Es gibt Personen in Ihrem Leben, die tun Ihnen schlichtweg nicht gut. Nach einem kurzen Gespräch oder auch einem ganzen Arbeitstag hinterlassen diese bei Ihnen nicht mehr als ein dumpfes Gefühl von Müdigkeit, Selbstzweifeln oder unterschwelliger Wut. Toxisches Verhalten kommt häufiger vor als Sie vielleicht denken und geht in der Regel mit einer Persönlichkeitsstörung wie Narzissmus einher. Es vergiftet nach und nach die Emotionen in ihrem sozialen Umfeld. Dies passiert jedoch so langsam und unauffällig, dass toxische Verhaltensweisen meist lange Zeit unbemerkt bleiben und dementsprechend großen Schaden anrichten – bei Einzelpersonen, in einem Team oder ganzen Unternehmen. Wir verraten Ihnen deshalb heute, woran Sie toxische Menschen erkennen und wie Sie sich vor diesen schützen können.

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Toxische Menschen vergiften Ihr soziales Umfeld und vor diesen sollten Sie sich schützen
Bildnachweis: iStock.com/tiero

Inhalt
1. Der Versuch einer Definition: Was sind „toxische“ Personen?
2. Toxische Menschen „vergiften“ ihr soziales Umfeld wie eine Epidemie
3. Toxische Mitarbeiter gefährden die Arbeitsatmosphäre
4. Was können und sollten die Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer also tun?
5. So erkennen Sie toxische Personen im Arbeitsumfeld
6. Die 10 häufigsten „Typen“ toxischer Menschen – nicht nur im Arbeitsumfeld
7. So schützen Sie sich vor toxischen Menschen am Arbeitsplatz

Der Versuch einer Definition: Was sind „toxische“ Personen?

Toxische Menschen besitzen sogenannte dunkle Persönlichkeitszüge, also Anteile an der „dunklen Triade“:

  1. Narzissmus
  2. Machiavellismus
  3. Psychopathie

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede toxische Person eine handfeste narzisstische oder psychopathische Störung aufweisen muss. Schon geringste Anteile, wie sie fast jeder von uns besitzt, können zu einer toxischen Umgangsform führen. Auch Erziehung, Sozialisierung sowie Gewohnheit spielen bei der Entwicklung einer toxischen Persönlichkeit eine tragende Rolle. So werden Menschen zum Beispiel mit großer Wahrscheinlich selbst toxisch, wenn sie in einer entsprechenden Umgebung aufgewachsen sind oder viel Zeit darin verbringen. Das bedeutet leider auch, dass eine einzige toxische Person eine ganze Gruppierung nach und nach „vergiften“ kann, beispielsweise in einem Team.

Toxische Menschen „vergiften“ ihr soziales Umfeld wie eine Epidemie

Nehmen wir einmal an, Sie arbeiten jahrelang eng mit Ihrem Schreibtischnachbarn im Job zusammen – acht, neun oder zehn Stunden an fünf Tagen pro Woche. Dessen toxisches Verhalten färbt aufgrund der Spiegelneuronen im Gehirn früher oder später automatisch auf Sie ab. Die Chance, dass Sie selbst solch giftige Verhaltensweisen annehmen, steigt mit jedem weiteren Tag Ihrer Zusammenarbeit. Dieses neue Verhalten geben Sie anschließend vielleicht an Ihren besten Freund weiter – oder an jemand anderen. So kann sich das „Gift“ einer toxischen Person in sozialen Gruppierungen geradezu epidemisch ausbreiten. Es handelt sich deshalb um ein Problem, welches im Arbeitsumfeld von Vorgesetzten unbedingt ernst genommen werden sollte.

Toxische Mitarbeiter gefährden die Arbeitsatmosphäre

Doch selbst, wenn die „Epidemie“ noch nicht ausgebrochen ist, kann ein einziger toxischer Mitarbeiter die Arbeitsatmosphäre des gesamten Teams, einer ganzen Abteilung oder in entsprechender Schlüsselposition sogar eines kompletten Unternehmens zerstören. Hierzu lieferte eine Studie der University of Florida im Jahr 2015 spannende Erkenntnisse: Demnach gaben die Befragten an, sich selbst im Arbeitsumfeld häufiger unhöflich zu verhalten, je öfter sie mit unhöflichem Benehmen ihrer Kollegen oder Vorgesetzten konfrontiert wurden. Toxische Verhaltensweisen sind also im wahrsten Sinne des Wortes ansteckend.

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Wie ein solches Szenario, in welchem sich die Mitarbeiter gegenseitig in einen Teufelskreis aus toxischen Verhaltensweisen bringen, endet liegt auf der Hand: Hohe Mitarbeiterfluktuation, geringe Arbeitszufriedenheit, Motivation sowie Produktivität und schlussendlich eine zunehmende Anzahl der Krankenstände, vor allem aufgrund stressbedingter Erkrankungen psychischer und physischer Art – Beispiel: Burnout-Syndrom.

Was können und sollten die Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer also tun?

Um zu verhindern, dass toxische Verhaltensweisen im Unternehmen die Runde machen, sollte die Einstellung entsprechender Personen von Vornherein im Auswahlprozess verhindert werden. Leider ist dies leichter gesagt als getan. Gerade Menschen mit ausgeprägteren dunklen Persönlichkeitszügen sind häufig Meister darin, diese zu verbergen und sich stattdessen charmant, eloquent und empathisch zu präsentieren. Zwar gibt es einige Tricks, mit welche Personalern hinter die Fassade blicken können, 100-prozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht.

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Zudem besitzen die meisten Menschen eben geringste Anteile der dunklen Triade und neigen deshalb hin und wieder zu so mancher toxischer Verhaltensweise. Gerade in Extremsituationen kann ein solches Fehlverhalten auftreten, ohne dass Sie den Menschen direkt als „giftig“ verurteilen müssen. Wichtig ist vor allem, dass diese Ausnahmen nicht toleriert und dadurch auch nicht zur Regel werden. Es liegt deshalb an Arbeitnehmern sowie Arbeitgebern, toxische Verhaltensweisen frühzeitig zu identifizieren und im Keim zu ersticken, damit diese eben keine bewussten oder unbewussten Nachahmer finden. Arbeitgeber sollten daher die Augen offen halten und auch die Arbeitnehmer im richtigen Umgang mit toxischen Kollegen oder Vorgesetzten schulen. Allein ein Bewusstsein für die Problematik zu entwickeln und toxische Situationen zu erkennen, kann dabei bereits einen großen Fortschritt bedeuten.

So erkennen Sie toxische Personen im Arbeitsumfeld

Sobald Sie Ihre Augen offen halten und bewusst auf die Warnzeichen achten, sind toxische Menschen gar nicht so schwierig zu erkennen. Und die Chance, dass sich mindestens eine solche Person in Ihrem sozialen Umfeld aufhält – privater sowie beruflicher Art – ist sehr hoch. Dennoch ist Vorsicht geboten: Jeder Mensch legt hin und wieder eine toxische Verhaltensweise an den Tag. Stempeln Sie also nicht jeden Arbeitskollegen ab, der gerade einen schlechten Tag hat. Achten Sie stattdessen auf sich wiederholende Muster. Toxische Menschen

  • verhalten sich destruktiv, unsozial sowie unmoralisch.
  • erwirken häufig Ihr Mitleid, um eigene Ziele zu verfolgen oder einfach im Mittelpunkt zu stehen. Wenn es sich jemand in der ständigen Opferrolle gemütlich macht, sollten bei Ihnen deshalb die Alarmglocken läuten.
  • entschuldigen sich nicht. Wieso auch? Sie sehen sich selbst ja liebend gerne in der Opferrolle und demnach sind auch stets andere Personen schuld – an ihrem Unglück, ihren Fehlern oder einfach allem, das im Leben nicht nach Plan läuft.
  • hinterlassen bei Ihnen ein Gefühl von Erschöpfung oder Müdigkeit. Sie werden deshalb auch gerne als „Energievampire“ bezeichnet.
  • sind Meister der Manipulation. Sie setzen nicht nur Mitleid, sondern auch Lügen, emotionale Erpressung oder sämtliche andere wirksame Methoden der Manipulation ein, um von ihrem sozialen Umfeld genau das zu bekommen, was sie wollen.

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  • lassen Sie an Ihrem Menschenverstand zweifeln. Ihre ständige Manipulation geht manchmal mit so vielen Lügen, verdrehten Tatsachen und einer Überzeugungskraft einher, welche Sie schlussendlich daran zweifeln lassen, was nun wirklich Realität und was nur frei erfunden ist.
  • untergraben Ihr Selbstbewusstsein. Sie merken plötzlich, wie Sie nach einer Konversation an sich selbst zu zweifeln beginnen. Oder nach der Begegnung mit dem toxischen Menschen ist Ihr Selbstbild negativ verzerrt.
  • kritisieren häufig und gerne. Da sie aus ihrer Sicht nie an irgendetwas schuld sind, greifen sie ihr soziales Umfeld an. Dies erwirkt die soeben erwähnten Selbstzweifel bei den Betroffenen. Manche Menschen mögen dabei härter im Nehmen sein und sich nicht so schnell aus dem Konzept bringen lassen, andere leider nicht.
  • überschreiten Ihre Grenzen. Egal, ob es sich um indirekt oder direkt fomulierte Grenzen handelt, sie werden nicht respektiert. Stattdessen verlieren Sie mehr und mehr Ihre Selbstachtung und Ihren Willen, für die Einhaltung Ihrer Grenzen zu kämpfen. Dies ermuntert die toxische Person, immer noch weiter und noch weiter zu gehen. Ein wahrer Teufelskreis!
  • reden Ihnen Schuldgefühle ein. Durch ihre Vorwürfe, die dauernde Kritik und ihre heiß geliebte Opferrolle erwirken toxische Menschen in Ihnen das Gefühl, an irgendetwas schuld zu sein – was das schlussendlich aber sein soll, wissen Sie in der Regel selbst nicht so recht.
  • machen Sie traurig. Häufig wissen Sie nicht einmal genau, woher dieses Empfinden der (andauernden) Traurigkeit rührt. Toxische Personen können Sie in Extremfällen, zum Beispiel in einer Liebesbeziehung, bis in die handfeste Depression treiben.
  • zwängen Sie in eine Verteidigungshaltung. Immer und immer wieder müssen Sie sich rechtfertigen. In der Regel handelt es sich dabei nur um Kleinigkeiten oder sogar völlig frei erfundene Anschuldigungen. Vielleicht verfallen Sie sogar in eine grundlegende Rechtfertigung Ihrer selbst, weil Ihnen die toxische Person das diffuse Gefühl gibt, nicht in Ordnung zu sein, so wie Sie sind.
  • sind vereinnahmend. Je näher Sie sich stehen, umso mehr dreht sich Ihre ganze Welt plötzlich nur noch um den toxischen Menschen. Dadurch vernachlässigen Sie sich selbst. Die Erfüllung der Bedürfnisse des „giftigen“ Menschen steht über jener Ihrer eigenen.
  • lieben Streit. Sie machen gerne aus Kleinigkeiten ein großes Drama und es ist schwierig, mit diesen eine sachliche Diskussion zu führen.

Häufig merken Sie unbewusst bereits während oder nach einer Begegnung, dass dieser Mensch für Sie kein guter Umgang ist. Endlich hat dieses miese Bauchgefühl einen Namen: Es hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine toxische Persönlichkeit gehandelt. Zudem sollten Sie natürlich – nun, da Sie sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen – auch einmal selbst hinterfragen. Vielleicht legen ja auch Sie seltener oder häufiger giftige Verhaltensweisen in unterschiedlich starker Ausprägung an den Tag?!

Die 10 häufigsten „Typen“ toxischer Menschen – nicht nur im Arbeitsumfeld

Nicht jede toxische Person ist gleich. Bei manchen sind die toxischen Verhaltensweisen stärker ausgeprägt und bei anderen geringer. Zudem wendet natürlich nicht jeder „giftige“ Mensch alle dieser Merkmale an. Der eine neigt vielleicht eher zum Lügen, der nächste zum Drama und der Dritte kritisiert sein soziales Umfeld andauernd und rutscht dabei gerne auf eine persönliche Ebene ab. Wir haben deshalb die zehn häufigsten, längst aber nicht einzigen „Typen“ von toxischen Persönlichkeiten zusammengetragen, die Ihnen nicht nur im Berufsleben begegnen können:

  1. Die Tratschtante muss nicht immer weiblich sein. Stattdessen handelt es sich um eine Person, die stets ein schlechtes Wort für ihre Mitmenschen übrighat. Sie hetzt gerne ihr soziales Umfeld gegeneinander auf und neigt eventuell sogar zum Mobbing. Manchmal sieht sich die Tratschtante auch geradezu als Spion und versucht, Informationen gegen die Betroffenen zu verwenden, indem sie beispielsweise beim Chef „petzt“.
  2. Das Opfer jammert gerne und viel. Zu Beginn haben Sie mit dieser Person häufig sogar Mitleid. Irgendwann merken Sie jedoch, dass sie sich einerseits immer in der Opferrolle sieht und auch nichts unternimmt, um diese zu verlassen. Andererseits scheinen die Gründe für das „Leid“ der toxischen Person auf den zweiten Blick sehr weit hergeholt. Der Chef sei eben grundlos bösartig, die Kollegin nur neidisch und der Teamleiter sozial inkompetent.
  3. Der Trittbrettfahrer hat seine Gabe perfektioniert, möglichst hoch gesteckte Ziele mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen. Hierfür hat er sämtlich Tricks auf Lager, damit ihm seine Teamkollegen die Arbeit abnehmen, wofür er anschließend die Lorbeeren einstreicht.
  4. Der Selbstverliebte steht immerzu im Mittelpunkt und würde alles dafür tun, um die gesamte Aufmerksamkeit an sich zu reißen. Zu Beginn wirken solche Menschen oft noch faszinierend, charismatisch und lustig – früher oder später gehen sie ihren Kollegen, Angestellten oder Vorgesetzten aber nur noch tierisch auf die Nerven.
  5. Der Eigenbrödler lebt nach seinen eigenen Regeln und respektiert auch jene anderer Menschen nicht. Abgabefristen sind für ihn nicht verbindlich und die Grenzen seiner Mitarbeiter und Teamkollegen überschreitet er regelmäßig.
  6. Der Konkurrent sieht alles im Leben als einen Wettkampf. Er muss auf eine zwanghafte Art und Weise stets schöner, erfolgreicher oder beliebter sein als alle anderen. Den Teamgedanken kennt er nicht. Stattdessen kann er durch sein ausgeprägtes Konkurrenzdenken jede konstruktive Zusammenarbeit im Keim ersticken – völlig unabhängig davon, ob die anderen überhaupt mit ihm konkurrieren oder ihn einfach ignorieren.
  7. Der Erpresser ist ein Meister der emotionalen Manipulation. Er verleiht Ihnen stets ein schlechtes Gewissen und bringt Sie dadurch dazu, nach seinem Willen zu handeln. Hierfür verdreht er auch gerne einmal die Tatsachen bis zur Unkenntlichkeit.
  8. Der Arrogante hält sich selbst für unfehlbar und steuert auf eine steile Karriere zu. Dazu ist er bereit, sämtliche notwendige Opfer zu bringen. Wer ihm in die Quere kommt, wird kurzerhand „aus dem Weg geräumt“. Mobbing oder Intrigen sind dabei nur einige seiner beliebten Mittel zum Zweck.
  9. Der Choleriker ist ein angenehmer Zeitgenosse, solange alles nach seinem Willen läuft. Ist dies allerdings nicht mehr der Fall, wird er äußerst unangenehm. Er hat seine Emotionen nicht unter Kontrolle und verlässt schnell die sachliche Ebene. Wo der Choleriker einmal gewütet hat, bleibt das nur selten folgenlos.
  10. Der Lügner macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Seine Unwahrheiten sind manchmal so glaubhaft, dass er wohl schon selbst nicht mehr weiß, was nun Realität und was nur frei erfunden ist.

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So schützen Sie sich vor toxischen Menschen am Arbeitsplatz

Wenn Sie einmal bewusst darauf achten, werden Sie toxische Kollegen, Vorgesetzte, Kunden oder auch Personen in Ihrem privaten Umfeld schneller wahrnehmen. Dies ist insofern ein großer Vorteil, als dass Sie sich dann auch frühzeitig vor diesen schützen können, bevor sie bei Ihnen selbst oder in Ihrem sozialen Umfeld einen größeren Schaden anrichten. Damit Sie nicht „vergiftet“ werden, sollten Sie sich wie folgt verhalten:

  • Am besten schützen Sie sich vor toxischen Menschen natürlich, indem Sie diesen aus dem Weg gehen. Leider ist das nicht immer möglich, wenn es sich beispielsweise um einen Teamkollegen oder Ihren Vorgesetzten handelt.
  • Versuchen Sie dennoch, so gut wie möglich auf Distanz zu bleiben. Sprechen Sie nur das Nötigste mit dem toxischen Menschen und arbeiten Sie auf konstruktiver Ebene zusammen.
  • Machen Sie sich vor jeder Begegnung noch einmal bewusst, dass es sich um eine toxische, vielleicht sogar gestörte Persönlichkeit handelt und bauen Sie eine innere Schutzmauer auf.
  • Sobald Ihnen das Gespräch beziehungsweise die Begegnung unangenehm werden, legen Sie eine kurze Pause ein. Sagen Sie beispielsweise, Sie müssten kurz auf die Toilette, oder holen Sie sich einen Kaffee. In Extremfällen, wenn Sie die Begegnung als sehr verletzend, belastend oder emotional beurteilen, vertagen Sie das Treffen auf einen geeigneteren Zeitpunkt.
  • Entscheiden Sie sich bewusst dafür, sich nicht auf die Spiele der toxischen Person einzulassen. Halten Sie Augen und Ohren offen, sodass Sie die bereits geschilderten „giftigen“ Verhaltensweisen frühzeitig erkennen und diese an Ihnen abprallen lassen können. Allein die bewusste Entscheidung, sich von Ihrem Gegenüber nicht aus der Contenance bringen, verletzen oder verunsichern zu lassen, kann bereits kleine Wunder bewirken.
  • Sie können den toxischen Menschen ein Stück weit sogar als Geschenk betrachten. Wenn er es schafft, Sie traurig, wütend oder unsicher zu machen, deckt er dadurch indirekt Ihre persönlichen Schwächen auf. Diese möchte er natürlich für seine Zwecke ausnutzen. Stattdessen können Sie aber in die Selbstreflexion gehen, diese „Lücken“ in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung erkennen und schließen, sodass sie dem Gegenüber keine Angriffspunkte mehr bieten. Fragen Sie sich also beispielsweise, weshalb Sie diese Begegnung so unsicher, sauer oder traurig gemacht hat. In der Regel stecken tieferliegende Gründe hinter Ihren Emotionen als „nur“ die toxischen Verhaltensweisen.

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  • Fokussieren Sie sich also auf sich selbst, auf Ihre Ziele, Ihr Wohlbefinden und Ihre Grenzen. Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich mit positiven und so wenig Zeit wie möglich mit negativen beziehungsweise toxischen Menschen. Lassen Sie sich von dessen giftigen Verhaltensweisen nicht anstecken. Beobachten Sie, in welcher Stimmung Sie gerade sind und ob Sie in letzter Zeit vielleicht selbst vermehrt toxisches Verhalten an den Tag gelegt haben.
  • Sollten Sie solche negativen Veränderungen an sich wahrnehmen oder zunehmend unter Selbstzweifeln, Depressionen & Co leiden, suchen Sie sich frühzeitig professionelle Hilfe, zum Beispiel durch einen Therapeuten.
  • Legen Sie sich einen Kalender an, in welchem Sie Ihre Zeit so einteilen, dass Sie sie einerseits mit den wichtigsten Aufgaben Ihrer To-Do-Liste füllen und andererseits mit Beschäftigungen oder Menschen, die Ihnen guttun. Toxische Personen neigen nämlich dazu, Sie beziehungsweise Ihre Zeit immer mehr zu vereinnahmen, sodass Sie sich selbst oder Ihre Arbeit mehr und mehr vernachlässigen.

Je früher Sie lernen, sich emotional nicht von toxischen Personen beeinflussen und sie ihre Kämpfe alleine ausfechten zu lassen, umso besser können Sie sich einfach auf die Arbeit sowie Ihr eigenes Wohlbefinden konzentrieren. Auch Meditation kann Ihnen eventuell dabei helfen, die äußeren Einflüsse loszulassen und sich auf Ihr Inneres sowie die Dinge und Menschen, welche Ihnen guttun, zu konzentrieren. Probieren Sie es aus!

Hat es funktioniert? Oder welche weiteren Maßnahmen kennen Sie, um sich von negativen Menschen abzugrenzen? Welche Erfahrungen haben Sie vielleicht selbst schon einmal mit toxischen Personen gemacht? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare!