8 Bewerberfehler, mit denen Sie den Job garantiert nicht ergattern

So ein Job ist ganz schön anstrengend. Jeden Morgen klingelt der Wecker, Sie müssen aufstehen, sich mit nervigen Kollegen rumschlagen, vor dem Chef rechtfertigen und sich hin und wieder sogar so richtig anstrengen. Wäre es nicht schöner, einfach im Dauerurlaub zu leben? Mit unseren Tipps klappt’s. Dank dieser Bewerberfehler werden Sie nämlich garantiert nie wieder einen Job ergattern. Aber Achtung: Ironie!

Inhalt
1. Fehler #1: Ein oder zwei Bewerbungen reichen völlig aus
2. Fehler #2: Pünktlichkeit wird überbewertet
3. Fehler #3: Geben Sie tiefe Einblicke
4. Fehler #4: Im Notfall einfach betteln
5. Fehler #5: Lassen Sie mal so richtig Dampf ab
6. Fehler #6: Berufliche Ziele? Rente!
7. Fehler #7: Schwächen? Ja, davon haben Sie viele!
8. Fehler #8: Der krönende Abschluss

Fehler #1: Ein oder zwei Bewerbungen reichen völlig aus

Eine Bewerbung ist so viel Arbeit. Haben Sie wirklich Lust, Stunden, Tage oder sogar Wochen damit zuzubringen, dutzende bis hunderte Bewerbungen zu schreiben? Nein, keine Sorge! Der schnellste Weg zu Ihrem Dauerurlaub ist es, einfach nur eine einzige oder vielleicht auch zwei Bewerbungen zu versenden. Nutzen Sie dabei bitte keine innovativen Wege, wie die sozialen Netzwerke Xing und LinkedIn oder sogar die YouTube-Bewerbung. Noch wirksamer ist es, wenn Sie direkt einfach auf das Bewerbungsbild verzichten, ein paar Rechtschreib- und Grammatikfehler einbauen und dann das allgemein gehaltene Anschreiben mehrmals ausdrucken und versenden. Einen persönlichen Ansprechpartner, Bezug zum Unternehmen, individuellen Lebenslauf oder „roten Faden“? Wer braucht denn sowas!

Fehler #2: Pünktlichkeit wird überwertet

Sorry fürs Zuspätkommen: Das Königreich der Ausreden
Aber bloß keine Eile: Lassen Sie den offiziellen Bewerbungstermin erst einmal verstreichen und kommen Sie auch, wenn Sie tatsächlich eingeladen wurden, zum Vorstellungsgespräch auf keinen Fall pünktlich. Pünktlichkeit könnte schließlich den Eindruck erwecken, Sie möchten den Job wirklich haben, Sie seien gar motiviert und gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Zudem strahlen Sie damit aus, dass Ihnen die Meinung des Personalers wichtig sei und Sie einen guten Eindruck hinterlassen möchten. Kommen Sie daher zum Vorstellungsgespräch lieber zehn Minuten, eine halbe oder sogar ganze Stunde zu spät. Oder – wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen möchten – tauchen Sie am besten gar nicht erst auf. Vorher absagen oder den Termin verlegen ist natürlich auch tabu!

Fehler #3: Geben Sie tiefe Einblicke

Kleider machen Leute, deshalb sollten Sie einfach schon einmal in Urlaubsklamotten auf Ihr arbeitsfreies Leben anstoßen. Kommen Sie in Badehose und Flipflops sowie mit einer leichten Alkoholfahne von letzter Nacht zum Bewerbungsgespräch. So hat sich die Frage nach Ihren Gründen für die Verspätung auch gleich erledigt. Oder aber Sie wählen das Muskelshirt mit Jeans beziehungsweise als Dame einen kurzen Rock und den tiefen Ausschnitt. Im Trend liegen zudem knallige Neonfarben, bunte Muster, viel zu viel Makeup, auffälliger Schmuck und fettige Haare.

Fehler #4: Im Notfall einfach betteln

Der Personaler möchte trotz allem noch mit Ihnen sprechen und Sie wittern eine Chance auf den Job? Dann betteln Sie was das Zeug hält! Dadurch beweisen Sie ein geringes Selbstbewusstsein und fehlende Qualifikationen, welche Sie stattdessen als überzeugende Einstellungsargumente aufführen könnten. Tiefe Einblicke können Sie schließlich auch noch auf anderer Ebene geben: Erzählen Sie doch lieber brühwarm von Ihrem tobenden Ehestreit, Ihrer chronischen Erkrankung, der Sie stets viele Fehltage zu verdanken haben, oder Ihrem Hauskredit, welcher eigentlich der einzige Grund ist, weshalb Sie sich überhaupt beworben haben. Glücklicherweise ist dieser aber in zwei Jahren getilgt und dann werden Sie ohnehin wieder kündigen. Plaudern Sie einfach ein bisschen aus dem (privaten) Nähkästchen oder drücken Sie gekonnt auf die Tränendrüse.

Fehler #5: Lassen Sie mal so richtig Dampf ab

Zerreißprobe für die Nerven der Bewerber
Wenn Sie ohnehin gerade dabei sind, Ihren Emotionen freien Lauf zu lassen, dann nutzen Sie doch die Gelegenheit, um Ihrer Wut mal so richtig Luft zu machen. Ziehen Sie über Ihre Ex-Kollegen her und lästern Sie ein wenig über Ihre früheren Vorgesetzten. Was waren die aber auch alle inkompetent, unfreundlich und irgendwie dumm. Gott sei Dank sind Sie da endlich weg! Noch besser funktioniert die Lästerei übrigens, wenn der Personaler mit Ihrem ehemaligen Chef befreundet ist oder sich die Unternehmen untereinander über die Bewerber und Mitarbeiter austauschen. So müssen Sie wenigstens nie mehr mit einem solch cholerischen Chef oder nervigen Team zusammenarbeiten!

Fehler #6: Berufliche Ziele? Rente!

So viel zur Vergangenheit. Doch wie sieht es eigentlich mit Ihrer Zukunft aus? Welche beruflichen Ziele haben Sie? Wo sehen Sie sich in zehn Jahren? Na, in der Frührente natürlich! Sie möchten eigentlich nur mit so wenig Aufwand wie möglich so viel Geld wie möglich anhäufen und dann so früh wie möglich in Rente gehen. Führungsposition? Weiterbildung? Nein danke, das klingt alles viel zu anstrengend. Sie liegen in Ihrer Freizeit am liebsten auf der faulen Haut und arbeiten eigentlich nur von Wochenende zu Wochenende und von Urlaub zu Urlaub. Apropos: Den diesjährigen Urlaub haben Sie schon gebucht. Erzählen Sie dem Personaler doch ein wenig davon und kündigen Sie gleich an, dass Sie dann im September drei Wochen frei bräuchten. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch gleich ein wenig nach den Urlaubs- und Überstundenregelungen fragen. Und wenn man mal krank ist, braucht man dann wirklich gleich ein Attest vom Arzt?

Fehler #7: Schwächen? Ja, davon haben Sie viele!

Sollten Ihre bisherigen Entgleisungen noch nicht genug gewesen sein, kommt garantiert die berühmte Frage nach Ihren Stärken und Schwächen. Stärken? Ähm…da müssen Sie erst einmal überlegen. Aber Schwächen? Davon haben Sie mehr als genug! Also beginnen Sie doch einfach einmal diese aufzuzählen. Und da Sie sich ja authentisch präsentieren möchten, lassen Sie bitte keine einzige außer Acht. Vor allem jene nicht, die eine handfeste Beeinträchtigung für Ihre Arbeitsleistung darstellen. Diese sind ja schließlich für den Personaler besonders interessant, oder?

Fehler #8: Der krönende Abschluss

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der richtige Abgang und schon wartet Ihr arbeitsfreies Leben im Dauerurlaub auf Sie. Aber so eine „normale“ Verabschiedung im Vorstellungsgespräch wäre ja langweilig. Sie wollen schließlich im Gedächtnis bleiben. Wie wäre es also, wenn Sie den Personaler kurz zu einer Runde Armdrücken herausfordern? Und sollte er sich tatsächlich darauf einlassen, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • 1. Wenn Sie verlieren, werden Sie ausfällig und beleidigend.
  • 2. Sollten Sie gewinnen, prahlen Sie ein wenig, betiteln den Personaler als „Loser“ und verabschieden sich mit der L-Geste vor der Stirn.

Welche weiteren Fehler haben Sie als Bewerber oder Personaler schon einmal erlebt? Wir sind gespannt auf Ihre lustigen, spannenden oder vielleicht auch peinlichen Anekdoten in den Kommentaren!

Ihr Kommentar zum Thema