Fünf Minuten vor der Zeit ist des Deutschen Pünktlichkeit. Irgendwie scheint dieses Sprichwort nie aus der Mode zu kommen. Doch wussten Sie, dass nicht nur ständiges Zuspätkommen im Job einen schlechten Eindruck hinterlassen kann, sondern auch andauerndes „Zufrühkommen“? Aber wieso?
Mann erscheint überpünktlich am Arbeitsplatz und schadet damit seiner Karriere
Inhalt
1. Zuspätkommen kann zum Kündigungsgrund werden
2. Warum Pünktlichkeit nicht Ihre „Nummer sicher“ ist
3. Grund #1: Sie verbreiten Stress
4. Grund #2: Sie wirken überkorrekt
5. Grund #3: Sie riskieren einen schlechten Ruf
6. Grund #4: Sie ziehen den Fokus auf sich
7. Grund #5: Sie verärgern Ihr Team
8. Grund #6: Sie untergraben Ihr eigenes Selbstbewusstsein
9. Grund #7: Sie wirken unwichtig
10. Grund #8: Sie schneiden sich ins eigene Fleisch
11. Grund #9: Sie werden nicht wertgeschätzt
12. Fazit: Überpünktlichkeit lohnt sich nicht!

Zuspätkommen kann zum Kündigungsgrund werden

Es gibt Menschen, die sind scheinbar immer zu spät. Egal, ob sie zum Essen verabredet sind, einen Bus erreichen müssen oder am Morgen ein Meeting haben: Das Einzige, worauf Sie sich bei diesen Zuspätkommern verlassen können, ist ihre Unpünktlichkeit. Und nein, es handelt sich dabei nicht nur um Frauen, weil diese zu lange vor dem Spiegel standen. Stattdessen meint der Zeitforscher Dr. Marc Wittman jetzt herausgefunden zu haben, dass Unpünktlichkeit in den Genen verankert ist. Nähere Informationen hierzu finden Sie im Artikel:

Lese-Tipp: „Sorry, I’m late – again! 5 Tipps für mehr Pünktlichkeit

Genetisch oder nicht: Im Berufsleben wird diese Ausrede wohl kaum Bestand haben. Chronische Unpünktlichkeit kann schlimmstenfalls sogar zu einer Abmahnung bis hin zur Kündigung führen. Wenn Sie also „zur Sicherheit“ ab sofort immer schon 15, 20 oder 30 Minuten vor Arbeitsbeginn am Schreibtisch sitzen, drohen Ihnen solche rechtlichen Konsequenzen nicht. Dennoch können Sie dadurch indirekt Ihrer Karriere schaden. Wir wären nicht in Deutschland, wenn nicht einmal die Sache mit dem

„Fünf Minuten vor der Zeit ist des Deutschen Pünktlichkeit“

einen Haken hätte. Schließlich machen wir es uns hierzulande gerne und häufig unnötig kompliziert.

Warum Pünktlichkeit nicht Ihre „Nummer sicher“ ist

Zu spät darf ich nicht kommen, zu früh aber auch nicht, regen Sie sich jetzt auf? Natürlich ist es unmöglich, dass Sie stets auf die Minute genau am Arbeitsplatz, bei einem Meeting oder sonstigen Termin auftauchen. Also keine Sorge: Fünf Minuten vor der Zeit sind völlig in Ordnung. Auch zehn Minuten zu früh zu sein, wird Ihnen niemand übelnehmen. Doch wer 15 Minuten oder mehr „überpünktlich“ ist, kassiert dafür vielleicht miese Stimmung unter Kollegen, Gesprächspartnern & Co. Aber wieso? Wir haben neun Gründe für Sie zusammengetragen, weshalb Überpünktlichkeit Ihrer Karriere fast so sehr schadet wie Unpünktlichkeit:

Grund #1: Sie verbreiten Stress

Nehmen wir einmal an, Sie wurden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dass Unpünktlichkeit ein echter Fauxpas ist, brauchen wir Ihnen sicherlich nicht erzählen. Doch versetzen Sie sich einmal in die Lage des Personalers: Der Bewerber sitzt bereits 20 Minuten vor dem Termin in der Lobby und wartet. Wie würden Sie sich fühlen? Richtig: gestresst!

„Gewisse Leute sind äußerst vielseitig.
Sie verstehen es vorzüglich, uns das Zusammenleben mit ihnen
auf vielerlei Art und Weise schwer zu machen.
(Ernst Ferstl)

Erst einmal würden Sie einen verstohlenen Blick auf die Uhr werfen, um zu prüfen, ob Sie eventuell die Zeit vergessen haben. Anschließend suchen Sie so schnell wie möglich alle Unterlagen zusammen, welche Sie eigentlich noch einmal vor dem Gespräch in Ruhe studieren wollten. So oder so ähnlich wird es nicht nur dem Personaler gehen, wenn Sie viel zu früh zum Bewerbungsgespräch erscheinen, sondern auch all Ihren Kollegen, Vorgesetzten, Geschäftspartnern oder Kunden bei Terminen jeder Art. Durch Ihre Überpünktlichkeit verbreiten Sie also unwillkürlich Stress und setzen Ihre Gesprächspartner unnötig unter Druck.

Grund #2: Sie wirken überkorrekt

Es gibt Menschen, die wirken immer irgendwie steif, überkorrekt und als hätten sie einen Stock im Allerwertesten. Möchten Sie ein solcher Mensch sein? Wer stets überpünktlich erscheint, hinterlässt nämlich genau solch einen unsympathischen Eindruck.

Lese-Tipp: „Der erste Eindruck zählt: Mit diesen 6 Verhaltensweisen begeistern Sie Personaler, den Chef oder die neuen Kollegen

Menschen machen schließlich Fehler und dazu gehört auch hin und wieder ein wenig Unpünktlichkeit. Fehlbarkeiten machen sympathisch, weil wir uns mit ihnen identifizieren können und sie uns den Druck zur Perfektion von den Schultern nehmen. Wenn Sie allerdings Tag für Tag als Erster am Schreibtisch sitzen, wirkt das eher wie ein Roboter als menschlich.

Grund #3: Sie riskieren einen schlechten Ruf

Am besten sind Sie dann auch noch so sehr in Ihre Arbeit vertieft, dass Sie nicht einmal ein Lächeln über die Lippen bringen, wenn Ihre Kolleginnen und Kollegen das Büro betreten. Oder noch besser: Sie werfen einen mahnenden Blick auf die Uhr und geben genervte Geräusche von sich. Würde ein solches Verhalten auf Sie nicht auch überheblich wirken? Selbst, wenn Sie es nicht dermaßen übertreiben, sondern „nur“ viel zu pünktlich sind, kann das Ihren Ruf im Team nachhaltig beschädigen. Erste Lästereien werden nicht lange auf sich warten lassen.

Lese-Tipp: „Lästereien am Arbeitsplatz: So gehen Sie damit um

Sie wirken karrieregeil, egoistisch und wie ein Schleimer, der alles tun würde für eine Beförderung und um beim Chef einen Stein im Brett zu haben. Im schlimmsten Fall werden Sie sogar Opfer gezielten Mobbings. Eine interne Versetzung oder ein Jobwechsel können dann die einzige Möglichkeit zur Auflösung der Situation werden. Förderlich für Ihre Karriere war Ihre Überpünktlichkeit in dem Fall nicht – für Ihre Gesundheit, Ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz sowie Ihr Image ebenso wenig.

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Grund #4: Sie ziehen den Fokus auf sich

Klar, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen nur darauf warten, dass der immer steife, überkorrekte, karrieregeile, schleimige Roboter irgendwann auch einmal einen Fehler macht. Sie ziehen also unwillkürlich den Fokus auf sich und müssen mit entsprechendem Spott und gehässigen Kommentaren rechnen, wenn Sie doch einmal unpünktlich erscheinen – was sich auf Dauer wohl nicht vermeiden lässt. Die Chancen, dass Ihr Fehler dann unnötig aufgebauscht und an den Chef herangetragen wird, sind deutlich höher als bei einem Mitarbeiter, der ansonsten nicht durch ständige Überpünktlichkeit zu glänzen versucht. Sie setzen sich also ein Stück weit selbst unnötig unter Druck zur Perfektion.

Lese-Tipp: „Perfektionist & stolz darauf? Wieso Sie Perfektionismus ablegen sollten

Grund #5: Sie verärgern Ihr Team

Ihr Verhalten ist also weder für die Atmosphäre im Team noch für Sie selbst von Vorteil. Hinzu kommt, dass Ihre Teamkolleginnen und Teamkollegen eventuell das dumpfe Gefühl erhalten, Sie möchten diese ausstechen und auf der Karriereleiter überholen. Sie könnten sich von Ihnen herabgesetzt fühlen und Sie als unsozial abstempeln. Wieso? Weil Sie sich offensichtlich für „etwas Besseres“ halten und Ihre eigene Karriere über den Teamgedanken stellen.

Doch es gibt noch eine zweite Interpretationsmöglichkeit, welche sich ebenfalls nachteilig auf das gesamte Team auswirkt: Menschen neigen dazu, „Schwächere“ auszunutzen. Eventuell gehen Ihre Teamkolleginnen und Teamkollegen davon aus, dass Sie eine Menge Zeit haben, wenn Sie ja ohnehin viel zu früh am Arbeitsplatz sind. Also laden sie Ihnen zusätzliche Arbeit auf oder bitten um Mithilfe bei ihren eigenen Projekten. Wenn Sie nicht rechtzeitig lernen, Ihre Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, werden Sie schnell ausgenutzt.

Grund #6: Sie untergraben Ihr eigenes Selbstbewusstsein

So ironisch es klingt: Fehler erfordern ein Mindestmaß an Mut. Nur Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein können zu Fehlern wie Unpünktlichkeit stehen und sich dafür entschuldigen – ohne gleich Angst um ihren Arbeitsplatz zu entwickeln.

„Der höhere Mensch hat Seelenruhe und Gelassenheit,
der gewöhnliche ist stets voller Unruhe und Aufregung.“
(Konfuzius)

Wenn Sie also über ausreichend Selbstbewusstsein verfügen, sich selbst sowie Ihren Fähigkeiten vertrauen und um Ihren Wert für das Unternehmen wissen, stellt auch eine Verspätung hin und wieder keinen Weltuntergang dar – weder für Sie persönlich noch für Ihren Arbeitgeber. Andersherum bedeutet das: Dass Sie um jeden Preis einen Fehler wie eine Verspätung zu verhindern versuchen, in diesem Fall durch eine übertriebene Pünktlichkeit, zeugt von wenig Selbstbewusstsein und strahlt auch genau dies aus. Und dass Arbeitnehmer mit geringem Selbstvertrauen nicht unbedingt ganz oben auf der Beförderungsliste stehen, ist kein Geheimnis.

Lese-Tipp: „Selbstbewusstsein stärken: Tipps & Übungen für mehr Selbstvertrauen

Grund #7: Sie wirken unwichtig

Kennen Sie den Spruch: Wer etwas auf sich hält, der macht sich rar? Sie mögen ihn für dämlich halten, doch er hat seinen wahren Kern. Wer zu früh kommt und länger bleibt, also immer verfügbar ist, wird schnell übersehen und für unwichtig gehalten. Wären Sie wirklich wichtig, wären Sie schließlich stets gestresst, auf Geschäftsreise, Kundenterminen oder beim Chef im Büro, richtig? Sitzen Sie hingegen schon am Morgen 20 Minuten vor der Zeit an Ihrem Schreibtisch, lautet die logische Schlussfolgerung, Sie hätten nichts Besseres zu tun. Wenn Sie uns immer noch nicht glauben, beobachten Sie einmal aufmerksam, wer Ihnen im Büro am „wichtigsten“ erscheint. Wir sind uns sicher, es wird sich um eine Person handeln, die sich – bewusst oder unbewusst – rarmacht.

Grund #8: Sie schneiden sich ins eigene Fleisch

Wenn Sie der vorherige Grund #7 nicht überzeugt hat, so haben wir einen weiteren parat: Überpünktlichkeit ist schlichtweg Zeitverschwendung. Vorausgesetzt, diese Arbeitszeit wird Ihnen nicht als Überstunden angerechnet, verschenken Sie jeden Tag wertvolle Minuten, welche Sie anderweitig sinnvoller nutzen könnten. Nehmen wir einmal an, Sie sind tatsächlich jeden Morgen 20 Minuten zu früh im Büro. So haben Sie allein in einem Monat über sechs Stunden „verschwendet“. Der Leidtragende sind am Ende also Sie ganz alleine.

Grund #9: Sie werden nicht wertgeschätzt

Sollten Sie im Gegenzug auf Wertschätzung hoffen, zum Beispiel eine Beförderung, eine Gehaltserhöhung oder einfach ein Lob durch den Vorgesetzten, ist die Enttäuschung in der Regel vorprogrammiert.

Lese-Tipp: „Loben Sie noch oder wertschätzen Sie schon? Wirkungsvolle Führung durch Wertschätzung

Vorausgesetzt, Ihr Chef ist nicht selbst jeden Tag 20 Minuten zu früh am Schreibtisch, wird er Ihre Überpünktlichkeit mit großer Wahrscheinlichkeit übersehen.

Fazit: Überpünktlichkeit lohnt sich nicht!

Schlussendlich ist Überpünktlichkeit also nicht unbedingt karriereförderlich. Sie kann stattdessen beinahe ebenso schädlich werden wie Unpünktlichkeit. Doch noch viel wichtiger ist, dass Sie sich durch eine übertriebene Angst vor dem Zuspätkommen ins eigene Fleisch schneiden. Eine „Belohnung“ können Sie dafür nicht erwarten. Sie machen sich viel eher selbst zum Außenseiter und dadurch das (Berufs-) Leben schwer. Sollten Sie das nächste Mal mehr als zehn Minuten zu früh am Arbeitsplatz sein, nutzen Sie die Zeit doch lieber für einen Spaziergang oder, um Ihre WhatsApp-Nachrichten zu beantworten und dadurch Freundschaften zu pflegen. Sind Sie hingegen jeden Morgen zu früh, weil zum Beispiel die öffentlichen Verkehrsmittel eine ungünstige Verbindung haben, sollten Ihre Kollegen sowie Ihr Chef das wissen. Dann lassen sich Fehlinterpretationen und Missverständnisse präventiv vermeiden.

Lese-Tipp: „Sorry fürs Zuspätkommen: Das Königreich der Ausreden

Alles in allem ist Überpünktlichkeit am Ende immer noch die bessere Alternative als Unpünktlichkeit. Da kann Ihre Ausrede noch so gut sein…

Was denken Sie? Haben Sie selbst bereits negative Erfahrungen mit übertriebener Pünktlichkeit gemacht? Oder ist das Thema für Sie „halb so wild“? Kennen Sie weitere Gründe, die gegen Überpünktlichkeit im Berufsleben sprechen? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!

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7 Kommentare

  1. E. v. Stolzenau

    Bei uns gibt es keinen festen Arbeitszeitbeginn. Wer also früher kommt, geht in der Regel auch früher. Oder eben nicht. Inwieweit man aber in diesem Kontext die “Zu viel Arbeiterei” mit “Zu früh Kommerei” gleichsetzen kann, wäre interessant. Jedenfalls mache ich die Erfahrung, dass das unter Kollegen eher solidarisiert und eher die Personen, die genau pünktlich nach 8 Stunden die Maus loslassen den kollegialen Missmut auf sich ziehen. Liegt aber evtl. auch an der jeweiligen Firmenkultur.

  2. Der Grund für Unpünktlichkeit liegt nicht nur in den Genenen, sondern ist insbesondere auch vom Arbeitspensum und der Art der Aufgaben abhängig. Wer den ganzen Tag lediglich Akten von A nach B räumt, und ansonsten keinen allzu vielfältien Tag mit großem Verantwortungsvolumen hat, der kann leicht pünktlich sein. Wer aber an einem regulären Arbeitstag ohnehin schon 16 Stunden arbeitet, und zwischen Meetings, Deadlines und zeitkritischer Problemlösungsfindung, bspw. im technischen Innovationsbereich, hin- und herswitchen muß, oder gar Unfall-Patienten auf dem OP-Tisch liegen hat, der muß Prioritäten setzen!! Entweder schmiert das von Kundenseite wieder einmal mit einem falschen Briefing versehene Projekt ab (oder der Patient stirbt) – oder das nächste Meeting muß halt mal warten! Und auch, wenn man nur noch 3 Stunden Schlaf pro Nacht abbekommt – wie das bei vielen kreativ-innovativ arbeitenden KMUs der Fall ist, um die utopischen Vorgaben von Kundenseite halten zu können, dann kann es schon mal vorkommen, daß man, um trotz allem das perfekte Projekt abgeben zu können, morgens ein akademisches Viertelstündchen zu spät ist. Wer das nicht nachvollziehen kann, der hat in seinem Leben noch nie wirklich etwas geschafft. Ich persönlich kenne jedenfalls keinen hart arbeitenden Startup-ler oder Geschäftsführer im produktorientierten Innovationsbereich (nicht nur Innovation labern, sondern auch umsetzen), der stets und immer pünktlich wäre. Das können sich im Grunde nur Menschen mit relativ risikoarmen Berufen leisten, in denen nicht zeitkritische Innovationsentwicklung mit inhärenter Ergebnishaftung ein Stelldichein ergibt!

  3. Personaler

    Ich hätte mich über einen Artikel gefreut, der mal wieder die Grundtugend, dass Pünktlichkeit eine Selbstverständlichkeit sein sollte, für Generation Y und Z ausführt. Nach diesem Artikel, der sehr schnell falsch verstanden werden kann (siehe Kommentar von “Someone”), hört es sich fast so an, als wäre Überpünktlichkeit schädlich – also bin ich lieber unpünktlich. Auch in kreativ-innovativen Berufen lässt es sich einrichten, pünktlich zu sein. Das ist alles eine Frage der Selbstorganisation. Allerdings frage ich mich, was wohl “relativ risikoarme” Berufe sind? Heute müssen auch Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen damit rechnen, dass Unpünktlichkeit nicht akzeptiert wird. Überpünktlichkeit hingegen verstößt meine Meinung nach gegen gar nichts. Wer damit nicht umgehen kann, hat eher selbst ein Problem.

  4. Martina Roters

    “Personaler” spricht mir aus der Seele!
    Klar stimmt auch das Grundargument von Someone – in Ausnahmesituationen kann Unpünktlichkeit sich erklären.
    In anderen Fällen ist Unpünktlichkeit leider eine Pest.
    Leider ist es in vielen Fällen so, dass sich x Personen im Koferenzraum einfinden – und wer fehlt? Die Hauptperson, ohne die man nicht anfangen kann: Der Chef (weil ein Meeting länger ging als geplant – was für diesen Chef natürlich typisch ist). X mal z. B. 10 Minuten verlorene Arbeitszeit – bei Leuten, die durchaus was zu tun hätten – darüber hinaus natürlich unglaublich motivierend!
    Falls das hier ein Chef liest: Man kann in solchen Fällen auch noch in letzter Sekunde ein Memo rausjagen, dass das Meeting sich aus dringenden Gründen um ca. x Min. verzögert oder sich verzögert, “bis ich einen neuen Startschuss gebe (z. B. durchs Sekretariat)”
    Alles andere ist einfach mangelnde Wertschätzung.

  5. Kartoffelpferd

    Ich lese hier immer “Unpünktlichkeit” auf der einen und im Gegensatz dazu “Überpünktlichkeit” auf der anderen Seite. Ob man später als vereinbart kommt oder früher – BEIDES ist “Unpünktlichkeit” zuzuordnen!

    Wenn andere Menschen “mit an einer Uhrzeit hängen”, sollte man aus meiner Sicht so pünktlich wie möglich sein, d.h. sich der Pünktlichkeit “leicht unpünktlich zu früh” annähern. Bei “leicht zu spät” hat man die Pünktlichkeit unwiderruflich verpasst, die Zeit lässt sich halt nicht zurück drehen und wenn es zu Lasten Anderer geht, ist das letztlich egoistisch.

    Wenn es aber um Arbeiten geht, bei denen direkt kein Anderer dran hängt, sollte das jeder so einrichten, wie es für ihn passt, wann und wo er mit der Arbeit beginnt und wie lang er sich daran verbeißt. Hauptsache der Fertigstellungstermin und eine hohe Qualität sind gesichert.

  6. Oswald RATHKOLB

    Sehr geehrtes Team – ein fast “überpünktlich” sein ist mir als Ordensmann bereits vom Anfang meines Eintritts an – korrekter Weise – “anerzogen” worden. Sollte jemand oft – zu den gemeinsamen Gebetszeiten, Gottesdiensten sonstigen Terminen des Tages, der Woche – zu spät kommen oder immer wieder, aus nichtigen Gründen nicht erscheinen, es wäre Grund ein solches Mitglied der Gemeinschaft – vorerst mal – anzumahnen, bei einem kontinuierlich sich nicht anzupassen, es wäre der Grund für ein den Regeln des Ordens abträgliches Benehmen und daher ein in Gang zu setzendes Ausschlussverfahren. Daher – meine Einstellung, bereits an die 50 Jahre, mich wenigstens 30´min. vor den, von der Gemeinschaft festgesetzten Zeiten in der Kapelle einzufinden. Es scheint dies vielleicht manchem etwas zu eng gedacht – für meine Person haben ich kein Problem damit, diese Ordnung aktiv mitzutragen. Ihr Hr. Oswald Rathkolb

  7. Pünktlichkeit ist eine Tugend !!! Da ist es besser zu früh da zu sein als zu spät. Doch nach diesem Artikel sehe ich es genauso wie der Personaler, dass hier Uberpünktlichkeit schädlich ist und man besser unpünktlich erscheint.
    Für mich ist es wichtig, dass die Mitarbeiter pünktlich zur Arbeit als auch zu den Meetings erscheinen. Man hat ja schließlich auch noch andere Termine zu denen man pünktlich erscheinen soll. Außerdem finde ich es als unhöflich und störend und auch als nicht wertschätzend wenn ein Mitarbeiter oder Kollege zu spät zu einem Meeting kommt. Wenn ich ein Meeting abhalte, dann bin ich immer 10 Minuten früher im Raum um alles vorzubereiten, damit ich pünktlich das Meeting um die angegebene Uhrzeit starten kann. Die Mitarbeiter und Kollegen wissen dies zu schätzen, können sich dadurch und ihre Arbeit besser organisieren und können so ihre Zeit optimal nutzen. Daher habe ich auch kein Problem wenn Mitarbeiter oder Kollegen überpünktlich sind, das weiß ich zu schätzen.

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