Welche auch immer deine Mantras sind und welchen Zweck sie in deinem Leben erfüllen: Folgende 5 Grundsätze bewirken das exakte Gegenteil, denn sie sind wahres Gift für deinen Erfolg. Die Devise lautet heute daher: Vergiss bitte unbedingt folgende fünf Lektionen, wenn du im Beruf erfolgreich werden möchtest.

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Denkfehler Nr. 1: Perfekt ist besser als gut

Laut Definition im Duden mag das durchaus stimmen: Wenn etwas perfekt ist, ist es eben nicht nur gut, sondern besser. Klingt logisch, oder? Um also im Job positiv hervorzustechen und sich durch Leistungen von der Konkurrenz abzuheben, müssen diese nicht nur gut, sondern perfekt sein, oder? Falsch! Natürlich solltest du deine Arbeit gewissenhaft und gründlich erledigen. Perfektionismus jedoch ist nicht nur zeitaufwändig und unproduktiv, sondern er bewirkt auch den berühmten Tunnelblick und lässt keinerlei Spielraum für Kreativität.

Lese-Tipp: Perfektionismus ablegen – So lebt’s sich leichter

Du musst deinen Vorgesetzten zudem nicht über jeden deiner Schritte via E-Mail informieren oder dich bei fünf verschiedenen Kollegen versichern, dass du auch kein Detail übersehen hast. Du wirst nämlich trotzdem nicht verhindern können, dass dir früher oder später doch einmal ein Fehler passiert. Fehler sind eben menschlich und manchmal ist gut auch einfach gut genug.

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Denkfehler Nr. 2: Anweisungen sind da, um befolgt zu werden

Der zweite häufige Denkfehler und absolute Karrierekiller lautet: Du befolgst strikt die Anweisungen deiner Vorgesetzten – nicht mehr und nicht weniger. Natürlich musst du die dir auferlegte Arbeit erledigen, ansonsten droht dir die Kündigung wegen Arbeitsverweigerung. Das bedeutet aber nicht, dass wir in der deutschen Geschäftswelt plötzlich wieder in militärischen Drill mit dem Motto „Befehl und Gehorsam“ verfallen.

Als qualifizierte Arbeitskraft bringst du dein eigenes Know-How mit in das Unternehmen, individuelle Ideen und Lösungsansätze sowie einen ganz persönlichen Mix aus Hard und Soft Skills. Eben diese Einzigartigkeit ist das, was dich für deinen Arbeitgeber so wertvoll macht. Also denke auch, bevor du handelst, und traue dich deine Ideen einzubringen, wenn du Verbesserungsvorschläge habst. Als Roboter wirst du nicht befördert. Es ist deine Persönlichkeit, die zählt. Und eine solche Persönlichkeit mit Eigeninitiative eckt eben hier und dort auch einmal an. Es kommt – wie immer im Leben – auf das richtige Maß an.

Denkfehler Nr. 3: Harte Arbeit zahlt sich aus

„I know I can
Be what I wanna be
If I work hard at it
I’ll be where I wanna be“
(Nas „I can“)

Na, hast du jetzt einen Ohrwurm? Dieses Lied hat uns wohl alle Anfang der 2000er Jahre begleitet und es handelt sich um ein Mantra, das vielen von uns bereits in Kindheitstagen durch Lehrer, Eltern oder auch Großeltern eingeimpft wurde: „Kind, wenn Du nur hart genug arbeitest, werden all Deine Träume in Erfüllung gehen“. Doch seien wir einmal realistisch: Ganz so „einfach“ ist es nicht.

Es gibt genug Menschen da draußen, die Tag für Tag schuften, dennoch keinerlei Perspektiven haben und am Ende des Monats von ihrem Lohn kaum das Essen für die Familie bezahlen können. Harte Arbeit ist wichtig, das möchten wir gar nicht abstreiten, wahrer Erfolg braucht aber viel mehr als das: Er braucht einen zielgerichteten Plan, Köpfchen, Persönlichkeit, gute Kontakte, eine solide Ausbildung und, und, und. Wir könnten die Liste ewig weiterführen und schlussendlich spielt immer auch ein wenig Glück mit.

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Wenn du also beruflich nicht vorankommst, schiebst du nicht noch mehr Überstunden oder schuftest dich bis ins Burnout, sondern trittst stattdessen zwei Schritte zurück, sieht dir deine Situation aus einem objektiven Blickwinkel an und entwickele einen realistischen Plan für deine Karriere. Was wäre momentan sinnvoll? Eine Weiterbildung? Ein Jobwechsel? Eine interne Bewerbung? Oder vielleicht auch eine Auszeit, um den richtigen Weg zu finden und diesen wieder mit neuer Energie zu beschreiten?

„Hard Work“ ist eben doch nicht das einzig wahre Geheimrezept zum beruflichen Erfolg. Im Gegenteil: Nur durch eine ausgewogene Work-Life-Balance können Sie überhaupt auf Dauer gesund und leistungsfähig bleiben – und so die Karriereleiter emporsteigen.

Denkfehler Nr. 4: Mit dem Berufseinstieg hat das Lernen ein Ende

Apropos Weiterbildung: Ein ebenso weit verbreiteter Irrtum ist der, dass das Büffeln nach Schule, Uni & Co mit dem Berufseinstieg endlich ein Ende hat. In den Zeiten der „Industriebeamten“ mag das auch noch gestimmt haben. Nach dem Abschluss ging es damals direkt in den unbefristeten Arbeitsvertrag, wo dann 20, 30 oder auch 40 Jahre lang mehr oder weniger dieselbe Arbeit verrichtet wurde, bei höchstmöglicher Arbeitsplatzsicherheit und großzügiger Vergütung. Doch wie du gewiss gemerkt hast, sind diese Zeiten mittlerweile passé.

Patchwork-Lebensläufe werden immer mehr zur Normalität, die Digitalisierung und Globalisierung verändern die Geschäftswelt und damit auch den Arbeitsalltag in den Unternehmen in rasantem Tempo, wer überhaupt einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhält, wechselt in seinem Berufsleben meist munter zwischen verschiedenen Abteilungen und wer „stagniert“ wird von der jüngeren (oder gelehrigeren) Konkurrenz überholt. Weiter- oder Fortbildungen sowie das ständige Lernen sind daher für den Arbeitnehmer von Heute unerlässlich geworden. Je nach Branche kannst du dir dafür mehr oder weniger Zeit lassen, doch früher oder später musst du dich wieder hinter die Lehrbücher klemmen oder in Seminaren die „Schulbank“ drücken.

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Denkfehler Nr. 5: Erfolg ist das Gegenteil von Scheitern

Der letzte ist der wohl fatalste Denkfehler. Liebe Arbeitnehmer und Selbstständige da draußen, merkt euch bitte ein für alle Mal:

Erfolg und Scheitern schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern durch Scheitern wird Erfolg überhaupt erst möglich.

Stattdessen sind viele Menschen durch ihre Angst vor dem Scheitern geradezu gelähmt. Sie trauen sich nicht, kreativ zu sein, ihre Ideen umzusetzen, ihre Meinung laut auszusprechen oder unkonventionelle Wege zu gehen. Doch wenn du alles immer nur so machst wie bisher – wie sollst du dann jemals besser werden? Als Kind bist du schließlich auch hingefallen, aufgestanden, hast dir den Staub von den Klamotten geklopft und bist weitergelaufen. Vielleicht bist du dann nochmal hingefallen, und nochmal, und nochmal…doch heute verlierst du nicht mehr so schnell den Boden unter den Füßen, oder? Höre daher endlich auf, Scheitern als deinen persönlichen Albtraum zu betrachten und sieh es als Chance. Je häufiger du nämlich scheiterst, umso schneller und mehr lernst du und desto früher wird auch der Erfolg kommen. Ein Fehler ist ja bekanntlich erst dann ein Fehler, wenn man ihn zweimal macht, oder?

Bildnachweis: nadia_bormotova/istockphoto.com