Die 10 fatalsten Fehler im Vorstellungsgespräch

2

Bei einem Vorstellungsgespräch geht es darum, sich selbst kompetent zu verkaufen und den guten Eindruck aus den Bewerbungsunterlagen zu unterstreichen.

Dabei lauern einige „Fettnäpfchen“, in die Bewerber tappen können. Folgende Fehler sollten in einem Vorstellungsgespräch unbedingt vermieden werden, da sie schnell das „Aus“ bedeuten können:

1.) Unpünktlichkeit:
Wer sich schon zum Vorstellungstermin verspätet, wirkt unzuverlässig und „verplant“. Die meisten Arbeitgeber haben dafür nur in äußerst schwerwiegenden und unvermeidbaren Fällen Verständnis.

Lesetipp: Sorry, I’m late – again! 5 Tipps für mehr Pünktlichkeit

2.) Ungünstiger erster Eindruck:

Schlechte Karten hat auch, wer bereits im Vorfeld unfreundlich im Sekretariat auftritt oder bei der Begrüßung des Arbeitgebers gereizt oder zu salopp reagiert. Denn der erste Eindruck lässt sich meist nicht mehr revidieren.

3.) Unvorteilhaftes Erscheinungsbild:

Wichtig bei der Wahl des Outfits ist es vor allem, den „Dresscode“ des potenziellen Arbeitgebers zu berücksichtigen und beispielsweise in einem eher konservativen Unternehmen nicht zu lässig gekleidet oder zu „aufgetakelt“ zu erscheinen. Aber auch die Einhaltung von allgemeinen Umgangsformen gehört dazu (z. B. Höflichkeit, Smalltalk).

4.) Mangelnde Vorbereitung:

Die meisten Arbeitgeber erwarten auch, dass ein Bewerber seine Bewerbungsunterlagen und Schreibutensilien für wichtige Notizen zum Vorstellungstermin mitbringt. Beispielsweise auch ein während des Gesprächs klingelndes Handy vermittelt einen ignoranten Eindruck.

5.) Desinteresse:

Zu einer guten Vorbereitung gehört es zudem, sich im Vorfeld umfangreich über das Unternehmen und die Stellenanforderungen zu informieren. Wer auf diesbezügliche Fragen nicht antworten kann oder keine klare Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft hat, wirkt oberflächlich und unmotiviert.

6.) Lügen und Verheimlichungen:

Ein absolutes No-Go für Arbeitgeber sind Bewerber, die wichtige Details bezüglich Beschäftigungs- und Ausbildungsdaten, Qualifikationen oder Nebentätigkeiten verschweigen oder Lücken im Lebenslauf beschönigen – und somit ein potenzielles Risiko für das Unternehmen darstellen. Siehe dazu auch: Notlügen im Vorstellungsgespräch.

7.) Überheblichkeit:

Prahlerei mit früheren Leistungen, Arroganz, Respektlosigkeit, Unaufmerksamkeit und negative Aussagen über frühere Arbeitgeber sollten ebenfalls tabu sein. Denn sie zeigen dem neuen Arbeitgeber, dass der Bewerber beispielsweise nur wenig teamfähig ist.

8.) Schlechtes „Selbstmarketing“:

Arbeitgeber schätzen es allerdings auch nicht, wenn der Bewerber keine Fragen stellt, sich absichtlich „klein“ macht und nur ungenaue, unstrukturierte, zu allgemein gehaltene oder irrelevante Antworten gibt. Betreiben Sie effektives Selbstmarketing und setzen Sie sich ins richtige Licht.

9.) Übertriebene Forderungen:

Solche Ansprüche signalisieren dem Arbeitgeber, dass der Bewerber vordergründig an seiner Existenzsicherung interessiert und nur wenig leistungsbereit ist. Dazu gehören zum Beispiel hohe Gehaltswünsche, aber auch kleinkarierte Detailforderungen (z. B. Spesenabrechnung, Firmenwagen).

10.) Ungünstiger letzter Eindruck:

Einige Bewerber verderben sich auch ihren guten Eindruck, indem sie am Gesprächsende den Arbeitgeber zu einer Entscheidung drängen oder vergessen, sich für das Gespräch zu bedanken.

Beitrag von

Arbeits-abc

Deine Job & Karriere Community mit täglich frischen Nachrichten, Meinungen und Tipps zu den Themen Bewerbung, Arbeit und Karriere.

2 Kommentare

  1. TreueSeele68 am

    Punkt 1, 2, 3, 4, 5 und 7: wenn man das extra erwähnen muss, ist man für JEDE Stelle ungeeignet. Traurig, dass diese Selbstverständlichkeiten in einer NoGo-Liste auftauchen müssen.

  2. Mit Punkt 9 können wir aber nicht ganz übereinstimmen … was ist übertrieben? Wir haben von einem Arbeitgeber gehört, dass, wenn der Bewerber sich gehaltlich zu minder einstuft, er sich fragt: “Kann der leicht nichts?”

    Und nebenbei bemerkt JEDER Job dient der Existenzabsicherung! Keiner geht arbeiten ganz allein dafür, dass es Spaß macht – natürlich soll es Spaß machen und natürlich soll man motiviert sein. Aber wenn man sein Leben damit nicht mehr finanzieren kann (Stichwort Ausbeute, Mindestverdienst, Lohndumping), dann ist es aus mit Spaß.

    Lg vom Kleiner-Fisch Team

    PS, wenn der Arbeitgeber dem Bewerber nicht entspricht, dann kann das “Aus” auch vom Bewerber ausgehen! Nicht nur der Arbeitgeber sucht sich den besten Bewerber aus – der Bewerber sucht auch den besten Arbeitgeber! 🙂

Schreiben Sie einen Kommentar