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Der Mensch ist Herr über seine Gedanken. Davon gehen jedenfalls die Meisten aus. Leider handelt es sich dabei um einen Irrtum, denn das Gehirn bestimmt zu großen Teilen, wie du denkst – und hat dadurch einen maßgeblichen Einfluss auf deine Handlungen. Das Problem an der Sache ist, dass es bei jedem Menschen zu negativen Gedankenmustern tendiert. Auch du hast daher mit großer Wahrscheinlichkeit ein katastrophisches Gehirn. Doch die gute Nachricht lautet, dass du diesem nicht machtlos ausgeliefert bist. Stattdessen kannst du es austricksen. Aber wie?

Das katastrophische Gehirn konzentriert sich auf mögliche Gefahren, Schwierigkeiten und Probleme
Photo by David Matos on Unsplash
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Inhalt:

  1. Definition: Was ist das „katastrophische“ Gehirn?
  2. Warum es so schwierig ist, das Positive zu sehen
  3. Die selbsterfüllende Prophezeiung verstehen und nutzen
  4. Das katastrophische Gehirn austricksen – so klappt’s!
  5. Fazit

Definition: Was ist das „katastrophische“ Gehirn?

Überleben ist das grundlegende Ziel, das jedes Gehirn verfolgt. Heutzutage ist dieses zunehmend in den Hintergrund gerückt, denn wir leben in einem sicheren Land und in vergleichsweise sicheren Zeiten. Im Gehirn läuft aber nach wie vor das „Programm“ ab, das schon vor vielen tausend Jahren abgespult wurde. Damals eben, als der Mensch im Alltag noch mit vielerlei Gefahren konfrontiert war. Das sogenannte katastrophische Gehirn konzentriert sich demnach auf mögliche Gefahren. Heutzutage gibt es diese zwar kaum noch, aber jeder Mensch hat gewisse Probleme oder Schwierigkeiten und somit rücken diese in den Fokus der Gedanken. Dabei kann es sich um eigentlich unwichtige Dinge wie unerledigte Aufgaben handeln, aber auch um soziale Konflikte, die scheinbar viel zu lange To-Do-Liste, gesundheitliche Probleme und vieles mehr.

„Die Realität ist immer eine Art von Fiktion, der alle zustimmen.“ (John Forbes Nash Jr.)

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Das Interessante an der Sache ist, dass das Gehirn auch dann seine katastrophische Funktionsweise beibehält, wenn das Szenario niemals wirklich eintritt. Denn die Prozesse, die im Gehirn ablaufen, unterscheiden nicht zwischen der Realität und einer reinen Vorstellung. Vermutlich tendierst also auch du dazu, gewisse Situationen, vor denen du Angst hast, die dir unangenehm sind oder die auf andere Art und Weise negative Gefühle in dir wecken, immer wieder im Kopf durchzuspielen – so lange, bis der Moment tatsächlich gekommen ist oder du sicher sein kannst, dass das niemals passieren wird. Kommt dir das bekannt vor? Keine Sorge, damit bist du nicht alleine!

Warum es so schwierig ist, das Positive zu sehen

Dass du ein katastrophisches Gehirn besitzt, führt zu negativen Gedankenmustern, was in der Regel ebenso auf alle anderen Menschen zutrifft. Das Gehirn konzentriert sich automatisch auf die negativen Dinge, wohingegen das, was gut läuft, ausgeblendet wird. Schließlich ist es für das Überleben unwichtig. Selbst, wenn du also keinerlei Grund zum Klagen hast, ist das Risiko hoch, dass du dein Leben trotzdem nicht wirklich genießt und von dir behaupten kannst, zu 100 Prozent sorgenfrei zu sein. Zudem führt diese Denkweise dazu, dass du immer in der Zukunft lebst, niemals aber wirklich in der Gegenwart. Es gibt aber eine Ausnahme von dieser Regel, und zwar jene Menschen, die gelernt haben, ihr katastrophisches Gehirn auszutricksen. Glücklicherweise kannst auch du das lernen.

Die selbsterfüllende Prophezeiung verstehen und nutzen

Hierfür ist erst einmal wichtig, dass du das Grundprinzip 0der selbsterfüllenden Prophezeiung verstehst. Denn deine Gedanken beeinflussen deine Wirklichkeit mehr als du vielleicht ahnst. Wenn du also aufgrund deines katastrophischen Gehirns etwas Negatives erwartest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser Fall auch tatsächlich eintritt. Denn unbewusst handelst du genau so, dass sich deine Erwartungen erfüllen. Ansonsten müsstest du ja zugeben, dass du dich geirrt hast. Zudem wirst du eine Situation auch immer so bewerten, wie du es erwartet hast. Angenommen also, du hältst die neue Kollegin für unsympathisch, so wirst du dich automatisch auf diejenigen ihrer Verhaltensweisen konzentrieren, die dir missfallen. Die Versagensangst ist ebenfalls ein populäres Beispiel: Gehst du davon aus, dass du versagen wirst, so wirkt die Angst lähmend und genau das wird passieren – garantiert!

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Lese-Tipp: Versagensangst überwinden – 5 Strategien, die wirklich helfen

Doch es gibt auch eine gute Nachricht und die lautet: Du kannst die selbsterfüllende Prophezeiung gezielt nutzen, denn sie funktioniert auch umgekehrt. Schaffst du es also, dein katastrophisches Gehirn zu überwinden und deine Gedanken stattdessen auf das Positive zu richten, wird auch dein (Berufs-) Leben eine positive Richtung einschlagen. Doch genau dieser erste Schritt, nämlich dein Gehirn auszutricksen, ist leider gar nicht so einfach. Wie also schaffst du es, deine negativen Gedankenmuster zu durchbrechen?

Das katastrophische Gehirn austricksen – so klappt’s!

Zwar widerstrebt es der Natur deines Gehirns, positiv zu denken. Doch dieses faszinierende Wunderwerk lernt zum Glück schnell. Das bedeutet, dass du es mit simplen Maßnahmen „umprogrammieren“ kannst, sodass es seine Skepsis sowie die Erwartung von Gefahren oder anderen negativen Ereignissen loslassen und sich stattdessen auf das Gute in deinem Leben fokussieren kann. Und wenn du Gutes erwartest, greift die selbsterfüllende Prophezeiung und es wird Gutes geschehen – vor allem aber wirst du es endlich wahrnehmen. Denn vermutlich gibt es schon jetzt viele Dinge, die in deinem Leben positiv laufen, aber die du schlichtweg ignorierst, denn sie sind für dein Gehirn irrelevant. Folgende Tipps helfen dir dabei, genau diesen Mechanismus umzukehren:

  1. Schreibe ein Tagesbuch, aber notiere nur jene Dinge, die heute gut gelaufen sind und die in dir positive Gefühle geweckt haben. Blende also bewusst die negativen Ereignisse, Gedanken & Co aus. Selbst Kleinigkeiten wie ein „Gut gemacht!“ von deinem Chef können und sollten in diesem Tagebuch festgehalten werden. Dadurch trainierst du dein Gehirn, sich auf das Gute zu konzentrieren, selbst im ganz Kleinen.
  2. Erinnere dich außerdem im beruflichen sowie privaten Alltag immer wieder daran, das Negative auszublenden und die positiven Dinge (mehr) wertzuschätzen. Vor allem, wenn du merkst, dass deine Laune sinkt und du gerade wütend, traurig oder ängstlich bist, ist es Zeit zum Innehalten – und dafür, deine Gedanken bewusst „umzulenken“. Mit etwas Übung gelingt das erstaunlich gut.
  3. Konzentriere dich außerdem auf das Hier und Jetzt. Denn viele negative Gefühle entstehen durch deine Erwartungshaltung, weil du dich auf diejenigen Termine, Situationen & Co fokussierst, die in Zukunft eintreten könnten. Das triggert Ängste und andere ungewollte Emotionen, obwohl diese Situation vielleicht niemals real wird. Wie du nun aber bereits weißt, unterscheidet das Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Achte deshalb darauf, in der Gegenwart zu leben. Vielleicht hilft dir dabei auch eine Strategie wie Meditation oder Yoga. Manchmal reicht es aber bereits aus, dich immer wieder selbst zu ermahnen und deine Gedanken in den Moment zu lenken; wieder und wieder und wieder.
  4. Solltest du es hingegen manchmal nicht schaffen, eine positive Grundstimmung rein durch die Kraft deiner Gedanken hervorzurufen, darfst du die Gegenwart verlassen – aber in die entgegengesetzte Richtung. Tauch ein in positive Erinnerungen. Gerne kannst du dafür dein Tagebuch aus dem ersten Tipp verwenden. Aber auch Fotos eines glücklichen Urlaubs, die Bilder vom Kennenlernen deines Partners oder deiner Partnerin, das Schwelgen in lustigen Erinnerungen mit deinen Freunden oder einfach das Nachdenken, was in deinem Leben bislang gut und erfolgreich verlief, sind Beispiele für Strategien, die in vielen Fällen funktionieren und dich aus deinem katastrophischen Gehirn ausbrechen lassen. Ziel ist natürlich, dass du anschließend mit dieser positiven Grundstimmung und Erwartungshaltung wieder in den Moment zurückfindest.

Fazit

Wie du siehst, hast du nicht von Natur aus die Macht über deine Gedanken. Aber du kannst sie erlangen. Das ist gar nicht so schwierig, erfordert aber viel Übung. Denn Übung macht bekanntlich den Meister. Durch eine Wiederholung dieser Strategien wird das positive Denken für dein Gehirn nämlich zur Routine. Neue synaptische Verbindungen entstehen und alte werden irgendwann gekappt – und damit auch deine katastrophische Denkweise. Was du also tun musst, ist deine Gedanken immer wieder bewusst umzulenken, eben so lange, bis das ganz von alleine geschieht. Schnell wirst du dann merken, wie viel optimistischer und glücklicher du dich fühlst…und wie viel erfolgreicher du im Leben bist, auch im Beruf.

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Wie sieht das bei dir aus? Findest auch du dich bei den Schilderungen zum katastrophischen Gehirn wieder? Und wenn ja, welche Strategien helfen dir dabei, aus diesen negativen Gedankenmustern auszubrechen? Hinterlass gerne einen Kommentar!

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