Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer beklagt sich über zu wenig Anerkennung vom direkten Vorgesetzten. Wertschätzung, Respekt, Lob – diese Faktoren scheinen in der westlichen Geschäftswelt zu kurz zu kommen. Die Folgen sind nicht nur für die Gesundheit und Leistung der Betroffenen dramatisch, sondern schlussendlich für das gesamte Unternehmen. Es wird deshalb Zeit, dass Führungskräfte ihre Gewohnheiten infrage stellen und sich wieder mehr im Soft Skill „Anerkennung“ üben. Aber wie?

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Mitarbeiter erhält Lob und Anerkennung von seinen Kollegen
Bildnachweis: iStock.com/artpaseka

Inhalt
1. Die Wirkung der Anerkennung wird flächendeckend unterschätzt
2. 56 Prozent der Fach- und Führungskräfte fühlen sich zu wenig anerkannt
3. Die negativen Konsequenzen mangelnder Anerkennung
4. Das Streben nach Anerkennung ist ein Instinkt
5. Recruiting mittels Anerkennung? Wieso nicht!
6. Die beeindruckende Macht der Anerkennung
7. Fehlende Anerkennung führt zum Risikofaktor „Frust“
8. Wie Führungskräfte das Selbstbewusstsein ihrer Mitarbeiter untergraben
9. Eine „Kultur der Anerkennung etablieren“ – wie soll das gehen?

Die Wirkung der Anerkennung wird flächendeckend unterschätzt

Die Anerkennung ist in vielen deutschen Büros ein eher seltener Gast und ihr Potenzial wird von Führungskräften aller Hierarchiestufen unterschätzt. Das Motto in unseren heimischen Unternehmen scheint zu lauten:

Nicht geschimpft ist gelobt genug.

Eine „Krankheit“ in unserer Gesellschaft, die längst nicht mehr nur typisch für das „Schwabenländle“ ist. Viele Führungskräfte zeigen sich von dem Wunsch nach Anerkennung ihrer Mitarbeiter unbeeindruckt. Für so etwas hätten sie keine Zeit und gute Leistungen im Job seien ja ohnehin eine Frage der Selbstverständlichkeit. Der Arbeitnehmer hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag, ein branchenübliches Gehalt und einen Dienstwagen – was will er mehr? Die Antwort ist simpel: Anerkennung. Die Wirkung von Lob, Respekt und Wertschätzung durch den Vorgesetzten beziehungsweise Arbeitgeber wird in deutschen Führungsetagen maßlos unterschätzt.

56 Prozent der Fach- und Führungskräfte fühlen sich zu wenig anerkannt

Das Ironische an der Sache ist, dass sich sogar Führungskräfte selbst durch ihre direkten Vorgesetzten zu wenig anerkannt fühlen – und bei ihren Mitarbeitern dennoch denselben Fehler machen. Laut einer Umfrage des Portals StepStone fühlen sich 56 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte im Beruf zu wenig wertgeschätzt. Aus ihrer subjektiven Sicht überwiegen Verbesserungswünsche und Kritik anstelle von Lob und Anerkennung.

Lese-Tipp: Konstruktive Kritik: Wie man sie richtig formuliert und besser mit ihr umgeht

Interessant ist an dieser Stelle, dass hingegen 81 Prozent der Führungskräfte das Gefühl haben, sie würden sehr oft Lob aussprechen. Handelt es sich also um eine Wirklichkeitsverzerrung oder kommt diese Anerkennung einfach nicht an? Denn 42 Prozent der Befragten gaben an, nur sehr selten Lob zu erhalten ¬– und darunter zu leiden. 14 Prozent erhalten sogar niemals Anerkennung in ihrem Beruf. Nur drei Prozent der Fach- und Führungskräfte brauchen hingegen kein Lob, um am Arbeitsplatz zufrieden zu sein. Das Streben nach Anerkennung scheint also in der menschlichen Natur zu liegen. Lassen Sie uns darauf einen genaueren Blick werfen.

Die negativen Konsequenzen mangelnder Anerkennung

Keine Frage: Kritik ist wichtig für die fachliche sowie persönliche Weiterentwicklung und darf im Berufsleben nicht fehlen – wenn sie denn richtig formuliert ist. Unterschätzen sollten Sie die Macht der Anerkennung trotzdem nicht. Mangelnde Anerkennung hat für die Betroffenen nämlich zahlreiche negative Folgen:

  • Mitarbeiter, die sich im Job nicht wertgeschätzt fühlen, sind unzufriedener und weniger motiviert.
  • Sie sind weniger loyal ihrem Arbeitgeber gegenüber und dementsprechend auch weniger leistungsbereit.
  • Unzufriedene Angestellte suchen sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine andere Arbeitsstelle – eventuell sogar bei der direkten Konkurrenz.
  • Mangelnde Anerkennung kann das Arbeitsklima vergiften und dadurch eine flächendeckende Unzufriedenheit im Team hervorrufen.
  • Das fehlende Lob kann bei Betroffenen zu einem Verlust des Selbstwertgefühls führen. Das mangelnde Selbstbewusstsein erwirkt schlechtere Leistungen, eventuell sogar Minderwertigkeitskomplexe bis hin zu einer handfesten psychischen Erkrankung.
  • Wer sich dem Arbeitgeber weniger verpflichtet fühlt, feiert eher krank und verringert sein Engagement für das Unternehmen auf ein Minimum.
  • Führungskräfte, die von ihren Vorgesetzten selbst nicht gelobt werden, neigen auch bei ihren Mitarbeitern weniger zur Anerkennung.

Mangelnde Anerkennung zieht sich also wie ein Rattenschwanz durch das gesamte Unternehmen. Die Mitarbeiter sind unzufriedener und das bringt nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für den Betrieb selbst zahlreiche negative Konsequenzen mit sich – die schlimmstenfalls sogar existenzbedrohlich werden können. Hierzu gehören

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  • eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation,
  • höhere Krankenstände mit dementsprechend steigenden Kosten,
  • mangelnde Kreativität und Innovation im Unternehmen,
  • ein schlechtes Betriebsklima mit unzufriedenen Fach- sowie Führungskräften,
  • Probleme beim Recruiting in Zeiten des Fachkräftemangels oder auch
  • eine verringerte Qualität.

Die Liste ist lang, doch dieser kurze Ausschnitt dürfte bereits die Bedeutung einer Kultur der Anerkennung im Unternehmen unter Beweis gestellt haben. Aber wieso ist Anerkennung für Menschen eigentlich so essentiell?

Das Streben nach Anerkennung ist ein Instinkt

Natürlich ist die Geschäftswelt ein professionelles Umfeld und die Arbeitnehmer kommen zur Arbeit, um im Gegenzug eine gesicherte Existenz zu haben. Genau genommen ist ein Arbeitsvertrag ein Tauschhandel zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber. Es wird geboten: Arbeitsleistung gegen Entgelt sowie eventuell einen Dienstwagen oder sonstige Annehmlichkeiten. Damit sind alle Ansprüche des Arbeitnehmers abgegolten. Wie passt in dieses Szenario die Anerkennung rein? Ganz einfach: Arbeitnehmer sind auch „nur“ Menschen und dementsprechend hoch emotional. Sie denken und fühlen nicht im Sinne eines Tauschhandels, sondern hegen sowohl im Privat- als auch im Berufsleben den Wunsch nach der Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse.

Infografik: Wodurch sich ältere Beschäftigte belastet fühlen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Dazu gehören neben Dingen wie ausreichend Essen und einem Dach über dem Kopf auch zwischenmenschliche Aspekte. Schließlich sind wir soziale Wesen und die Angst vor dem Alleinsein – was früher den sicheren Tod bedeutete – ist nach wie vor fest in jedem Menschen verankert. Das Gefühl der sozialen Sicherheit, der Zugehörigkeit zu einer Gruppe sowie der Beliebtheit ist daher essentiell für das Lebensglück eines Menschen. Das Streben nach Anerkennung durch andere Menschen ist ein fest verwurzelter Instinkt, den eine Person nicht einfach am Arbeitsplatz aus- und nach Feierabend wieder einschalten kann. Ein Arbeitgeber, der dieses Grundbedürfnis realisiert, hat eigentlich nur Vorteile.

Recruiting mittels Anerkennung? Wieso nicht!

Er könnte schließlich das Streben nach Anerkennung für die Mitarbeitergewinnung und -bindung nutzen. Das Employer Branding gewinnt in den aktuellen Zeiten des Fachkräftemangels ohnehin an Bedeutung und genau darum geht es: (Auch) andere Bedürfnisse der Mitarbeiter zu stillen als nur finanzielle. Wer es also schafft, eine Kultur der Anerkennung im Unternehmen zu kreieren, profitiert von

  • loyaleren,
  • motivierteren,
  • produktiveren,
  • innovativeren,
  • kreativeren,
  • zufriedeneren und
  • gesünderen Mitarbeitern.

Und all das, ohne tiefer in den Geldbeutel greifen zu müssen. Stattdessen können die Gehälter vielleicht sogar nur Durchschnitt sein und Zusatzleistungen wie Dienstwägen gestrichen werden. Wo die Mitarbeiter sich anerkannt und zufrieden fühlen, werden sie dennoch bleiben und dieselben oder sogar bessere Leistungen erbringen.

Wer gut sitzt, der sucht keinen neuen Sessel.

(Sorbisches Sprichwort)

Eine gute Führungskraft sieht einen Menschen demnach als solchen und nicht als emotionslosen Roboter. Er ist sich dessen Emotionen und Grundbedürfnisse bewusst und bereit, diese im Sinne des Unternehmens zu befriedigen. Hätten Sie gedacht, dass dafür ein simples Lob ausreichen kann?

Die beeindruckende Macht der Anerkennung

Wenn Sie denken, Sie könnten Mitarbeiter durch ständige Kritik oder Jobunsicherheit motivieren, liegen Sie vollkommen falsch, wie wir Ihnen bereits in folgendem Artikel erläutert haben:

Lese-Tipp: Unternehmensberater verrät den einzig wahren Schlüssel zu guter Führung

Wer stattdessen Lob erhält, strengt sich noch mehr an. Wieso? Weil Anerkennung ein Gefühl der Zugewandtheit und Gemeinschaft vermittelt. Je stärker die soziale Bindung und damit das Verantwortungsgefühl des Mitarbeiters gegenüber seinen Kollegen und Vorgesetzten ist, umso mehr wird er zu leisten bereit sein. Eventuell arbeitet er sogar einige Zeit unbezahlt, wenn das Unternehmen schwere wirtschaftliche Probleme hat – es wäre nicht das erste Mal. Doch zu solchen Opfern sind Mitarbeiter erfahrungsgemäß nur bereit, wenn sie den Eindruck haben, das Unternehmen bringt ihnen Wertschätzung entgegen und wäre im Gegenzug zu vergleichbaren Opfern bereit. Es herrscht also der Grundsatz

Wie Du mir, so ich Dir!

Anerkennung erwirkt somit ein Zusammengehörigkeitsgefühl, dieses wiederum steigert die Motivation und damit die Leistung des Betroffenen, was noch mehr Lob nach sich zieht – und immer so weiter. Wenn Sie als Führungskraft die Macht der Anerkennung nutzen, treten Sie eine positive Aufwärtsspirale los, von der alle Beteiligten nur profitieren.

Fehlende Anerkennung führt zum Risikofaktor „Frust“

Lassen Sie uns das Szenario einmal gedanklich umkehren, um Ihnen diese Macht noch einmal zu versinnbildlichen: Nehmen wir an, Sie loben Ihre Mitarbeiter selten bis nie. Zu Beginn mögen sie noch motiviert sein, im Sinne von:

Dem möchte ich etwas beweisen!

Doch je mehr ein Mitarbeiter leistet und je länger er auf die Anerkennung warten muss, umso schneller sammelt sich in ihm Frustration an. Irgendwann gibt er auf und denkt sich:

Egal, wie viel ich leiste: Ich werde ja ohnehin nicht wertgeschätzt. Also brauche ich ab sofort auch keine Leistung mehr erbringen. Schlussendlich ist das Ergebnis dasselbe.

Vielleicht lässt der Betroffene die Kollegen und Vorgesetzten – schlimmstenfalls sogar die Kunden und Geschäftspartner – seinen Unmut sogar spüren, vergiftet dadurch das Arbeitsklima mit allen negativen Konsequenzen und gefährdet unter Umständen den Unternehmenserfolg. Wer dauerhaft die negative Emotion der Frustration mit sich herumträgt, wird zudem früher oder später erste gesundheitliche Probleme bemerken. Dies können Magenschmerzen sein, eine Depression oder Schwindel. Die möglichen Ausprägungen sind vielfältig, die Ursache jedoch stets dieselbe: mangelnde Anerkennung.

Wie Führungskräfte das Selbstbewusstsein ihrer Mitarbeiter untergraben

Natürlich sollte ein Mensch sein Selbstbewusstsein auf dem Papier nicht von externen Faktoren abhängig machen, sondern dieses intrinsisch gewinnen. In der Realität gelingt das aber nur den wenigsten Personen. In der Regel sind es doch die netten Komplimente, der berufliche Erfolg oder die bedingungslose Liebe der Familie, aus welchen ein Mensch sein Selbstwertgefühl zieht. Ein wichtiger Faktor ist hierbei auch das Lob am Arbeitsplatz. Als Faustregel gilt: Je mehr Zeit ein Mensch im Job verbringt, umso wichtiger ist die berufliche Anerkennung für sein Selbstbewusstsein.

Lese-Tipp: Selbstbewusstsein stärken: 20 Tipps & 3 Übungen für mehr Selbstvertrauen

Durch ihre mangelnde Wertschätzung untergraben Führungskräfte also das Selbstwertgefühl ihrer Mitarbeiter. In den meisten Fällen geschieht das unbewusst. Dennoch gibt es natürlich auch Führungspersönlichkeiten, die solche Mittel bewusst einsetzen, um ihre Mitarbeiter „hörig“ zu machen oder die „Konkurrenz“ zu entschärfen. Solche Methoden resultieren meist aus einer Persönlichkeitsstörung wie dem Narzissmus.

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Fehlendes Lob wird von vielen Menschen als persönliche Herabsetzung empfunden. Um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und vor allem für dauerhafte Zufriedenheit, Gesundheit und Motivation ist Anerkennung für Mitarbeiter daher essentiell. Sie brauchen Erfolgserlebnisse, die ihnen das Gefühl geben, auf dem richtigen Weg zu sein – dann werden sie diesen bis zum Ziel weitergehen.

Eine „Kultur der Anerkennung etablieren“ – wie soll das gehen?

Wenn Sie sich in einer Führungsposition befinden, haben wir Sie nun hoffentlich von den Vorteilen des Lobes überzeugt. Etablieren Sie in Ihrer Abteilung, Ihrem Team oder Ihrem Unternehmen eine Atmosphäre der Anerkennung. Wir verraten Ihnen, wie das geht:

  • Ein einfaches „gut gemacht“ ist zwar ein guter Anfang, doch für eine Kultur der Wertschätzung und Anerkennung braucht es schon ein wenig mehr. Dennoch schadet es nicht, wenn Sie diese zwei Wörter zukünftig häufiger verwenden.
  • Überhaupt sollten Sie sich einmal die Zeit nehmen, um Ihre Lob-und-Kritik-Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Gerne können Sie hierbei auch eine (anonyme) Umfrage bei Ihren Mitarbeitern machen. Wie Sie eingangs gelernt haben, klaffen Selbst- und Fremdwahrnehmung diesbezüglich nämlich oft weit auseinander.
  • Versuchen sie, die einzelnen Leistungen Ihrer Mitarbeiter im Blick zu behalten und konkret zu würdigen. Sagen Sie dem Betroffenen also, weshalb Sie ihn gerade loben und was genau er gut gemacht hat. Lasse Sie das „Aber“ anschließend weg. Kritik sollten Sie zu einem anderen Zeitpunkt sowie konstruktiv üben, sonst machen Sie den positiven Effekt der Anerkennung direkt wieder kaputt.
  • Achten Sie zudem darauf, dass das Lob zeitnah erfolgt, nicht also erst eine Woche, einen Monat oder ein Jahr später.
  • Loben Sie Mitarbeiter persönlich und nehmen Sie sich dafür kurz Zeit. In einem Vieraugengespräch ist die Wirkung der Anerkennung größer als in der Gruppe, zudem könnte Letzteres Neid bei den Teammitgliedern hervorrufen.
  • Versuchen Sie, die Anerkennung konstant zu halten, so bleibt auch die Leistung vermutlich konstant. Wenn Sie innerhalb einer Woche zehn Mal loben und dann wieder ein Jahr nicht, wird der Effekt verpuffen.
  • Zudem müssen Sie berechenbar sein. Wenn Sie für etwas loben, loben Sie also immer und alle Mitarbeiter. Wenn Sie etwas tadeln, dann ebenfalls flächendeckend. Sollten Sie das Verhalten nämlich bei einem Mitarbeiter loben und beim nächsten nicht, kommen Sie schnell in Verdacht, „Lieblinge“ zu haben und willkürlich Anerkennung zu verteilen – oder eben nicht.
  • Passen Sie das „Ausmaß“ des Lobes an den Verdienst an. Wenn Sie bei jeder Kleinigkeit ausrasten vor Freude, ist das ebenso zwecklos wie ein simples „Gut“, wenn gerade jemand das Unternehmen vor dem Untergang gerettet hat – um es übertrieben auszudrücken.
  • Bleiben Sie authentisch. Auch, wenn Sie ein super Schauspieler sein sollten, wird der Mitarbeiter merken, dass Ihre Anerkennung unaufrichtig ist. Wenn Sie unzufrieden sind, können Sie das natürlich entsprechend professionell äußern und begründen, doch sollten Sie Selbiges eben auch bei Erfolgen tun.
  • Worte sind nicht das einzige Mittel, um Anerkennung auszudrücken. Schenken Sie den Mitarbeitern Aufmerksamkeit und geben Sie ihnen dadurch das Gefühl von Wertschätzung. Erkundigen Sie sich nach deren Wohlbefinden, ihren Zielen, Problemen und Konflikten. Wahrhaftiges Interesse am Gegenüber ist ein eindeutiges Zeichen der Anerkennung.
  • Sprechen Sie daher regelmäßig mit ihren Teammitgliedern unter vier Augen. Stellen Sie dabei deren Erfolge in den Mittelpunkt, fördern Sie diese gezielt und arbeiten Sie auf ein gemeinsames Ziel hin. Fragen Sie also den Betroffenen, was er sich für seine berufliche Zukunft wünscht und ermöglichen Sie ihm dafür zum Beispiel die passende Weiterbildung.
  • Alle Ihre Mitarbeiter haben am Vorabend Überstunden geschoben, um ein wichtiges Projekt fertigzustellen? Dann laden Sie diese am nächsten Tag doch zum Mittagessen ein oder lassen Sie alle früher in den Feierabend gehen. Wertschätzung auszudrücken, geht nicht nur an einer Einzelperson, sondern auch im Kollektiv.

Je mehr Aufmerksamkeit Sie Ihren Mitarbeitern schenken, gemeinsame Ziele entwickeln sowie verfolgen und die Individuen gemäß ihrer Stärken und Wünsche einsetzen, umso zufriedener werden diese sein. Anerkennung bedeutet demnach auch regelmäßiges Lob, aber eben nicht nur.

Was gehört für Sie zu einer Kultur der Anerkennung? Wie sollten sich Führungskräfte verhalten – und wie nicht? Haben Sie selbst vielleicht schon einmal aufgrund mangelnder Wertschätzung den Job gewechselt? Diskutieren Sie gerne mit uns in den Kommentaren!