neue Definition von Karriere ist das sich wandelnde Bild des Vaters. Während dieser bisher immer nur auf die Rolle des Ernährers reduziert wurde und dafür verantwortlich war, das „Geld nach Hause zu bringen“, können junge Familienväter heute viel differenzierter beschrieben werden. Sie kümmern sich um den Nachwuchs und beteiligen sich aktiv an der Erziehung. Um die Mutter zu entlasten und ihr ebenfalls eine berufliche Verwirklichung zu ermöglichen, gehen sie in Elternzeit und betreuen den Nachwuchs in Vollzeit. Diese Entwicklung, die aktuell immer öfter beobachtet werden kann, ist eng mit dem Eintritt der Generation Y in die Berufswelt verknüpft.

Das Streben nach Selbstverwirklichung

Die Selbstverwirklichung der Generation Y ist ein Zusammenspiel aller Eigenschaften, die bisher in diesem Beitrag genannt wurden. Sie beschreibt das neuartige Streben nach Glück und Sinnhaftigkeit auf ungewohnten Wegen – sei es durch autonomes und selbstbestimmtes Arbeiten oder auch eine Neudefinierung von Karriere. Vertreter der Generation Y wollen nicht die gleichen Fehler wie ihre Eltern machen und mit 50 Jahren ausgebrannt und überarbeitet sein. Sie wollen keinen vorgezeichneten Weg gehen, sondern ihre eigenen „Spielregeln“ aufstellen. Hierzu gehört eben auch, seine eigenen Träume und somit sich selbst zu verwirklichen. Arbeiten beziehungsweise das Verdienen von Geld ist zwar weiterhin wichtig, steht aber nicht mehr an erster Stelle.

Das Praktizieren der Work-Life-Balance

Frau arbeitet mit ihrem Laptop am Kanal
Eng mit dem Thema Selbstverwirklichung verbunden ist auch die Work-Life-Balance. Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der erst vor ein paar Jahren aufgekommen ist – und das nicht ohne Grund, wurde er schließlich von der Generation Y gewissermaßen erfunden. Geht es nach dieser, ist die Vereinbarung von Beruf und Privatleben nämlich kein urbaner Mythos, sondern durchaus möglich.

Im Alltag der Generation Y verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Job und Familie immer mehr. Junge Arbeitnehmer haben kein Problem damit, auch nach Feierabend noch ins E-Mail-Postfach zu schauen. Dafür wollen sie aber auch während der Arbeitszeit private Nachrichten checken und im Internet surfen.

Wenn es um das Praktizieren der Work-Life-Balance geht, wird nochmals deutlich, wie wichtig die berufliche Autonomie für Vertreter der Generation Y ist. Seine Zeit bis 17 Uhr im Büro absitzen, obwohl man längst alle Aufgaben erledigt hat? Für viele junge Arbeitnehmer ist das inzwischen undenkbar. Zu Recht, denn Effizienz sieht eindeutig anders aus.

Das Wissen über das Ungewisse

Die Generation Y ist in einer Zeit des Umbruchs und der Ungewissheit aufgewachsen. Spätestens nach dem 11. September 2001 war die Welt nicht mehr das, was sie einmal war. Unzählige Konflikte, Krisen und offene Kriege haben die Generation geprägt und ihr eine wichtige Eigenschaft verliehen: Das Wissen um das Ungewisse.

„Wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren?“ – „Keine Ahnung, ich weiß ja nicht einmal, ob ich diesen Job nächstes Jahr noch habe.“

Bleibende Konstanten und feste Faktoren sind etwas, womit diese Generation wenige Erfahrungen hat. Was nach einem großen Nachteil klingt, kann allerdings auch als Vorteil verstanden werden. Die permanente Ungewissheit macht sie nämlich überaus flexibel und resistent. Eine feste Arbeitsstelle bis ans Ende des Berufslebens? Absolut undenkbar für die Generation Y. Stattdessen ist sie experimentierfreudig, abenteuerlustig und sprunghaft. Heute hier, morgen dort und übermorgen vielleicht schon wieder an einem ganz anderen Ort – so lautet die Devise, die sich sowohl im Privaten als auch Beruflichen wiederspiegelt.

Info: Aus der Anpassungsfähigkeit der Generation Y ist ein völlig neues Arbeitsmodell entstanden – das der ortsunabhängigen Digitalnomaden, die von überall aus arbeiten und dabei Privat- und Berufsleben eins werden lassen.

Generation Y – Die neue Elite auf dem Arbeitsmarkt?

Eines steht außer Frage: Vertreter der Generation Y, die gerade massenhaft in die Berufswelt eintreten, sind extrem anspruchsvolle Angestellte. Sie verlangen von ihren Arbeitgebern maximale Freiheiten und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Sie wollen gern im Home Office arbeiten und können es sich gleichzeitig vorstellen, auch mal CoWorking auszuprobieren. Ihr Lebenslauf ist so abwechslungsreich wie die Speisekarte vom Indonesier, bei dem sie gern ihre Mittagspause verbringen. Wer einen Mitarbeiter, der zur Generation Y gehört, halten möchte, muss diesem einiges bieten – nicht nur finanzielle Anreize, sondern auch emotionale. Doch lohnt sich dieser Aufwand überhaupt? Schließlich handelt es sich bei den meisten Vertretern um Berufseinsteiger, denen es gehörig an Erfahrung mangelt.

Wie eingangs bereits beschrieben, weisen die meisten Vertreter der Generation Y einen hohen Bildungsstand auf. Prozentual betrachtet hat keine Generation so oft einen Abiturabschluss und die Universität besucht wie diese. Die Zahl der Akademiker in der Generation Y ist dementsprechend hoch.

Ein weiterer Punkt, der deutlich für diese Generation spricht, ist die kulturelle Offenheit. Für Vertreter der Generation Y sind Auslandsaufenthalte, Sprachreisen und Schüleraustausche keine Seltenheit, sondern Normalität. Insbesondere die daraus entstehenden Fremdsprachenkenntnisse, aber auch interkulturelle Kompetenzen sorgen für einen großen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Weiterhin muss auch darauf hingewiesen werden, dass viele dieser Generation zu den Digital Natives gehören – jenen Menschen, die mit dem Internet großgeworden sind und es ganz selbstverständlich nutzen. Diese Fähigkeit äußert sich in vielerlei Hinsicht positiv, beispielsweise im kreativen und innovativen Umgang mit sozialen Medien und der allgemeinen Online-Kommunikation.

Nicht zuletzt profitiert diese Generation natürlich auch vom demografischen Wandel. In unserem Beitrag Arbeitsmarktprognose: So wird die Arbeitswelt 2030 aussehen haben wir bereits darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft in Zukunft einen starken personellen Rückgang kompensieren muss. Grund hierfür ist der massenhafte Eintritt ins Rentenalter. Sowohl Facharbeiter als auch Akademiker, die zur Generation Y gehören, werden dementsprechend gefragt sein und schon in wenigen Jahren einen Großteil der Beschäftigten ausmachen.

Es kann durchaus davon ausgegangen werden, dass die Generation Y eine wichtige Rolle in der Arbeitswelt einnehmen und diese auch verändern wird. Schon jetzt sind entsprechende Tendenzen bemerkbar. Unternehmen, die von den Vorzügen der Generation Y profitieren wollen, müssen teilweise stark umdenken und völlig neue Anreize bieten. Hierzu gehören in erster Linie flexible Arbeitsmodelle und alternative Karrierewege. Der Job der Zukunft soll nämlich nicht nur die Familie ernähren, sondern auch Spaß bereiten. Der Aufwand, der hierdurch entsteht, lohnt sich allemal. Arbeitgeber, die diese Generation verstehen und respektieren, können nicht nur ambitionierte Arbeitnehmer gewinnen, sondern diese auch längerfristig ans Unternehmen binden.

Diskutieren Sie mit! Was halten Sie von der Generation Y? Gehören Sie selbst dazu und können die Aussagen dieses Artikels sehr gut nachvollziehen? Oder sind Sie ganz anderer Auffassung? Wir sind sehr gespannt, was Sie zu diesem Thema zu sagen haben und freuen uns auf Ihren Kommentar.

16 Kommentare

  1. Hildegard Achenbach

    Generation X, Generation Y, Generation “wie auch immer”. Jede Zeit und jedes Jahrzehnt hat ihre eigenen Kinder. Diese werden immer auch von ihrem Umfeld und den technischen Möglichkeiten und Entwicklungen der Zeit geprägt, in denen sie aufwachsen. Alles infrage stellen, keine bestehenden Strukturen einfach nur gedankenlos übernehmen, das gab es zu Zeiten der Weimarer Republik genauso, wie in der Flower Power Zeit bereits und hat nichts mit einer bestimmten Generation zu tun, sondern mit der Persönlichkeit und dem Charakter jedes Einzelnen. Auch in der Generation Y wird man die Abnicker und Mitläufer finden, das komplette Spektrum. Und genau wie früher gibt es auch heute wieder Menschen und Arbeitgeber, die besser und schlechter mit diesen immer wieder neuen (und doch alten) Herausforderungen und vermeintlichen Neuausprägungen und Möglichkeiten umgehen können. Die einen sehen es als Hemmnis, die anderen als Chance. Ich bin für letzteres, es lebe die Vielfalt!

  2. “…stammen meist aus behüteten Familienverhältnissen und weisen in der Regel einen hohen Bildungsgrad auf…”
    …heisst übersetzt: Finnanziell über-abgesicherte Verhältnisse als Folge der Erb-Pyramide im ehemaligen Westdeutschland – nennen wir es mal “mildernde Umstände”. Gefühlt
    betrifft das bis zu 30% der in Deutschland lebenden Bevölkerung.
    Was bitte soll die Vertreter dieser “Generation Y” auch antreiben täglich schwer für Ihren Lebensunterhalt zu buckeln, wenn der Tisch schon mehr als gedeckt ist. Mutti hat
    einen Sportwagen, wird mitbenutzt – Vati ein Segelboot, wird mitbenutzt – PKV wird von den Elternmit bezahlt, Zähne in Ordnung – Elternhaus mit ausreichend Fläche und Garten,
    da hat sogar die junge Familie noch Platz.
    Frage: Wie nennt man die anderen jetzt noch jungen “Arbeitnehmer” der 80´er/90´er aus den anderen Verhältnissen? Genaration F wie Frust?
    Wenn Generation Y die Generation F stündlich im Internet mit Chancenlosigkeit kompromittiert, sublimiert die Formel “jeder ist seines Glückes Schmied” zu Zynismus höchster
    Brisanz. Es ist 5 vor 12 – aufwachen – handeln – jetzt!

  3. Jessika Fichtel

    Hallo Frau Achenbach,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Mit diesem haben Sie natürlich Recht. Es gibt immer wieder “Vertreter einer bestimmten Generation”, die Bestehendes infrage stellen und somit für Auf- und Umbruchstimmung sorgen – und das ist auch gut so, wie ich finde.

    Liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  4. Jessika Fichtel

    Guten Tag Herr Kirschner,

    ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Sicherlich gibt es Vertreter dieser Generation, auf die die von Ihnen geschilderte “Situation” zutrifft. Ich kann jedoch aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch anders geht. Ich selbst sehe mich als Vertreterin der Generation Y, die auf eigenen Beinen steht und nicht auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen ist.

    Liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  5. Joh. B.

    Hallo Frau Fichtel,

    Ihr Artikel ist sehr zutreffend, ich bin selbst 1991 geboren und habe schon einiges durch Ausbildung, Studium sowie arbeiten in 4 verschiedenen Firmen sowie Praktikas und “Backpacking” erlebt.

    Ich habe das gefüllt das die meisten Firmen auf dem richtigen Weg sind (ausgenommen Dienstleister, welche Absolventen für Hungerlöhne ködern wollen um diese in kurzer Zeit zu verheizen)

    Mit Freundlichen Grüßen

  6. Joh. B.

    Hallo Frau Fichtel,

    Ihr Artikel ist sehr zutreffend, ich bin selbst 1991 geboren und habe schon einiges durch Ausbildung, Studium, sowie arbeiten in 4 verschiedenen Firmen erlebt. Zur heutigen Normalität gehört es außerdem, Praktikas und “Backpacking” zu machen, wodurch der eigene Horizont eindeutig erweitert wird.

    Ich habe das Gefühl, dass die meisten Firmen auf dem richtigen Weg sind, (ausgenommen Dienstleister, welche Absolventen für Hungerlöhne ködern wollen, um diese in kurzer Zeit zu verheizen)

    Mit Freundlichen Grüßen
    Überarbeitete Version ! Sorry hab mich mit dem Handy ein paar mal vertippt. Kommentar muss noch moderiert werden.

  7. Ein sehr fundierter Artikel. Vielen Dank dafür! Leider ist dieses Wissen noch nicht in allen Unternehmen – bei Führungskräften und Geschäftsführungen – angekommen: zum wirtschaftlichen Nachteil für das jeweilige Unternehmen. Denn: es gibt Konflikte zwischen Personen der Generation Y und anderen Generationen, die verhindert werden könnten.
    Ich habe mich für das IKuF – Institut für Konfliktmanagement und Führungskommunikation intensiv mit dem Thema “Generation Y und Konflikte” befasst. Die Generation Y tickt anders als vorherige Generationen und das Verstehen dieser Unterschiede hilft, Konflikte im Unternehmen besser zu managen. Tipp: Dazu ein Interview “Von dem Rotzlöffel lass ich mir gar nichts sagen” (Spiegel-Online) und beim bekannten österreichischen Portal karriere.blog ein Interview “Generation Y: Wenn es im Unternehmen zwischen den Generationen kracht”.
    Mit besten Grüßen
    Dr. Timo Müller (IKuF)

  8. In jedem Kommentar steckt viel individuelle Lebenserfahrung und eigene Wahrnehmung. Auch ich habe etwas beizusteuern. Ich selbst bin Jahrgang 1960. Behütet aufgewachsen und von Eltern mit allem ausgestattet, was man braucht. Abitur, Auslandsaufenthalt und schon immer das große Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit, weshalb ich nicht in den elterlichen Berieb eingestiegen sondern mir stattdessen auf eigene Faust einen Arbeitsplatz in Südafrika gesucht hatte, Dort blieb ich dann fünf Jahre. In dieser Zeit habe ich vier Mal den Job gewechselt und immer ein Stück mehr Freiheit und Unabhängigkeit und damit erbunden Karriereschritte erlangt. Ganz ungezwungen und weil ich es wollte. Viel Spaß und Lebensfreude gehörte dazu, aber eben auch Ehrgeiz und Lust am Erfolg.

    Ich habe das Gefühl, dass ich in mancher Hinsicht ein Vorläufer der heutigen Generation Y bin.

    Dies macht es mir leichter, diese zu verstehen und mit den Vertretern dieser Generation zu diskutieren.
    Denn darauf kommt es an: die Perspektive zu wechseln. Das Bestehende mal neu auszuleuchten.
    Respekt vor der Lebenserfahrung der einen gehört da genauso dazu, wie der Respekt vor dem Elan und Spirit der anderen. Denn bei aller Bildung, die die Generation Y heute auszeichnet, so können sie auch viel von den Älteren lernen. Dazu braucht es Dialoge und diesen auf Augenhöhe.
    Was diesem im Wege steht, ist eine häufig spürbare Überheblichkeit auf beiden Seiten, es besser zu wissen, als die anderen.

  9. Stefan Abstein

    Hallo Frau Neeb.

    Es stimmt. Auch das mit der Überheblichkeit auf beiden Seiten hatten wir früher schon.

    Ein Unterschied zu uns (ich bin ebenfalls Baby-Boomer) ist, dass die Y-nerInnen als erste auf eine tatsächliche Revolution aufbauen können (die digitale), während wir nur eine wollten und nicht so recht bekamen.

    Deswegenist es jetzt wichtig, die Leute tatsächlich ernst zu nehmen. Nur liegt die Betonung auf “jetzt”. Die Welt dreht sich scheinbar schneller und wir werden es bald mit neuen Themen und Lebensweisheiten zu tun haben, die wir jetzt noch nicht einschätzen können. Und diese Neuerungen werden wir ertragen und mitgehen können – wir sind es gewohnt. Hoffen wir mal, dass es die genY auch kann.

  10. Gerhard Bähr

    Hallo Frau Fichtel,

    ich freue mich darauf, wenn (endlich) eine Generation Y mal den echten Durchbruch zu einem neuen liberaleren Denken bezüglich Arbeitsorten, -zeiten, -sinn und -prozessen schaffen sollte. Ich selbst stelle die derzeitig häufig noch herrschenden verkrusteten (Denk-)Strukturen schon lange in Frage!
    Was man so “üblicherweise” unter Generation Y beschreibt, gibt sehr viel von meinen Werten wieder – und ich bin aus der “Babyboomer-Generation”.
    Eines jedoch mag ich nicht so recht mitmachen: das Einsortieren in bestimmte “Schubladen”; jetzt Y dann Z. Jeder ist einzigartig und das ist gut so – es lebe die Vielfalt!

    Viele Grüße
    Gerhard

  11. Jessika Fichtel

    Hallo Herr Bähr,
    ja mit dem “Schubladen-Denken” ist das so eine Sache… Ich denke, die Bezeichnungen entstehen in erster Linie, weil wir dem Kind gern einen Namen geben 🙂 Dass es in “jeder Generation” Menschen mit Denkweisen der Generation X/Y/Z/… gibt, steht außer Frage.

    Viele liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  12. Jessika Fichtel

    Hallo Herr Abstein,

    ich danke Ihnen für Ihre Ergänzung zum Thema digitale Revolution. Bleibt abzuwarten, was alles daraus entstehen wird 🙂

    Viele liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  13. Jessika Fichtel

    Guten Tag Frau Neeb,

    ich danke Ihnen herzlich für Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht. Es ist wirklich spannend!

    Liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  14. Jessika Fichtel

    Guten Tag Herr Dr. Müller,

    vielen Dank für Ihr Feedback und die Ergänzung. Das Thema Konflikte ist extrem wichtig. Eine “friedliche Koexistenz” kann nur dann funktionieren, wenn jede Altersgruppe / Generation die andere versteht. Leider gibt es immer wieder Leute, denen die Bereitschaft, zu verstehen, fehlt (und zwar in allen Lagern!).

    Viele liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  15. Jessika Fichtel

    Hallo Herr Bader,

    vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen. Zum Thema Praktika, Backpacking und Co.: Es wird bald ein weiterer Beitrag über das sogenannte Gap-Year hier auf arbeits-abc.de erscheinen.

    Liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  16. Ein treffender Artikel, der richtigerweise nicht versucht zu allgemeinern. Ich selbst erkenne mich in vielen Dingen wieder, habe aus einigen der genannten Motivationen meinen Job gekündigt.
    Habe mich seither viel mit der HR-Szene beschäftigt und bin sehr erstaunt, wie unterschiedlich doch die Meinungen zu diesem Thema sind. Es gibt Personaler, die davor strikt die Augen verschließen, was vermutlich stark mit Unverständnis und Unsicherheit zusammenhängt.
    Fakt ist, dass die Zahl der “Generation-Y”-Mitarbeiter weiterhin steigen wird und in Kombination mit dem demographischen Wandel weitere Veränderungen bewirken wird. Das wird noch spannend. 🙂

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