Es gibt Menschen, die scheinen von Natur aus mit einem solchen Charme gesegnet zu sein, dass jeder ihnen die Wünsche von den Augen abliest. Sie sind allseits beliebt, haben ein riesiges Netzwerk und dementsprechend viel Erfolg im Berufsleben. Doch Charme muss nicht unbedingt angeboren sein. Sie können diesen auch trainieren, trotz dass Sie bislang vielleicht eher plump auf andere Menschen zugegangen sind. Achten Sie in Ihren zukünftigen Begegnungen einfach auf diese acht Verhaltensweisen charmanter Personen und schon werden auch Sie beliebter, erfolgreicher sowie schlichtweg zufriedener sein. Probieren Sie es aus!

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Junge Frau ist freundlich und wirkt sympathisch
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Inhalt
1. Definition: Was ist eigentlich Charme?
2. 8 Verhaltensweisen, die Sie charmanter wirken lassen
3. Charmeoffensive #1: Hören Sie Ihrem Gegenüber zu!
4. Charmeoffensive #2: Zeigen Sie sich verletzlich!
5. Charmeoffensive #3: Seien Sie interessiert!
6. Charmeoffensive #4: Präsentieren Sie sich bescheiden!
7. Charmeoffensive #5: Achten Sie auf Ihre Körpersprache!
8. Charmeoffensive #6: Streben Sie nach Harmonie!
9. Charmeoffensive #7: Legen Sie Selbstbewusstsein an den Tag!
10. Charmeoffensive #8: Merken Sie sich Namen!

Definition: Was ist eigentlich Charme?

Bevor Sie selbst „charmanter“ werden können, sollten Sie aber erst einmal wissen, was der Charme überhaupt ist. Der Begriff stammt ursprünglich aus der französischen Sprache und bedeutet „faszinieren“ oder „entzücken“. Es handelt sich also um ein Persönlichkeitsmerkmal des Menschen, das ihn im sozialen Umfeld besonders beliebt macht – sowohl bei bekannten als auch unter bislang fremden Personen.

Laut Duden handelt es sich um ein „gewinnendes Wesen eines Menschen“, dessen „Liebenswürdigkeit“ beziehungsweise die „Anziehungskraft, die von jemandes gewinnendem Wesen ausgeht“.

Der Charme als Eigenschaft ist in der Regel nicht angeboren, sondern im Zuge der Sozialisierung eines Menschen erworben. Dies geschieht bei einigen Personen bereits in sehr jungen Jahren, bei anderen erst später oder niemals. Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch charmant wird, hängt also zu großen Teilen von dessen Verhaltensvorbildern ab, den eigenen Eltern zum Beispiel. Dennoch ist noch längst nicht Hopfen und Malz verloren, wenn Sie nicht bereits in Ihrer Kindheit zu einer charmanten Persönlichkeit erzogen wurden. Stattdessen können Sie Ihren Charme in jedem Lebensalter erwerben oder intensivieren – ähnlich dem Charisma.

Charisma ist im Menschen wie das Brennen beim Feuer,
das Leuchten bei der Kerze, das Funkeln bei kostbaren Steinen, Gold und Silber.
Es ist etwas Geistiges.

(Li Liweng)

An dieser Stelle ist eine Abgrenzung der sehr ähnlichen Begriffe sinnvoll: Zwar äußern sich Charme und Charisma bei einem Menschen ähnlich, indem er in seinem sozialen Umfeld als äußerst beliebt und irgendwie „faszinierend“ gilt, doch handelt es sich beim Charme eher um eine Eigenschaft, die sich in gewissen Verhaltensweisen äußert, während das Charisma laut Definition „eine von Gott verliehene besondere Gabe“ darstellt. Was genau es damit auf sich hat, erfahren Sie in folgendem Artikel:

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Lese-Tipp: Charisma lernen: 13 Tipps für mehr Ausstrahlung

Das Persönlichkeitsmerkmal „Charme“ äußert sich also wie soeben erwähnt in speziellen Verhaltensweisen bei der Interaktion mit anderen Menschen. Hier lassen sich bei Personen, die von ihrem sozialen Umfeld als überdurchschnittlich charmant wahrgenommen werden, einige Muster erkennen.

8 Verhaltensweisen, die Sie charmanter wirken lassen

Es gibt also explizite Strategien, durch welche Sie Ihren Charme erhöhen und dadurch nicht nur im Berufsleben beliebter sowie erfolgreicher werden können. Wenn Sie sich folgende acht Verhaltensweisen von charmanten Persönlichkeiten abschauen, sie trainieren und gezielt in Ihre Konversationen einfließen lassen, werden Sie schon bald erste positive Effekte auf Ihr Sozialleben erkennen – garantiert!

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Wichtig ist, dass Sie trotz „einstudierter“ Verhaltensweisen stets authentisch bleiben. Ihr Charme wächst also erst dann auf ein überdurchschnittliches Maß an, wenn Sie den Spagat zwischen Authentizität und folgenden acht Verhaltensweisen schaffen. Das mag eine Herausforderung sein, ist aber allemal machbar. Schlussendlich müssen Sie eigentlich nicht mehr tun, als Ihre bisherigen Kommunikationsmuster zu reflektieren und an acht Stellen ein wenig zu optimieren. Aber welche sind das?

Charmeoffensive #1: Hören Sie Ihrem Gegenüber zu!

Sehr charmante Menschen lassen ihren Gesprächspartner ausreden und vor allem: Sie hören mit voller Aufmerksamkeit zu. Das bedeutet, dass sie sich nicht bereits auf ihre nächste Antwort konzentrieren oder auf eine Idee, Anekdote & Co, die sie loswerden möchten, sobald das Gegenüber ausgesprochen hat, sondern sie lassen ihre Gedanken weiterziehen, folgen dem Gespräch und antworten gezielt auf das Gesagte. Echtes Zuhören ist eine selten gewordene Kunst, aber der wohl wichtigste Faktor für Charme.

Charme ist die Gabe, den anderen vergessen zu lassen, daß er aussieht wie er aussieht.

(Französisches Sprichwort)

Gleichzeitig sollten Sie Ihrem Gegenüber mehr Gesprächszeit einräumen als sich selbst. Stellen Sie offene Fragen, um es zum Erzählen anzuregen – das stärkt die Sympathie und sorgt dafür, dass sich der Sprechende selbst als wichtig empfindet. Sie schenken also jedem Individuum in Ihrem sozialen Umfeld das Gefühl, wertgeschätzt zu sein und erhöhen dadurch indirekt Ihre eigene Beliebtheit. Denn die Menschen werden wieder zu Ihnen kommen und erneut das Gespräch mit Ihnen suchen, um dasselbe Gefühl abrufen zu können.

Charmeoffensive #2: Zeigen Sie sich verletzlich!

Viele Menschen legen heutzutage eine aufgesetzte Stärke an den Tag und scheuen sich, in der Öffentlichkeit Gefühle zu zeigen. Das trifft vor allem auf Männer zu, aber längst nicht nur. Gerade im Berufsleben gelten Emotionen als Störfaktoren, die es zu eliminieren gilt. Das Ergebnis ist eine als unmenschlich oder roboterhaft und kalt wahrgenommene Arbeitsatmosphäre. Ein soziales Umfeld, das auf Dauer für alle Beteiligten nicht nur unangenehm ist, sondern sogar zur Gefahr für die eigene Gesundheit werden kann. Stichwort: Burnout-Syndrom.

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Menschen möchten aber nicht eine Nummer beziehungsweise ein Zahnrad im Uhrwerk sein. Sie sind und bleiben Menschen – und wollen auch als solche agieren sowie fühlen dürfen. Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner also das Gefühl schenken, authentisch sein zu können, Emotionen zuzulassen und dennoch als der Mensch akzeptiert sowie wertgeschätzt zu sein, der er wirklich ist, erhöhen Sie Ihren Charme um ein Vielfaches. Wie Sie das anstellen? Machen Sie sich verletzlich. Präsentieren Sie sich selbst menschlich und authentisch.

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Zeigen Sie Emotionen, sprechen Sie über Gefühle, statt über Fakten, und bringen Sie auch Ihr Gegenüber dazu, auf die Gefühlsebene zu wechseln. Stellen Sie dafür zum Beispiel Fragen wie „Welches Ereignis in Ihrem Leben hat Sie am meisten geprägt?“ oder „Was hat Sie am Verhalten von Herrn Mustermann verletzt?“. Begeben Sie sich bei dem Gespräch also nicht in einen verbalen Wettkampf, bei welchem jeder mit seinen Errungenschaften prahlt oder auf seiner Meinung verharrt, sondern finden Sie eine Ebene der Menschlichkeit und werden Sie so zu einem Team – im eigentlichen sowie übertragenen Sinne.

Charmeoffensive #3: Seien Sie interessiert!

Das geht eigentlich sehr einfach: Zeigen Sie wahres Interesse. Der Betroffene wird schnell merken, wann Sie Interesse nur heucheln und wann Sie tatsächlich mehr über ihn erfahren möchten. Machen Sie sich also selbst bewusst, dass Sie von jedem Menschen, welchem Sie im Laufe Ihres Lebens begegnen, etwas Wertvolles lernen können. Sehen Sie es als Mission, in jedem individuellen Fall herauszufinden, was dieses Etwas ist. Sogar oder gerade Personen, die Ihnen auf den ersten Blick unsympathisch erscheinen, können auf den zweiten Blick die größten Lehrmeister in Ihrem Leben werden. Wahres Interesse an einem Menschen zu zeigen, hat also zahlreiche positive Nebeneffekte – und einer davon ist mehr Charme Ihrerseits.

Charmeoffensive #4: Präsentieren Sie sich bescheiden!

Sie mögen zwar erfolgreich sein, doch wirklich leiden kann sie niemand: Die Sprache ist von Angebern. Ein aufgeblasenes Ego macht unsympathisch und ist in der Regel an Anzeichen für mangelndes Selbstbewusstsein.

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Charmant wirken Sie hingegen durch Bescheidenheit. Menschen, die sich auf angenehme Art und Weise zurückhalten, machen sich dadurch interessant und eben irgendwie „faszinierend“. In der Regel versucht das Gegenüber dann von selbst, mehr über Sie zu erfahren. Zu bedeckt sollten Sie sich aber auch nicht geben, ansonsten ist das Gespräch aufgrund einsilbiger Antworten schnell beendet und Ihr soziales Umfeld hat das Gefühl, keinen Draht zu Ihnen zu finden.

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Entdecken Sie also Ihre bescheidene, dankbare, ja beinahe „weiche“ Seite. Wenn Sie einer Person auf Augenhöhe begegnen und sich nicht zum Beispiel aufgrund einer höheren hierarchischen Position für etwas Besseres halten, wird Ihr Charme merklich in die Höhe schießen. Auch hier kommt wieder das Stichwort der Authentizität ins Spiel: Seien Sie einfach Sie selbst, ohne sich künstlich aufplustern zu müssen, wie so viele Narzissten in unserer Gesellschaft. Hierfür bedarf es eines Mindestmaßes an Selbstreflexion. Sie ist der Schlüssel zu (noch) mehr Charme.

Charmeoffensive #5: Achten Sie auf Ihre Körpersprache!

„Weich“ sollte dementsprechend auch Ihre Körpersprache sein, sprich gelassen und entspannt. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre Schultern hängen lassen und durch die Flure des Bürokomplexes schlurfen müssen. Sie können und sollten durchaus auf eine selbstbewusste, aufrechte und energiegeladene Körpersprache achten, um Ihr Gegenüber in Ihren Bann zu ziehen. Dennoch wird es schnell bemerken, ob Ihre Körpersprache authentisch ist oder ob Sie ein gespieltes Selbst inszenieren. Achten Sie einmal darauf und Sie werden schnell einen Blick dafür entwickeln, welcher Mensch über echtes Selbstvertrauen verfügt und wer hingegen mit künstlich geradem Rücken voller Verspannungen und gespieltem Selbstbewusstsein durch das Leben schreitet.

Charmeoffensive #6: Streben Sie nach Harmonie!

Seien Sie also entspannt sowie authentisch. Lassen Sie sich voll und ganz auf das Gespräch ein. Lachen Sie. Beweisen Sie Humor sowie Selbstironie und suchen Sie in einer Konversation das Miteinander, statt das Gegeneinander. Ein Gespräch ist kein Wettkampf, sondern ein Austausch von Informationen – bestenfalls auf freundschaftlicher Ebene. Streben Sie in Ihren Gesprächen nach Harmonie. Bestätigen Sie Ihr Gegenüber. Fühlen Sie sich in dessen Worte hinein. Stichwort: Empathie.

Trage dein Übel, wie du magst, Klage niemand dein Mißgeschick;
Wie du dem Freunde ein Unglück klagst, Gibt er dir gleich ein Dutzend zurück!

(Johann Wolfgang von Goethe)

Machen Sie nicht aus jeder Konversation einen Wettkampf oder eine Diskussion. Beharren Sie nicht einfach stur auf Ihrer Meinung oder nutzen Sie die Gelegenheit zum Lästern über Kollegen, Vorgesetzte & Co. Kreieren Sie hingegen eine positive Atmosphäre auf beiden Seiten, sodass alle Beteiligten bestärkt sowie inspiriert aus dem Gespräch hervorgehen. Achten Sie auf eine positive Wortwahl, neutrale oder motivierende Themen und einen Grundtenor voller Hoffnung. Klingt kitschig? Klar, denn diese Konversationen sind selten geworden. Genau deshalb werden Sie charmant auf Ihr Gegenüber wirken und es kommt gerne für ein weiteres Gespräch wieder auf Sie zurück.

Charmeoffensive #7: Legen Sie Selbstbewusstsein an den Tag!

Auch dieses Stichwort ist bereits des Öfteren gefallen: Sie müssen Selbstbewusstsein ausstrahlen, um auf Ihr Gegenüber charmant zu wirken. Nur so können Sie zu einem Vorbild werden, sprich eine „Anziehungskraft“ auf Menschen ausüben. Wenn Sie selbst nicht an sich glauben – wer dann? Allerdings muss es sich dabei um ein gesundes Selbstbewusstsein handeln. Sie müssen sich also „selbst bewusst sein“. Das hat nichts mit einem übersteigerten Ego oder Angeberei zu tun. Stattdessen bedeutet es ein hohes Maß an Selbstreflexion und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten. Das ist es, was Sie charmanter wirken lässt.

Charmeoffensive #8: Merken Sie sich Namen!

Die letzte Verhaltensweise charmanter Menschen ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Merken Sie sich den Namen einer jeden Person beim ersten Vorstellen und sprechen Sie diese anschließend direkt an. Das schindet Eindruck und gibt dem Betroffenen erneut ein Gefühl der Wichtigkeit. Sich Namen zu merken, ist ein Zeichen von Interesse. Eine Person mit ihrem Namen anzusprechen, stellt schneller eine persönliche Verbindung zwischen den Gesprächspartnern her und erlaubt dadurch den Wechsel von oberflächlichen zu authentischeren Themen. Trainieren Sie also ab sofort Ihr Namensgedächtnis und auch Ihr Charme wird unmittelbar zunehmen. Gar nicht so schwierig, dieses „Charmantsein“ – oder?!

Welche weiteren Verhaltensweisen fallen Ihnen immer wieder bei Personen auf, die Sie selbst als besonders charmant erleben? Und was schreckt Sie hingegen ab? Vielen Dank für Ihre Ergänzungen in den Kommentaren!