Haben Sie auch so ein Projekt, das Sie bereits seit Längerem angedacht, aber immer wieder verschoben haben – z. B. die Homepage Ihres Unternehmens gründlich zu überarbeiten oder den Social-Media-Auftritt für Ihre Firma vorzubereiten?

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Wofür auch immer Sie Konzepte entwickeln oder was für eine arbeitsintensive Arbeit Sie sich vornehmen – ein Vorhaben bedeutet zu allererst einmal, über einen bestimmte Zeitraum dranzubleiben an der Sache. Denn da hakt es erfahrungsgemäß öfter in der Umsetzung – vor allem, wenn man eine Aufgabe allein stemmen muss.

Jedes Projekt hat seine bestimmten Abläufe, und doch ähneln sie sich. Die Grundregel lautet grob zusammengefasst: beginnen, durchführen, beenden. Damit Ihnen alles flüssig von der Hand geht, ist es wichtig, Ihre Motivation am Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten und nicht zwischendrin die Lust zu verlieren. Denn was Sie anfangen und erfolgreich abschließen, hebt letztendlich Ihr Selbstwertgefühl und erhöht Ihre Kompetenz.

Wie halten Sie sich selbst bei der Stange?

Sie definieren zuerst das Projekt, das Sie ins Auge gefasst haben und durchziehen wollen. Ihnen ist klar, dass Sie dafür eine Menge Energie, Zeit und Durchhaltevermögen aufbringen müssen. Sie sollten im Anschluss daran Ihr Augenmerk auf das legen, was Sie auf jeden Fall erreichen und wie Sie sich dafür belohnen wollen. Schreiben Sie die Aufgaben auf und nehmen Sie Ihre Notizen oder “Glaubenssätze” immer dann zur Hand, wenn Sie einen Durchhänger haben oder wenn der Motivationszeiger bedrohlich nach unten zeigt. Denn erfahrungsgemäß ist nur die Anfangseuphorie besonders groß, im Laufe eines längeren Arbeitsprozesses gibt es zwangsläufig die eine oder andere Flaute oder das Gefühl, sich festgefahren zu haben.

Was bringt es Ihnen, wenn Sie durchhalten?

Fragen Sie sich ehrlich, was Sie sich von Ihrem Vorhaben versprechen. Was nützt Ihnen eine erfolgreiche Durchführung in Ihrem Arbeitsumfeld? Steht die Kraftanstrengung in einem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis? Was wollen Sie erreichen? Die Antworten können unterschiedlich ausfallen:

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  • mehr Geld/Beförderung
  • verbessertes Ansehen/Status
  • zusätzliche Sicherheit/Kompetenz
  • bessere Übersicht/Effizienz

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So viel zum “offiziellen Teil”. Es gibt noch einen inoffiziellen, den Sie weder mit Kollegen oder Vorgesetzten bereden müssen. Der nennt sich “persönliche Motivation” und kann mit inneren Faktoren zu tun haben:

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Sie denken an Ihre berufliche Weiterentwicklung oder genießen die Tatsache, dass Sie nicht nur anderen, sondern auch sich selbst etwas beweisen wollen oder bewiesen haben.

Dies sind aber Ihre ureigensten Gedanken – vermutlich wird Sie ohnehin niemand fragen, woher Sie die Motivation genommen haben, diese langwierige Aufgabe systematisch abzuschließen.

Tipp: Das Für und Wider Ihres Vorhabens können Sie ausführlich diskutieren, ehe Sie beginnen. “Ja, aber …” gehört zu den Antworten, auf die Sie mit Sicherheit zählen können. Haben Sie aber alles gut durchdacht, geplant und strukturiert, können Besserwisser und Bedenkenträger Sie nur behindern. In der Phase des Machens brauchen Sie Menschen, die Sie ermutigen, Ihre Aufgabe zu Ende zu bringen, und die Sie für das loben, was Sie bereits geschafft haben.

Wie Sie sich selbst belohnen

Sie haben sich ein Ziel gesetzt – dieses lockt, wenn alles fertig ist und Sie so zufrieden sind mit Ihrer Arbeit, dass Sie sie vorzeigen mögen. Vielleicht belohnen Sie sich mit einem neuen Tablet-PC, einer teuren Laptop-Tasche oder einem Wellness-Wochenende? Oder Sie nehmen sich vor, bis zum nächsten Urlaub keine weitere Überstunde zu machen?

Es sind aber auch kleine Zwischenbelohnungen erlaubt, z. B. wenn sich die Aufgabe über mehrere Wochen hinzieht. Gönnen Sie sich doch am Ende oder zum Anfang der neuen Woche eine Massage, denn Ihr Rücken und Ihre Schultern werden durch die erhöhte PC-Arbeit mehr belastet als sonst. Zwischenbelohnungen wirken wie kleine Initialzündungen, die Ihre Motivation positiv beeinflussen.

Fazit: Was Sie gelernt haben

Haben Sie Ihr Projekt mit Erfolg abgeschlossen und Anerkennung dafür bekommen, sind Sie gut aufgestellt für weitere und größere Aufgaben. Sie brauchen nicht abzutauchen, wenn Freiwillige gesucht werden. Die Methoden, sich selbst zu motivieren, kennen Sie, und Ihre Erfahrungen können Sie auch in ein Projekt mit einbringen, das im Team konzipiert und durchgeführt wird.

Im Übrigen lässt sich die Methode auch im Büroalltag anwenden, vor allem für Arbeiten, die Sie gern aufschieben oder delegieren würden. Denken Sie an die Checklist, damit kommen Sie gleich ein Stückchen weiter.