Manchmal bleibt der gewünschte Erfolg aus, trotz hervorragender Leistungen, Ihres beeindruckenden Lebenslaufes und der 100sten Weiterbildung. Das Thema Persönlichkeitsentwicklung spielt hierbei eine große Rolle. Vielleicht stehen Sie sich mit diesen sieben Charakterzügen nämlich schlichtweg selbst im Weg?!

Mann denkt darüber nach, welche Charaktereigenschaften für seine Karriere förderlich sein können?
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Inhalt
1. Welche Rolle spielt die Persönlichkeitsentwicklung für beruflichen Erfolg?
2. Wie sieht der „perfekte Charakter“ für eine steile Karriere aus?
3. Persönlichkeitsentwicklung bedeutet auch, negative Charakterzüge abzulegen
4. #1 Minderwertigkeitskomplex
5. #2 Verbissenheit
6. #3 Prokrastination
7. #4 Naivität
8. #5 Sturheit
9. #6 Nachsicht
10. #7 Angst
11. Fazit: Karriere hin oder her – Widmen Sie sich Ihrer Persönlichkeitsentwicklung!

Welche Rolle spielt die Persönlichkeitsentwicklung für beruflichen Erfolg?

Viele Menschen setzen sich nie bewusst mit ihrer Persönlichkeitsentwicklung auseinander – und dennoch findet sie statt. Sie verändern sich automatisch im Laufe Ihres Lebens, je nach Phase, Zielen und Erfahrungen. Sie legen alte Charakterzüge ab, feilen an bestehenden oder erwerben neue. Ohne Persönlichkeitsentwicklung befänden Sie sich im Stillstand und würden wohl niemals an „Altersweisheit“ oder einer gewissen persönlichen Reife gewinnen.

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Besser als die „automatische“ ist aber natürlich die bewusste Persönlichkeitsentwicklung. Hierfür benötigen Sie ein hohes Maß an Selbstreflexion. Es geht darum, Verhaltensweisen, Stimmungen und Charakterzüge an sich selbst wahrnehmen, richtig deuten und gegebenenfalls verändern zu können. Dass das einfach wäre, hat nie jemand behauptet. Doch für Ihren beruflichen Erfolg ist die Persönlichkeitsentwicklung ein wichtiger – wenn nicht sogar der wichtigste – Faktor.

Wie sieht der „perfekte Charakter“ für eine steile Karriere aus?

Natürlich gibt es so etwas wie den „perfekten Charakter“ nicht. Jeder Mensch ist unterschiedlich und vor allem ist niemand perfekt. Dennoch gibt es Charaktereigenschaften, welche für Ihre Karriere förderlich sind – und andere, die ihr im Weg stehen können. Bei einem Blick in die deutschen Führungsetagen offenbart sich leider erst einmal ein trauriges Bild.

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Jede zehnte Führungskraft zeigt Anzeichen einer Psychopathie. Die Wahrscheinlichkeit, in deutschen Führungsetagen auf einen Psychopathen zu treffen, ist demnach vier- bis sechsmal höher als im Privatleben. Der „perfekte Charakter“ für eine Karriere scheint in vielen Unternehmen also von „perfekt“ denkbar weit entfernt zu sein:

  • Risikobereitschaft,
  • Skrupellosigkeit,
  • emotionale Kälte,
  • Machthunger,
  • Rücksichtslosigkeit und
  • Zielstrebigkeit

scheinen einige dieser Eigenschaften zu sein, welche Sie schnell die Karriereleiter hinaufbefördern können. Glücklicherweise findet in vielen Unternehmen aber mittlerweile auch ein Umdenken statt, sodass Narzissten und Psychopathen so gut wie möglich aussortiert werden und stattdessen der Fokus wieder auf Empathie, Menschlichkeit und persönlicher Reife liegt.

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Schuld daran ist zumindest teilweise der zunehmende Fachkräftemangel. Die hoch qualifizierten „Millennials“ – also Berufseinsteiger aus der sogenannten Generation Y – sind heiß begehrt, rücken dadurch in eine bessere Verhandlungsposition und können sich ihre Arbeitgeber mehr oder weniger frei aussuchen. Und dabei legen sie eben großen Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre zwischen Empathie, Menschlichkeit und einer sinnhaften Tätigkeit, anstelle des Haifischbeckens aus karrieregeilen Narzissten mit ausgefahrenen Ellenbogen.

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Während die klassische Karriere für junge Arbeitnehmer in Deutschland also immer unattraktiver erscheint, stehen persönliche Freiheit, eine traditionelle Familie beziehungsweise ein „sicheres“ Zuhause sowie ausreichend Freizeit für eine ausgewogene Work-Life-Balance zunehmend im Mittelpunkt. Zudem beschäftigen sich immer mehr Millenials bereits in jungen Jahren mit dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung – was früher eher für ältere Personen, Psychotherapeuten oder esoterisch angehauchte Persönlichkeiten „reserviert“ war.

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Für unsere Geschäftswelt sowie die gesamte deutsche Gesellschaft ist dieser Trend positiv zu bewerten. Denn Persönlichkeitsentwicklung bedeutet in der Regel eine Verbesserung – für die Person selbst, ihre Karriere und vor allem ihr soziales Umfeld. Selbstreflektierte Menschen haben ihre Emotionen besser im Griff, legen negative Handlungsweisen ab und üben sich in positiven Charakterzügen wie innerer Gelassenheit oder einem gesunden Selbstbewusstsein.

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Sollten Sie sich also noch nicht mit Ihrer Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt haben, holen Sie das schleunigst nach. Schon in Kürze werden Sie erste positive Veränderungen an sich selbst wahrnehmen und im beruflichen sowie privaten Alltag weniger Konflikte sowie qualitativ bessere soziale Beziehungen erleben.

Persönlichkeitsentwicklung bedeutet auch, negative Charakterzüge abzulegen

Wenn ihre Karriere stagniert, versuchen viele Betroffene ihr Glück mit Seminaren, Weiterbildungen oder der Arbeit an ihren Soft Skills. Vielleicht ziehen sie auch einen Jobwechsel in Erwägung oder suchen direkt das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Das ist alles schön und gut. Doch manchmal braucht es eben „nur“ einen Fortschritt in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung, um den Erfolg wieder ins Rollen zu bringen.

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Treten Sie deshalb erst einmal einen Schritt zurück, bevor Sie sich panisch für alle Seminare anmelden, welche der Markt hergibt, und üben Sie sich in Selbstreflexion. Vielleicht fehlt es Ihnen nämlich nicht an Soft Skills, Qualifikationen oder Charakterzügen, um endlich die Karriereleiter zu erklimmen, sondern Sie stehen sich stattdessen selbst im Weg. Diese sieben Charakterzüge sind weit verbreitet und wahres Gift für Ihren beruflichen Erfolg. Konzentrieren Sie sich also darauf, diese sieben Eigenschaften im Sinne Ihrer Persönlichkeitsentwicklung abzulegen – und arbeiten Sie erst dann an neuen Soft Skills, einem Jobwechsel & Co, wenn die „Belohnung“ immer noch ausbleiben sollte.

#1 Minderwertigkeitskomplex

Kaum ein Mensch wird mit einem gesunden Selbstbewusstsein geboren beziehungsweise entwickelt ein solches bereits im Kindesalter. Da auch Eltern nur Menschen und damit nicht perfekt sind, passieren in der Erziehung immer kleinere oder größere Fehler mit dementsprechend kleineren oder schwerwiegenderen Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Aufgrund unserer Kultur und Sozialisation leiden vor allem Frauen in Deutschland vermehrt unter Minderwertigkeitskomplexen, doch auch zahlreiche Männer haben im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter damit zu kämpfen. In Extremfällen mündet ein mangelndes Selbstbewusstsein in einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

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Fakt ist also: Beinahe jeder Mensch hat kleinere oder größere Minderwertigkeitskomplexe und je früher Sie diese angehen, umso schneller sind Sie sie los. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist schließlich ein wichtiger Erfolgsfaktor – nicht nur im Beruf, sondern in jedem Lebensbereich. Also verabschieden Sie sich von Ihren Selbstzweifeln und vielleicht platzt der Knoten dann auch in Ihrer Karriere.

#2 Verbissenheit

Sollte dies (noch) nicht der Fall sein, könnte auch eine übertriebene Verbissenheit hinter Ihrer Karriereflaute stecken. Viele Menschen denken, sie hätten schlichtweg keine andere Wahl, als den Weg zu gehen, welchen ihre Vorgesetzten, ihre Eltern, der Partner oder auch sie sich selbst vorgegeben haben. Wirklich erfolgreich werden Sie im Beruf aber nur werden, wenn dahinter Ihr eigener Wille steckt. Fassen Sie also den Mut, Ihre Ziele und Wünsche zu hinterfragen und gegebenenfalls eine mehr oder weniger radikale Veränderung in Ihrem Leben vorzunehmen. Wenn Sie Ihre Verbissenheit loslassen, öffnet sich auch Ihr Tunnelblick und Sie sind wieder offen für die zahlreichen Chancen abseits der gepflasterten Pfade, die Ihnen das Leben bietet – auch hinsichtlich Ihrer Karriere.

#3 Prokrastination

Viele Menschen neigen zudem zur Prokrastination, also dazu, ungeliebte Tätigkeiten aufzuschieben und sich dadurch selbst unter Zeitdruck zu bringen. Zugegeben, die „Aufschieberitis“ zu überwinden, ist kein leichtes Unterfangen, denn dem Gehirn ist die „sofortige Belohnung“ wichtiger als jene in der Zukunft. Möglich ist es aber allemal und es wird sich nicht nur für Ihre Karriere, sondern für allem für Ihr Wohlbefinden lohnen. Wieso? Weil Sie fortan gelassener und stressfreier leben können – und trotzdem im Job sogar noch mehr leisten werden als bisher.

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#4 Naivität

Gelassenheit in allen Ehren – doch viele Menschen halten an der naiven Vorstellung fest, dass die Dinge von selbst ihren Lauf nehmen werden. Sie glauben an das gute alte Märchen oder an Karma. Wenn sie sich nur nett und freundlich verhalten sowie geduldig sind, wird der liebe Gott, das Schicksal oder was auch immer sie dafür schon irgendwann belohnen. Richtig? Falsch! Natürlich mag es Menschen geben, denen der Erfolg sprichwörtlich in den Schoß fällt. Und diese Grundsätze sind auch gewiss kein schlechtes Credo. Dennoch müssen Sie sich für beruflichen Erfolg natürlich auch ein wenig anstrengen. Also üben Sie sich in Disziplin und Zielstrebigkeit.

Lese-Tipp: Zielstrebigkeit: Ziele richtig setzen und erreichen

Scheuen Sie sich nicht vor harter Arbeit. Nur für ein nettes Lächeln werden Sie nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit – zumindest hinsichtlich Ihrer Karriere – nicht belohnt.

#5 Sturheit

Zielstrebigkeit bedeutet aber nicht, dass Sie nun stur immer wieder gegen die gleiche Wand rennen. Wenn Ihnen der Weg zum Ziel – also beispielsweise einer Beförderung oder Gehaltserhöhung – verwehrt bleibt, probieren Sie eine neue Strategie aus.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. (Albert Einstein)

#6 Nachsicht

Ein weiterer Charakterzug, der für Ihre Karriere schädlich sein kann, ist zu viel Nachsicht. Verstehen Sie uns nicht falsch: Sie sollen nicht emotional kalt, rücksichtslos und manipulativ werden wie all die Narzissten und Psychopathen in den Führungsetagen. Doch offensichtlich haben sie ein Erfolgsgeheimnis, welches Ihnen bislang noch fehlt. Dieses könnte sein, sich mehr auf Sie selbst zu konzentrieren und klare Grenzen zu Ihren Mitmenschen zu ziehen. Sie können auch menschlich, empathisch und hilfsbereit sein, ohne dass Ihre Kollegen oder Vorgesetzten ständig über Ihre persönlichen Grenzen trampeln. Lernen Sie also, „Nein“ zu sagen und Grenzüberschreitungen nicht mehr zu tolerieren.

Lese-Tipp: Lernen Sie, Nein zu sagen: Grenzen setzen im Beruf, ohne zu verletzen

#7 Angst

Last but not least sollten Sie sich Ihren Ängsten stellen. Diese sind von Person zu Person unterschiedlich, doch angstfreie Menschen gibt es nicht. Finden Sie also heraus, wovor Sie Angst haben und inwiefern diese Ängste Ihre Karriere blockieren. Ein wenig Risikofreudigkeit gehört schließlich zu jeder Erfolgsgeschichte und vielleicht ist es für Sie ja an der Zeit für einen Jobwechsel, die Umsetzung einer verrückt anmutenden Idee, die Selbstständigkeit oder einfach ein klares Vieraugengespräch mit dem Chef.

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Fazit: Karriere hin oder her – Widmen Sie sich Ihrer Persönlichkeitsentwicklung!

Auch, wenn Ihre Karriere nicht stagniert, kann das Ablegen dieser sieben Charaktereigenschaften Ihr Leben zum Positiven verändern. Negative Verhaltensweisen loszuwerden kann nämlich der erste und ein sehr wirksamer Schritt der Persönlichkeitsentwicklung sein – noch bevor Sie an neuen Soft Skills feilen oder der stetigen Selbstoptimierung verfallen. Manchmal müssen Sie für Ihren Erfolg nicht noch mehr können oder machen, sondern sich stattdessen eben von alten Gewohnheiten verabschieden.

Quitting is leading too.

(Nelson Mandela)

Vielleicht ist am Ende Ihrer Reise die Karriere ja auch plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Sie müssen nicht jedes Ziel erreichen, sondern manchmal reicht es zur Zufriedenheit auch einfach, mit unerfüllten Wünschen Frieden zu schließen, diese loszulassen und sich neue Ziele zu setzen.

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Welchen Stellenwert nimmt die Karriere in Ihrem Leben ein? Und inwiefern beschäftigen Sie sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung? Welche negativen Eigenschaften möchten Sie gerne ablegen – oder haben dies sogar bereits erfolgreich getan? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen zum Thema in den Kommentaren!


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