Sie ist ein kleiner Zettel mit großer Bedeutung. Der richtige Umgang mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise Krankmeldung ist das A und O. Fehler können in Extremfällen sogar eine Kündigung rechtfertigen. Wir haben deshalb die wichtigsten Grundkenntnisse zum Thema zusammengetragen, damit Sie sich schützen können – und zudem bei Ihrem Arbeitgeber einen professionellen sowie zuverlässigen Eindruck hinterlassen.
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, häufig auch als Krankmeldung, Krankschreibung oder AU-Bescheinigung bezeichnet.
Inhalt
1. Definition: Was ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
2. Arbeitsrecht: So müssen sich Arbeitnehmer im Krankheitsfall verhalten
3. Sonderfall 1: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Urlaub
4. Sonderfall 2: Erkrankung im Ausland
5. Ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung keine Entgeltfortzahlung
6. Welche Sanktionen gibt es bei Nichteinreichen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Definition: Was ist eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Es wird wohl kaum einen Menschen geben, welcher in seinem gesamten Berufsleben nicht ein einziges Mal krankgeschrieben ist. Krankheit ist menschlich und da Ihre Gesundheit Ihr wichtigstes Gut ist, sollten Sie im Fall der Fälle lieber zu Hause bleiben und sich schonen, anstatt sich angeschlagen ins Büro zu schleppen und schlimmstenfalls noch all Ihre Kolleginnen und Kollegen anzustecken.

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Wenn es Sie also erwischt hat, dient die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dem Arbeitnehmer als glaubhafter Nachweis für dessen Erkrankung beziehungsweise Unfähigkeit, seiner beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird von allgemeinen Ärzten, Fachärzten oder Zahnärzten ausgestellt, wenn der Arbeitnehmer aufgrund einer Erkrankung arbeitsunfähig ist. Der Arbeitnehmer ist aus seinem Arbeitsvertrag heraus verpflichtet, seine Arbeitsleistung zu erbringen. Kann er dieser Pflicht nicht nachkommen, weil er erkrankt ist, muss die Arbeitsunfähigkeit von einem Arzt bestätigt werden. Der Arbeitnehmer benötigt dann einen Nachweis, dass er seiner Verpflichtung krankheitsbedingt nicht nachkommen kann.

Sie erhalten diesen in zweifacher Ausführung, wovon jeweils eine dem Arbeitgeber beziehungsweise der Krankenkasse auszuhändigen ist. Der Grund der Erkrankung, sprich die Diagnose, ist nur in der Bescheinigung für die Krankenkasse aufgeführt. Der Arbeitgeber weiß also prinzipiell nicht, was Ihnen fehlt. Dies kann vor allem bei psychischen Krankheiten zum Schutz der Betroffenen sehr wichtig sein.

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Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird auch als Krankmeldung, Krankschreibung oder AU-Bescheinigung bezeichnet. Der Patient muss namentlich genannt werden.

Arbeitsrecht: So müssen sich Arbeitnehmer im Krankheitsfall verhalten

Das richtige Vorgehen im Krankheitsfall ist wichtig, damit Sie rechtlich abgesichert sind. Fehler Ihrerseits kann der Arbeitgeber hinterher nämlich eventuell als Kündigungsgrund nutzen. Aus diesem Grund sind Ihre Rechte und Pflichten hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gesetzlich streng geregelt.

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Prinzipiell gilt: Die Bescheinigung „zur Vorlage beim Arbeitgeber“, also die Ausfertigung ohne Diagnose, muss spätestens an dem Arbeitstag vorgelegt werden, welcher auf den dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit folgt.

Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 5 Anzeige- und Nachweispflichten

(1) Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muß die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, daß der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird.

(Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

Doch an dieser Stelle ist Vorsicht geboten: Der Arbeitgeber hat nämlich auch die Möglichkeit, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon früher als am dritten Kalendertag zu verlangen, zum Beispiel direkt am ersten Tag. Es ist deshalb unerlässlich, dass Sie einen Blick in Ihren gültigen Arbeitsvertrag werfen. Sie müssen Ihren Arbeitgeber zudem bereits am ersten Tag, an welchem Sie nicht am Arbeitsplatz erscheinen werden, über Ihre Krankheit informieren. Schließlich muss er dementsprechend umplanen, Aufgaben umverteilen oder Termine verlegen. Gehen Sie als Arbeitnehmer im Krankheitsfall deshalb unbedingt wie folgt vor und lassen Sie keinen der Schritte aus:

  1. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich telefonisch oder in Ausnahmefällen auch schriftlich, zum Beispiel via E-Mail oder Fax, über Ihre Arbeitsunfähigkeit. Nennen Sie dabei unbedingt die voraussichtliche Dauer Ihrer Krankheit.
  2. Werfen Sie einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag, um zu prüfen, wann Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen müssen.
  3. Gehen Sie also spätestens an dem Tag, an welchem Sie die Krankschreibung einreichen müssen, zum Arzt. Einen besseren Eindruck hinterlässt es allerdings, wenn Sie sich direkt am ersten Tag Ihrer Erkrankung in Behandlung begeben.
  4. Reichen Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gemäß Ihres Arbeitsvertrages, spätestens aber am vierten Krankheitstag ein. Galt bislang die Drei-Tage-Regelung im Unternehmen und ist in Ihrem Arbeitsvertrag keine kürzere Dauer vereinbart, so ist davon auszugehen, dass diese auch weiterhin für Sie gültig ist. Fragen Sie im Zweifelsfall zur Sicherheit noch einmal nach, wenn Sie sich telefonisch beziehungsweise schriftlich krankmelden.
  5. Sollten Sie im Rahmen einer Arbeitslosigkeit erkranken, müssen Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung der Agentur für Arbeit vorlegen. Auch hier gilt eine Frist von drei Tagen. In Ausnahmefällen darf sie die Vorlage der Krankschreibung ebenfalls ab dem ersten Tag verlangen.
  6. Die Ausfertigung zur Vorlage bei der Krankenkasse, also die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mit Diagnose, ist schnellstmöglich bei dieser einzureichen. Viele Krankenkassen setzen hierfür eine Frist von einer Woche nach Ausfertigung der Bescheinigung durch den Arzt. Zwar handelt es sich dabei nicht um eine gesetzliche Regelung, doch räumen Sie der Krankenkasse dadurch genügend Zeit ein, sich organisatorisch auf eine eventuelle Zahlung von Krankengeld vorzubereiten. Sie tun sich also schlussendlich vor allem selbst einen Gefallen, indem Sie Zahlungsverzögerungen verhindern.
  7. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schreibt Sie für einen fixen Zeitraum krank, beispielsweise eine Woche. Sollten Sie anschließend nicht wieder arbeitsfähig sein, müssen Sie erneut den Arzt aufsuchen und die nächste Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nahtlos (!) beim Arbeitgeber einreichen. Es darf also keinen Tag ohne Krankschreibung geben.
  8. Beachten Sie: Sollten Samstage, Sonntage oder Feiertage arbeitsvertraglich für Sie normale Werktage sein, ist auch für diese unbedingt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen.

Nicht nur in der Probezeit sollten Sie zudem über die Dauer der Erkrankung hinweg Ihren Arbeitgeber auf dem Laufenden halten und mit ihm in Kontakt bleiben. Rufen Sie also beispielsweise einmal täglich an, wenn Ihr Gesundheitszustand dies zulässt, um mit Ihrer Vertretung die Aufgaben zu besprechen oder einfach, um Interesse zu zeigen.

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Dies hinterlässt einen guten Eindruck und vermindert die Gefahr, Ihr Arbeitgeber könnte Ihnen „Blaumachen“ unterstellen. Krankheitszeit ist schließlich keine Urlaubszeit.

Sonderfall 1: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Urlaub

Apropos Urlaub: Sollten Sie im Urlaub erkranken, können Sie mit der Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Ihre Urlaubstage retten. Sie werden also offiziell krankgeschrieben und können Ihren Urlaub zu einem späteren Zeitpunkt „erneut“ nehmen. Sie müssen Ihren Arbeitgeber ebenfalls unverzüglich über Ihre Erkrankung informieren. Die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist in diesem Fall jedoch bereits ab dem ersten Krankheitstag verpflichtend.

Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz)
§ 9 Erkrankung während des Urlaubs

Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.

(Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

Nicht selten verlangt der Arbeitgeber in diesem Sonderfall ein Attest des ausstellenden Arztes. Dieses muss allerdings keine Diagnose enthalten! Sie dürfen Ihren Urlaub übrigens nicht eigenmächtig verlängern oder verlegen. Hierfür ist natürlich die erneute Absprache mit Ihrem Arbeitgeber notwendig. Nicht möglich ist eine Krankschreibung hingegen beim sogenannten Freizeitausgleich. Wenn Sie also nicht wegen Urlaubstagen, sondern aufgrund eines Überstundenausgleichs frei haben, können Sie diesen trotz Erkrankung nicht nachfordern.

Sonderfall 2: Erkrankung im Ausland

Egal, ob Sie sich im Rahmen des Urlaubs, einer Geschäftsreise oder eines Wochenendtrips im Ausland befinden: Hier gelten für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung folgende Ausnahmeregelungen:

Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 5 Anzeige- und Nachweispflichten

(2) Hält sich der Arbeitnehmer bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Ausland auf, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit, deren voraussichtliche Dauer und die Adresse am Aufenthaltsort in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung mitzuteilen. Die durch die Mitteilung entstehenden Kosten hat der Arbeitgeber zu tragen. Darüber hinaus ist der Arbeitnehmer, wenn er Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, verpflichtet, auch dieser die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als angezeigt, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, der gesetzlichen Krankenkasse die voraussichtliche Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit mitzuteilen. Die gesetzlichen Krankenkassen können festlegen, daß der Arbeitnehmer Anzeige- und Mitteilungspflichten nach den Sätzen 3 und 4 auch gegenüber einem ausländischen Sozialversicherungsträger erfüllen kann. Absatz 1 Satz 5 gilt nicht. Kehrt ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer in das Inland zurück, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse seine Rückkehr unverzüglich anzuzeigen.

(Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

Sie müssen für den Arbeitgeber also stets erreichbar sein und Ihre Krankenkasse sowie gegebenenfalls Ihre Auslandskrankenversicherung über Ihre Erkrankung, deren voraussichtliche Dauer sowie eine eventuelle Rückkehr informieren. Sind Sie für Ihren Arbeitgeber nicht erreichbar, sprich er kennt Ihren Aufenthaltsort sowie Ihre Kontaktdaten im Ausland nicht, so kann er unter Umständen die Entgeltfortzahlung für den betreffenden Zeitraum verweigern.

Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 7 Leistungsverweigerungsrecht des Arbeitgebers

(1) Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern,
1. solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche Bescheinigung nicht vorlegt oder den ihm nach § 5 Abs. 2 obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommt;
2. wenn der Arbeitnehmer den Übergang eines Schadensersatzanspruchs gegen einen Dritten auf den Arbeitgeber (§ 6) verhindert.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer die Verletzung dieser ihm obliegenden Verpflichtungen nicht zu vertreten hat.

(Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz)

Ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung keine Entgeltfortzahlung

Der AU-Bescheinigung kommt für den Arbeitnehmer also eine ganz maßgebliche Bedeutung zu. Aus dem Datum auf der ersten Krankmeldung ergibt sich die Dauer der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. So hat der Arbeitgeber das laufende Gehalt bis zu sechs Wochen nach dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zu zahlen. Der Arbeitnehmer erhält also in diesem Zeitraum sein gewohntes Gehalt ohne Abzüge. Für den Beginn und das Ende dieser Frist verantwortlich ist das Datum auf der Erstbescheinigung des Arbeitgebers.

Lese-Tipp: Arbeitsunfähigkeit – Rechte und Pflichten bei Krankheit

Mit dem Ablauf des 42. Tages der Krankschreibung beginnt die Zahlung des Krankengeldes durch die Krankenkasse, die bis zum Ablauf von sechs Monaten nach der ersten Krankschreibung läuft. Die Zahlung des Krankengeldes führt für den Arbeitnehmer üblicherweise zu einer finanziellen Einbuße, da gesetzlich Versicherte nur maximal 90 Prozent des bisherigen Nettogehaltes beziehungsweise 70 Prozent des vertraglichen Bruttogehaltes beziehen. Der jeweilige Verdienstausfall kann durch eine private Krankentagegeldversicherung ausgeglichen werden.

Das Datum der ersten Krankmeldung kann für alle Beteiligten durchaus maßgeblich werden. Ist nämlich der Arbeitnehmer zwischenzeitlich wieder arbeitsfähig und erkrankt zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der bekannten Diagnose, gilt für die Zahlung des Gehalts durch den Arbeitgeber und die Zahlung des Krankengeldes immer das Datum der neuen Krankmeldung. Empfehlenswert ist zudem eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, damit Sie auch nach Ablauf der sechsmonatigen Krankengeldzahlung finanziell abgesichert sind.

Lese-Tipp: Berufsunfähigkeit – Ursachen, Versicherungen und Ablauf

Privat Versicherte vereinbaren mit ihrer Krankenversicherung ein Krankentagegeld nach ihrem Ermessen. Es sollte sich im Rahmen des üblichen Nettoeinkommens bewegen. In beiden Fällen wird das Krankengeld kalendertäglich ausgeschüttet.

Welche Sanktionen gibt es bei Nichteinreichen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Im schlimmsten Fall kann eine verspätet oder nicht vorgelegte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu einer außerordentlichen Kündigung führen. Für Arbeitnehmer bestehen nach geltender Rechtsprechung dann meist nur wenige Chancen, solche Kündigungen für unwirksam erklären zu lassen. Die arbeitsrechtliche Rechtsprechung stellt sich hier auf die Seite des Arbeitgebers und geht von einer Pflichtverletzung des Arbeitnehmers aus, die für eine Kündigung gravierend genug sein kann. Das gilt natürlich nur, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich seiner Verpflichtung zur Vorlage der Krankmeldung nachweislich nicht nachgekommen ist, obwohl er bereits mehrfach zur rechtzeitigen Vorlage angehalten wurde.

Lese-Tipp: Nie wieder krank! 5 Tipps für ein starkes Immunsystem

Eine außerordentliche Kündigung droht Ihnen zudem, wenn Sie Ihre Rechte im Krankheitsfall überschreiten. Es ist gesetzlich klar definiert, welchen Tätigkeiten Sie trotz Krankschreibung nachkommen dürfen und welchen nicht. Trifft Ihr Vorgesetzter Sie am Donnerstagabend im Zeitraum Ihrer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung betrunken in einer verrauchten Bar an, könnte dies eine Kündigung erwirken. Arbeiten Sie zur Aufbesserung Ihres Portemonnaies schwarz auf einer Baustelle, kann Ihr Arbeitgeber zusätzlich zu Abmahnung beziehungsweise Kündigung eventuell sogar Schadensersatz verlangen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel:

Lese-Tipp: Arbeitsrecht – Was ist bei Krankheit erlaubt?

Sollte der Arbeitgeber dementsprechend berechtigte Zweifel an der Echtheit Ihrer Krankheit hegen, darf er diese überprüfen. Ein Hausbesuch, die Beauftragung eines Detektivs oder der Check Ihrer Krankmeldung sind hierfür zulässige Methoden.

Welche weiteren Fallen kennen Sie im Umgang mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? Worauf müssen Betroffene achten? Welche Rechte und Pflichten haben Arbeitnehmer beziehungsweise Arbeitgeber? Haben Sie Tipps hinsichtlich Krankengeld oder Versicherungen? Vielen Dank für Ihre Kommentare!


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