Frauenquote in den Führungsetagen, Gender Pay Gap…dass Frauen sich in der Berufswelt immer noch schwerer tun als Männer, ist ein allseits bekanntes und viel diskutiertes Problem. Was sich aber kaum jemand zu sagen traut ist, dass die ein oder andere Frau an der Stagnation ihrer Karriere schlichtweg selbst schuld ist. Wir wollen heute einmal Nägel mit Köpfen machen und Ihnen sagen: „Liebe Frauen, so bitte nicht!“

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Inhalt
1. Geschlechterdiskriminierung ist allgegenwärtig
2. So ganz unschuldig ist „Frau“ dann aber doch nicht an ihrer Misere
3. Achtung Rutschgefahr: Die typischen Karriere-Fettnäpfchen für Frauen
4. Fettnäpfchen #1: Setzen Sie sich Ziele – und sprechen Sie darüber
5. Fettnäpfchen #2: Warten Sie nicht auf eine Gehaltserhöhung – fordern Sie diese ein
6. Fettnäpfchen #3: Selbstbewusstsein, Ladies, Selbstbewusstsein!
7. Fettnäpfchen #4: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen auf die Karriereleiter
8. Fettnäpfchen #5: Ihre Weiblichkeit lieben – aber in Maßen leben
9. Fazit: Karriere als Frau? Die Mischung macht’s!

Geschlechterdiskriminierung ist allgegenwärtig

Wir möchten an dieser Stelle überhaupt nicht abstreiten, dass Frauen bei Bewerbungen oder Beförderungen häufig benachteiligt werden. Gerade einmal 27,7 Prozent aller Führungskräfte in Deutschland waren im Jahr 2010 weiblich.
Statistik: Anteil von Frauen an Führungskräften in Deutschland 1996 und 2010 | Statista
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Weiterhin verdienen Frauen durchschnittlich immer noch rund 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen mit vergleichbarer Qualifikation und Position (Stand 2015).
Statistik: Gender Pay Gap: Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen in Deutschland von 1995 bis 2015 (in Prozent des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes der Männer) | Statista
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Zudem haben wir uns im Artikel „Kinder – Das Aus für die Karriere?“ bereits damit auseinandergesetzt, dass die Geburt von Kindern bis dato in der Regel für die Mutter das Ende ihres beruflichen Aufstiegs bedeutet. Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Fehlanzeige – zumindest für Frauen! Wir plädieren daher natürlich ganz klar für positive Veränderungen für das weibliche Geschlecht in der deutschen Geschäftswelt und für ein Ende der Geschlechterdiskriminierung.

So ganz unschuldig ist „Frau“ dann aber doch nicht an ihrer Misere

Bekanntlich hat ja aber jede Medaille zwei Seiten und so trauen wir uns an dieser Stelle auch einmal auszusprechen, was viele denken, aber niemand zu sagen wagt: Manche Frauen stellen sich einfach ein wenig „dämlich“ an. Ja, liebe Frauen, das ist die Wahrheit, tut uns wirklich leid!

Männer sind natürlich auch alles andere als unfehlbar. Dennoch haben sie im Berufsleben häufig den besseren Riecher. Das mag unter anderem daran liegen, dass Frauen kulturell bedingt anders erzogen werden als das „starke Geschlecht“. Ihnen werden Schwächen eher zugestanden. Sie sind emotionaler, bescheidener und häufig auch rücksichtsvoller als Männer. Leider haben aber auch viele Frauen mit Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen und treten daher weniger selbstbewusst auf als ihr männliches Pendant – oder sie können es schlechter vorgaukeln.

So oder so: Gerade jene Eigenschaften, welche kulturell bedingt als „weiblich“ gelten, werden Frauen in ihrer Karriere häufig zum Verhängnis. Gleichzeitig sind eben jene berühmte „weibliche Intuition“ oder Ihre hohen sozialen Kompetenzen auch Ihre größten Stärken, um sich gegen Ihre männlichen Mitstreiter durchzusetzen. Wir möchten daher um Gottes Willen nicht, dass Sie sich ändern. Wir möchten, dass Sie Ihre Weiblichkeit lieben lernen. Sie müssen für eine erfolgreiche Karriere als Frau nicht zur vermännlichten Emanze mutieren. Es reicht schon, wenn Sie folgende typische Karrierefehler in Zukunft vermeiden. Denn so, liebe Frauen, wird das nichts mit dem Erfolg:

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Achtung Rutschgefahr: Die typischen Karriere-Fettnäpfchen für Frauen

Fettnäpfchen #1: Setzen Sie sich Ziele – und sprechen Sie darüber

Sie brauchen Ziele in Ihrem Berufsleben, um sich auch nach vielen Jahren noch jeden Morgen zum Aufstehen zu überwinden, wenn der Wecker gefühlt viel zu früh klingelt. Motivation lässt sich nur durch Ziele aufrechterhalten und nur mit Motivation wiederum können Sie durch gute Leistungen überzeugen. Wenn Ihr einziger Ansporn darin liegt, im nächsten Monat ausreichend Geld für die Miete zu haben, wird auch das Ihr größter Erfolg bleiben. Also trauen Sie sich doch einfach einmal, Ihre Ziele höher zu stecken und vor allem: diese auch zu kommunizieren. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und fragen Sie nach einem Weg, wie Sie diese Ziele (alleine oder besser noch gemeinsam) erreichen können. Dadurch erhalten Sie nicht nur Rückenwind für Ihre berufliche Weiterentwicklung, sondern Sie empfehlen sich zugleich durch Eigeninitiative und Motivation – zwei wichtige Soft Skills. Die Devise lautet also: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold!

Fettnäpfchen #2: Warten Sie nicht auf eine Gehaltserhöhung – fordern Sie diese ein

Geduld ist eine Tugend“, scheint der Spruch zu sein, den sich viele Frauen hinter die Ohren geschrieben haben. Also warten sie, und warten, und warten…darauf, dass der Vorgesetzte irgendwann einmal auf sie zukommt und ihnen eine Gehaltserhöhung oder Beförderung „schenkt“. Liebe Frauen: Im Berufsleben gibt es nichts geschenkt! Also hören Sie auf zu warten und werden Sie aktiv. Wenn Sie gute Leistungen erbringen, haben Sie auch eine Gehaltserhöhung verdient. Also fassen Sie sich ein Herz, klopfen Sie an der Tür Ihres Vorgesetzten und suchen Sie das Vier-Augen-Gespräch. Wie das funktioniert, erfahren sie im Artikel „Gehaltserhöhung: Die besten Tipps für Ihre Gehaltsverhandlung“. Warten wird Ihnen nämlich schlussendlich nichts bringen, außer ein paar Fältchen mehr um die Augen und eine Menge Frustration.

Fettnäpfchen #3: Selbstbewusstsein, Ladies, Selbstbewusstsein!

Möchten Sie wissen, weshalb überhaupt so viele Frauen darauf warten, dass ihre Karriere voranschreitet, anstatt die Sache selbst in die Hand zu nehmen? Ganz einfach: Selbstbewusstsein ist das Stichwort. Daran mangelt es nämlich vielen Frauen gewaltig. Und die daraus resultierenden Konsequenzen ziehen sich wie ein Rattenschwanz durch ihre Karriere: Zahlreiche weibliche Bewerberinnen verkaufen sich bereits im Vorstellungsgespräch unter Wert, fordern ein zu geringes Gehalt oder spielen ihre Kompetenzen herunter. Sollten sie den Job dann überhaupt noch ergattern, lassen sie den selbstbewussteren Kollegen gerne den Vortritt und spielen stilles Mäuschen im Meeting. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einmal etwas verraten: Auch zahlreichen Männern mangelt es an Selbstbewusstsein. Sie haben aber bereits in ihrer Kindheit ein großes schauspielerisches Talent dafür erworben, ihre Komplexe gekonnt zu überspielen. Also werden auch Sie endlich zur Schauspielerin und treten Sie selbstbewusst auf. Noch besser wäre es allerdings, wenn Sie, anstatt dieses vorzuspielen, tatsächlich über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen. Denn wie Sie im Artikel „Selbstbewusstsein stärken: Tipps & Übungen für mehr Selbstvertrauen“ bereits gelernt haben, begeben Sie sich dadurch in eine Aufwärtsspirale – nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben.

Fettnäpfchen #4: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen auf die Karriereleiter

Zugegeben, es ist ein dummer Spruch, doch er hat einen wahren Kern. Mädchen werden in der Regel dazu erzogen, immer nett und freundlich zu sein. Das sind gute Eigenschaften, welche Sie beliebt und das Leben für Ihr Umfeld leichter machen. Als gute Fee des Büros eilen Sie einmal hier zur Hilfe, dann dort. Doch Ihre eigene Arbeit bleibt auf der Strecke – und Ihre Karriere auch. Wir möchten natürlich nicht, dass auch Sie jetzt Ihre Ellenbogen ausfahren und sich ohne Rücksicht auf Verluste in die Führungsetage boxen. Wenn Sie aber nicht lernen, hin und wieder auch „Nein“ zu sagen und für sich einzustehen, streichen die Kolleginnen und Kollegen Ihre Lorbeeren ein und warten an der Spitze der Karriereleiter auf Sie, während Sie immer noch in Ihrer alten Position um Respekt und Anerkennung kämpfen. Also setzen Sie doch endlich sich selbst auf den ersten Platz Ihrer Prioritätenliste.

Fettnäpfchen #5: Ihre Weiblichkeit lieben – aber in Maßen leben

Ja, Sie sollen Ihre Weiblichkeit lieben. Und ja, wir haben Ihnen gesagt, dass Sie für mehr Erfolg im Beruf nicht vermännlichen müssen. Dennoch gibt es diese „typischen“ Verhaltensweisen von Frauen, welche Sie im Job mit Vorsicht genießen sollten. Ihre Weiblichkeit zu lieben heißt nämlich nicht, im Büro als Lästerschwester zu fungieren, beim Kaffeeklatsch der Kollegin Ihr gesamtes Privatleben aufzutischen oder den Vorgesetzten mit einem tiefen Dekolletee und gekonnten Wimpernaufschlag von der Gehaltserhöhung überzeugen zu wollen. Diese Seite der Weiblichkeit sollten Sie sich für Ihr Privatleben aufsparen. Ihre Weiblichkeit im Job zu lieben und zu leben bedeutet stattdessen, dass Sie Ihre Stärken in Form von Soft Skills einzusetzen wissen, zum Beispiel Ihre weibliche Intuition oder Ihr Einfühlungsvermögen. Ihre männlichen Kollegen tragen Konflikte im Büro schließlich auch nicht instinktgesteuert mit den Fäusten aus. Dass Sie Ihren Tränen beim nächsten Rückschlag also vielleicht besser erst nach Feierabend freien Lauf lassen, hat nichts mit Vermännlichung zu tun, sondern schlichtweg mit Professionalität.

Fazit: Karriere als Frau? Die Mischung macht’s!

Wenn Sie die genannten Karrierefehler in Zukunft vermeiden, haben Sie sich selbst schon einmal ein großes Hindernis aus dem Weg geräumt. Wir möchten damit aber nicht den Druck von der Politik nehmen, der Diskriminierung endlich ein Ende zu setzen. Neue Ansätze und Lösungswege für die Probleme „Frauen in Führungsetagen“ und „Gender Pay Gap“ sind natürlich unerlässlich. In einer bei Statista veröffentlichten Umfrage gaben zudem 87 Prozent der Frauen an, dass sie sich mehr Unterstützung durch ihre Vorgesetzten wünschen.
Statistik: Was hilft Frauen bei der Karriere? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sie sehen: Es sind eine Reihe von Maßnahmen notwendig, um endlich die Gleichheit von Männern und Frauen in der deutschen Geschäftswelt herzustellen. Sie als Frau können hierbei aber nicht nur abwarten und Däumchen drehen. Arbeiten Sie stattdessen an sich selbst und vermeiden Sie die genannten Karrierefehler – so legen Sie schon einmal einen wichtigen Grundstein für Ihren beruflichen Aufstieg. Und dann? Welche weiteren Tipps haben Sie aus eigener Erfahrung für unsere Leserinnen, um als Frau im Beruf erfolgreich zu sein? Und welche No-Gos gilt es Ihrer Meinung nach unbedingt zu vermeiden? Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen in den Kommentaren.

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4 Kommentare

  1. Ein schöner, informativer Beitrag. Und ja: Frauen verfügen sicherlich durchschnittlich über mehr soziale Kompetenz, als ihre männliche Kollegen. Dennoch, die Frage scheint berechtigt: bringt sie das in die Vorstandsetagen? War es gerade die Teamfähigkeit, welche die Männer dorthin beförderte?

  2. Den Tipps von Frau Franke würde ich aus der beruflichen Erfahrung als Coach zustimmen. Doch ein Problem bleibt bestehen: die Umsetzung. Frauen die eben genau diesen Fallstricken begegnen tun sich meistens in der Umsetzung schwer. Also hilft alleine das Wissen um die Hürden nicht. Es braucht auch ganz konkrete Anleitungen und Vorbilder, durch die Frauen lernen können. Denn genau dort besteht ein wesentlicher Unterschied zu den Männern: für sie gibt es Vorbilder im Überfluss.

  3. Ella

    Tipps 1-4 waren ganz interessant, die Einleitung und 5. äußert problematisch.
    Erst mal ein Hinweis vorweg: Die Formulierung “Wir trauen uns auszusprechen, was sich niemand zu sagen traut” wird, ganz grundsätzlich, häufig von Leuten verwendet, die a) alles andere als mutig sind, b) aussprechen, was viel zu viele aussprechen, c) denen dabei egal ist ob sie andere verletzen, auch wenn d) das Ausgesprochene oft nicht mal stimmt.
    Frauen* sind nicht daran schuld, dass sie so sozialisiert wurden, dass sie Bedürfnisse und Fähigkeiten von Männern* höher werten. Es ist nicht die Schuld von Frauen*, dass ihnen ansozialisierte Eigenschaften und Charakterzüge in der Karriere als weniger erfolgreich gelten/ sich erweisen. Schuld daran ist der in unserer Gesellschaft verbreitete Sexismus, der Frauen und Männern gegensätzliche Eigenschaften zuschreibt und Männern dabei solche, die sich in Führungspositionen bewährt haben bzw. bewähren. Das victim-blaming, dem Opfer einer Ungerechtigkeit die Schuld daran zu geben, ist immer falsch. Wer Frauen* (oder irgendwem) helfen will – was ja in einer Art “Disclaimer” klar gemacht wurde – sollte nicht mit einem “ihr seid ja selber schuld” anfangen, sondern ohne Schuldzuweisung überlegen, was in der Situation hilfreich wäre.
    Das ist aber schwierig, eher unmöglich, solange sexistische Stereotype reproduziert werden. Als Beispiele “schlechter” Weiblichkeit kommen verbreitete frauenfeindlich-sexistische Klischees von “Tratschtante” und “mit Ausschnitt über den Chef beugen”. Sollte das im Einzelfall existieren, fallen Sie dabei genau auf den Mechanismus rein, der in Ihrem Medienartikel (http://arbeits-abc.de/wie-medien-die-frauen-benachteiligen/) beschrieben wurde: Stereotype und Klischees sehen, dem Widersprechendes bzw. Authentisches nicht bemerken. Die Nennung impliziert, dass Frauen das dauernd machen, was sexistisch und meiner Erfahrung nach schlicht falsch ist. Wenig, eigentlich gar nicht besser sind die “weiblichen Fähigkeiten” von Intuition und Einfühlsamkeit. Das ist ein Stereotyp und Vorurteil und trifft als Solches einfach nicht auf “die Frauen” an sich zu. Etwas einem ganzen Geschlecht als naturgegeben zuzuschreiben ist sexistisch und grundsätzlich falsch. Der Stereotyp ist als Solcher ein billiger, verzerrter Abklatsch der Realität, die von Sozialisation geprägt ist. Und er übersieht, dass, doch, auf spezifische Art (manche) Männer sich Tricks psychischer bzw. emotionaler Mainpulation bedienen, um andere, oft Frauen* als Frauen, abwerten und kleinmachen.
    Zudem reproduziert es die sexistische Erwartung, dass Frauen für die emotionale Arbeit, auch und besonders für Männer, zuständig sein. Eine Erwartung, die Frauen* Karrieren erschwert, weil Führungsqualitäten als nicht-emotional konstruiert werden. Was überhaupt Geschlechterrollen angeht drängt dieser Artikel Frauen* weiterhin in Schubladen, die ihnen den Aufstieg erschweren: Sie solle keinesfalls eine “vermännlichte Emanze” sein, also auf jeden Fall in den strengen Erwartungen ihrer Geschlechterrolle bleiben und sich bloß nicht emanzipieren – d.h.: befreien, selbstständig machen, sich behaupten, sich nicht für andere verstellen obwohl es schmerzt. Gerade die Abwertung von Emanzipation ist gefährlich, bezeichnet Emanzipation doch gerade, sich ungerechten Zuständen entgegen zu stellen. Das von Frauen* geforderte “Gleichgewicht” ist somit eine weitere sexistische Vorschrift, wie sie als Frau, als Mensch, als Kollegin und Führungskraft zu sein haben: Diese Geschlechterrolle muss “die Frau” erfüllen, jenes Verhalten darf “die Frau” gar nicht an den Tag legen. Was soll das überhaupt für eine weibliche Geschlechterrolle sein “nicht vermännlicht”? Das ist das Gegenteil davon, Frauen* zu helfen, es schränkt sie ein.
    a, c und d muss ich hier bestätigen: Es ist verletzend und nicht wahr.
    Verletzend ist der Sexismus, den zu reproduzieren das Gegenteil von mutig ist, grundfalsch – sowohl faktisch als auch als Wertung der sozialen Funktion – ist jeder Sexismus.
    Enttäuschend, ich habe hier schon Besseres gelesen. Überlegen Sie lieber, wie sich Botschaften a la Selbstvertrauen/ Motivation stärken bestärkend rüberbringen lassen und dabei Vorurteilen, die entmutigen, entgegenwirken.

  4. Mirijam Franke

    Liebe Ella,

    erst einmal herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Da muss ich Ihnen natürlich Recht geben: Die Frauen sind in unserer Gesellschaft nicht dafür verantwortlich, wie sie erzogen und sozialisiert wurden. In diesem Artikel geht es aber nicht um die Schuldfrage, sondern um das Resultat: Durch ihre Sozialisation stehen sich Frauen in ihrer Karriere leider häufig selbst im Weg. Dass Frauen grundsätzlich empathischer, weniger aggressiv und “karrieregeil” sind, ist durch zahlreiche Studien bewiesen, welche Sie in unseren weiteren Artikeln zum Thema finden. Aber natürlich gibt es stets Ausnahmen von der Regel. Auch das ist aber – wie Sie gesagt haben – ein Ergebnis unserer Gesellschaftskultur. Daran werden wir leider mit einem Artikel erst einmal nichts ändern können. Das Umdenken geht in Deutschland langsam voran. Wir möchten hingegen aufrütteln und Frauen aus der “Opferrolle” holen. Denn trotz fehlgeleiteter Sozialisation und Benachteiligung durch die Gesellschaft sind sie durchaus in der Lage, sich im Berufsleben gegen ihre männlichen Konkurrenten durchzusetzen. Sie müssen nur eben wissen, wie – und bislang bewährt sich dabei vor allem die aktive Nutzung der in unserer Gesellschaft als “weiblich” angesehenen Eigenschaften anstelle einer übertriebenen Emanzipation. Haben Sie hierzu andere Studienergebnisse, freuen wir uns natürlich über Ihre Ergänzungen. Der Artikel ist absichtlich kontrovers geschrieben, denn nur, wenn ein “Aufschrei” durch die Gesellschaft geht, lassen sich Änderungen erwarten. Wir freuen uns daher, dass wir Sie und hoffentlich zahlreiche weitere Leser/innen zum Nachdenken gebracht haben und dazu, sich mit diesem schwierigen Thema auseinanderzusetzen. Wir bedanken uns für Ihren Input!

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