Bewerbungsmarathon: Mit diesen 11 Tipps bleiben Sie motiviert

Die Suche nach einem Job kann ziemlich anstrengend sein – erst recht, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt. Unzählige Bewerbungen, etliche Vorstellungsgespräche und die eine oder andere Absage können ganz schön an den Nerven zehren und deprimieren. Damit Sie nicht in den Bewerbungsblues verfallen, haben wir hier 11 nützliche Tipps zusammengestellt. Bleiben Sie motiviert, um sich Ihren Traumjob garantiert nicht entgehen zu lassen!

Inhalt

1. Warum der Bewerbungsmarathon so an den Nerven zehrt
2. Tipp #1: Absagen nie persönlich nehmen
3. Tipp #2: Qualität über Quantität
4. Tipp #3: Individualität statt Uniformität
5. Tipp #4: Unternehmen priorisieren
6. Tipp #5: Pausen einlegen
7. Tipp #6: Die Initiative ergreifen
8. Tipp #7: Konkretes Feedback einholen
9. Tipp #8: Den Bewerbungsprozess dokumentieren
10. Tipp #9: Teilerfolge feiern
11. Tipp #10: Absagen feiern
12. Tipp #11: Gefühle zulassen

Warum der Bewerbungsmarathon so an den Nerven zehrt

Wahrscheinlich kennen Sie das: Sie planen eine berufliche Umorientierung und stecken voller Tatendrang. Die ersten Bewerbungen schreiben sich fast von allein und Sie sind sich ziemlich sicher, mit Ihrem knackigen Anschreiben und dem beeindruckenden Lebenslauf überzeugen zu können. Wenn sich in dieser ersten Phase keine Erfolge einstellen, schwindet die Motivation jedoch ziemlich schnell – erst recht, wenn diverse Absagen ins Haus flattern. Was dann folgt, ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Je mehr sich der Bewerbungsprozess nämlich in die Länge zieht, desto demotivierender ist er.

Die Gründe hierfür sind vielfältiger Natur. Sie reichen von dem Gefühl, seine Zeit zu verschwenden über steigende Kosten bis hin zum angeschlagenen Ego. Oftmals ist es auch eine Mischung aus mehreren Faktoren, die dazu führt, dass uns der Bewerbungsmarathon zunehmend die Nerven raubt. Wer diesen Prozess der Frustration und Demotivation möglichst gut abwenden möchte, sollte unbedingt die nachfolgenden Tipps beachten.

Tipp #1: Absagen nie persönlich nehmen

Nichts sorgt für mehr Frust während des Bewerbungsprozesses als die x-te Absage. Der Grund: Ablehnung ist eine Reaktion, mit der die wenigsten Menschen souverän umgehen können. Der Fehler: Die meisten nehmen sie sehr schnell persönlich und suchen die Fehler im Detail, also bei sich selbst. Sie können sich jedoch sicher sein, dass eine Absage nie etwas mit Ihrer Persönlichkeit zu tun hat. Wie auch, schließlich kennt Sie der Personaldienstmitarbeiter aller Wahrscheinlichkeit nicht einmal.

Absagen gehören einfach dazu – vor allem, wenn Sie sich auf äußerst begehrte Stellen bewerben. Führen Sie sich immer vor Augen, dass Sie einer von vielen sind. Wenn sich 100 Personen auf einen Job bewerben, bekommt ihn trotzdem nur einer. Die 99 anderen müssen damit leben, eine Absage zu bekommen.

Hinweis: Das Beispiel der 100 Bewerber ist sehr bescheiden gewählt. Es gibt Stellen, die mehrere Tausend Interessenten anziehen.

Tipp #2: Qualität über Quantität

Fast jeder Jobsuchende kommt irgendwann an einen Punkt, an dem er sich auf jede Stelle bewirbt, die halbwegs seinem Profi entspricht. Bedenken Sie hierbei jedoch: Viele Bewerbungen kosten viel Zeit und führen unter Umständen auch zu vielen Absagen. Der Frustfaktor nimmt also automatisch zu.

Besser: Bewerben Sie sich ausschließlich auf Stellen, die auch wirklich Ihren Anforderungen und Wünschen entsprechen und für die Sie zu 100% geeignet sind. Mit anderen Worten: Stellen Sie die Qualität Ihrer Bewerbungen klar über die Quantität. Sie werden feststellen, dass das nicht nur effektiver ist, sondern auch Ihre Motivation steigert – schließlich wollen Sie in den ausgewählten Bewerbungen auch komplett überzeugen.

Tipp #3: Individualität statt Uniformität

Immer wieder machen Bewerber einen entscheidenden Fehler: Sie verfassen eine (sehr gute) Bewerbung und schicken diese – minimal angepasst – an verschiedene Unternehmen heraus. Das spart zwar Zeit, beschwört jedoch Absagen (und damit verbunden Frust) regelrecht herauf. Wer den Bewerbungsmarathon motiviert meistern will, sollte stets Wert darauf legen, jede Bewerbung individuell zu verfassen. Natürlich ist ein Grundgerüst erlaubt und auch durchaus sinnvoll, doch sollten hierbei nicht nur der Ansprechpartner und die Adresse des Unternehmens geändert werden.

Individuelle Bewerbungsunterlagen gehen präzise auf die Stellenausschreibung ein und unterstreichen genau die persönlichen Vorzüge, die verlangt werden. Das bedeutet auch, dass Sie eine bestimmte Qualifikation in Bewerbung A zwar deutlich hervorheben können/sollten, diese in Bewerbung B jedoch überhaupt keine Relevanz hat.

Tipp #4: Unternehmen priorisieren

Jeder, der auf der Suche nach einem neuen Job ist, hat gewisse Wünsche und Vorstellungen. Wenn ein Unternehmen diese erfüllt, wird es schnell zum heimlichen Favoriten oder auch „Hauptgewinn“. Viele Bewerber machen den Fehler, sich bei diesem Unternehmen als erstes zu bewerben. Kommt dann die Absage, ist der Frust extrem hoch. Um motiviert zu bleiben, ist es besser, wenn Sie sich Ihren Traum-Arbeitgeber noch ein bisschen aufheben und erst einmal andere Firmen kontaktieren. Die Bewerbungen in der ersten Phase können ruhig als Übung verstanden werden.

Wichtig: Lernen Sie aus den Fehlern, die Sie zu Beginn machen und die vielleicht zur Absage führen. Wenn Sie sich schließlich fit genug fühlen, können Sie sich auch an Ihren Favoriten wagen. Möglicherweise haben Sie bis dahin auch eine Zusage in der Tasche, die für zusätzliches Selbstbewusstsein und Positivität sorgt.

Tipp #5: Pausen einlegen

Ein Bewerbungsmarathon kann sich gut und gern über mehrere Monate ziehen und in dieser Zeit extrem kräfteraubend sein. Wenn Sie merken, dass Sie an einem Punkt angekommen sind, an dem kaum noch etwas geht, wird es höchste Zeit für eine Pause. Es bringt nichts, auf Biegen und Brechen Bewerbungen zu verschicken. Im schlimmsten Fall lassen Sie sich dadurch nämlich erfolgversprechende Chancen entgehen.

Viel besser ist es, sich eine kleine Pause zu gönnen, um durchzuatmen und alles im Kopf neu zu ordnen. Fragen Sie sich beispielsweise:Fragen, die Sie sich im Bewerbungsmarathon stets stellen solltenIndem Sie sich sortieren und fokussieren, schöpfen Sie nicht nur neue Kraft, sondern auch jede Menge Motivation. Am wichtigsten ist, dass Sie während des Bewerbungsmarathons immer ein Ziel vor Augen haben. Dieses kann sich im Laufe der Zeit auch ändern.

Tipp #6: Die Initiative ergreifen

Bisher haben Sie sich nur auf ausgeschriebene Stellen beworben und eine Absage nach der anderen kassiert? Dann probieren Sie doch einfach mal den Weg der Initiativbewerbung aus. Das bedeutet: Sie bewerben sich bei einem Unternehmen, obwohl dieses gar nicht öffentlich nach neuem Personal sucht. Wenn Ihre Unterlagen überzeugen, kann es durchaus sein, dass man Sie zu einem Vorstellungsgespräch einlädt.

Zusatz-Tipps: Fokussieren Sie sich mit Ihren Initiativbewerbungen nicht ausschließlich auf große, namhafte Firmen. Oftmals sind es die kleinen Betriebe und junge Startups, die spontan auf eine überzeugende Bewerbung reagieren und Ihnen eine Chance geben.

Tipp #7: Konkretes Feedback einholen

Eine Absage zu erhalten ist eine Sache, eine Bewerbung, die scheinbar im Nirwana verschwindet und nie wieder thematisiert wird, eine vollkommen andere. Kennen Sie dieses ungewisse Gefühl, das sich breit macht, wenn Sie weder Ab- noch Zusage von einem Unternehmen erhalten? Auch dieses kann sich langfristig ziemlich auf die Motivation auswirken und den Bewerbungsprozess torpedieren.

Um der Gefahr zu entgehen, hilft ein einfacher Trick: Rufen Sie im Unternehmen an und erkundigen Sie sich über den Stand der Dinge. Das gibt nicht nur Gewissheit, sondern kann auch dafür sorgen, dass Sie erst richtig auf dem Radar des Personalers erscheinen. Wer weiß, vielleicht verschafft Ihnen ein unverfänglicher Anruf die langersehnte Stelle?

Tipp #8: Den Bewerbungsprozess dokumentieren

Wie viele Bewerbungen sind aktuell draußen? Wer hat abgesagt? Wer hat zum Gespräch eingeladen? Welches Unternehmen wird klar favorisiert? Wenn der Bewerbungsmarathon in vollem Gange ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Unordnung in Ihrem Kopf entsteht.

Steigern Sie Ihre Motivation, indem Sie den Bewerbungsprozess so genau wie möglich dokumentieren und immer wieder Neuigkeiten ergänzen. Das verschafft Ihnen einen guten Überblick und hilft dabei, alle bisherigen Schritte auszuwerten. Weiterhin erhalten Sie das Gefühl, nichts dem Zufall zu überlassen, sondern die Jobsuche genau zu planen. Auch hier versteckt sich ein wahrer Motivationsschub.

Tipp #9: Teilerfolge feiern

Sie wurden zum Eignungstest eingeladen, haben danach aber eine Absage erhalten? Im ersten Moment klingt das natürlich nach einer erneuten Niederlage, doch ist es viel hilfreicher, wenn Sie die Situation als Teilerfolg ansehen und dementsprechend feiern. Wer immer nur Trübsal bläst, wird zwangsläufig in den Bewerbungsblues verfallen. Entgehen Sie diesem, indem Sie sich über jeden kleinen Erfolg freuen.

Tipp #10: Absagen feiern

Klingt paradox, kann aber wahre Wunder wirken. Ein „Gott sei Dank, dort wollte ich eh nicht wirklich arbeiten!“ oder „Hui, nochmal Glück gehabt, von dem Unternehmen habe ich nur schlechtes gehört.“ kann in manchen Situationen wahre Wunder wirken und die vermeintliche Niederlage in einen Sieg verwandeln. Eine Absage zu feiern ist ein kleiner psychologischer Trick, der Ihnen neuen Aufschwung verleiht und dabei hilft, besser mit der Ablehnung umzugehen.

Tipp #11: Gefühle zulassen

Eine Absage ins Lächerliche ziehen, obwohl Ihnen nach weinen zumute ist? Natürlich ist das nicht der optimale Weg. Wer sich selbst und seiner Gefühlswelt etwas vorspielt, staut den Frust nur so lange auf, bis er explosionsartig aus einem herausbricht. Unser letzter Tipp für einen dauerhaft motivierten Bewerbungsmarathon lautet daher: Lassen Sie Gefühle jeder Art zu. Wenn Sie weinen wollen, weinen Sie, wenn Sie schreien wollen, schreien Sie. Gefühle sind menschlich und sollten nie unterdrückt oder verfälscht werden – erst recht nicht in einem so emotionalen Prozess wie der Bewerbungsphase.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere 11 Tipps für einen motivierten Bewerbungsmarathon geholfen haben oder in Zukunft helfen werden. Wenn Sie einen weiteren Tipp für uns und unsere Leser haben, können Sie diesen gern in einem Kommentar verpacken. Wir freuen uns immer über Ergänzungen und konstruktives Feedback.

Ihr Kommentar zum Thema