Jeder von uns ist schon einmal auf solche Menschen gestoßen: Kollegen, die den Tag mit Beschwerden beginnen und beenden, oder Bekannte, die selbst in der positivsten Situation Nachteile finden können. Diese Art von Charakter wird als “toxisch” bezeichnet, denn diese Menschen haben einen starken negativen Einfluss auf den emotionalen Zustand anderer. In diesem Beitrag geben wir Dir Tipps für den Umgang mit negativen Menschen und zeigen Dir wie Du toxische Persönlichkeiten erkennst und Dich nicht herunterziehen lässt.

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Bleib cool – man muss nicht jeden mögen

Wichtig ist, dass Du verstehst, dass niemand auf unserem Planeten jeden mögen kann. Das Erkennen dieser Tatsache ist bereits der erste Schritt für einen gesunden Umgang mit toxischen Menschen.

Die Personen, die sich stets auf Probleme konzentrieren und nicht auf Lösungen, zerstören Ideen und Ziele ihrer Mitmenschen und versetzen sie in einen Zustand des Selbstmitleids. Im privaten Umfeld können wir selbst über unsere Kontaktpersonen entscheiden, im Berufsleben ist es leider nicht immer möglich. Trotz der Abneigung musst Du einen Weg finden, mit solchen Menschen auszukommen und gemeinsam zu arbeiten. So geht es:

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  • Grenzen setzen: Du bist nicht verpflichtet, jemandem mit einer negativen Einstellung zuzuhören. Setze Grenzen und schaffe einen Abstand zwischen Dir und dieser Person. Wenn Du mit einer toxischen Person zusammenarbeiten musst, versuche den Kontakt so kurz wie möglich zu halten.

  • Vermeide unnötige Konflikte: Starte nicht jedes Mal einen Konflikt, wenn Du etwas Negatives in Deine Richtung hörst. Versuche negative Kommentare zu ignorieren und Kritik nicht persönlich zu nehmen. Ja, es ist nicht einfach. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Kritik und Beleidigungen fünfmal stärker auf die Menschen wirken als Lob und Komplimente. Jedoch solltest Du versuchen Deine Emotionen zu kontrollieren. Bevor Du auf Kritik antwortest, mache drei tiefe Atemzüge. Die kurze Atempause entspannt und mildert die anfängliche Wut.

  • Lass Dich nicht beeinflussen: Leider sind manche Menschen so daran gewöhnt Negatives zu sehen, dass in ihnen kein Raum mehr für Positives bleibt. Bereits ein kurzzeitiger Kontakt zu toxischen Personen kann Dich nicht nur emotional erschöpfen, sondern auch mit negativen Lebensansichten anstecken. Somit reproduziert sich die Negativität selbst, schafft Unzufriedenheit und trübt den Geist. Negative Menschen verhalten sich oft irrational und jammern über jede Kleinigkeit. Wenn Du Dich auf fremde Probleme konzentrierst, verlierst Du den Fokus auf Deine eigenen Ziele. Verschwende nicht Deine wertvolle Zeit und versuche Dich nicht emotional auf Probleme anderer einzulassen. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich.

  • Gründe Dein Support-Team: Verbinde Dich mit positiven Freunden, Bekannten und Kollegen. Versuche ganz genau zu analysieren, wann Du die emotionale Unterstützung benötigst. Wenn die Emotionen Dich überwältigen, kannst Du mit Deiner Vertrauensperson die Situation ruhig besprechen und Kraft tanken.

  • Stay positive: Dein Glück und Wohlbefinden sind zu wertvoll, um sie durch negative Meinungen oder unangemessene Kommentare zu beeinflussen. Bleibe positiv und minimiere den Kontakt zu toxischen Personen. Wenn Du eine positive Einstellung und Selbstsicherheit ausstrahlst, wird dies für Dein negatives Gegenüber unangenehm sein und es hört mit dem Jammern auf. Your mind is a powerful thing! Und übrigens: Positiv sein, lohnt sich! Denn positive Menschen sind nicht nur glücklicher, sondern auch erfolgreicher. Wie Glück und Erfolg zusammenhängen, kannst Du hier nachlesen.

So erkennst Du toxische Menschen

Es gibt einige Arten von toxischen Menschen. Im Folgenden zeigen wir Dir Persönlichkeiten, die Du in Deinem Leben vermeiden solltest.

1. Die königliche Hoheit der Skandale

Einige Leute reagieren bereits auf Kleinigkeiten mit überdramatischen Wutanfällen und provozieren gerne Skandale. Solche Menschen stehen auch gern im Mittelpunkt und dominieren meist jedes Gespräch. Sie wissen immer alles besser, lehren gern andere Leute, lästern viel und spielen ihre Mitmenschen gegeneinander aus.

Tipp: Verwickle Dich nicht in die Skandale anderer Menschen und arrangiere keine eigenen. Versuche auf Wutausbrüche und unfaire Spielchen Deines Gegenübers nicht mit Schimpfwörtern oder aggressivem Verhalten zu reagieren. Bleib ruhig, ersticke den anbahnenden Konflikt mit Deiner Entschlossenheit und Coolness. Ruhiges Verhalten ist das beste Gegenmittel gegen fremde Wutausbrüche. Wenn Dein Gegenüber über einen anderen Kollegen lästert, kannst Du ihm mit diesem Satz die Luft aus den Segeln nehmen:

“Warum erzählst Du mir das? Ich möchte Dich bitten, dies mit ihm direkt zu besprechen.”

2. Menschen, die mit allem unzufrieden sind

Manche Menschen sind einfach unmöglich zu befriedigen. Sie finden immer irgendetwas, was ihnen nicht passt und zeigen ihre Unzufriedenheit auch deutlich. Solche Persönlichkeiten laufen oft mit einem frustrierten Gesichtsausdruck, gehen keine Kompromisse ein und sind nicht kooperativ. Selten kann sich ein unzufriedener Charakter auch in einem Rückzugverhalten zeigen. In diesem Fall vermeidet die Person Kontakte und kapselt sich ab.

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Tipp: Wenn Dein Kollege schon immer einen sehr negativen und unzufriedenen Charakter hatte, solltest Du diese Tatsache akzeptieren. Du wirst diesen Menschen nicht verändern können, egal was Du tust. Hat Dein Kollege wieder einen schlechten Tag und Eure Kommunikation stößt auf Grenzen? Dann gehe zunächst auf Abstand. Wenn der Nörgler doch einmal etwas Gutes tut, lobe ihn:

“Es hat mich sehr gefreut, dass Du das für mich gemacht hast. Vielen Dank!”.

Das Loben führt dazu, dass sein abweisendes Verhalten seltener vorkommt.

Wenn ein Kollege jedoch immer ein fröhlicher Mensch war und sich plötzlich in die negative Richtung verändert hat, solltest Du mit ihm ein Gespräch unter vier Augen suchen und Deine Unterstützung anbieten. Denn eine plötzliche Verhaltensänderung hat immer einen triftigen Grund.

3. Der Pessimist

“Vergiss es! Das wird eher nicht funktionieren!” – solche Sätze hört man oft von pessimistischen Menschen, die nicht nur ihr eigenes Leben schwer machen, sondern auch Deins. Alle Pläne und Vorhaben werden sofort als erfolglos abgestempelt. Sie reden alles schlecht und wissen immer im Voraus, dass etwas nicht funktionieren wird.

Tipp: Versuche den Kontakt zu den Menschen, die sich über Deine Träume und Ziele lustig machen, zu vermeiden. Solche Persönlichkeiten senken Dein Potenzial und löschen mit ihren ätzenden Kommentaren und geringen Erwartungen langsam, aber sicher Deine innere Flamme. Es ist wichtig, die Argumente eines Pessimisten nicht persönlich zu nehmen und seine Kritik nicht als Angriff zu betrachten. Eine simple, aber sehr wirkungsvolle Methode, ist das Stellen einer Warum-Frage:

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“Warum denkst Du, dass ich das nicht schaffen werde?”

In solchen Momenten stellt sich nämlich klar, dass der Pessimist sich inhaltlich mit dem Thema oft nicht auskennt.

4. Der Manipulator

Zu toxischen Menschen gehören auch die sogenannten Manipulatoren. Diese Menschen äußern gerne ihre, meist negative, Meinung und versuchen Deine Gedanken mithilfe ihrer Negativität zu kontrollieren.

Tipp: Tatsächlich ist es recht einfach, Manipulatoren zu erkennen. Wenn man solche Persönlichkeiten von außen betrachtet, stellt man fest, dass sie oft zu sehr auf sich selbst fixiert sind und ihre Mitmenschen zu ihrem persönlichen Vorteil ausnutzen. Versuche die Kommunikation mit einer manipulativen Person neutral und professionell zu gestalten. Ein charmantes Lächeln und ein freundliches “Jeder hat Recht auf seine eigene Meinung” können Wunder bewirken. Manipulative Menschen wollen oft Sympathie und Vertrauen erwecken. Daher ist es wichtig, dass Du Grenzen setzt und auch einmal “Nein” sagst.

5. Anspruchsvoller Mensch, der keine Fehler verzeiht

Kennst Du auch solche Personen, die meinen immer alles richtig zu tun und erwarten dies auch von ihren Mitmenschen? Wenn ja, dann ist Achtung geboten. Solche Menschen kritisieren andauernd und erkennen Deine positiven Eigenschaften nie an.

Tipp: Du solltest den Kontakt zu “fehlerfreien” Menschen, soweit es geht, reduzieren. Ist dies aufgrund beruflicher Angelegenheiten nicht machbar, dann empfiehlt sich immer eine Gegenfrage. Wenn ein Kollege sich stets über Deine Fehler beschwert, frage ihn höflich, ob er Dich dabei unterstützen kann, diese Fehler künftig zu vermeiden.

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6. Der innere Kritiker

Das hast Du jetzt sicherlich nicht erwartet, aber die schlimmste toxische Person steckt oft in Deinem Kopf – Dein innerer Kritiker. Er demotiviert Dich, übt stets Kritik, verursacht Selbstzweifel und traut Dir nichts zu! Diesen Miesepeter solltest Du unbedingt verjagen!

Tipp: Gnadenlose Selbstkritik führt oft zu einem Mangel an Glück, allgemeiner Unzufriedenheit mit sich selbst und hindert Dich bei der Erreichung Deiner Ziele. Alles was Du wirklich brauchst, ist Mut, Du selbst zu sein. Denn Dein Wert liegt darin, wer Du bist und nicht, wer Du nicht bist. Sei Deinen Kompetenzen und Deinem Können bewusst. Das Führen eines Tagebuchs hat sich gut bewährt, um seine Erfolge zu reflektieren und Selbstzweifel zu reduzieren.

Fazit: Wenn Menschen versuchen Deine Träume zu vernichten, Deine Probleme vorherzusagen, Dich zu kritisieren, denke daran – sie erzählen nicht von Dir, sondern von sich selbst. Alles, was sie sagen, wird durch ihre eigenen Sorgen, Probleme und Unsicherheiten verursacht. Versuche die Negativität anderer Menschen zu ignorieren und Dich auf Dein eigenes Leben zu konzentrieren.

Wenn Du selbst an negativen Gedanken leidest (innerer Kritiker), versuche mindestens einen Tag lang, alle Selbstzweifel und schlechte Gedanken aufzugeben und Du wirst schnell merken, wie Dein Leben sich positiv verändert. Think positive!

Bildnachweis: kurhan/Shutterstock.com