Der Winter steht wieder vor der Tür und damit nicht nur die kalte, sondern auch die dunkle Jahreszeit. Tag für Tag wird es später hell und früher dunkel. An einigen Tagen scheint zwischen Dauergrau, Schnee und fehlender Sonne die Nacht sogar ganztätig zu bleiben. Vielen Menschen fällt es gerade gegen Nachmittag oder in den Abendstunden schwer, trotz Dunkelheit konzentriert zu bleiben und produktiv zu arbeiten. Die folgenden neun Tipps helfen Ihnen gegen die Wintermüdigkeit.

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Im Winter sind viele Menschen oft müde und unproduktiv
Photo by Ant Rozetsky on Unsplash

Inhalt
1. Neun Tricks gegen die sinkende Produktivität im Winter
2. Trick 1: Regelmäßige Pausen einlegen
3. Trick 2: Legen Sie einen Powernap ein
4. Trick 3: Bringen Sie durch Bewegung den Kreislauf in Schwung
5. Trick 4: Hören Sie die passende Musik
6. Trick 5: Lernen Sie den Winter lieben
7. Trick 6: Üben Sie sich in Meditation
8. Trick 7: Vermeiden Sie Multitasking und „disconnecten“ Sie
9. Trick 8: Heben Sie sich die einfachsten Aufgaben auf
10. Trick 9: Legen Sie sich eine Tageslichtlampe zu

Neun Tricks gegen die sinkende Produktivität im Winter

Herzlich willkommen zurück in der Winterzeit und damit in der eigentlichen „Normalzeit“. Endlich ist es am Morgen wieder hell, wenn der Wecker klingelt, und Sie kommen leichter aus dem Bett. Doch die Tage werden in Richtung Weihnachtszeit immer kürzer und bald fällt nicht nur das Aufstehen schwer, sondern auch das Ende des Tages. Die Winterzeit bringt nämlich eine Tücke mit sich: Plötzlich wird es am Abend früher dunkel. Der früheste Sonnenuntergang findet rund zehn Tage vor der Wintersonnwende statt – in den meisten Regionen Deutchlands bereits vor 16 Uhr. Nur die wenigsten Berufstätigen dürften da bereits Feierabend haben.

Infografik: Winterzeit: Jetzt geht es im Dunklen nach Hause | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Kein Wunder also, dass viele Deutsche in der Winterzeit vor allem gegen Nachmittag über Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten klagen. Bei einigen ist dies sogar ganztätig der Fall, wenn die Welt hinter den Fenstern im Dauergrau versinkt. Und besonders schwierig wird es meist, wenn Sie einer der Letzten im Büro sind, eine Spätschicht schieben müssen oder am Abend noch einmal im Homeoffice produktiv werden möchten. Wie also funktioniert das: Produktvität in den späten Stunden trotz der Dunkelheit des Winters? Wir verraten es Ihnen:

Trick 1: Regelmäßige Pausen einlegen

Ein simpler, aber wirkungsvoller Trick gegen Müdigkeit ist es, regelmäßige Pausen in Ihren Arbeitstag einzubauen. Je später die Stunde, umso wichtiger werden die kurzen Auszeiten. Bereits fünf Minuten pro halbe Stunde können völlig ausreichend sein, um Ihnen neue Konzentration zu schenken und dadurch Ihre Produktivität wieder zu erhöhen. Vielleicht arbeiten Sie aber auch lieber eine ganze Stunde durch und gehen anschließend für 15 Minuten in die Kaffeeküche oder auf einen kurzen Spaziergang. Finden Sie also den Pausenrhythmus, der am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt.

Lese-Tipp: I need a break: So setzen Sie Ihre Pausen richtig

Mit Kaffee sollten Sie in den Abendstunden übrigens vorsichtig sein, damit er nicht zu Schlafstörungen führt, wenn das Koffein nicht rechtzeitig vor der Bettzeit abgebaut wird. Nutzen Sie Ihre Pausen daher lieber für einen Plausch mit den Kollegen, ein Abendessen mit der Familie – wenn Sie im Homeoffice arbeiten – oder einfach einen Powernap.

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Trick 2: Legen Sie einen Powernap ein

Ja, Sie haben richtig gelesen: Powernapping kann bei Müdigkeit kleine Wunder bewirken. Wir sprechen hier nicht vom einstündigen Mittagschlaf, aus welchem Sie den Rest des Tages nicht mehr wirklich erwachen und der das Problem nur noch weiter verschärft. Stattdessen kann es ausreichen, für zehn Minuten die Augen zu schließen und in einen Halbschlaf zu versinken. Sie dürfen nur den perfekten Zeitpunkt zum Aufwachen nicht verpassen. Dabei helfen kann Ihnen der sogenannte Schlüsseltrick, welchen wir Ihnen in folgendem Artikel erläutern:

Lese-Tipp: Power-Nap: Tipps für den gesunden Mittagsschlaf im Büro

Sollten Sie also in den Abendstunden im Homeoffice sitzen, legen Sie einfach regelmäßig einen kurzen Powernap ein. Im Büro ist das leider meist weniger einfach. Sollten Sie zu später Stunde mehr oder weniger alleine sein, machen Sie es sich einfach in Ihrem Stuhl bequem oder nutzen Sie das Sofa in einer unbeobachteten Ecke. Auch ein leerer Meetingraum kann die optimale Gelegenheit für einen Powernap darstellen – drehen Sie nur von innen den Schlüssel herum und lassen Sie die Rollläden herunter. Sollte all das nicht möglich sein, müssen Sie wohl oder übel eine andere Strategie gegen die winterliche Abendmüdigkeit finden.

Trick 3: Bringen Sie durch Bewegung den Kreislauf in Schwung

Anstelle des Powernaps oder in den anderen Pausen können Sie Ihre Müdigkeit auch mittels Bewegung bekämpfen. Das bringt den Kreislauf in Schwung, fördert die Durchblutung im Gehirn und erhöht damit wieder Ihre Konzentration sowie Produktivität. Denkbar sind Übungen, die Sie am Arbeitsplatz durchführen können – teilweise sogar im Sitzen, wenn es besonders unauffällig sein soll.

Doch es geht noch einfacher: Stehen Sie auf, gehen Sie ein paar Treppen oder machen Sie einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Besuchen Sie Kollegen im Stock über Ihnen, holen Sie sich einen Tee aus der Küche oder schnappen Sie sich im Homeoffice Ihren Lebenspartner, die Kinder oder den Hund und verbringen Sie ein paar Minuten „Quality Time“ bei einem Spaziergang. Sollten Sie in den eigenen vier Wänden arbeiten, können Sie auch einfach für zehn Minuten den Staubsauger schwingen – so verbinden Sie die Bewegung direkt mit etwas Nützlichem. Noch mehr Spaß macht das, wenn Sie hierbei die Musik laut aufdrehen und ein wenig tanzen. Sieht ja niemand!

Trick 4: Hören Sie die passende Musik

Apropos Musik: Die passende musikalische Untermalung kann in vielen Lebensbereichen kleine Wunder vollbringen. Haben Sie nicht auch eine Workout-Playlist oder eine Chillout-Playlist? Gewiss gibt es Lieder, die Sie glücklich machen und Songs, die in Ihnen Traurigkeit hervorrufen. Manche Musik wirkt motivierend und wieder andere entspannend. Wenn Sie also für sich die passende Musik in den frühen Winterabenden finden, kann diese Ihre Müdigkeit bekämpfen und dadurch die Produktivität erhöhen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel:

Lese-Tipp: Musik am Arbeitsplatz: Steigert sie die Produktivität oder ist sie einfach nur nervig?

Sobald Sie richtig laut aufdrehen möchten, müssen Sie natürlich Rücksicht auf Ihre Kollegen nehmen. Sollten Sie also nicht alleine im Büro oder im Homeoffice sitzen, kaufen Sie sich gute Kopfhörer – oder wünschen Sie sich diese zu Weihnachten.

Trick 5: Lernen Sie den Winter lieben

Weihnachten…zugegeben, der Winter hat auch seine schönen Seiten, die wir angesichts der Dauerdunkelheit nur allzu gerne vergessen. Besinnen Sie sich deshalb auf all die positiven Aspekte des Winters – und plötzlich macht Ihnen der frühe Sonnenuntergang vielleicht überhaupt nichts mehr aus. Holen Sie sich, sobald es draußen dunkel wird, eine kuschelige Decke. Machen Sie sich einen weihnachtlichen Tee, etwas Punsch oder nach Feierabend auch einen Glühwein warm. Stellen Sie Lebkuchen neben Ihre Tastatur. Im Ernst: Was gibt es Schöneres? Wenn Sie nun im Büro oder Homeoffice auch noch eine tolle Aussicht auf den Sternenhimmel, auf die Lichter der Stadt oder die glitzernde Weihnachtsdekoration Ihrer Nachbarn haben, ist die Dunkelheit mehr Segen als Fluch – und es arbeitet sich wieder deutlich leichter sowie produktiver.

Trick 6: Üben Sie sich in Meditation

Sollten Sie sich immer noch nicht mit der Beschaulichkeit der Vorweihnachtszeit anfreunden können, probieren Sie es mit Meditation. Diese lässt sich problemlos in eine fünf- oder zehnminütige Pause einbauen. Haben Sie hingegen ähnlich wie beim Powernap keine Möglichkeit, ungestört zu sein, so bauen Sie die Meditation stattdessen fest in Ihre Morgen- oder Abendroutine ein. Ihre Wirkung bleibt schließlich langfristig und erhöht dadurch indirekt dennoch Ihre Produktivität am Arbeitsplatz – egal, ob es draußen hell oder dunkel ist.

Trick 7: Vermeiden Sie Multitasking und „disconnecten“ Sie

Einer der größten Produktivitätskiller ist das Multitasking. Sie können also nicht nur in den Pausen etwas gegen die Müdigkeit in den frühen Abendstunden tun, sondern Sie können Ihre Produktivität auch deutlich steigern, indem Sie das Multitasking während der Arbeitszeit vermeiden. Hierzu gehört auch, dass Sie Ihr Smartphone sowie weitere unbenötigte technische Geräte ausschalten. Versuchen Sie, den späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend, wenn es draußen bereits dunkel wird, so ruhig und ungestört wie möglich zu gestalten und konzentrieren Sie sich ausschließlich auf die vor Ihnen liegenden Aufgaben.

Lese-Tipp: Schluss mit Multitasking! „Single“ ist wieder in

Trick 8: Heben Sie sich die einfachsten Aufgaben auf

Hierbei kann es hilfreich sein, sich die einfachsten Aufgaben für den Abend aufzusparen. Viele Menschen machen den Fehler, am Morgen ihre E-Mails zu checken oder anderen simplen Aufgaben nachzugehen – weil sie diese für wichtig halten oder „langsam“ in den Tag starten möchten. Ihr Gehirn hat aber in den Morgenstunden seine Höchstform. Widmen Sie sich deshalb direkt nach der ersten Tasse Kaffee den wichtigsten sowie schwierigsten Aufgaben des Tages. Dann können Sie es ruhiger angehen lassen, sobald es draußen dunkel wird, und trotz nachlassender Konzentration produktiv an einfacheren Tätigkeiten weiterarbeiten.

Trick 9: Legen Sie sich eine Tageslichtlampe zu

Sollte alles nichts helfen und Sie haben dennoch im Winter mit ständiger Müdigkeit zu kämpfen, kaufen Sie sich eine Tageslichtlampe. Diese erhöht nicht nur Ihre Produktivität in den Abendstunden, sondern hilft gleichzeitig auch noch gegen einen eventuellen Winter Blues. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel:

Lese-Tipp: Winterdepression: Symptome und Behandlung des Winter Blues + Test

Wir wünschen Ihnen einen produktiven Winter und freuen uns auf weitere Tipps und Tricks gegen die Müdigkeit der winterlichen Abendstunden in den Kommentaren!