Eigentlich lautet die Pointe in unseren Artikeln stets: Geld allein macht auch nicht glücklich und Reichtum sollte nicht Ihr höchstes Ziel im Leben sowie bei der Berufswahl sein. Aber da Geld ja trotzdem nicht stinkt, haben wir heute die ultimativen Tipps für Sie, wie Sie wirklich reich werden können, auch ohne im Lotto zu gewinnen.
Träumen von Haus, Geld und Auto
Inhalt
1. Es gibt viele Wege reich zu werden – aber nur einen realistischen
2. Reich werden durch „normale“, ehrliche Arbeit?
3. Die Altersarmut wird immer mehr zum Problem
4. Schritt 1: Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit
5. Schritt 2: Steuervorteile nutzen
6. Schritt 3: Arbeitgeberleistungen verhandeln
7. Schritt 4: Private Altersvorsorge
8. Schritt 5: Aktien „Ja“ – Risiko „Nein“
9. Schritt 6: Zum Sparen sind Sie nie zu jung
10. Fazit: Träumen erlaubt, aber bitte mit Vernunft

Es gibt viele Wege reich zu werden – aber nur einen realistischen

Wenn Sie nicht gerade Hollywood-Star, Fußballspieler oder der nächste Unternehmer à la Steve Jobs sind, können Sie wohl von vielen Millionen oder sogar der ersten Milliarde auf dem Konto nur träumen. Träume, denen jeden Monat fast ein Viertel der Deutschen beim Lottospielen nachhängen. Gerade einmal 111 Spieler wurden damit im Jahr 2009 aber zu Millionären. Auf die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, um Millionär zu werden, würde ein Großteil der Menschen mit folgenden oder ähnlichen Sätzen antworten:

  • Berühmter Schauspieler oder Sänger werden.
  • Ein erfolgreiches Unternehmen gründen.
  • Im Glücksspiel gewinnen.
  • Eine Bank ausrauben.
  • Reich erben oder heiraten.
  • u. v. m.

Gibt es aber nicht vielleicht auch einen realistischeren (und legalen) Weg, um reich zu werden?

Reich werden durch „normale“, ehrliche Arbeit?

Nun, vermissen Sie unter diesen Antworten nicht die ganz normale, ehrliche Arbeit? Machen Sie einmal den Test und fragen Sie Ihre Freunde, Kollegen oder Bekannten, welche Ideen sie hätten, um reich zu werden. Sie werden sehen: Kaum einer bis niemand wird mit „Arbeiten“ antworten. Es scheint die landläufige Meinung zu sein, dass Sie von der ehrlichen Arbeit zwar über die Runden kommen, wirklich reich damit aber heutzutage niemand mehr wird. Wenn überhaupt, so hängen viele deutsche Arbeitnehmer der Illusion nach, nur als Solopreneur oder Unternehmer so richtig reich zu werden. Für diesen Sprung allerdings fehlt entweder die zündende Geschäftsidee oder schlichtweg der Mut. Diese Vorstellung beinhaltet aber zwei gravierende Denkfehler:

  1. Reichtum muss nicht immer schnell gehen. Auch mit Geduld kommen Sie ans Ziel. Je schneller Sie allerdings reich werden möchten, desto höher muss Ihre Risikobereitschaft sein und umso mehr können Sie dann auch wieder verlieren.
  2. Selbst das größte Vermögen können Sie in kürzester Zeit auf den Kopf hauen – wie bei einer Vielzahl an Lottomillionären geschehen, die nun ärmer sind als vor ihrem lang erträumten Reichtum. Reich werden Sie also immer nur, wenn Ihre Einnahmen Ihre Ausgaben übertreffen.

Wir möchten Ihnen daher nun Tipps geben, wie Sie langfristig und risikoarm reich werden können – wer lieber auf waghalsige Aktionen, Schuldentürme für eine fragwürdige Geschäftsidee oder den unrealistischen Traum des „Millionärs über Nacht durch das Internet“ steht, liest daher lieber auf zwielichtigen Internetseiten ohne Impressum am Rande der Legalität weiter. Aber dann bitte nicht wundern, wenn auf ein kurzes Hoch der tiefe Fall folgt.

Die Altersarmut wird immer mehr zum Problem

Der Grund, weshalb wir uns heute einmal mit nackten Zahlen beschäftigen, liegt in dem steigenden Problem der Altersarmut in Deutschland. Immer weniger Menschen schaffen es, sich während ihres Berufslebens ausreichend Rücklagen zu schaffen, um auch im Alter problemlos über die Runden zu kommen, geschweige denn ein „gutes Leben“ im Wohlstand zu führen. Der Renteneinstieg bedeutet daher für viele Deutsche gleichzeitig auch den sozialen Abstieg. Und das, obwohl Sie sich vielleicht auf die wohlverdienten Jahre im „Dauerurlaub“ gefreut haben, endlich die stets erträumte Weltreise machen möchten oder einfach Zeit mit Kindern und Enkelkindern genießen wollen. Und nein, von Altersarmut betroffen sind weder faule Leute noch minderqualifizierte. Im Gegenteil:

Gerade Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, zum Beispiel im sozialen Bereich, droht dennoch im Alter das Leben am Existenzminimum. Vor allem Alleinerziehende oder Mütter, die im Sinne der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen lange Zeit gar nicht beziehungsweise nur in Teilzeit gearbeitet haben, können häufig nicht ausreichend Rücklagen bilden. Hinzu kommt, dass Frauen in ein und demselben Job immer noch weniger verdienen als Männer, was auch eine geringere Rente bedeutet.

Fair ist das sicherlich nicht, doch das ist ein anderes Thema. Heute soll es um die Frage gehen: Wie können Sie die Altersarmut nicht nur verhindern, sondern auch noch ein größtmögliches Vermögen anhäufen – vielleicht sogar eine ganze Million?

Schritt 1: Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit

Niemand hat gesagt, dass reich werden einfach ist und wer lieber faul auf dem Sofa liegen als arbeiten will, sollte dann vielleicht doch lieber die Strategie „reich heiraten“ fahren. Für all diejenigen unter Ihnen, die aber nicht in eine reiche Familie hineingeboren oder mit einem Lottogewinn gesegnet wurden, liegt der Schlüssel zum Vermögen ganz unspektakulär in der Arbeit. Gehen wir einmal davon aus, dass der durchschnittliche Deutsche in seinem Leben rund 40 Jahre arbeitet. Dieser „Durchschnittsdeutsche“ verdient 32.643 Euro brutto im Jahr.
Statistik: Durchschnittlicher Brutto-Jahresarbeitslohn je Arbeitnehmer* in Deutschland von 1960 bis 2015 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

In seinem Berufsleben verdient er also durchaus über eine Million, genau genommen sogar 1.305.720 Euro. Davon gehen nun natürlich Steuern, Sozialabgaben sowie Lebenshaltungskosten ab. Dennoch erkennt Sie bereits die wohl wichtigste Grundregel des Reichtums: Je weniger Sie von diesem Bruttoeinkommen ausgeben, umso größer ist Ihr verbleibendes Vermögen. Würden Sie also rein utopisch in diesen 40 Jahren lediglich 305.720 Euro oder weniger für Abgaben sowie Lebenshaltungskosten benötigen, wären Sie mit Renteneintritt Millionär. Und das ohne Träumerei und für das Glücksspiel verschwendetes Geld, sondern nur durch ehrliche Arbeit und den gekonnten Umgang mit Ihrem hart verdienten Vermögen. Die Frage ist also gar nicht unbedingt, wie Sie an möglichst viel Geld kommen, sondern wie Sie Ihre Ausgaben reduzieren können?

Schritt 2: Steuervorteile nutzen

Bei einem Steuersatz von bis zu 45 Prozent gehören die Lohn- beziehungsweise Einkommenssteuer in den meisten Haushalten zu den größten Abgaben. Natürlich ist es da verlockend ein wenig zu schummeln. Doch wer viel hat kann auch viel abgeben, ohne anschließend am Hungertuch nagen zu müssen. So funktioniert nun einmal das soziale System in Deutschland und mit dem bundesweiten Durchschnittseinkommen von 32.643 Euro werden Sie von diesem Steuerhöchstsatz ohnehin noch weit entfernt sein. Dennoch sollten Sie natürlich so viele Steuern sparen wie nur möglich. Auch auf legalem Wege gibt es nämlich zahlreiche Möglichkeiten Steuervorteile zu nutzen, dadurch Ihre Ausgaben zu reduzieren und Ihr Vermögen zu erhöhen. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Kinderfreibeträge
  • Handwerkerkosten
  • Gesundheitsausgaben
  • Werbungskosten
  • private Vorsorge
  • u. v. m.

Schritt 3: Arbeitgeberleistungen verhandeln

Es gibt zudem zahlreiche Arbeitgeberleistungen, welche von Ihnen steuerfrei oder -begünstigt in Anspruch genommen werden dürfen. Bevor Sie sich also über die nächste Lohnerhöhung freuen, rechnen Sie einmal durch, ob nicht eine andere Leistung Ihres Arbeitgebers sinnvoller wäre. Die Erhöhung Ihres Einkommens zieht nämlich auch die Erhöhung Ihres Steuersatzes sowie der Sozialabgaben nach sich und schlussendlich bleibt von den paar Hundert Euro mehr im Monat kaum noch etwas übrig. Wie wäre es also stattdessen mit steuerfreien Benzingutscheinen, einem Firmenwagen oder vermögenswirksamen Leistungen?

Solche vermögenswirksamen Leistungen können zum Beispiel ein Arbeitgeberzuschuss zu Ihrem Bausparvertrag, eine Betriebsrente oder eine kombinierte Riester-Förderung sein. Hierzu ist der Arbeitgeber zwar nicht gesetzlich verpflichtet, in zahlreichen Unternehmen gehören die vermögenswirksamen Leistungen aber zur täglichen Praxis, weshalb Sie auf jeden Fall einmal das Vieraugengespräch mit Ihrem verantwortlichen Vorgesetzten oder Personaler suchen sollten.

Schritt 4: Private Altersvorsorge

Finanziell für das Alter vorsorgen
Apropos Riester-Rente, Betriebsrente und Bausparverträge: Egal, für welche Art der Vorsorge Sie sich entscheiden, sorgen Sie privat vor und tun Sie das jetzt! Die gesetzlichen Renten reichen schon heute kaum zum Leben aus und Experten sind sich einig, dass Menschen ohne private Altersvorsorge in zehn, 20 oder auch 30 Jahren garantiert in der Altersarmut enden werden.

Nun können Sie natürlich einerseits Ihr Vermögen schlichtweg auf einem Bankkonto anhäufen und davon im Alter zehren. Bei Zinssätzen von plus-minus null Prozent verschenken Sie damit aber bares Geld und die bereits erwähnten Steuervorteile. Auf deutschen Geschäftskonten werden zudem vereinzelt bereits Negativzinsen berechnet und auch Ihre privaten Girokonten sind davor in naher Zukunft nicht gefeit, so die Befürchtung zahlreicher Experten.

Legen Sie Ihr Geld daher unbedingt im Sinne einer privaten Altersvorsorge an. Ob Sie sich hierbei für das gute alte „Betongold“ entscheiden, Ihren Bausparvertrag nur zum Sparen verwenden, eine Riester-Rente wählen oder die gute alte Lebensversicherung – das ist schlussendlich Ihre individuelle Entscheidung. Am sinnvollsten ist in der Regel eine Kombination aus verschiedenen Anlagemöglichkeiten.

Schritt 5: Aktien „Ja“ – Risiko „Nein“

Eine weitere Anlageform sind die Aktien. Bei vielen von Ihnen werden sich nun die Haare sträuben. Hatten wir nicht einen risikoarmen Weg zum Reichtum versprochen? Tatsächlich sind die Aktien besser als ihr Ruf.

Während nämlich risikofreudige Spekulanten regelmäßig in verschiedensten Blasen ihr gesamtes Vermögen auf den Kopf hauen, gibt es tatsächlich auch eine risikoarme und durchaus empfehlenswerte Art sein Geld in Aktien anzulegen. Dies kann zum Beispiel in Kombination mit einer privaten Rente sein (sog. Rentenfonds), oder aber auch klassisch über den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an der Börse.

Viele Menschen schrecken allerdings aufgrund ihrer Komplexität vor den Finanzmärkten zurück. Sie können sich daher auch einen fähigen und vertrauenswürdigen Aktienbroker als Unterstützung suchen. Greifen Sie hierfür am besten auf persönliche Empfehlungen Ihres sozialen Umfelds zurück und haben Sie Acht vor unseriösen Anbietern im Internet.

Egal, ob Sie sich nun also selbst auf die Suche nach einer Anlagestrategie begeben oder sich diesbezüglich professionell beraten lassen: Setzen Sie niemals nur auf eine Karte. Risikoarm sind die Aktien als Anlageform nämlich nur, wenn Sie Ihr Vermögen breit streuen, langfristig planen und vor allem auf große, am Markt etablierte Unternehmen setzen. Die Aktien eignen sich gewiss nicht als Anlagestrategie für Ihr gesamtes Vermögen, stellen aber eine sinnvolle Ergänzung dar, zum Beispiel nebst Immobilie, Riester- und Betriebsrente.

Schritt 6: Zum Sparen sind Sie nie zu jung

Das klassische Sparschwein wird zum Sparen noch gern genutzt
Mit 18, 20 oder 25 scheint die Zeit noch langsam vorbei zu gehen und das Alter, die Rente oder sogar die Pflegebedürftigkeit sind noch in weiter Ferne. Doch dann sind Sie fertig mit dem Studium, kaufen Ihre erste Immobilie, bringen Ihr erstes Kind auf die Welt – plötzlich scheinen mit einem Fingerschnippen 20 Jahre vergangen zu sein und Sie haben noch nicht für das Alter vorgesorgt. Auch wenn es in der Jugend als „spießig“ gilt, bereits über Themen wie die private Altersvorsorge oder auch eine Berufsunfähigkeitssicherung nachzudenken, sollten Sie so früh wie möglich mit dem Sparen beginnen. Das bedeutet auch:

Je früher Sie anfangen zu arbeiten, umso mehr können Sie natürlich auch im Laufe Ihres Arbeitslebens verdienen. Wer also bereits mit 20 anstatt erst mit 25 Jahren ins Berufsleben startet, verdient bei dem genannten durchschnittlichen Einkommen von 32.643 Euro im Jahr bereits 163.215 Euro mehr.

In Zeiten, in welchen zahlreiche Unternehmen das Gehalt nicht mehr am Bildungsgrad der Berufseinsteiger messen, kann es daher durchaus sinnvoll sein, die Ausbildung anstatt des Studiums oder „lediglich“ den Bachelor- anstelle des Master-Abschlusses zu wählen. Je nach Branche werden Sie nämlich die dadurch verlorene Zeit aus finanzieller Sicht nie wieder aufholen. Wer daher schon in jungen Jahren Vernunft walten lässt und bei seiner Berufswahl vielleicht auch einmal den Taschenrechner herausholt, wird im späteren Leben tendenziell reicher sein als die unvernünftigen Gleichaltrigen.

Fazit: Träumen erlaubt, aber bitte mit Vernunft

Sie sehen: Reich werden (und bleiben) ist im Endeffekt gar nicht so schwierig, sobald Sie sich von Ihren unrealistischen Träumen verabschieden und stattdessen mit Vernunft und finanziellem Verstand an die Sache herangehen. Reich wird man nämlich schlussendlich am ehesten durch Fleiß, einen guten Job, einen sparsamen Lebensstil sowie sinnvolle Geldanlagen. Dennoch sollten Sie Ihre Träume nicht aus den Augen verlieren und Ihren Beruf nicht nach rein finanziellen Aspekten wählen. Versuchen Sie stattdessen Ihre Wünsche mit der Vernunft in Einklang zu bringen und auf einer soliden Basis Realität werden zu lassen. Nur so können Sie sowohl im finanziellen Wohlstand als auch glücklich leben.

Dass diese zwei Aspekte nämlich nicht miteinander einhergehen, verstehen viele Menschen leider erst, wenn es zu spät ist. „Reichtum“ hat nicht immer mit Geld oder materiellen Dingen zu tun. Abschließen möchten wir diesen Artikel deshalb mit dem wohl wichtigsten Tipp zu wahrem Reichtum – den bewegenden letzten Worten des bereits erwähnten Apple-Milliardärs Steve Jobs:

„In den Augen der Menschen gilt mein gesamtes Leben als eine Verkörperung des Erfolgs. Jedoch abgesehen von meiner Arbeit, habe ich wenig Freude in meinem Leben. Letztendlich gilt mein Reichtum nur als Fakt des Lebens, an den ich gewohnt bin. In diesem Augenblick, wo ich in einem Krankenbett liege und auf mein ganzes Leben zurückblicke, verstehe ich, dass all die Anerkennung und all der Reichtum, worauf ich so stolz war, an Wert verloren haben vor dem Gesicht des kommenden Todes. In der Dunkelheit, wenn ich die grünen Lämpchen der Lebenserhaltungsmaschinen beobachte und mir das mechanische Brummen dieser Maschinen anhöre, fühle ich die Atmung des Todes immer näher auf mich zukommen. Jetzt weiß ich, dass wir uns komplett andere Fragen im Leben stellen müssen, die mit Reichtum nichts gemeinsam haben […] Den Reichtum, den ich im Laufe meines Lebens angehäuft habe, kann ich jetzt nicht mitnehmen. Was ich jetzt noch mitnehmen kann, sind Erinnerungen, die auf der Liebe basieren und mit Liebe erschaffen worden sind. Das ist der wahrhafte Reichtum […] Dein Reichtum – das ist die Liebe zu Deiner Familie, das ist die Liebe zu Deiner Frau und Deinem Mann, das ist die Liebe zu Deinen Nächsten. Passt auf Euch auf und sorgt Euch um die anderen.“

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