Wer den sogenannten Büro-Knigge nicht beherrscht, katapultiert sich schneller ins Karriere-Aus als man „Entschuldigung“ sagen kann. Kaum ein anderer Bereich des alltäglichen Lebens reagiert so allergisch auf unhöfliche Fauxpas wie der berufliche. Das Fatale: Die Fettnäpfchen lauern an jeder Ecke. Nicht nur das Geschäftsessen oder das Meeting mit den ausländischen Partnern wird schnell zum Minenfeld. Auch beim normalen Umgang mit Kunden und Kollegen können viele Fehler gemacht werden. Welche das (unter anderem) sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Mann hat mit vielen Fehltritten seine Karriere ruiniert
Inhalt
1. No-Go #1: Der falsch geschriebene Name
2. No-Go #2: Anonyme Kontaktanfragen
3. No-Go #3: Das ungefragte Du
4. No-Go #4: Penetranter „Smalltalk“
5. No-Go #5: Blickkontakt durch die Sonnenbrille
6. No-Go #6: Aufmerksamkeits-Killer Smartphone
7. No-Go #7: Eintreten ohne Anklopfen
8. No-Go #8: Unterbrechungen
9. No-Go #9: Kollegen als Kummerkasten missbrauchen
10. No-Go #10: Musikalische Dauerbeschallung

No-Go #1: Der falsch geschriebene Name

In der Eile oder unter Zeitdruck passiert es natürlich jedem einmal, dass der Name des Gesprächspartners in einer E-Mail oder Xing-Nachricht falsch geschrieben wird. Wenn sich dieser Fehler jedoch immer wieder „einschleicht“, kann davon ausgegangen werden, dass sich der Gegenüber keine sonderliche Mühe gibt, zu erfahren, wie der Name tatsächlich geschrieben wird. Auch wenn es ein paar Sekunden der wertvollen Zeit kostet, lohnt es sich doch durchaus, noch einmal genau hinzuschauen und den Namen gegebenenfalls zu korrigieren.

No-Go #2: Anonyme Kontaktanfragen

Egal ob in den klassischen Karriere-Netzwerken Xing und LinkedIn oder im Mainstream-Medium Facebook – wenn digitale Kontakte geknüpft werden, vergessen einige ihre gute Erziehung. Natürlich spricht nichts dagegen, auch Menschen, die Sie bisher nicht persönlich kennen, in das berufliche Netzwerk aufzunehmen. Viele begehen jedoch den unhöflichen Fehler, das ohne jeglichen Kommentar zu tun. Ähnlich wie bei der korrekten Schreibweise von Namen gilt auch hier: Nehmen Sie sich Zeit. Zeit, um eine Nachricht zu verfassen, in der Sie den Grund für Ihre Kontaktaufnahme nennen und sich selbst kurz vorstellen. Das ist nicht nur ein guter Gesprächsanfang, sondern stärkt gleichzeitig auch die Bindung zum neuen Kontakt.

No-Go #3: Das ungefragte Du

Kaum ein anderes Thema wird so häufig im Zusammenhang mit dem Büro-Knigge erwähnt wie die formelle beziehungsweise informelle Anrede. Wer in der Berufswelt kollektiv duzt, läuft schnell Gefahr, als unhöflich eingestuft zu werden. Der Grund: Das ungefragt Du wird häufig als Degradierung interpretiert und gilt demzufolge als respektlos. Wer es besser machen will, siezt erst einmal konsequent und macht sich mit der entsprechenden Person bekannt. Wenn ein erstes Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde und man sich auch wirklich kennengelernt hat, kann irgendwann auch das Du angeboten werden. Dieser Schritt geht meist von der Person aus, die älter/erfahrener/ranghöher ist.

No-Go #4: Penetranter „Smalltalk“

Egal ob face-to-face oder per Telefon: Das Thema Smalltalk kann allgemein als heikel bezeichnet werden. Wer diese besondere, möglichst unverfängliche Form der Kommunikation erst einmal beherrscht, hat einen großen Trumpf im Ärmel. Doch Vorsicht, der Grat, auf dem Sie wandeln, ist schmal. Wenn Smalltalk in eine penetrante Richtung abdriftet oder beispielsweise auch politisch wird, fühlt sich der Gesprächspartner schnell belästigt. Besonders unhöflich wird misslungener Smalltalk empfunden, wenn der Redner ohne Punkt und Komma spricht und der Zuhörer überhaupt nicht mehr zu Wort kommt. Besser: Üben Sie sich in Zurückhaltung, zeigen Sie Interesse am anderen durch Nachfragen und wählen Sie Gesprächsthemen, die auch wirklich unverfänglich sind.

No-Go #5: Blickkontakt durch die Sonnenbrille

Wenn die Sonne vom blauen Himmel strahlt, ist es in manchen Situationen (vor allem im Straßenverkehr) unverzichtbar, eine Sonnenbrille zu tragen. Auch in vielen anderen Momenten ist der Einsatz dieses gleichsam nützlichen und modischen Accessoires durchaus legitim. Wenn es darum geht, einen beruflichen Kontakt aufzunehmen und dabei Blicke auszutauschen, sollte die Sonnenbrille jedoch ganz schnell von der Nase verschwinden. Im Verlauf des Gesprächs kann sie wieder aufgesetzt werden – vorausgesetzt, der andere kann einem trotzdem in die Augen schauen. Verspiegelte Mode-Brillen sind daher ein absolutes Tabu.

No-Go #6: Aufmerksamkeits-Killer Smartphone

Ja, wir alle sind unglaublich wichtig und müssen stets über das Mobiltelefon erreichbar sein. Wer jedoch bei jeder Benachrichtigung gebannt aufs Smartphone starrt und seinem Gegenüber dadurch die kalte Schulter zeigt, riskiert, schnell als extrem unhöflich abgestempelt zu werden. Ganz klar, das Mobiltelefon hat in der Zeit von Geschäftsessen, Meetings und Besprechungen Sendepause. „Aber was, wenn der Chef anruft und etwas wirklich wichtiges will?“, fragt sich jetzt vielleicht der eine oder andere? Immer mehr Smartphones haben eine „Nicht stören“-Funktion, die so eingestellt werden kann, dass die Kontaktaufnahmen bestimmter Personen weiterhin möglich sind. Generell sollte das Handy besser in der Tasche bleiben und nicht demonstrativ auf den Tisch gelegt werden.

No-Go #7: Eintreten ohne Anklopfen

Mehr und mehr Unternehmen setzen auf ein offenes Miteinander und flache Hierarchien. Das umfasst unter anderem auch, dass nicht mehr oder nur noch selten hinter verschlossenen Türen gearbeitet wird. Was viele Arbeitnehmer gern verwechseln: Eine offene Tür bedeutet nicht, mit dieser „ins Haus fallen“ zu dürfen. Der Büro-Knigge sieht weiterhin vor, anzuklopfen und eine kurze Reaktion der Kollegen abzuwarten. Es kann schließlich durchaus sein, dass diese so sehr in ihre Arbeit vertieft sind, dass sie das Erscheinen einer anderen Person nicht sofort bemerken. Ohne Anklopfen in den Raum kommen ist nicht nur unhöflich, sondern kann auch für ordentliche Schreck-Momente sorgen.

No-Go #8: Unterbrechungen

Ein besonders heikles Aufgabenfeld vom Büro-Knigge sind Meetings. Hier gibt es gefühlt 1000 Sachen, die als unhöflich gelten und daher vermieden werden sollen. Der Klassiker unter den No-Gos ist es zweifelsfrei, einer Person, die gerade spricht, ins Wort zu fallen. Das unterbricht nicht nur die Besprechung an sich, sondern signalisiert dem Sprecher, dass sich der „Ins-Wort-Faller“ über ihn stellt. Wer nicht als unhöflich oder respektlos gelten will, merkt sich seine Anmerkung oder notiert sie auch gegebenenfalls und wartet, bis der Redner fertig ist. Danach gibt es immer noch genügend Zeit, um Einwände, Fragen oder auch konstruktive Kritik zu äußern.

No-Go #9: Kollegen als Kummerkasten missbrauchen

Haben auch Sie diesen einen Kollegen oder diese eine Kollegin, die tagein, tagaus aus ihrem (verzwickten) Privatleben berichtet und allen Kummer ungefragt (!) im Büro ablädt? Dann werden Sie verstehen, warum auch dieses Verhalten als unhöflich zu bewerten ist. Wer seine Mitmenschen im Büro als Kummerkasten „missbraucht“, sorgt nämlich für jede Menge Ablenkung. Gerade dann, wenn sich einzelne Personen sehr stark auf etwas konzentrieren müssen, um keinen Fehler zu machen, kann das ununterbrochene Geplauder zur Belastung und auch Geduldsprobe werden. Wer gern persönliche Themen mit den Kollegen besprechen will, sollte dies immer im Einzelgespräch oder kleinen Gruppen, nie aber im offenen Büro tun. Außerdem verlangt es der Anstand, erst einmal zu fragen, ob private Gesprächsthemen in Ordnung sind. Wenn eine Vertrauensbasis und vielleicht auch eine Freundschaft aufgebaut wurde, kann diese Frage natürlich entfallen.

No-Go #10: Musikalische Dauerbeschallung

Ihre Kollegen verschonen Sie mit privaten Kapriolen, wollen dafür aber im Büro auf keinen Fall auf den Lieblingsmusiker verzichten? Es ist nur schwer zu beurteilen, welches Szenario nerviger – und auch unhöflicher – ist. Fakt ist nämlich: Das Thema Musik im Büro ist ein heikles. Menschen mit einem speziellen Musikgeschmack sollte daher – so wie vom Chef genehmigt – Kopfhörer verwenden. Ansonsten gilt: Gediegene Radioklänge oder Stille.

Es ist gar nicht so einfach, ohne Tritt ins Fettnäpfchen durch die Arbeitswelt zu gehen. Wir alle sind auch nur Menschen und Mensch sein bedeutet eben, hin und wieder Fehler zu machen. Wichtig ist, dass sich jeder bemüht, diverse Fehltritte und No-Gos wie die zehn oben genannten zu vermeiden – anderen und auch sich selbst zuliebe. Denn wer permanent durch sein unhöfliches Verhalten auffällt, verscherzt es sich nicht nur bei Kollegen und Kunden, sondern riskiert auch seine Karriere.

Jetzt sind Sie gefragt! Was empfinden Sie als besonders unhöflich im beruflichen Kontext? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

18 Kommentare

  1. Wolfgang Hartkopf

    Sehr störend und unhöflich empfinde ich es auch, wenn bei der Begrüßung der Gesprächspartner woanders hinschaut und noch unmöglicher ist es, wenn er bereits den Nächsten anspricht, solange er noch meine Hand hat.

  2. Jessika Fichtel

    … und dann so vertieft in das Gespräch mit der anderen Person ist, dass er vergisst, die eigene Hand loszulassen 🙂 Ja, Herr Hartkopf, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
    Viele Grüße,
    Jessika Fichtel

  3. Guten Tag miteinander
    Ich finde, es ist grundsätzlich alles geschrieben, was es dazu zu sagen gibt. Ein Tipp zu falsch geschriebenen Firmennamen: Für komplizierte oder längere Firmennamen generiere ich einen Kürzel; schreibe ich diesen (z.B. in einer E-Mail), dann ersetzt das System diesen durch den Firmennamen.
    Zu “Anonyme Kontaktanfragen”: Finde ich gut, denn ich beantworte unpersönliche/kollektive Xing-Anfragen prinzipiell nicht, auch wenn ich die Personen kenne. Dasselbe Prinzip der Höflichkeit gilt m.E. auch beim Schreiben von E-Mails: Hier wird immer öfters der Footer/die Signatur weggelassen, und die E-Mail selbst wird in einem lausigen, SMS-ähnlichen Stil verfasst. Ich finde es wichtig, dass man gerade E-Mails wie eine briefliche Korrespondenz behandelt und immer dieselben Regeln beachtet. Hierzu gibt es einige, die schlimmste ist aber, wenn das Ende so lautet: Lg Hans Muster (gefolgt von nichts mehr, nicht einmal eine Telefonnummer).

  4. Also liebe Frau Fichtel, mir erschließt sich kein bisschen, von welcher vergessenen Kinderstube Sie unter Punkt 2 schreiben – was man nicht hatte, kann man schlechterdings vergessen, wofür alle 10 Punkte Versäumtes bezeugen – beinahe schon banal… Allerdings hat sich mir auch nicht erschlossen, was SIe mit anonymen Kontaktanfragen meinen, vermute mal, solche, die einfach ohne jedes “guten tag, ich bin, ich möchte…” rausgehauen werden – so dass klar wird, dass der Absender nur Kontakte sammelt, wie andere Briefmarken, ohne wirkliches Interesse. Ein Teil Ihrer No-Goes (bei denen ich Ihnen zustimme) sind – übersehen? – aber schon qua “Institutionalisierung” salonfähig geworden – schauen SIe mal in die Stellenanzeigen heute. Insofern finde ich Ihren Beitrag etwas fehladressiert – die von Ihnen erwähnten No-Goes sind für mich nicht nur im beruflichen Kontext vollkommen verzichtbar…

  5. Thomas Funke

    Von mir auch einen schönen Tag zusammen,
    ich finde alle Ratschläge gut, richtig und wichtig – bedenklich finde ich es allerdings, dass solche in meinen Augen Selbstverständlichkeiten im beruflichen Miteinander kommuniziert werden müssen. Wenn es offensichtlich einen Bedarf für solche Tipps gibt, ist das eigentlich schon wieder ein wenig traurig.

  6. Sehr geehrte Frau Fichtel,
    sehr geehrte Leser,

    Höflichkeit ist die Zierde der Könige und daraus leite ich auch ab, daß gerade Vorgesetzte eine Höflichkeit pflegen sollten. Das mein Name von jemanden der mich kontaktet richtig geschrieben wird oder nicht, entscheidet mit, ob ich die Anfrage annehme oder ablehne. Für den ersten Eindruck gibt es nun mal keine zweite Chance und wer dabei schon schlampig ist….
    Auch unmöglich finde ich die Anrufe auf dem Anrufbeantworter mit „hier ist der Peter ruf mich mal zurück, muß was Wichtiges mit Dir besprechen“. Telefonnummer entweder nicht genannt oder mir unbekannt – welcher Peter mag das jetzt sein? Und was will der, darf ich mich nicht vorbereiten auf das Gespräch? Besser finde ich „hier ist Peter Müller aus Sowisostadt, ich möchte mit Dir über das Thema Apfelmus sprechen und brauche Deine Meinung dazu.“ Damit kann ich auch abschätzen wie lange das nächste Gespräch dauert und ob ich das von unterwegs führen kann oder im Büro sein muß.
    Immer wenn ich mit einem Menschen zusammen bin, gebührt ihm meine Aufmerksamkeit. Beim Händeschütteln ist es zwar nur ein kurzer Moment, doch der entscheidet mit, ob ich jemanden mag oder nicht. Bei einer Unterhaltung ist das genau so, ich schaue meinen Gesprächspartner an und nicht zum Fenster raus, oder zu einem Telefon…
    Wenn ein Mensch zu Mundgeruch etc. neigt, dann empfiehlt es sich, etwas dagegen zu tun. Zumindest sollte derjenige zu seinem Gesprächspartner entsprechenden Abstand halten, um diesen nicht in die Verlegenheit zu bringen, sich angewidert wegzudrehen.
    Am Einfachsten fasse ich es mit der zweiten Hälfte des größten Gebotes zusammen (Markus Evangelium Kapitel 12 Vers 31 in Verbindung mit 3. Buch Mose Kapitel 19 Vers 18) „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.
    Neudeutsch „was Du nicht willst , was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ – Heraus kommt Höflichkeit und Umgangsform.

    Beste Grüße
    Wulf-Henrik v.Krosigk

  7. Jessika Fichtel

    Da bin ich absolut bei Ihnen, Herr Funke.

  8. Jessika Fichtel

    Vielen Dank für Ihr Feedback. Genau das meine ich mit “anonyme Kontaktanfragen”.
    Beste Grüße,
    Jessika Fichtel

  9. Jessika Fichtel

    Vielen Dank für diese sehr wichtige Ergänzung, Herr von Krosigk.

  10. Jessika Fichtel

    Hallo Herr Weingärtner,
    danke für Ihre Ergänzung. Ja, auch die mitunter “dahingeklatschten” E-Mails sind teilweise echt unhöflich, da haben Sie Recht.
    Viele liebe Grüße,
    Jessika Fichtel

  11. Ich glaube, die Welt hat sich stark verändert und die “Benimmregeln” entsprechend. Ich lege keinen Wert auf höfliche Ansprache und exakte Orthographie meines Namens in Mails. Es genügt mir, wenn ich schnell die Botschaft erkennen und sofort reagieren kann. Ebenso kann ich auf Schlussformeln verzichten. Wenn jemand mir eine Kontaktanfrage schickt, ist das schon allein eine Botschaft. Ich reagiere positiv. Vor kurzem habe ich beschlossen, in XING richtig aktiv zu werden und war nach den oben genannten Regeln extrem unhöflich. Ich habe jede Menge Anfragen geschickt ohne Gruss und Begründung. Wer mein Profil angesehen hat, wusste in der Regel warum ich ihn kontaktiere. Und interessanterweise waren bei den Personen, die positiv reagiert haben, eine Reihe Ausnahmepersönlichkeiten, die keinen Anstoß genommen haben an meinem minimalistischen Stil.

  12. Hans Schmidt

    … mit Verlaub Herr Martin, mag ja hipp klingen, aber die Zeilen 1 bis 4,2 Ihres Beitrags nehme ich Ihnen nicht wirklich ab.

    Gruß Hans Schnidt

  13. Mario Schneider

    Sehr geehrte Frau Fichtel,

    es ist traurig, dass man auf ganz selbstverständliche Umgangsformen in einem Artikel aufmerksam machen muss.
    Sie sollten Teil einer halbwegs guten Erziehung sein.
    Allerdings stelle ich seit ein paar Jahren fest, dass Höflichkeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, insofern hat Ihr Artikel (leider) seine Berechtigung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Mario Schneider

  14. Sigrid Lange-Käseberg

    Hallo Frau Fichtel,
    in einigen Punkten muss ich Ihnen leider beipflichten.
    Eine neue Managerin hat mir gleich nach ein paar Tagen Das Du angeboten. Das habe ich abgelehnt, da das mir einfach zu schnell ging und ich die Person erst einmal näher kennenlernen wollte. Damit bin ich jedoch gleich das Risiko eingegangen, dass die Person Vorbehalte gegeben mich aufgebaut hat.
    Auch das Eintreten in ein Büro ohne Anklopfen wenn die Bürotür offen steht kenne ich nur zu gut und halte dies für sehr unhöflich.

  15. Thomas Werner

    Nummer 7 habe ich mal meinem kaufmännischen Leiter als Hausaufgabe mitgegeben, verstanden hat er es bis heute nicht. Für ihn ist es völlig normal, alle 5-10 Minuten in den Einkauf zu kommen und ohne Vorlaufzeit mit seinem Problem die Leute von der Arbeit abzuhalten. Man ist pure Verfügungsmasse und kann sich nicht auf seine Arbeit konzentrieren, geschweige denn Notizen machen bevor man sich ihm zuwenden kann. Anklopfen muß er aber auch bei offener Tür nicht: er macht es nicht einmal, wenn diese geschlossen ist !

  16. Hellmut Hölscher

    No-Go #8 “Unterbrechungen” sollte allen Politikern und jedem Talk-Show-Teilnehmer ausgehändigt werden. Zur Not auch per Schild während der Diskussion vor Augen geführt werden.
    H. Hölscher

  17. Daria-Maret Geller

    Zum Punkt ins Wort fallen. Es gibt Situationen, da halte ich es für absolut notwendig und tue es auch,, nämlich dann wenn jemand zum gefühlt hundertsten Mal dasselbe sagt oder wiederholt was schon zehn Andere davor gesagt haben. Ich bin ein Verfechter von Effektivität. Wenn ich nicht eingreife, zieht sich die Diskussion nur unnötig in die Länge und man kommt zu keinen sinnvollen Ergebnissen. Mag sein, dass das unhöflich ist, aber es führt dazu, dass es mit der Arbeit voran geht.

  18. Gladdys

    Alles das was hier aufgeführt wurde, sehe ich als Selbstverständlichkeit. Und das nicht nur im Job sondern gehört generell zu einem guten Umgang miteinander. Da fragt man sich wirklich ob derjenige keine Erziehung genossen hat!!??? Das hierüber überhaupt einen Artikel geschrieben wird zeigt, dass wir nicht mehr nur von einem Werteverfall reden, sondern der Wertverlust leider bereits da ist.

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